Tanja Gönner (CDU)
Kandidatin Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
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Angaben zur Person
Tanja Gönner
Geburtstag
23.07.1969
Berufliche Qualifikation
Juristin
Ausgeübte Tätigkeit
Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr
Wohnort
-
Wahlkreis
Sigmaringen , Stimmen (Wahlkreis): 30.382über Wahlkreis eingezogen
(...) Danach ist nach wissenschaftlich fundierter Analyse vor allem beim Güter- und Warenverkehr ein großer Zuwachs zu erwarten. Vor diesem Hintergrund ist es uns ein wichtiges Anliegen in der Verkehrspolitik alle Verkehrsträger zu stärken insbesondere den Transport auf der Schiene aber beispielsweise auch auf den Wasserstraßen (Rhein und Neckar) und die Häfen im Land zu Verkehrsdrehscheiben zu entwickeln. Der auf den Internetseiten des Umwelt- und Verkehrsministeriums eingestellte Generalverkehrsplan zeigt die Rahmendaten und die wesentlichen verkehrspolitischen Planungen auf. (...)
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Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
01.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Gönner,

obwohl ich nicht in Ihrem Wahlkreis wohne würde ich gerne Ihre Meinung, als Ministerin wissen.
Derzeit jammern Kommunen, Landkreise, Bundesländer und auch die Bundesregierung usw. über den miserablen Zustand sehr vieler Straßen. Ich frage mich nun, sollen wir Autofahrer womöglich noch mehr zur Ader gelassen werden und womöglich wird noch eine Schlaglochsteuer oder eine Winterschadenssteuer eingeführt. Ich finde die Autofahrer bezahlen schon genug Steuern und haben daraus einen Anspruch auf vernüftige Straßen! Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich auch nicht weshalb auf die Mineralölsteuer noch die Mehrwertsteuer darauf geschlagen wird. Eine Steuer auf eine Steuer zu erhöhen ist für mich der Gipfel!!!
Ich hoffe Sie antworten mir.

Im Voraus vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Tanja Gönner
bisher keineEmpfehlungen
04.03.2011
Tanja Gönner
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Anfrage zur Belastung der Autofahrer wurde uns erst von Abgeordnetenwatch etwas verspätet zugeleitet und ich kam nicht gleich dazu mich Ihrem Anliegen anzunehmen, weshalb ich erst heute antworte. Ich bitte um Nachsicht.

Es gibt weder Überlegungen noch würde ich etwas davon halten, die Autofahrer durch neue Steuern wie eine Schlagloch- oder Winterschadenssteuer noch zusätzlich zu belasten. Sie haben allerdings recht, dass nicht zuletzt der im vergangenen Jahr lange Winter und die auch in dieser Wintersaison früh eingesetzte Frostperiode ihre Spuren auf den Straßen des Landes hinterlassen hat. Vielerorts tun sich Risse und Schlaglöcher auf. Um die schlimmsten Schäden beseitigen zu können, hat die Landesregierung jüngst in einem Nachtrag zum Landeshaushalt zusätzlich 40 Millionen Euro für den Erhalt der Straßen des Landes bereit gestellt; weitere 15 Millionen Euro stehen zur Beseitigung akuter Winterschäden zur Verfügung. Ich bin zuversichtlich, dass sich der Zustand der Straßen des Landes über die zusätzlichen Gelder weiter verbessern lässt und freue mich, wenn Sie uns bei dieser politischen Entscheidung unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Gönner
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
04.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Gönner,

die baden-württembergische CDU ist dafür bekannt, gegen Bürgerbeteiligung in Form von Volksabstimmungen zu sein. Nun hat Frau Merkel die Landtagswahl zur Volksabstimmung über Stuttgart 21 erklärt. www.spiegel.de ? Ich persönlich finde das gut, denn Volksabstimmungen habe ich schon immer gut gefunden.

