Sylvia Hiß-Petrowitz (ÖDP)
Kandidatin Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Sylvia Hiß-Petrowitz
Jahrgang
1962
Berufliche Qualifikation
Krankenschwester
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Friedrichshafen
Wahlkreis
Bodensee , Stimmen (Wahlkreis): 1.038
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(...) Arbeitende Mütter sind KEINE Rabenmütter ! Ob eine Mutter nach 12 Monaten arbeiten möchte sollte sie selbst entscheiden, ich persönlich plädiere für eine längere Phase (mehr als 12 Monate)der direkten Betreuung, die nachgewiesenerweise eine bessere Auswirkung auf das Kind hat. Sollte das aus welchen Gründen auch immer nicht möglich sein, muss das Angebot in einer gewählten Form, Tagesmutter oder KiTa, vorhanden sein. (...)
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Frage zum Thema Gesellschaft
31.01.2011
Von:

Guten Tag Frau Hiß-Petrowitz

ich habe an sie, als Kanidat im Wahlkreis 67 Bodensee, ein paar Fragen. Ich währe sehr dankbar wenn sie jede Frage aus ihrer sicht und aus sicht der Partei beantworten könnten.

1. Wie stehen sie/ihre Partei zum ausbau von B30/B31?
2. Wie stehen sie/ihre Partei zur Elektriefizierung der Süd-Bahn?
3. Wie stehen sie/ihre Partei zu Nachtflügen am Friedrichshafener Flughafen?
4. Wie stehen sie/ihre Partei zum Thema Beamtenbestechung, bzw was wollen sie dagegen unternehmen? (siehe auch 108e.de )
5. Wie stehen sie/ihre Partei zum Thema ACTA? (siehe auch www.stopp-acta.info )
6. Wie stehen sie/ihre Partei zum Thema ELENA? ( siehe auch wiki.vorratsdatenspeicherung.de )
7. Wie stehen sie/ihre Partei zum Thema Zugangserschwernisgesetz? ( siehe auch ak-zensur.de )
8. Wie stehen sie/ihre Partei zum Thema Vorratsdatenspeicherung? (siehe auch www.vorratsdatenspeicherung.de )
9. Wie stehen sie/ihre Partei zum Thema Fraktionszwang, bzw. Würden sieh nach fraktionsmeinung abstimmen?
10. Wie stehen sie/ihre Partei zum Thema Bürgerbeteiligung, bzw Open-Gouverment? ( siehe auch opendata-network.org )

ich hoffe auf baldige und vollständige Antwort.

MFG
Antwort von Sylvia Hiß-Petrowitz
6Empfehlungen
01.02.2011
Sylvia Hiß-Petrowitz
Sehr geehrter Herr ,

gerne beantworte ich Ihre Fragen. Da ein Teil unsere Region betrifft kann ich Ihnen meine Ansicht mitteilen, da das Parteiprofil eher um die "große" Politik geht. Für mich persönlich , sowie die Parteikollegen vorort steht jedenfalls der Mensch im Vordergrund.

1. Ich persönlich befürworte sie, weil ich der Meinung bin , die Menschen an diesem Streckenabschnitt müssen ! entlastet werden. Was mir nicht gefällt ist die Schwerfälligkeit des Regierungspräsidiums und deren Unbeweglichkeit in Sachen Alternativen.
2. Die Elektrifizierung muss vorangetrieben werden( habe deshalb Bedenken bei S 21, weil das benötigte Geld so aus der Peripherie gezogen wird)
3. Absolut dagegen, auch bei Abstimmungen im Gemeinderat. Ich wohne in der Einflugschneise und kann daher die Lärmbelästigung beurteilen.
4. Geheimniskrämerei jeglicher Art lehne ich / wir von der ÖDP ab, dabei ist es egal um welchen Umfang es sich handelt. Weiter habe ich mich in die spezielle Materie noch nicht eingelesen.
5. Es gibt für mich Bereiche die die staatl. Verwaltung nichts angehen. Ich kann zwar nachvollziehen, dass im Bereich Sozialamt u.ä. es z.T. notwendig sein kann Grundlagendaten zu haben. Aber in diesem Fall halte ich es für über das Ziel hinausgeschossen. Genaue Einzelkontrollen sind effizienter.
6. Bei Kinderpornographie halte ich Sperren für sinnvoll. Wenn bei Feststellung der Nutzung solcher Seiten gibt es für mich kein pardon.
7. Vorratsdatenspeicherung halte ich nur in begründeten Fällen für notwendig, nicht aber als Generalverdacht für BürgerInnen.
8. Mitglieder der ÖDP stimmen nach eigenem Wissen und Gewissen ab. Obwohl ich mich in einer Fraktionsgemeinschaft befinde, behalte ich mir dies auch so vor.
9. Bürgerbeteiligung ist ein grundlegendes Prinzip unserer Partei.

