Silvana Koch-Mehrin (FDP)
Abgeordnete EU-Parlament 2004-2009
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Grunddaten
Silvana Koch-Mehrin
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
MdEP
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Baden-Württemberg
Bundeslistenplatz
1, über Liste eingezogen
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(...) Aber es ist auch das gute Recht der anderen Europäer, die EU demokratischer, transparenter und handlungsfähiger zu machen. Das ist das Ziel des Lissabonner Vertrages, und an diesem Ziel hält die FDP unbeirrt fest. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
10.06.2008
Von:

Guten Tag, Frau Dr.Koch-Mehrlin,

bei der Studie der an Sie von engagierten Mitbürgern gestellten Fragen fällt mir auf, dass Ihre Antworten nur sehr unregelmäßig erfolgen.

Das Europaparlament hat in der Bevölkerung eine sehr schlechte Reputation, die sich in einer sehr geringen Wahlbeteiligung an deb Europawahlen widerspiegelt.

Bitte beantworten Sie mir doch die Frage, wann Sie wieder regelmäßig die Fragen der engagierten Mitbürger beantworten und auf diese Weise der um sich greifenden Parteien- und Politikverdrossenheit vorbeugen.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Silvana Koch-Mehrin
2Empfehlungen
19.06.2008
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen vielmals für Ihre Frage. Täglich erreichen mich auf den verschiedensten Wegen zahlreiche Anfragen von Bürgern aus ganz Europa: per Mail, telefonisch, per Post, persönlich - und auch über Abgeordnetenwatch. Ich freue mich sehr über dieses große Interesse an meiner Politik und versuche jede Frage gewissenhaft zu beantworten.

Europa und die Politik der Abgeordneten im Europaparlament muss bei den Bürgern noch mehr ankommen. Da stimme ich mit Ihnen vollkommen überein.

Daran arbeite ich jeden Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Silvana Koch-Mehrin
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.06.2008
Von:

Zitat ""Das Nein der Iren ist sehr traurig, aber die EU darf sich davon nicht aufhalten lassen", sagte die FDP-Parlamentarierin am Freitag im FOCUS-Online-Gespräch." Quelle: www.focus.de

Hallo Frau Dr. Koch-Mehrin,

was denken Sie, wie hätten die Deutschen abgestimmt, wenn diese zum Lissabon-Vertrag gefragt worden währen? Zur EU-Osterweiterung? Zum Euro?

Wenn ich mir die Kommentare der Leserschaft diverser Onlineportale anschaue, auch die hier bei Abgeordnetenwatch zu finden hier www.abgeordnetenwatch.de

so überwiegt ganz klar die Freude/Dankbarkeit über das Scheitern der Abstimmung in Irland. Wie erklären Sie sich diese Diskrepanz von den fanatischen EU Befürwortern in der Politik und der großteils Antieuropäischen Haltung in der Bevölkerung?

Können Sie und ihre Kollegen sich noch mit Fug und Recht als Volksvertreter bezeichnen?

Mit besten Gruß

Antwort von Silvana Koch-Mehrin
8Empfehlungen
25.07.2008
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, diese wichtigen Fragen zu stellen.

Was die Deutschen zum Lissabon-Vertrag, zur EU-Osterweiterung, zum Euro gesagt hätten, weiß keiner - denn: sie konnten darüber nicht abstimmen. Ein Volksentscheid zum Vertrag von Lissabon in ganz Europa wäre eine gute Chance gewesen, die Europäer mehr mit einzubeziehen. Denn es ist ihr Europa - und nicht das der Politiker. Für einen Volksentscheid habe ich mich kontinuierlich eingesetzt und ich bedaure, dass es keinen Erfolg hatte. Welch einen Symbolcharakter hätte es gehabt, wenn an einem Tag alle Europäer über die zukünftige vertragliche Basis der EU hätten abstimmen dürfen!

Die anti-europäische Haltung in Teilen der Bevölkerung ist auf die schlechte Aufklärung über Europa zurückzuführen. Europa hat bei vielen Bürgern ein schlechtes Image. Es ist die Aufgabe von Politikern und den Europäischen Institutionen das Image zu verbessern: durch mehr Transparenz und Bürgernähe. Europa muss fühlbarer werden. Ich setze mich für ein Europa ein, dass im Interesse der Bürger arbeitet und einen Platz in deren Herzen findet.