Nun haben Sie bemängelt, dass es Parteien geben würde, "die für sich den Protest nutzen, indem sich sich in die vorderste Reihe der Bewegung stellen". Gemeint sind wohl vor allem die Grünen.

www.swr.de

Ich wollte nachfragen, wo denn da das Problem ist. Schließlich waren die Grünen schon immer gegen Stuttgart 21 und, nachdem Frau Merkel das Motto ausgegeben hat, das die Landtagswahl die Volksabstimmung sein, die Sie immer dem Volk verwehrt haben, muss es ja auch die Möglichkeit -sprich Parteien- geben, die man wählen können muss, wenn man eben gegen die Stuttgarter Geldvernichtungsmaschine stimmen will.
Antwort von Tanja Gönner
2Empfehlungen
17.02.2011
Tanja Gönner
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage wurde uns erst dieser Tage von Abgeordnetenwatch zugeleitet, weshalb ich erst heute antworte. Sie fragen, worin das Problem liegt, wenn sich bei der Debatte um Stuttgart 21 einzelne Parteien an die vorderste Reihe der Proteste stellen.

Ein wesentliches Problem, habe ich damit, dass gerade die GRÜNEN auf Stimmenfang gehen, in dem sie den Eindruck erwecken, sie würden das Projekt stoppen, wenn sie nur die Regierung stellen würden. In öffentlichen Veranstaltungen muss ich dann aber immer wieder zur Kenntnis nehmen, dass sich GRÜNEN-Politiker dazu nicht klar äußern und mehr drum rum reden, nach dem Motto "Man werde alles versuchen …". Das ist nach Lage der Fakten auch verständlich, aber deshalb noch lange nicht redlich. Verständlich ist die Haltung, weil schließlich die Deutsche Bahn das Baurecht besitzt, schon seit über einem Jahr auch gebaut wird und die so genannte alternative Sanierung des Sackbahnhofes und die Erweiterung der innerstädtischen Gleisanlagen (K21) weder vertieft geplant, noch es auch nur ansatzweise eine Finanzierung für dieses ebenfalls Milliarden Euro teure Vorhaben gibt.

Mittlerweile geht die Vernebelung der GRÜNEN so weit, dass nicht nur die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm (wegen angeblich zu hoher Kosten und fehlender Wirtschaftlichkeit) abgelehnt wird. Nach einem aktuellen Zeitungsbericht verspricht der Spitzenkandidat der GRÜNEN, Winfried Kretschmann, jetzt sogar noch, dass für den alternativ zur Neubaustrecke erforderliche Ausbau der alten Filstalstrecke "keinerlei Notwendigkeit besteht". De facto wird nach aktuellen Verkehrsprognosen aber allein bis 2025 (gegenüber 2004) der Güterverkehr in Baden-Württemberg um 70 Prozent zunehmen. Die Haltung der GRÜNEN bedeutet unterm Strich: Stillstand bei der notwendigen Modernisierung und Ausbau des Schienenverkehrs.

Im Übrigen ist es falsch zu behaupten, die CDU sei gegen Bürgerbeteiligung und Volksabstimmungen. Die Union steht zwar hinter der in Deutschland mit seiner besonderen Geschichte etablierten repräsentativen Demokratie; ist aber für Änderungen bei den geltenden Regelungen zur Bürgerbeteiligung und Volksabstimmung offen. Eine CDU-geführte Landesregierung wird deshalb eine Enquete-Kommission einsetzen, in der Wissenschaftler, Experten und Politiker zusammenarbeiten, um entsprechend fundierte und praxistaugliche Vorschläge zu erarbeiten.

Mit freundlichem Gruß

Tanja Gönner
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Frage zum Thema Verkehr und Mobilität
08.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Gönner,

als Verkehrsministerin in Baden-Württemberg sind Sie für den Nahverkehr im Land verantwortlich. Laut Südkurier fanden Sie die BUND-Demonstrationen für den Ausbau des Bahn-Nahverkehrs und gegen das Projekt "Stuttgart 21" nicht gut und halten die Demonstrationen für puren Wahlkampf.

