Sebastian Weigle (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Sebastian Weigle
Jahrgang
1978
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftler MA
Ausgeübte Tätigkeit
Fachangestellter für betriebliche Altersversorgung; Rauser Towers Perrin
Wohnort
Reutlingen
Wahlkreis
Reutlingen
Ergebnis
22,0%
Landeslistenplatz
26, Baden-Württemberg
Ich stehe Privatisierungen von Unternehmen der Daseinsvorsorge reserviert gegenüber. (...)
 
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Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
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Sebastian Weigle hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
22.08.2009
Von:

Hallo Herr Weigle,

wie stehen Sie zum Thema Wehrpflicht? Ist für Sie aktuell die Wehrgerechtigkeit noch gegeben? Zweifel an die Gleichberechtigung der Wehrpflicht äußerte sich bereits u.a.a auch das Kölner Verwaltungsgericht. Empfinden Sie es heute noch unter die dato bestehenden Voraussetzungen und Gegebenheiten für gerecht?

Danke für Ihre Antwort.
Antwort von Sebastian Weigle
1Empfehlung
23.08.2009
Sebastian Weigle
Sehr geehrter Herr ,

wie Sie wissen, ist das Thema Wehrpflicht ein in der SPD sehr umstrittenes Thema. Inzwischen haben vor allem wir jungen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die früher klare Front für die Wehrpflicht in der SPD überwunden. Die Wehrpflicht steht auf dem Prüfstand.
In den nächsten Jahren muss gesellschaftlich diskutiert werden, wie auch ohne Wehrpflicht ein funktionierender Nachwuchs für den Zivildienst gefunden werden kann, wie die Bundeswehr weiter ihrem Anspruch "Bürger in Uniform" gerecht werden kann und wie die Bundeswehr weiterhin leistungsfähig bleiben kann.
Am Ende dieses Prozesses werden wir auch ohne Wehrpflicht, mit all ihren existierenden Ungerechtigkeiten, diese Aufgaben bewältigen können.

Ihr Sebastian Weigle
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
02.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Weigle,

1. Trifft es zu, dass das Rentenüberleitungsgesetz (RÜG) ausschließlich für die Bürger und Versicherten des Beitrittsgebietes geschaffen wurde, um deren Rentenbelange nach der Wiedervereinigung zu regeln?

2. Waren Ihrer Meinung nach die Deutschen, die vor dem Mauerfall und Wiedervereinigung die DDR verlassen haben und rechtsstaatlich in die alten Bundesländer eingegliedert wurden, zum Zeitpunkt des Beitritts der DDR als DDR-Bürger anzusehen?

3. Die ehemaligen DDR-Flüchtlinge wurden im Zug ihrer Eingliederungsverfahren nach geltendem Recht (Fremdrentenrecht) in die bundesdeutschen Sozialversicherungen übernommen. Die Rentenversicherungsträger haben den Versicherten darüber entsprechende Bescheide erteilt. Können Sie ein Gesetz nennen, das nach erfolgtem Beitritt der DDR die Löschung dieser Rentenanwartschaften und eine Neubewertung nach dem RÜG zulässt bzw. sogar verlangt? Können Sie ein Gesetz nennen, das die Versicherungsträger aus der Pflicht entlässt, die betroffenen Versicherten darüber zeitnah zu informieren, also auf die Versendung entsprechender Aufhebungsbescheide zu verzichten?

4. Der Bundestag ist lt. Grundgesetz der Gesetzgeber. Die Gesetzesvorlagen werden in der Regel von Fachleuten aus den einschlägigen Ministerien erstellt. Gesetzeskraft erhalten diese nach der Verabschiedung durch den Bundestag.
Halten Sie es für vertretbar, dass die Exekutive nach der Verabschiedung eines Gesetzes dieses Gesetz eigenmächtig auf eine weitere Zielgruppe anwendet, die bei der Debattierung und Verabschiedung des Gesetzes ausdrücklich ausgeschlossen wurde?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Sebastian Weigle
30Empfehlungen
16.09.2009
Sebastian Weigle
Frau ,

eine Anwendung des Gesetzes auf Gruppen, die hier ausdrücklich ausgeschlossen wurden, halte ich für nicht korrekt. Gerne können wir hierzu ins Gespräch kommen.

