Sebastian Weigle (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Sebastian Weigle
Jahrgang
1978
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftler MA
Ausgeübte Tätigkeit
Fachangestellter für betriebliche Altersversorgung; Rauser Towers Perrin
Wohnort
Reutlingen
Wahlkreis
Reutlingen
Ergebnis
22,0%
Landeslistenplatz
26, Baden-Württemberg
(...) Ich selber halte viel davon, dass die Kinder in Kindertagesstätten gehen, da sie dort unter gleichaltrigen Kindern einen tollen Zugang zu Bildungsangeboten, das Erlernen sozialer Kompetenzen und viel Abwechslung erfahren. (...)
 
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Frage zum Thema Außenpolitik
18.09.2009
Von:

"wie auch ohne Wehrpflicht ein funktionierender Nachwuchs für den Zivildienst gefunden werden kann, wie die Bundeswehr weiter ihrem Anspruch "Bürger in Uniform" gerecht werden kann"

Sehr geehrter Herr Weigle,

in Ihrer Antwort zum Thema Wehrpflicht schreiben Sie, dass Sie ohne Wehrpflicht einen Zivildienst und eine Armee aus Bürgern in Uniform schaffen wollen. Hier drücken Sie sich zwar vorsichtig aus, jedoch versprechen Sie hier - eventuell zum Stimmenfang - Milch ohne Kühe. Wie soll der Prozess aussehen, an dessen Ende ein Zivildienst und eine Bundeswehr aus Bürgern besteht, der aber die Wehrpflicht abschaffen soll?

Herzliche Grüße
Antwort von Sebastian Weigle
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23.09.2009
Sebastian Weigle
Sehr geehrter Herr ,

meine Vorstellung ist sehr konkret:
  • die freiwilligen Dienste, die im sozialen oder ökologischen Bereich angesiedelt sind, können durch bessere Bezahlung und eine substanzielle Anrechnung auf Studien- und Ausbildungszeiten attraktiver gemacht werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir dieses Jahr eine Persönlichkeitsentwicklung vollbringt, die deutlich studiums- bzw. arbeitsmarktreifer macht. Diese Vorteile könnten auch für einen freiwilligen Dienst in der Bundeswehr eingeführt werden.
  • Die Bundeswehr muss deutlicher Ihre Vorteile als Arbeitgeber herausstellen und diese noch einmal kritisch prüfen. Die Bezahlung ist mit Sicherheit ein wichtiges Thema. Die Integration der Bundeswehr in der Gesellschaft ist sehr hoch und muss mit ständiger Fortbildung in Staatsbürgerschaftlichen Themen beibehalten werden.

Soweit zu meinen Vorstellungen

Herzliche Grüße

Sebastian Weigle
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Frage zum Thema Soziales und Familie
20.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Weigle,
wir sahen uns am Freitag in Münsingen beim Zeitungsgespräch des Münsinger Forums Diakonie. Eine Frage, die natürlich auch nicht zu diesem Thema gepasst hätte, habe ich und bin auf eine Antwort gespannt.
Wenn man sich überlegt, welche Politiker einen beeindrucken oder beeindruckt haben, geprägt, beeinflusst, überzeugt oder wie auch immer, dann fallen mir Personen ein und bestimmte Eigenschaften an ihnen. Darunter sogar die ein oder andere Persönlichkeit des mir eigentlich entfernter liegenden politischen Lagers. Haben Sie politische Vorbilder und warum dann gerade dies/e? Meine Frage zielt ein wenig darauf ab, etwas über ihr Selbstverständnis als Politiker zu erfahren, da ich überzeugt bin, Politiker brauchen neben guten politischen Inhalten vielleicht gar noch mehr persönliche und charakterliche Stärken.
Vielen Dank, viel Erfolg und freundliche Grüße

Antwort von Sebastian Weigle
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23.09.2009
Sebastian Weigle
Hallo Herr Gaul,

jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Trotz allem gibt es Personen, die mir in Ihrer Ausstrahlung, ihrem Tun oder Ihren Ideen als Vorbilder dienen:
  • Willy Brandt für seine Visionen, seine politischen Willen und seine Leidensfähigkeit trotz aller Angriffe gegen ihn.
  • Nelson Mandela für sein lebenslanges, zähes Arbeit für die Rainbow-Nation und seine unglaublich beeindruckende Ausstrahlung
  • Hildegard Hamm-Brücher für Ihre klare liberale Geisteshaltung und Ihren Freigeist.