Ich nutze seit acht Jahren die Strecke Lauchringen - Waldshut und bekomme dabei tagtäglich mit, wie der Nahverkehr auch in Baden-Württemberg unter dem Einsparwahn der Deutschen Bahn leidet, die m.E. seit dem angestrebten Börsengang der Bahn und den Privatisierungsbestrebungen stark zugenommen haben.

Sehr oft sind die Züge zu spät, kommen gar nicht, sind überfüllt. Ich nehme fast jeden Morgen den s.g. Schülerzeug (7.23 Uhr ab Lauchringen). Ein uralter, heruntergekommener, schmutziger und oft überfüllter Zug. Gestern kam zum wiederholten Male der Zug nur mit der Hälfte der Wagen. Es tobt das Chaos!

Beschwerden werden von der Bahn abgewiesen und auf das Land verwiesen, das den Nahverkehr bestellt. Federführend dabei ist die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH, deren Aufsichtsratsvorsitzende Sie sind.

Viele Leute sind es leid, diese schlechten Beförderungsbedingungen hinzunehmen und so finde ich es legitim, dass sich die Bürger dagegen wehren.

Meine Frage deshalb an Sie: Welche Visionen für eine Stärkung des Nahverkehrs in Baden-Württemberg haben Sie? Wo setzen Sie die Schwerpunkte in Ihrem Resort?

Freundliche Grüße


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen.
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Frage zum Thema Familie und Soziales
09.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Gönner,

die Zuzahlungen für Schülerbeförderungen sind in den verschiedenen Bundesländern nicht einheitlich geregelt. Speziell Familien im ländlichen Raum sind von Zuzahlungen besonders betroffen, da das Schulenangebot nicht flächendeckend ist. Dies stellt eine Benachteiligung und eine soziale Härte für viele Familien dar und kostet monatlich einen großen Anteil des Kindergeldes. Eine von mir eingereichte Petition beim Bundestag zur Gleichstellung wurde mit Hinweis auf "Entscheidungskraft des Landkreises" abgelehnt.

Eine Umlegung anfallender Schülerbeförderungskosten auf alle Schüler würde eine Protestwelle nicht betroffener Eltern auslösen, die Landkreise wehren sich gegen die kostenlose Beförderung der Betroffenen.

Gerne höre ich Ihre Meinung, wie dieser Missstand behoben werden kann bzw. weshalb er nicht behoben wird.

Mit freundlichen Grüssen

, Winterlingen
Antwort von Tanja Gönner
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04.03.2011
Tanja Gönner
Sehr geehrte Frau ,

Ihre Anfrage zur Schülerbeförderung wurde uns etwas verspätet von Abgeordnetenwatch zugeleitet und dann kam ich auch nicht sofort dazu mich der Angelegenheit anzunehmen, weshalb ich Ihnen erst heute antworte. Ich bitte um Nachsicht.

Das Land fördert die Schülerbeförderung (nach dem sog. Finanzausgleichsgesetz FAG) über pauschale Zuwendungen an die Stadt- und Landkreise mit jährlich 170 Millionen Euro. Die weitere Umsetzung und Ausgestaltung der Schülerbeförderung fällt in die Zuständigkeit der Stadt- und Landkreise. Die Kreise bestimmen dabei auch darüber, ob und gegebenenfalls nach welchen Kriterien und in welcher Höhe ein Eigenanteil von den Schülern zu tragen ist. Wie in vielen anderen Kreisen, gibt es auch im Zollern-Alb-Kreis eine Regelung, um soziale Härtefälle zu vermeiden. Die vom Zollern-Alb-Kreis für die Schülerbeförderung geltenden Regeln finden Sie im Internet unter: www.zollernalbkreis.de .Bei etwaigen Rückfragen kann ich Ihnen empfehlen, sich an den Schulträger oder direkt an die Kreisverwaltung zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Gönner
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Frage zum Thema Umwelt und Landwirtschaft
13.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Gönner,

leider sind auf die vielen Fragen hier auf Abgeordnetenwatch.de keine Antworten eingegangen, was ich sehr schade finde, denn diese Plattform bietet Ihnen die Chance, mit dem Otto-Normalbürger ins Gespräch zu kommen.

