Tarek Al-Wazir (DIE GRÜNEN)
Abgeordneter Hessen 2009-2014
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Angaben zur Person
Tarek Al-Wazir
Geburtstag
03.01.1971
Berufliche Qualifikation
Diplom-Politologe
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Fraktionsvorsitzender
Wohnort
-
Wahlkreis
Offenbach-Stadt
Ergebnis
18,2%
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen
(...) Ohne Windkraft im Wald wird die hessische Energiewende nicht zu schaffen sein. (...) Aus Sicht des Naturschutzes muss im Wald abgewogen werden, ob beispielsweise bei einer hohen Dichte windkraftsensibler Vögel ein Ausschluss bei der Landesplanung in Frage käme. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Finanzen
02.12.2013
Von:

Sehr geehrte Herr Al-Wazir,

vorletzten Sonntag sagte Frau Göring-Eckart meines Wissens bei " Berlin direkt", dass Die Linke die Schuldenbremse akzeptieren müsse. Ich frage Sie, was diese bringen soll, wenn z.B. Bankenrettungen usw. von dieser ausgenommen sein sollten? Soll diese auch in Krisenzeiten und für die Sozialausgaben gelten( wie es meines Wissens mal die FDP gefordert hat)? Sind Ausgaben nach Kassenlage sinnvoll- oder regen sie nicht an, bei guten Einnahmen ggf. unnötig viel auszugeben? Müssen Politiker sich selbst disziplinieren?- ich halte das für puren Finanzpopulismus, um den Wahlvolk Erfolge vorzugauckeln.

Weiter ging es um Schwarz-Grün in Hessen und weshalb Rot-Rot-Grün, nach 2008, zum zweiten Mal in Hessen gescheitert ist. Mich wundert es sehr, dass Sie m.W. öffentlich sagten, dass die Grünen nicht so sehr die SPD umwerben sollten. Sie begründeten das dann bei einem Ausschnitt beim " Bericht aus Berlin" m.W. dass diese das "Steigerlied" singt. Meinten Sie damit die strukturkonservative Wirtschaftspolitik der SPD? Warum muss dann Die Linke für die ablehnende Haltung herhalten? In " Berlin direk" war davon die Rede, dass Die Linke keine Verantwortung übernehme. Wie kommen die Moderatoren zu dieser Aussage? Ist es Ihrer Meinung nach richtig, dass von den Gebührenzahlern finanzierte Moderatoren sich zu solch persönlichen Aussagen hinreißen lassen? Waren die Sondierungsgespräche dann nur eine Show?

Besonders bizarr aber empfinde ich die Tatsache, dass in einigen Medien, wie im " Freitag" davon die Rede war, dass Die Linke Probleme mit dem furter Flughafen hat. Das haben die Grünen doch weiß Gott auch, was ist der Unterschied zwischen deren Bedenken und denen der Linken? Ist es nicht so, dass die CDU/FDP den Ausbau des Flughafen in Kassel, der sehr unwirtschaftlich ist, zu verantworten hat?

Warum sagen die Grünen nicht klipp und klar, vor Wahlen, welche Koalitionen bzw. Optionen sie sich offenhalten?

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Schulen
03.12.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Al-Wazir,

laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Kapitel Politik, sollen bei uns in Hessen 3000 Lehrerstellen gekürzt werden. Ich gehe selbst zur Schule und bin nicht der Ansicht, dass man sich in diesem Bereich Kürzungen erlauben könnte. Zudem soll auch noch die Inklusion weiter ausgebaut werden, wodurch doch eigentlich zwangsweise mehr Leher benötigt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der richtige Weg ist, um Geld zu sparen. Auf der einen Seite wert auf eine gute Ausbildung der nachfolgenden Generationen legen, auf der anderen Leherstellen kürzen, wo, frage ich Sie, passt das zusammen???