Es grüßt herzlich

Sebastian Weigle
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
04.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Weigle,

ich habe auch 2 Fragen an Sie:

Zum einen, wie sieht Ihre Position bezüglich des dreigliedrigen Schulsystems aus. Sehen Sie dort Veränderungsbedarf und stehen Sie ein für längeres gemeinsames Lernen? Falls ja, was wollen Sie konkret verändern und wie lange sollen die Schüler Ihrer Meinung nach gemeinsam Lernen?

Die andere Frage ist zum Thema Energie. Strebt die SPD auch weiterhin den Atomausstieg an? Welches Zeitfenster ist hier angedacht und möchten Sie auch, wie Herr Rosemann aus dem Tübinger Bezirk, die Zeit, bis ganz auf erneuerbare Energien gesetzt werden kann, mit neuen (!) Kohlekraftwerken "überbrücken"?

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Sebastian Weigle
bisher keineEmpfehlungen
17.09.2009
Sebastian Weigle
Sehr geehrte Frau ,

ja ich stehe für ein längeres gemeinsames lernen und die Reform des dreigliedrigen Schulsystems ein. Kinder und Jugendliche haben enorme Entwicklungsunterschiede. Die einen haben schon mit 10 Jahren eine hohe Auffassungsgabe und andere brauchen, auch weil ihnen vielleicht der dementsprechende familiäre Hintergrund fehlt, etwas mehr Zeit für ihre Entwicklung. Das dreigliedrige Schulsystems ignoriert diese individuellen Gegebenheiten völlig. Wir brauchen deshalb ein längeres gemeinsames lernen bis zur 10. Klasse. Es ist wichtig das jedes Kind, egal welchen sozialen Hintergrund es hat, die gleichen Chancen bekommt, deshalb brauchen wir mehr Zeit bis zur Entscheidung über den Schulabschluss. Ich halte hier 10 Jahre für angemessen. Ein weiteres wichtiges Argument für ein längeres gemeinsames lernen sehe ich in der Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Heutzutage entscheidet leider das Elternhaus über den Bildungsweg. Dadurch das wird diesen Zustand schon nach vier Jahren manifestieren, organisieren wir hier eine Zweiklassengesellschaft. Ein längeres gemeinsames lernen kann auch hier dieser gefährlichen Entwicklung entgegenwirken.

Natürlich reicht ein längeres gemeinsames lernen zur Reform unseres Bildungssystems alleine nicht aus. So müssen außerdem die Klassen verkleinert werden, mehr Lehrer eingestellt und es muss endlich ein individueller Ansatz in der Schulbildung angewandt werden. Mit diesen grundlegenden Schritten kann ein gerechtes, am Menschen orientiertes, Bildungssystem geschaffen werden. Ich halte den Erfolg einer solchen Reform übrigens für entscheidend, wenn es um unsere Zukunft geht.