Ich hoffe Ihre Fragen zu Ihrer Information ausreichend beantwortet zu haben.
Sylvia Hiß-Petrowitz
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Frage zum Thema Umwelt und Landwirtschaft
11.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Hiß-Petrowitz,

ich finde der Tier-und Artenschutz allgemein kommt immer viel zu kurz, oder schlichtweg gar nicht in den Parteiprogrammen vor.
Wie stehen Sie zur Masttierhaltung und Akkordschlachten?
Was werden Sie gegen Hühner- und Kaninchenmastbetrieben unternehmen, was gegen das Schnabelkürzen oder sonstige Methoden der Massentierhaltung?
Sollten landwirtschaftliche Subventionen nicht an Ökologie / Tierschutz festgemacht werden?
Was genau tut Ihre Partei im Regenwaldschutz? Inwieweit benutzen Sie und Ihre Partei recycelte Materialen, vor allem Papier? Hat Ihre Partei vor den Verbrauch von Recyclingpapier an Schulen zu fördern um damit explizit zum Umwelt- und Tierschutz beizutragen?
Könnten Sie sich vorstellen ein Programm gegen die perfide Pelzindustrie einzubauen?

Mit freundlichen Grüßen,
M.
Antwort von Sylvia Hiß-Petrowitz
3Empfehlungen
20.02.2011
Sylvia Hiß-Petrowitz
Sehr geehrte Fr. ,

ich bin in diesem Thema nicht so stark involviert, verweise aber auf den Standpunkt der ÖDP:

Massentierhaltung ist unethisch. Sie ist zudem nicht nur extrem tierquälerisch, sondern auch auf vielfältige Weise schädlich und gefährlich.

Massentierhaltung ist Raubbau an der Natur, weil durch sie Landschaften zerstört und Urwälder unwiederbringlich vernichtet werden, ist tödlich für die Menschen in der Dritten Welt, weil unsere Nutztiere ihnen die Nahrung wegfressen, ist schädlich für die Umwelt, weil Boden und Grundwasser durch Gülle und Gifte belastet werden, ist nachteilig für das Klima, weil die riesige Anzahl der Nutztiere die Atmosphäre mit Methangasen belastet, Ist qualvoll für die Tiere, weil diese in engen Boxen oder Käfigen dahinvegetieren müssen, ist gefährlich für unsere Gesundheit, weil wir zu übermäßigem Fleischkonsum verführt werden, ist unverantwortlich der Gesellschaft gegenüber, weil sie Brutstätte für Infektionserreger und Seuchen ist.

Unsere Partei nutzt sowohl in der Bundeszentrale wie auch im hiesigen Kreisverband recycletes Papier - und das schon seit langen Jahren. Den Einfluss den ich als Einzelkämpferin im Gemeinderat der Stadt FN habe ich genutzt- hier wird ebenfalls mit Recyclingpapier gearbeitet- zumindest in einem gewissen Rahmen.

Einengrößeren Beitrag zu leisten ist uns als kleine Partei leider nicht möglich, wobei es immer wieder auf Bundesebene Aktione gibt. Nachzulesen auf unserer Homepage der Bundes-ÖDP. Dem Vorschlag sich die perfide Pelzindustrie näher anzuschauen und ggfs. beim Bundesparteitag als Antrag einbringen, werde ich versuchen nachzukommen.

Ich hoffe, Ihre Fragen ausreichend beantwortet zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Sylvia Hiß-Petrowitz
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Frage zum Thema Umwelt und Landwirtschaft
11.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Hiß-Petrowitz,

