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Sehr geehrter Herr Gehring,
ein Teil des Dorfes steht Kopf: Weitnau steht aktuell vor dem Problem von Mangel an Lehrerstunden, entstanden durch die entsprechende Zuteilung gemäß der gemeldeten Schülerzahlen nach dem gültigen Schlüssel.
Nun trifft es unvorbereitet zwei bestehende 2. Klassen, sowie die 1. Klasse: es werden Kombi-Klassen 1/2 eingeführt.
Die Grenze ist knapp touchiert, zum Stichtag im Juni waren 28 Erstklässler gemeldet, nun könnten es mehr werden, aber die Stundenzuteilung ist lt. Direktorat durch und Bildung von 2 ersten Klassen damit ab sofort unmöglich.
Kann es wirklich sein, dass 75 Schulkinder und bis zu 4 zugeteilte Lehrer (Klassenlehrer und Förderlehrer) und bis zu 150 Elternteile hier OHNE Vorbereitungszeit in eine nicht absehbare Situation gesteckt werden? Die lt. Schulleitung gerechteste Lösung sei Teilung der 2 bestehenden Schulklassen auf 3 Flexi-Klassen und entsprechende Zuteilung der Erstklässler.
Das Konzept der Kombiklassen ist gut, vor allem, wenn es beständige Aussichten hat. In unserem Fall aber trifft es 2 Lehrer, die damit noch keine Erfahrung haben und die auch noch nicht darauf spezialisiert sind, sowie eine erfahrene, aber aus Altersgründen nach dem Schuljahr 11/12 ausscheidende Lehrkraft.
Alle Kommentare von Schulleitung und SV, Schulamt und Politik (TV-Sendung "Jetzt red I" Bayern 20.7.11) sind abwiegelnd und umgehen konkrete Aussagen. In gestriger Sendung wurde die Frage, ob die betroffenen Familien vorbereitet sind, beantwortet mit: "sie werden entsprechend informiert". Nun, diese Information habe ich selbst erlebt, aber sie gibt in keiner Weise das Bild von dem wieder, was da auf Kinder, Lehrer und Eltern zukommt.
Sehr unbefriedigend. Bei richtiger Vorbereitung mit sinnvoller Vorlaufzeit aus meiner Sicht ein durchaus denkbares Konzept, aber in der Form, wie es in Weitnau derzeit abgewickelt wird, ist es für mich - und die Mehrzahl der anderen Eltern - nicht tragbar.
Wie kann man das stoppen?
MFG