Nun zu Ihrer zweiten Frage. Auch dieses Thema halte ich für zukunftsweisend. Meiner Meinung nach geht es hier nicht nur um die Frage Atomenergie und Kohlekraftwerke ja oder nein, sonder um die Zukunft eines neuen Industriezweigs. Ich bin klar für den Atomausstieg in seiner von rot-grün beschlossen Form. Das bedeutet dass das letzte Atomkraftwerk im Jahre 2021 oder 2022 abgeschaltet wird. Die Atomkraft ist weder eine sichere noch eine saubere Energie und wir müssen sie so schnell wie möglich überwinden. Für mich persönlich ist auch die Kohle keine Energie der Zukunft. Ich denke wir haben in Deutschland ein enormes Potential an erneuerbaren Energien. Würden wir dieses nur halbwegs ausschöpfen, könnten wir hunderttausende neue Arbeitsplätze schaffen. Ich bin kein Fan des Baues neuer Kohlekraftwerke. Ich sehe dabei jedoch, dass wir Übergänge benötigen. Und in diesem Fall halte ich den Bau von vergleichweise energieeffizienten neuen Kohlekraftwerke als Brücke für vertretbar. Allerdings müssen wir den vielen Menschen die von der Erzeugung von Kohle- und Atomenergie leben eine Perspektive bieten. Wir müssen deshalb besonders in diesen Regionen auf die massive Ansiedlung der Erneuerbare-Energien-Industrie setzten. Dazu muss erst ein kluges und mutiges Konzept entwickelt werden. Der Deutschlandplan von Frank-Walter Steinmeier gibt hier einen wichtigen Anstoß. Wir müssen uns schrittweise in eine Zukunft ohne Atom- und Kohleenergie vorarbeiten. Meiner Meinung nach gibt es dazu keine Alternativen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Sebastian Weigle
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Frage zum Thema Finanzpolitik
14.09.2009
Von:

Wann erwarten Sie eine Währungsreform des Euro in Europa oder der BRD
oder wie wird die Staatsverschuldung der BRD und der anderen Staaten getilgt?

Danke für ihre Antwort und viel Erfolg im neuen Bundestag!

c/o an H.Beck, H.Kober, Fr.Müller-Gemmicke, H.Straub, H.Weigle
Antwort von Sebastian Weigle
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2009
Sebastian Weigle
Hallo Herr ,

ich erwarte keine schnelle Währungsreform in der Europäischen Union und hoffe auch, dass eine solche nicht nötig sein wird. Bei einem Rückblick auf vergangene Währungsreformen wird deutlich, dass der "kleine Mann" die Zeche zahlen musste.
Ich werde mich für eine solide Steuerpolitik einsetzen, um die Staatsverschuldung auf Dauer rückführen zu können.

Mit herzlichen Grüßen

Sebastian Weigle
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Frage zum Thema Soziales und Familie
18.09.2009
Von:

Petition an die Bundestagsabgeordneten und -kandidaten

Lieber Sebastian Weigle!

von seiten der Politik wird immer häufiger die staatliche Kindergartenpflicht gefordert.

Dies ist ein Übergriff der Politik auf die Freiheit und das Erziehungsrecht der Eltern, das in Art. 6 GG ausdrücklich geschützt wird.

Schon heute werden Familien in erschreckendem Maße bevormundet und dabei gleichzeitig materiell benachteiligt. Ich fordere Sie deshalb auf, sich gegen die Einführung einer Kindergartenpflicht auszusprechen. Statt dessen müssen die Familien in ihrer Erziehungsaufgabe gestärkt werden.

Ich möchte Sie daher dringend bitten, noch vor der Bundestagswahl Ihre Haltung zur Kindergartenpflicht offen zu legen. Sind Sie für oder gegen die Einführung einer Kindergartenpflicht?

Meine Wählerstimme werde ich stark von Ihrer Haltung in dieser Frage abhängig machen.

Ich freue mich, schon bald von Ihnen zu hören.
Antwort von Sebastian Weigle
bisher keineEmpfehlungen
23.09.2009
Sebastian Weigle
Sehr geehrter Herr Jennek,

die SPD fordert keine Kindergartenpflicht, setzt sich jedoch für ein Angebot ein, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, einen Kindergarten oder eine Kindertagesstätte zu besuchen. Dies halte ich auch für dringend notwendig.
Ich selber halte viel davon, dass die Kinder in Kindertagesstätten gehen, da sie dort unter gleichaltrigen Kindern einen tollen Zugang zu Bildungsangeboten, das Erlernen sozialer Kompetenzen und viel Abwechslung erfahren.

Ich bin überzeugt davon, dass die meisten Eltern sich dafür entscheiden, ihr Kind in einen Kindergarten zu geben. Eine Pflicht ist meines Erachtens jedoch nicht notwendig.

Mit herzlichen Grüßen

Sebastian Weigle
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