Serkan Tören (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Serkan Tören
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
06.11.1972
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Stade
Wahlkreis
Stade I - Rotenburg II
Ergebnis
7,1%
Landeslistenplatz
8, Niedersachsen
weitere Profile
(...) Es ist Teil meines liberalen Selbstverständnisses, dass Extremismus und Terrorismus nicht toleriert und mit der vollen Härte des Gesetzes bekämpft werden sollten. Antisemitismus bleibt aber leider ein weit verbreitetes Phänomen, das es konsequent zu bekämpfen gilt. Jahr für Jahr werden auch in Deutschland Straftaten begangen, die sich gegen Menschen jüdischen Glaubens richten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Redebeitrag vom 10.11.2011

4.a) Zweite und dritte Beratung SPD, B90/GRÜNE
Staatsangehörigkeitsrecht/Änd
- Drs 17/773, 17/3411, 17/7675 -
4.b) Beratung BeschlEmpf u Ber (4.A)
zum Antrag DIE LINKE.
Ausgrenzung beenden - Einbürgerungen umfassend erleichtern
- Drs 17/2351, 17/7675 -
Dauer: 04:56
Redebeitrag vom 26.10.2011

4.) Vereinbarte Debatte
50 Jahre Anwerberabkommen mit der Türkei (30.Oktober
1961)
Dauer: 03:38
Redebeitrag vom 29.09.2011

8.) Erste Beratung B90/DIE GRÜNEN
Verbesserung der sozialen Situation von Menschen, die ohne Aufenthaltsstatus in Deutschland leben
- Drs 17/6167 -
Dauer: 03:11
Redebeitrag vom 07.07.2011

7.a) Beratung Antrag B90/GRÜNE
60 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention - Magna Charta des internationalen Flüchtlingsschutzes umsetzen und fortentwickeln
- Drs 17/6347 -
7.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
60 Jahre Genfer Flüchlingskonvention - Handlungsbedarf auf nationaler und internationaler Ebene
- Drs 17/6095 -
7.c) Beratung BeschlEmpf u Ber (4.A)
zum Antrag DIE LINKE.
Für ein offenes, rechtsstaatliches und gerechtes europäisches Asylsystem
zum Antrag B90/GRÜNE
Für wirksamen Rechtsschutz im Asylverfahren - Konsequenzen aus der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ziehen
- Drs 17/4679, 17/4886, 17/5362 -
7.d) Beratung BeschlEmpf u Ber (4.A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Einheitlichen EU-Flüchtlingsschutz garantieren
- Drs 17/4439, 17/5361 -
7.e) Beratung BeschlEmpf u Ber (4.A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Unverzügliche Aussetzung des Deutsch-Syrischen-Rückübernahmeabkommens
- Drs 17/5775, 17/6383 -
ZP.4) Beratung BeschlEmpf u Ber (17.A)
zum Antrag B90/DIE GRÜNEN
Für die Unterstützung der humanitären Hilfe zugunsten der libyschen Zivilbevölkerung und der Flüchtlinge aus Libyen und für eine menschenwürdige Behandlung und Aufnahme von Schutzbedürftigen
- Drs 17/5909, 17/6266 -
Dauer: 05:28
Redebeitrag vom 24.03.2011

32.) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Für die Umsetzung der Gleichstellung von Sinti und Roma in Deutschland und Europa
- Drs 17/5191 -
Anmerkung: 17:52:20 Zwf: Josef Philip Winkler, B90/GRÜNE
Dauer: 08:43
Redebeitrag vom 17.03.2011

9.a) Zweite und dritte Beratung Bundesregierug
Zur Bekämpfung der Zwangsheirat und zum besseren Schutz der Opfer von Zwangsheirat sowie zur Änderung weiterer aufenthalts und asylrechtlicher Vorschriften
- Drs 17/4401 -
Zweite und dritte Beratung SPD
Gesetz für ein erweitertes Rückkehrrecht im Aufenthaltsgesetz
- Drs 17/4197 -
Zweite und dritte Beratung SPD
Änderung des Aufenthaltsgesetzes (Altfallregelung)
- Drs 17/207 -
Zweite und dritte Beratung DIE LINKE.
Aufenthaltsgesetz (Bleibrechtsregelung/Vermeidung von Kettenduldungen)
- Drs 17/1557, 17/5093 -
9.b) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (4. Ausschuss)
zum Antrag DIE LINKE.
Menschenrecht auf Freizügigkeit ungeteilt verwirklichen
zum Antrag DIE LINKE.
Für ein wirksames Rückkehrrecht und eine Stärkung der Rechte der Opfer von Zwangsverheiratung
zum Antrag B90/GRÜNE
Für eine wirksame und stichtagsunabhängige gesetzliche Bleiberechtsregelung im Aufenthaltsgesetz
zum Antrag B90/GRÜNE
Opfer von Zwangsverheiratungen wirksam schützen durch bundesgesetzliche Reformen und eine Bund-Länder-Initiative
zum Antrag B90/GRÜNE
Residenzpflicht abschaffen - Für weitestgehende Freizügigkeit von Asylbewerbern und Geduldeten
- Drs 17/2325, 17/4681, 17/1571, 17/2491, 17/3065, 17/5093 -
Dauer: 03:48
Redebeitrag vom 20.01.2011