Als Anwohner des Landkreises Waldshut, direkt an der Schweizer Grenze, schauen wir interessiert auf die Suche der Schweizer nach einem atomaren Endlager. Die Schweizer favorisieren als Gesteinsschicht den Opalinuston.

Auch das Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) empfielt in einer Studie die Untersuchung dieser Gesteinsschichten ( www.bgr.bund.de ). Auch das Bundesamt für Strahlenschutz hält diese Gesteinsschicht für möglich. Leider liegen viele dieser Schichten in Baden-Württemberg und die CDU/CSUsetzt immer noch auf den Salzstock in Gorleben im ehemaligen Zonenrandgebiet, was es heute nicht mehr gibt.

In Interviews (die Ex-Ministerpräsidenten Oettinger und Stoiber: www.youtube.com und Sie selbst in einem 3sat-Interview: www.youtube.com ) verweigern sich die CDU/CSU-Politiker einer ergebnisoffenen Studie.

Nicht, dass ich als Baden-Württemberger unbedingt ein Atommüllendlager vor der Haustür haben möchte. Aber wie sehen Sie dieses Thema wirklich? Was haben wir zu befürchten? Wie würden Sie damit umgehen, wenn das Experiment Gorleben gestoppt wird und wirklich ergebnisoffen nach einem Endlager in allen Teilen Deutschlands gesucht wird?

Freundliche Grüße

Antwort von Tanja Gönner
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04.03.2011
Tanja Gönner
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Anfrage zur Endlagerung atomarer Abfälle wurde von Abgeordnetenwatch verspätet zugeleitet und dann kam ich auch noch nicht sofort dazu mich Ihrem Anliegen anzunehmen, weshalb ich Ihnen erst heute antworte. Ich bitte um Nachsicht

Für ein atomares Endlager kommen nach den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen verschiedene Gesteine wie Salz oder auch Opalinuston in Betracht. In der konkreten Fragestellung bin ich der Auffassung, dass vorrangig die Erkundung des Salzstockes Gorleben weiter vorangetrieben werden sollte, nach dem dort nicht nur viel Zeit, sondern auch mit rund 1,5 Milliarden Euro viel Geld investiert wurde. Leider wurde unter rot-grün ein zehnjähriges Moratorium verhängt, so dass erst jetzt wieder damit begonnen werden kann. Sollte sich im weiteren Erkundungsverfahren herausstellen, dass Gorleben doch nicht geeignet sein sollte, müssten selbstverständlich unverzüglich Alternativen gefunden werden. Wie Sie richtig feststellen, gibt es in Baden-Württemberg Opalinustonvorkommen, so dass das Land für diesen Fall nicht von vornherein von einer dann erneut notwendig werdenden Endlagersuche ausgenommen sein könnte. Bei der näheren Betrachtung der geologischen Verhältnisse stellt man allerdings fest, dass die Opalinustonvorkommen in Baden-Württemberg beispielsweise in Südbaden eine vergleichsweise dünne Mächtigkeit aufweisen; außerdem wären Probleme wegen wasserführender Schichten zu befürchten. Insoweit gibt es bereits Hinweise, dass die Opalinustonvorkommen in Baden-Württemberg für eine Endlagerung atomarer Abfälle nicht geeignet sein dürften. Gleichwohl halte ich es für wichtig, die Frage der Endlagerung atomarer Abfälle, die sich vor über 30 Jahren mit der Entscheidung zur Kernenergienutzung in Deutschland stellte, zwar mit der notwendigen Sorgfalt, aber dennoch zügig voranzubringen.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Gönner
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