Mit freundlichen Grüßen

Silvana Koch-Mehrin
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Frage zum Thema Internationales
14.06.2008
Von:

Zitat ""Das Nein der Iren ist sehr traurig, aber die EU darf sich davon nicht aufhalten lassen", sagte die FDP-Parlamentarierin am Freitag im FOCUS-Online-Gespräch." Quelle: www.focus.de



Sehr geehrte Frau Koch-Mehrin,

falls Ihre Aussagen bezüglich der Abstimmung in Irland nicht aus dem
Zusammenhang gerissen wurden, muss ich mich sehr über Ihr
Demokratieverständnis wundern. Sind solche zugegebenermassen negativen
Ergebnisse für Sie nicht bindend ? Sind solche Abstimmungen nur eine Farce
? Das irische Volk hat mehrheitlich entschieden und ich denke das muss man
so akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

R.
Antwort von Silvana Koch-Mehrin
1Empfehlung
25.07.2008
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrter Herr ,

in Bezug auf das Referendum in Irland verweise ich auf den Beschluss des Präsidiums der FDP vom 16. Juni 2008 "Die EU demokratischer, transparenter und handlungsfähiger machen. Ratifizierung des Vertrags von Lissabon fortsetzen", der wie folgt lautet.

"Das Präsidium der FDP hat das Votum des irischen Volkes mit dem gebotenen Respekt zur Kenntnis genommen. Es ist das gute Recht der Iren, so abzustimmen, wie sie es getan haben. Aber es ist auch das gute Recht der anderen Europäer, die EU demokratischer, transparenter und handlungsfähiger zu machen. Das ist das Ziel des Lissabonner Vertrages, und an diesem Ziel hält die FDP unbeirrt fest.

Der Europäische Rat in dieser Woche ist gefordert, das unter deutschem Vorsitz Erreichte zu bewahren und klar zu machen, welche Maßnahmen die jetzt kommende französische Präsidentschaft ergreifen will, um das Ziel, den Vertrag von Lissabon wie vorgesehen am 1.1.2009 in Kraft treten zu lassen, zu erreichen.

Das irische Nein darf die EU nicht aufhalten. Eine neuerliche Denkpause darf es deshalb nicht geben. Gefordert ist jetzt ein starkes Signal der anderen Mitgliedstaaten. Die FDP begrüßt deshalb die klare Absicht der britischen Regierung und ihrer britischen Schwesterpartei LDP, die Ratifizierung an diesem Mittwoch zum Abschluss zu bringen.

Die FDP lehnt Nachverhandlungen ab, die die Ergebnisse von Lissabon verwässern würden. Wenn eine Reform zu 27 nicht möglich ist, werden die, die die Reform wollen, neue Wege suchen und gehen müssen. Die FDP bekräftigt ihre Haltung, dass die notwendigen Reformen der EU möglichst gemeinsam zu erreichen sind, andere Modelle aber zulässig und sinnvoll sind, wenn sich ein gemeinsames Vorgehen als unmöglich erweisen sollte.

Die geltenden EU-Verträge sind für die erweiterte Union völlig unzureichend. Für die Herausforderungen der Globalisierung, vor denen die EU steht, ist sie mit dem Vertrag von Nizza nicht gerüstet. Deshalb werden hoffentlich auch jene Staaten den Vertrag zügig ratifizieren, die dies bisher noch nicht getan haben, außer Großbritannien namentlich Polen und Tschechien. Ob ein nachträglicher Meinungswandel in Irland - wie schon 2002 - doch noch möglich ist, muss sich dann erweisen."