5.a) Erste Beratung Bundesregierung
Bekämpfung der Zwangsheirat und zum besseren Schutz der Opfer von Zwangsheirat sowie zur Änderung weiterer aufenthalts- und asylrechtlicher Vorschriften
- Drs 17/4401 -
5.b) Erste Beratung SPD
Erweitertes Rückkehrrecht im Aufenthaltsgesetz
- Drs 17/4197 -
5.c) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Opfer von Zwangsverheiratungen wirksam schützen durch bundesgesetzliche Reformen und eine Bund-Länder-Initiative
- Drs 17/2491 -
5.d) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Residenzpflicht abschaffen - Für weitestgehende Freizügigkeit von Asylbewerbern und Geduldeten
- Drs 17/3065 -
5.e) Beratung Antrag DIE LINKE.
Menschenrecht auf Freizügigkeit ungeteilt verwirklichen
- Drs 17/2325 -
Dauer: 04:08
Redebeitrag vom 28.10.2010

ZP 3a) Erste Beratung B90/GRÜNE
Staatsangehörigkeitsrecht/Änd
- Drs 17/3411 -
ZP 3b) Zweite u dritte Beratung B90/GRÜNE
Aufenthaltsgesetz/Änd
- Drs 17/3039, 17/3241 -
Dauer: 04:03
Redebeitrag vom 07.10.2010

3.) Beratung der Unterrichtung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland
- Drs 17/2400 -
Anmerkung: 10:15:09 Zwf: Volker Beck, B90/GRÜNE
Dauer: 08:05
Redebeitrag vom 18.06.2010

34.) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Mehr öffentliche Sicherheit durch weniger private Waffen
- Drs 17/2130 -
Dauer: 05:14
Redebeitrag vom 25.03.2010

17.a) Erste Beratung SPD
Grundgesetz/Änderung (Artikel 28 Absatz 1)
- Drs 17/1047 -
17.b) Erste Beratung B90/GRÜNE
Grundgesetz/Änderung (Kommunales Ausländerwahlrecht)
- Drs 17/1150 -
17.c) Beratung Antrag DIE LINKE.
Kommunales Wahlrecht für Drittstaatenangehörige einführen
- Drs 17/1146 -
Dauer: 05:14
Redebeitrag vom 25.03.2010

12.a) Beratung BeschlEmpf u Ber (17.A)
zum Antrag CDU/CSU, FDP
Menschenrechte weltweit schützen
- Drs 17/257, 17/1135 -
12.c) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Mehr Schutz für Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger
- Drs 17/ 1165 -
12.b) Beratung Antrag SPD
Menschenrechtsverteidiger brauchen den Schutz der Europäischen Union
- Drs 17/1048 -
Dauer: 05:49
Redebeitrag vom 17.12.2009

9.a) Beratung Antrag CDU/CSU, FDP
Menschenrechte weltweit schützen
- Drs 17/257 -
9.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
Nein zur Todesstrafe in den USA - Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal verhindern
- Drs 17/236 -
9.c) Beratung Antrag DIE LINKE.
Abschiebung nach Syrien stoppen - Abschiebeabkommen aufkündigen
- Drs 17/237 -
9.d) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Unverzügliche Aussetzung des Deutsch-Syrischen-Rückübernahmeabkommens
- Drs 17/68 -
9.e) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Gemeinsame menschenrechtliche Positionierung der EU gegenüber den Ländern Lateinamerikas und der Karibik einfordern
- Drs 17/157 -
9.f) Beratung BeschlEmpf u Ber (17. A)
zum Antrag SPD
Menschenrechte als entwicklungspolitische Querschnittsaufgabe fortführen
- Drs 17/107, 17/272, 17/287 -
9.g) Beratung BeschlEmpf u Ber (17. A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Menschenrechte in Sri Lanka stärken
- Drs 17/124/, 17/273, 17/288 -
Dauer: 05:02
Redebeitrag vom 03.12.2009