ich finde der Tier-und Artenschutz allgemein kommt immer viel zu kurz, oder schlichtweg gar nicht in den Parteiprogrammen vor.
  • Wie stehen Sie zur Masttierhaltung und Akkordschlachten?
  • Was werden Sie gegen Hühner- und Kaninchenmastbetrieben unternehmen, was gegen das Schnabelkürzen oder sonstige Methoden der Massentierhaltung?
  • Sollten landwirtschaftliche Subventionen nicht an Ökologie / Tierschutz festgemacht werden?
  • Was genau tut Ihre Partei im Regenwaldschutz? Inwieweit benutzen Sie und Ihre Partei recycelte Materialen, vor allem Papier? Hat Ihre Partei vor den Verbrauch von Recyclingpapier an Schulen zu fördern um damit explizit zum Umwelt- und Tierschutz beizutragen?
  • Könnten Sie sich vorstellen ein Programm gegen die perfide Pelzindustrie einzubauen?
  • Das Thema Jagd liegt mir sehr am Herzen. Was halten Sie vom Abschuss von Haustieren, was von der Drückerjagd und der furchtbaren Fallenjagd?
  • Dazu: In Jägerkreisen gilt bei diesem heiklen Thema – um negative Publicity zu vermeiden – der "3-S-Grundsatz": Schießen, Schaufeln, Schweigen. NamhafteTierschutzorganisationen gehen davon aus, dass zwischen 250.000 und 300.000 Katzen und 20.00 bis 30.000 Hunde in Deutschland pro Jahr von Jägern erschossen oder durch Fallen brutal verstümmelt und getötet werden.
  • Fallenjagd gehört zu den barbarischsten Jagdformen. Es ist dabei in der Betrachtung gleichgültig, ob die Jagd mit Totschlagfallen oder Lebendfallen durchgeführt wird. Beide Fallenarten sorgen für extremes Tierleid. Keine Totschlagfalle garantiert den sofortigen Tod des Tieres; stunden- und tagelanges Leiden in der Falle oder ein Entkommen mit zerschlagenen oder abgetrennten Gliedmaßen sind keine Ausnahme.
  • Wie desinteressiert die CDU und ihre Abgeordneten in ihrer Mehrheit an einem effektiven Tierschutz aber tatsächlich sind, ersehen Sie daran, dass diese Partei nach wie vor das Verbot von Wildtieren im Zirkus blockiert. Das gleiche gilt für Delfinarien.

Danke

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Frage zum Thema Familie und Soziales
16.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Hiß-Petrowitz,

mich interessiert insbesondere Ihre Haltung bezüglich der Kinderbetreuung.

  • Was möchten Sie unternehmen um die Kitas stärker auszubauen?

  • Was möchten Sie zusätzlich unternehmen um den Arbeitstag beider Elternteile attraktiver zu machen? Arbeitende Eltern sollten vor Überstundenlawine geschützt werden!

  • Was möchten Sie unternehmen im Krankheitsfall des Kindes - gefällt nicht jedem Arbeitgeber, dass ein Elternteil zu Hause bleibt? Gesetze?

  • Wie möchten Sie arbeitende Mütter 12 Monate nach der Geburt des Kindes gesellschaftlich attraktiv machen? Arbeitende Mutter ist keine Rabenmutter!

Vielen Dank und Grüße
Antwort von Sylvia Hiß-Petrowitz
bisher keineEmpfehlungen
17.03.2011
Sylvia Hiß-Petrowitz
Sehr geehrter Hr. ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ein sehr wichtiges Thema betrifft:

Die ÖDP ist von Anfang an zuerst einmal für das Wahlrecht der Eltern, zu bestimmen ob das Kind selbstbetreut oder fremdbetreut werden soll. Aber die Fremdbetreuung muss in ausreichendem Maße vorhanden sein. Hier muss sich auch die Wirtschaft in stärkerem Maß vor allem finanziell einbringen, es kann nicht sein, diesen Ausbau auf die Kommunen abzuschieben.

An den Arbeitstagen der Eltern kann ich nichts ändern, wohl aber an der zu Recht von Ihnen genannten Überstundenlawine, welche m.E. nur über Verständnis für eine "geldwerte Leistung", die Erziehung und Betreuung von Kindern ist , einzufordern.

Im Krankheitsfall von Kinder ist es gesetzlich geregelt, dass Eltern bei Ihren Kindern bleiben können, siehe auch das Argument im o.g. Absatz.

Arbeitende Mütter sind KEINE Rabenmütter ! Ob eine Mutter nach 12 Monaten arbeiten möchte sollte sie selbst entscheiden, ich persönlich plädiere für eine längere Phase (mehr als 12 Monate)der direkten Betreuung, die nachgewiesenerweise eine bessere Auswirkung auf das Kind hat. Sollte das aus welchen Gründen auch immer nicht möglich sein, muss das Angebot in einer gewählten Form, Tagesmutter oder KiTa, vorhanden sein.


Ich habe Ihre Fragen nach bestem Wissen und selbst Erlebtem und Gewissen beantwortet und bedanke mich für Ihr Interesse.


MfG
S.Hiß-Petrowitz
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