Ich denke, diese Namen sprechen für sich. Zumindest will ich sie so stehen lassen.

Viele Grüße

Sebastian Weigle
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Frage zum Thema Soziales und Familie
21.09.2009
Von:

Werden Sie sich einsetzen, daß es eine Rentenanpassung zwischen West und Ost gibt, damit eine 20-jährige Ungerechtigkeit abgeschaft wird. Es gibt in der Zwischenzeit im Westen genügend Niedriglöhner auf dem Niveau der Ostlöhne.
Wie stellen Sie sich zum Afganistan-Einsatz? Rückzug der Bundeswehr oder weiteres Verbleiben mit erlaubtem Kampfeinsatz, ohne daß der zur Abwehr gezwungene Soldat den Staatsanwalt fürchten muß.
Antwort von Sebastian Weigle
bisher keineEmpfehlungen
23.09.2009
Sebastian Weigle
Sehr geehrter Her ,

vielen Dank für Ihre Fragen. Genauso wie ich mich für ein einheitliches Lohnniveau zwischen Ost- und Westgehältern einsetze, setze ich mich für vergleichbare Rentenhöhen ein. Ich gebe aber zu bedenken, dass dies wohl nicht innerhalb von zwei bis drei Jahren zu erreichen sein wird.
Zu Afghanistan: Ich bin für eine an qualitativen Kriterien orientierte Abzugsperspektive: Afghanistan muss in der Lage sein, grundlegende Sicherheitsaufgaben verlässlich erledigen zu können, dann sollte die Bundeswehr gemeinsam mit anderen Armeen das Land verlassen. Die Vorstellung, dass Afghanistan erst eine richtige Demokratie sein muss, halte ich für eine Ilusion.
Soldaten unterstehen der Militärgerichtsbarkeit und das hat seinen Grund. Ich sehe nicht, dass wir hier eine Veränderung brauchen. Auch halte ich Zivilgerichte in der Regel für nicht notwendig (außer es werden schwerwiegende Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen).

Herzliche Grüße

Sebastian Weigle
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Frage zum Thema Wirtschaft
23.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Weigle,

Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt hat einmal sehr richtig formuliert, dass die Politik versucht das sekundäre Problem zu lösen, anstatt das primäre Problem.

Es gab in der Vergangenheit viele scheinbare Reformen, die nicht wirklich etwas bewirkt haben. - Ich sehe das alles unter dem Motto "Sei froh und lächle, es könnte schlimmer kommen. - Und es kam schlimmer!"

Alles hängt immer am Geld...

Mein Ansatz für eine grundlegende positive Veränderung wäre unter anderem die Senkung der Verbrauchssteuern - speziell der Mehrwertsteuer. - Das ist nicht nur meine These sondern auch Sarkozy hat das als probates Mittel gegen die Wrtschaftskriese angeregt. - Meiner persönlichen Einschätzung nach würde das die Wirtschaft so nachhaltig beleben, dass unter dem Strich der Staat sogar eine positive Bilanz hätte - ganz zu schweigen von dem Effekt, den so ein positives Signal zusätzlich noch hervorruft!

Wie ist Ihre Meinung dazu?

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Frage zum Thema Landwirtschaft
24.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Weigle,

1.Wer soll für Schäden durch GVO-Verunreinigungen haften?

2.Forcieren Sie den Anbau von gv-Pflanzen als Rohstoffe (Energie, Pharma oder Chemiesektor)?

3.Wie beurteilen Sie das Verbot von MON 810, das Landwirtschaftsministerin F. Aigner am 14.04.2009 aussprach?

4. Sind die derzeit gültigen Abstandsregeln ausreichend? (gv-Mais zu Mais 150 m; gv-Mais zu Biomais 300 m)

5. Soll die bestehende Nulltoleranz für nicht zugelassene gv-Pflanzen in Lebens- oder Futtermitteln aufgeweicht werden?

6. Aktuell Mai 09: Aussaat von verunreinigtem Saatgut mit nicht zugelassenen gv-Maislinien: wachsen lassen oder Vernichtung anordnen?

7. Wie beurteilen Sie eine Kennzeichnungspflicht v. Nicht-Lebensmitteln (Hintergrund: 13% der weltweit angebauten gv-Pflanzen sind gv-Baumwollpflanzen, Nicht-Lebensmittel müssen für den Verbraucher bisher nicht gekennzeichnet werden)

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Ihre Frage an Sebastian Weigle
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