Sehr geehrter Herr

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vielen Dank für Ihre Frage.
Ich bin regelmäßiger Gast bei den parlamentarischen Treffen mit der DEHOGA. Alles was die DEHOGA interessiert, fordert und an Anregungen mitgibt, kenne ich deshalb sehr gut.
Ich bin eine Freundin des direkten und regelmäßigen Gesprächs, weil das mehr bringt als die Beantwortung von Fragebögen, die von allen möglichen Verbänden, Interessensgruppen und anderen kurz vor den Wahlen plötzlich inflationär auftauchen.
Nun aber zu Ihrer direkten Frage zum ermäßigten Steuersatzes.
Eine Reform der Mehrwertsteuer ist dringend notwendig. Denn aus der ehemals überschaubaren Gruppe der ermäßigten Produkte ist inzwischen eine Dschungel geworden, dem es häufig an Logik fehlt.
Reform bedeutet aber nicht, dass man alles an den ermäßigten Satz einfach anpasst, sondern ausgangs offen auf den Prüfstand stellt.
Wenn eine Ermäßigung auf 7% in der Gastronomie eine 100%ige Weitergabe an die Kunden garantiert würde, stände ich dem durchaus aufgeschlossen gegenüber. Leider fehlt es bisher an solch einer Garantie. Im Gegenteil. In Gesprächen wurde deutlich, dass diese Ermäßigung auch zur Rücklagenverbesserung vorgesehen ist.
Im Klartext würde das heißen: Die Gesellschaft soll auf Steuereinnahmen verzichten, damit ein Bereich seine Nettoeinnahmen steigern kann. Das geht natürlich nicht, weil dann auch andere Bereiche zu Recht fragen würden, wenn die, warum wir nicht?
Bei einer Garantie der Preissenkung und deren Kontrolle zu Gunsten der Konsumenten wäre das anders.
Solange das aber aussteht, sehe ich wenig Handlungsspielraum.
Mit freundlichen Grüßen,
Simone Violka