7.a) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Brain Waste stoppen - Anerkennung ausländischer akademischer und beruflicher Qualifikationen umfassend optimieren
- Drs 17/123 -
7.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
Für eine zügige und umfassende Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen
- Drs 17/117 -
ZP 4) Beratung Antrag SPD
Durch Vorrang für Anerkennung Integration stärken - Anerkennungsgesetz für ausländische Abschlüsse vorlegen
- Drs. 17/108 -
Dauer: 02:55
Redebeitrag vom 26.11.2009

12.) Erste Beratung SPD
Aufenthaltsgesetz/Änd
- Drs 17/56 -
Anmerkung: Bundestagsvizepräsident Solms gratuliert zur 1. Rede
Dauer: 05:21
Erläuterungen
  • Stand vom 23.11.2011
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Tören,

auf Ihrer Internetseite und in einer Pressemitteilung behaupten Sie, dass weder der Koran noch der Islam im Widerspruch zu unserer freiheitlichen Ordnung stehen, sondern lediglich die Salafisten eine Unvereinbarkeit zwischen Islam und Grundgesetz herstellen.

( www.serkan-toeren.de )

Inwiefern halten Sie folgende Koransure (4,34) für vereinbar mit dem Grundgesetz und unserer freiheitlichen Ordnung?

"Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!"

( www.koransuren.de )

Mit freundlichen Grüßen
Chr.
Antwort von Serkan Tören
bisher keineEmpfehlungen
26.04.2012
Serkan Tören
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre offenen Worte. Sie haben mir aus einer Koranübersetzung folgende Zeilen geschickt und gefragt, wie diese im Einklang mit dem Grundgesetz stehen:

"Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!" (4,34)

Ich möchte Ihnen eine weitere Textstelle anführen:

"Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn; denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist; er hat sie gerettet, denn sie ist sein Leib. Wie aber die Kirche sich Christus unterordnet, sollen sich die Frauen in allem den Männern unterordnen."

Diese Sätze entstammen nicht dem Koran, sondern der Bibel (Brief des Apostels Paulus an die Epheser, 5, 22-24). Ich will damit nicht die Koranstelle relativieren. Sowohl die Heilige Schrift der Muslime als auch die Heilige Schrift der Christen reichen zurück in eine Zeit, in der Männer und Frauen nicht gleichberechtigt waren. Daher enthalten sie viele Formulierungen, die unserem heutigen Ideal der Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht länger entsprechen. In der damaligen Zeit waren die Formulierungen jedoch oftmals ein Fortschritt für die Stellung der Frau in der Gesellschaft und in den Familien. So findet sich zu Beginn in Sure 4,34 auch der Hinweis, dass der Mann für die Frau sorgen müsse.

Der Koran kann nun, genau wie die Bibel, in zwei unterschiedlichen Weisen gelesen werden: Zum einen so, dass die Regelungen von damals heute unverändert gelebt werden sollen (bedeutet: Schlechterstellung der Frau). Zum anderen so, dass die Intention von damals heute fortgeführt werden soll (bedeutet: Aufwertung der Stellung der Frau bis zur Gleichberechtigung). Auch wenn viel zu viele Menschen den Koran oder die Bibel heranziehen, um den Frauen gleiche Rechte zuzugestehen, so gilt dies zum Glück für eine große Zahl von Muslimen und Christen nicht. Diese Menschen reflektieren die Heiligen Schriften in ihrem historischen Kontext. Diesen Prozess unterstützt die Bundesregierung nachdrücklich. Deshalb fördert die christlich-liberale Koalition die Etablierung islamischer Studien an deutschen Universitäten mit 20 Millionen Euro pro Jahr. Dadurch schaffen wir Orte der historisch-kritischen Koran-Exegese. Wer sich eingehend mit dem Koran in seinem geschichtlichen Kontext auseiander setzt, lernt schnell, dass die Zielrichtung des Koran die Aufwertung der Rechte der Frauen ist – nicht ihre Unterdrückung.

In dem Punkt herrscht auch unter den muslimischen Verbänden in Deutschland Einigkeit. So hat die Deutsche Islamkonferenz häusliche Gewalt einhellig verurteilt. Die Bundesregierung hat zudem mit dem Aktionsplan II zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen ein umfassendes Handlungskonzept vorgelegt. Die Gewalt gegen Frauen ist nicht zu tolerieren und muss bestraft werden.

Wie jede andere Heilige Schrift wird auch der Koran von manchen herangezogen, um Haltungen zu legitimieren, die mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht zu vereinbaren sind. Das Problem dabei ist nicht der Koran. Das Problem ist, dass er falsch interpretiert wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Serkan Tören, MdB
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