Sven Krohlas (PIRATEN)

Sven Krohlas
Jahrgang
1982
Berufliche Qualifikation
Student (Informatik)
Ausgeübte Tätigkeit
Student (Informatik)
Wohnort
Dettenheim
Wahlkreis
Bretten , Stimmen (Wahlkreis): 1.991
(...) Dies wird hoffentlich auch Firmen dazu anregen mehr Personal fest einzustellen, was vielen Menschen Planungssicherheit geben wird. Ich persönlich befürworte wie viele Sozial- und Wirtschaftsverbände auch einen flächendeckenden Mindestlohn, der hoch genug ist, dass man von jeder Vollzeitstelle auch leben kann. Letzteres wird parteiintern jedoch noch diskutiert, der Landesverband Berlin beispielsweise befürwortet hier das Modell eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). (...)
 
Persönliche Website
hardt-piraten.de
Profil auf facebook
Profil öffnen
Profil auf twitter
krohlas
Fragen an Sven Krohlas
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Familie und Soziales
17.02.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Krohlas,
Sie sind, wie die meisten Mitglieder der "Piraten", noch jung und dynamisch. Sieht man in Ihrer Partei auch auf die Kehrseite des Lebens? Sie studieren und erwarten sicher auch Erfolg und evttl. auch Karriere in Ihrem späteren Leben. Das ist auch gut so.- Nur - interessiert Sie auch , wie nebenan "Lieschen Müller" als Verkäuferin schuftet ohne Aussicht auf ein schönes Leben und einer Erwartung im Alter als Rentnerin mit minimalsten Bezügen, obwohl auch sie treu und brav jahrzehntelang Sozialabgaben in beträchtlicher Höhe zu bezahlen hat? Was sagen Sie zu den Plänen in unseren Landes- und Bundesparlamenten, zukünftig die Kranken- u. Sozialabgaben zu erhöhen, ohne dass die Oberschicht (Arbeitgeber und Besser-verdienende) mehr belastet wird?
Denkt Ihr auch an Eure Zukunft im Alter - Es gibt z.B zahllose Ingenieure, die in meist fortgeschritternem Alter plötzlich arbeitslos dastehen und mit jämmerlicher Rentenzahlung (oft 600 - 800 Euro) dastehen, weil
sie früher nicht rechtzeitig privat vorgesort hatten? Haben Sie für solche Tatsachen und deren Behebung durch die zukünftige Politik Ideen und Pläne in Ihrem Programm?

Für eine plausible und konstruktive Antwort bedanke ich mich.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Sven Krohlas
4Empfehlungen
19.02.2011
Sven Krohlas
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Es stimmt, dass in der Piratenpartei einerseits sehr viele junge Menschen aktiv sind. Auf der anderen Seite gibt es auch eine Menge Mitglieder aller anderen Altersstufen, die ihre Erfahrungen in die Partei einbringen. Gerade die Piratenpartei praktiziert den aktiven und freundschaftlichen Dialog nicht nur zwischen allen Altersgruppen, sondern auch quer durch alle Bevölkerungsschichten.
Ja, auch Fragen aus den Bereichen Soziales und Gesundheit spielen bei uns PIRATEN eine große Rolle, insbesondere seit dem letzten Bundesparteitag, an dem die Grundlagen unserer Sozialpolitik abgestimmt wurden.

Ich selbst war viele Jahre lang Gruppenleiter bei der KjG Linkenheim-Hochstetten-Dettenheim und habe Gruppenstunden, Ausflüge und Freizeiten mitorganisiert. Hier hatten wir es auch oft mit Kindern aus sozial schwachen Familien zu tun. Meinen Zivildienst habe ich als Pflegekraft im Hochstetter Altenheim verbracht. Auch hier sieht man, wie Sie sich sicher denken können, nicht nur die schönen Seiten des Lebens. In meinem Bekanntenkreis gibt es sowohl Zeitarbeiter als auch schwer erkrankte Menschen.

Ich sehe drei große Baustellen, die jedoch zu weiten Teilen nicht in die Länderkompetenz fallen:
1. Faire Löhne für Angestellte, sodass diese hiervon auch Leben und ihre Rente sichern können,
2. die noch immer viel zu hohe Arbeitslosigkeit und
3. Die Reform des Gesundheitswesens.