Mit freundlichen Grüßen

Silvana Koch-Mehrin
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.06.2008
Von:

verehrte frau koch-mehrin,
es ist unerträglich wie der bürger beteff des "eu-reformvertrages", auch durch sie, desinformiert wird.
ihr auftritt zum tema in der sendung unter den linden von heute, den 16.06.2008 war wieder ein paradebeispiel dafür.
ich empfehle ihnen und allen bürgern dringendst den vortrag von herrn
schachtschneider (professor für öffentliches recht),

www.youtube.com

welcher, wie sie sicher wissen, mit anderen, gegen diesen vertrag klagt.

so wie der vertrag vorgesehen ist, bringt dieser eine eu-weite aufrüstung,
eine diktatur der konzerne und eu-bürokraten, eine herabsetzung der sozialen und allgemeinen standarts, weitere entmündigungen der bürger usw.
aber dies wissen sie wahrscheinlich alles, wenn nicht informieren sie sich
und tun sie etwas damit es nicht dazu kommt.
meine frage an sie, was halten sie von den ausführungen des prof. schachtschneider zum eu-vertrag und dessen auswikungen auf die bürger der eu?
warum wird der bürger nicht darüber informiert, dass auch deutschland den vertrag noch nicht ratifiziert hat.

danke irland!

mfg
f.
Antwort von Silvana Koch-Mehrin
1Empfehlung
25.07.2008
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrter Herr Behrens,

ich freue mich, dass Sie die Sendung "Unter den Linden" am 16.6.2008 verfolgt haben. Die geltenden EU-Verträge sind für die erweiterte Union unzureichend. Für die Herausforderungen der Globalisierung, vor denen die EU steht, ist sie mit dem Vertrag von Nizza nicht gerüstet. Deshalb werden hoffentlich auch jene Staaten den Vertrag zügig ratifizieren, die dies bisher noch nicht getan haben. Ob ein nachträglicher Meinungswandel in Irland - wie schon 2002 - doch noch möglich ist, muss sich dann erweisen.

Es ist gut und wichtig, wenn Wissenschaft und Politik alle ihnen zur Verfügung stehenden Kanäle nutzen, um zu informieren und aufzuklären. Das mag das direkte Gespräch sein, eine Vorlesung, ein Vortrag, ein Fernsehinterview oder ein öffentlicher eMail-Austausch wie bei abgeordnetenwatch.de. Auch über die noch ausstehende Entscheidung von Bundespräsident Köhler wurde in den Medien berichtet.


Mit freundlichen Grüßen

Silvana Koch-Mehrin
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.06.2008
Von:

Guten Tag, Frau Dr. Koch-Mehrlin,

ich beziehe mich noch einmal auf meine Frage vom 10.06.2008 und Ihre Antwort vom 19.06.2008 in diesem Forum.

Leider haben Sie auf meine konkrete Fragen nicht konkret , sondern nur mit Floskeln geantwortet und somit wieder ein Stück zur Politik- und Europaverdrossenheit der Bürger, die Sie als Abgeordente bezahlen, beigetragen.

Ich stelle daher noch einmal diese konkrete Frage mit der Bitte um eine erschöpfende Antwort:

Was unternehmen Sie als vom Bundesbürger bezahlte Europaabgeordnete, um der BRD als größtem Nettozahler, aber nicht als grüßtem Nutznießer der EG, zu einem adäquaten Standing zu verhelfen?

Was unternehmen Sie als vom Bundesbürger bezahlte Europaabgeordnete, um die Hoffnungen der deutschen Bürger in die Europolitik zu stärken?

Was unternehmen Sie als vom Bundesbürger bezahlte Europaabgeordnete, um den bewährten Grundsatz in der EU durchzusetzen: Wer bezahlt, bestimmt die Musik?

MfG
Antwort von Silvana Koch-Mehrin
4Empfehlungen
25.07.2008
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich stehe für einen liberale Politik in Europa. Meine politische Grundhaltung als auch eine Übersicht meiner Tätigkeiten finden Sie unter www.koch-mehrin.de. Ob das den Hoffnungen und Wünschen der deutschen Bürger in der Europapolitik entspricht, entscheiden die Wähler.

Die Einnahmen der Europäischen Union bestimmen die jeweiligen nationalen Regierungen zusammen. So zuletzt im Dezember 2006. Das Europäische Parlament kann nicht mitentscheiden. Der EU-Haushalt wurde in 2006 für die Jahre 2007-2013 weitgehend festgelegt. Momentan wird eine Haushaltsreform für die Jahr 2014-2020 angestrebt. Ob es dann zu einer finanziellen Entlastung für Deutschland kommt ist wünschenswert. Die Verhandlungen wird die Bundesregierung führen.


Mit freundlichen Grüssen

Silvana Koch-Mehrin
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Ihre Frage an Silvana Koch-Mehrin
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