Mit freundlichen Grüßen
Schülerin aus dem Politik Leistungskurs

PS: Das ist nicht das, was ich von der Grünen-Politik erwartet hätte!
Antwort von Tarek Al-Wazir
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08.01.2014
Tarek Al-Wazir
Sehr geehrte Frau ,

die Meldung von der angeblich geplanten Streichung von 3000 Lehrerstellen war schlicht falsch. Wir haben auch darauf hingewiesen, dass das reine Spekulation ist, aber so ist es halt in der Mediendemokratie: Eine Zeitung schreibt was, dpa macht eine Vorab-Meldung, das Radio meldet es dann und am nächsten Tag steht es in allen Zeitungen...nun ja. Ergebnis der Koalitionsverhandlungen war, dass wir keine einzige Lehrerstelle streichen wollen, und das bedeutet angesichts zurückgehender Schülerzahlen, dass die zusätzlichen Kapazitäten in diesem Bereich zum Ausbau der Ganztagsbetreuung vor allem in der Grundschule, zur verstärkten Lehrerzuweisung nach Sozialindex, mehr Inklusion (also der Besuch von behinderten Kindern in der Regelschule) und sonstige Verbesserungen im Bildungssystem genutzt werden sollen. Wahrscheinlich sind wir das einzige Bundesland, dass die "demographische Rendite" komplett im Bildungssystem lässt. Zufrieden?

Mit freundlichen Grüßen,

Tarek Al-Wazir
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Frage zum Thema Schulen
08.01.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Al-Wazir,
Als Mutter dreier behinderter Kinder, davon eines in Normalschule, eines auf der Blindenschule in Friedberg und eines im Einschulungsprozess, bin ich sehr an der Frage nach dem Verhältnis von Inklusion und spezialisierter Schule interessiert. Meine Erfahrung ist: Die Grundschule Aßlar ist sehr engagiert, tut alles, was sie kann. Aber sie hat mangels Erfahrung mit Körperbehinderten bis zur dritten Klasse gebraucht, um festzustellen, dass unser Kind nur das kann, was wir ihnen in der ersten Klasse mitgeteilt hatten...
Die Blinden-Schule in Friedberg leistet Ungeheures in Sachen Alltagsbewältigung und Berufsvorbereitung und das schon von der ersten Klasse an. Auch bei Mehrfachbehinderung sind die Lehrer fähig, z.B. Kontrakturenprophylaxe und individuelles Training zu leisten und damit den Kindern ein normales Leben zu ermöglichen und den Sozialkassen Folgekosten durch verfrühte körperliche Folgeschäden (Krankenkasse, "Hartz IV") zu ersparen. Darüber hinaus leisten z.B. die Blindenschulen einen großen gesellschaftlichen Beitrag durch Hilfsmittel-Entwicklung, Hilfsmittelberatung, Alltagstraining für Nichtschüler...etc. Viele könnten ohne dies weder an Gesellschaft noch an Beruf teilhaben. Muss denn beides gegeneinander ausgespielt werden? Lieber wäre mir, das jeweilige Kindeswohl würde entscheiden...
Parabel (fiktiv, natürlich!)
Als Herr Schäuble sich im Rollstuhl wiederfand, bekam er zur gesellschaftlichen Teilhabe im Ministerium eine Behindertentoilette.
Integration: Herrn Schäuble kann ein separates Klo nicht zugemutet werden, in der Herren Toilette wird eine Behindertengerechte Kabine eingerichtet.
Inklusion: Herr Schäuble hat das Recht, jedes WC zu besuchen: Jede Kabine erhält Haltegriffe, sie wird aber nicht vergrößert, vergessen - der Rollstuhl passt nicht rein... Zum Glück Fiktion, für andere Behinderte Realität.
Wie denken sie über das Problem?
Mit freundlichem Gruß, einem lachenden und einem weinenden Auge
Antwort von Tarek Al-Wazir
bisher keineEmpfehlungen
08.01.2014
Tarek Al-Wazir
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für ihre Frage. Genau das, was sie schildern ist der Grund, warum wir als Grüne die Position vertreten, dass es ein Recht auf Inklusion in der Regelschule, aber eben keine Pflicht geben soll, damit passgenaue Lösungen für die einzelnen Kinder gefunden werden. Wir wollen deshalb in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt auf die Inklusion vor allem in der Grundschule legen, damit am Ende der nächsten Legislaturperiode alle Eltern, die sich inklusive Beschulung für ihr Kind wünschen, auch die Möglichkeit dazu haben. Die Möglichkeit, nicht die Pflicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Tarek Al-Wazir
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