Zeitarbeit möchten wir besser bezahlt sehen als feste Anstellungen, da Zeitarbeiter die gleiche Arbeit erledigen und zusätzlich noch flexibler sind. Dies wird hoffentlich auch Firmen dazu anregen mehr Personal fest einzustellen, was vielen Menschen Planungssicherheit geben wird. Ich persönlich befürworte wie viele Sozial- und Wirtschaftsverbände auch einen flächendeckenden Mindestlohn, der hoch genug ist, dass man von jeder Vollzeitstelle auch leben kann. Letzteres wird parteiintern jedoch noch diskutiert, der Landesverband Berlin beispielsweise befürwortet hier das Modell eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE).

Ich persönlich wünsche mir auch eine Krankenversicherung, in die alle einzahlen. Derzeit versuchen mich immer wieder diverse private Krankenkassen mit haarsträubenden Argumenten anzuwerben: Hier wird offen damit argumentiert, dass nur (zukünftig) besser verdienende Personen nach einer Gesundheitsprüfung aufgenommen werden. Die Idee einer Versicherung, in der man sich gegenseitig unterstützt, ist in meinen Augen schon nahezu vergessen worden. Ähnlich ist es beim Rentensystem, aus dem sich der Staat immer weiter zurückzieht.

Die Piratenpartei steht besonders für Fairness und Chancengleichheit. Niemand soll im Laufe seines Lebens allein gelassen werden - und das gilt besonders im Alter oder während gesundheitlicher Einschränkungen. Auch wenn hier noch nicht jede Position ausgearbeitet wurde ist dieses Ziel jedoch klar.
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
17.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Krohlas,
mit Interesse habe ich im Landeswahlprogramm der Piratenpartei gelesen, dass Ihre Partei sich für ein kommunales Wahlrecht für Bürger ausländischer Staaten einsetzt, sofern sich diese Bürger seit mindestens fünf Jahren rechtmäßig in Deutschland aufhalten.
Dazu meine Fragen:

1. Soll dieses Recht dann auch für Staatenlose gelten?

2. Sie wollen das Wahlrecht an die Dauer des rechtmäßigen Aufenthalts in Deutschland knüpfen. Bereits heute besitzen ja aber nichtdeutsche EU-Bürger das Kommunalwahlrecht, ohne dass sie die in Ihrem Programm genannte Bedingung erfüllen müssten. Sie müssen nur (wie Deutsche auch) am Wahltag seit mindestens drei Monaten in der betreffenden Kommune gemeldet sein. Warum wollen Sie die Ungleichbehandlung zwischen EU-Bürgern und Nicht-EU-Bürgern hier beibehalten (wenn auch in abgemilderter Form)?
Antwort von Sven Krohlas
bisher keineEmpfehlungen
18.03.2011
Sven Krohlas
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zum kommunalen Wahlrecht.

Zu Ihrer ersten Frage: Ja, das kommunale Wahlrecht sollen auch staatenlose Menschen erhalten.

In der zweiten Frage stellen Sie zu Recht fest, dass unser Programm hier inkonsequent ist. Es ist in der aktuellen Rechtslage tatsächlich so, dass EU-Bürger nach drei Monaten das kommunale Wahlrecht erhalten, EU-Ausländer jedoch nicht. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass in einer Kommune lebende Menschen diese auch politisch mitbestimmen können. Der Programmpunkt ist also eine Verbesserung der Situation für EU-Ausländer, die jedoch noch immer anders als EU-Bürger behandelt werden würden.

Diese Frage hat mich angeregt etwas zu recherchieren und in unserer AG Landespolitik nachzufragen. Daraufhin hat sich der ursprüngliche Antragssteller zu Wort gemeldet und erklärt:

"Als ursprünglicher Antragssteller: Die Kritik ist valide, die 5 Jahre vermutlich überzogen[...]

Wenn ich heute den Antrag nochmal stellen sollte, würde ich die fünf Jahre streichen (was die Piraten in Rheinland-Pfalz auch kurzerhand gemacht haben). Aber die politische Realität ist, dass für eine Grundgesetzänderung ein breiter Konsens finden muss. Das Ziel sollte natürlich eine maximale Bürgerbeteiligung sein und langfristig eine Kürzung der fünf Jahre."

Nach der derzeitigen Faktenlage werde ich am nächsten Landesparteitag ebenso für die Streichung der fünf Jahre plädieren.

Ich bedanke mich für diesen Hinweis und weise darauf hin, dass wir basisdemokratisch arbeiten, also jedes Mitglied aus Baden-Württemberg Anträge an den Landesparteitag stellen darf und auch das Stimmrecht besitzt. Vielleicht möchten Sie ja helfen, unser Programm in Zukunft noch besser zu gestalten?

Gruß aus Dettenheim,

Sven Krohlas.
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Sven Krohlas
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.