Sebastian Czich (PIRATEN)
Kandidat Bundestagswahl 2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Sebastian Czich
Geburtstag
14.02.1980
Berufliche Qualifikation
Restaurantfachmann
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Leipzig
Wahlkreis
Leipzig II
Ergebnis
2,6%
Landeslistenplatz
-, Sachsen
weitere Profile
(...) Ich möchte mich, nicht nur aufgrund der gemachten Erfahrung auf dem Wasser, gern für einen solchen Ausbau der Bundeswasserstraße "Saale - Leipzig - Kanal" einsetzen. (...)

Transparenz-Check

Selbstverpflichtung von Sebastian Czich: Im Fall meiner Wahl ins Parlament werde ich mich einsetzen für*:

  • Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung
  • komplette Veröffentlichung von Nebeneinkünften
  • unverzügliche Veröffentlichung aller Parteispenden über 10.000 €

Sebastian Czich hat zusätzlich diesen "Verhaltenskodex für Abgeordnete" unterschrieben, mit dem er sich u.a. verpflichtet, Lobbytermine und Dienstreisen transparent zu machen.

* abgeordnetenwatch.de hat den Kandidierenden die Möglichkeit gegeben, die Selbstverpflichtung für Transparenz und gegen Korruption zu unterschreiben sowie ihre Steuererklärung zu veröffentlichen. Weitere Informationen zum Transparenz-Check

Fragen an Sebastian Czich
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
31.07.2013
Von:

Wie kann ich die sächsischen Piraten beim Thema Datenschutz ernst nehmen, wenn die Partei es ablehnt die größte sächsische Datenbank (IVO2) nicht Abschaffen zu wollen? Wie stehen Sie zu dieser Thematik?
Antwort von Sebastian Czich
bisher keineEmpfehlungen
05.08.2013
Sebastian Czich
Sehr geehrter Herr ,

die Tatsache, dass der Antrag auf Abschaffung der IVO2 Datenbank nicht angenommen wurde heißt nicht, das die sächsischen Piraten nicht trotzdem dagegen wären. Die sächsischen Piraten verteilen auf Ihren Infoständen und sonstigen Veranstaltungen auch weiterhin Flyer und Informationsmaterial gegen IVO2 und warnen vor der Datensammelwut der Behörden.

Ich persönlich lehne jede größere Datensammlung zu einzelnen Personen,
welche die Privatsphäre und Rechte dieser verletzen ab.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Czich
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Frage zum Thema Tourismus
12.08.2013
Von:

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die Bundeswasserstraße "Saale – Leipzig – Kanal" (Elster-Saale-Kanal) fertig gestellt wird und somit die Hafen Leipzig - Lindenau eine Funktion erhält?

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass für die Leipziger Fliessgewässer eine Schiffbarkeitserklärung erfolgt und somit mit Motorbooten bis ins "Leipziger – Neuseenland" gefahren werden kann?
Antwort von Sebastian Czich
bisher keineEmpfehlungen
12.08.2013
Sebastian Czich
Sehr geehrter Herr ,

vielen herzlichen Dank für Ihre Fragen. In der Tat war ich vor einigen Wochen mit meinem Sohn ein paar Stunden Kajak fahren und wir haben festgestellt, dass es in den Leipziger Gewässern noch so einigen Baubedarf gibt.

Ich möchte mich, nicht nur aufgrund der gemachten Erfahrung auf dem Wasser, gern für einen solchen Ausbau der Bundeswasserstraße "Saale - Leipzig - Kanal" einsetzen.

Sofern die Leipziger Fliessgewässer die Voraussetzungen zur Erteilung der Schiffbarkeitserklärung erfüllen und die Bürgerinnen und Bürger welche am Wasser wohnen mehrheitlich für eine solche Nutzung sind, sehe ich keinen Grund mich auch dafür einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Czich
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Frage zum Thema Soziales
16.08.2013
Von:

Was haben Sie bis jetzt getan und werden sie in Zukunft tun, um die Idee des BGE zu verbreiten und voranzubringen?
Gibt es Unterstützung für I. Hannemann?

MfG
Antwort von Sebastian Czich
2Empfehlungen
16.08.2013
Sebastian Czich
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Leider war ich keiner dieser kreativen Köpfe der Piratenpartei, welche das Konzept des BGE entwickelt hat. Bisher habe ich umfassend darüber informiert, Handzettel verteilt und mich wann immer es möglich war an Diskussionen beteiligt.

Ungeachtet des Wahlausgangs am 22.09.2013 werde ich mich auch weiterhin im Rahmen der Parteiarbeit für das Konzept des BGE einsetzen. Als Bundestagsabgeordneter würde ich, sofern vorhanden, alle mir möglichen Gelegenheiten nutzen um auf das BGE hinzuweisen und diese Idee in jedem Fall nach außen tragen.

Frau Hannemann stelle ich auf eine Stufe mit Assange, Manning und Snowden. Ihr und vielen anderen, die sich gegen das in vielen Teilen kaputte System stellen und auf Probleme hinweisen, gehört meine Anerkennung.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Czich
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Frage zum Thema Finanzen
05.09.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Czich,

Unser Geldsystem mit dem darin enthaltenen exponentiell ansteigenden Umverteilungsmechanismus (Zinseszins) von Arm nach Reich führt uns in einen erneuten Crash unserer Währung, wie es aller 3 Generationen der Fall ist.
Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass wir den Geldeliten (=Macht, da Geldgeber der Staaten) weiterhin parlamentsgestützt Rettungspaket nach Rettungspaket hinterherschieben.

Wie kann es sein, dass unsere Volksvertreter unser (Steuer-)Geld den Gläubiger-Banken (und z.B. nicht den Bürgern Griechenlands) in den Rachen wirft? Geld, was sie sich selber bei den Banken erst leihen mussten, um diese damit zu retten? Somit erhöhen sich die Schulden der Bundesbürger, um Banken zu retten, die sicher selber oder durch Berater von Goldman Sachs wie im Falle Griechenlands in diese Lage gebracht wurden. Und viele hochrangige EU Politiker haben eine Goldman Sachs-Vergangenheit.

Wie kann es sein, dass eine Exportnation wie Deutschland es zulässt, dass die Exportwaren über s.g. Target2-Konten der Bundesbank bezahlt werden, welche nichts anders als Verbindlichkeiten der Import-Länder darstellt, welche realistisch betrachtet nie beglichen werden können? Dadurch haftet der deutsche Steuerzahler für den exportierten BMW, welcher z.B. in Leipzig hergestellt wurde, aber wohl nie bezahlt wird.
Quelle: Interview mit Prof. Sinn

Meine persönliche Meinung:
Ich fürchte wir sind alle Frösche im Wasserglas deren Temperatur immer höher steigt und wir unsere Freiheit, die wir meinten 1989 besonders hier in Leipzig erkämpft zu haben, langsam aber stetig wieder verlieren.
Und Deutschland leistet weiterhin (Reparations)zahlungen an andere Länder, auch wenn diese anders genannt werden.

Was halten Sie von einem alternativen Geldsystem wie dem fließenden Geld, damit das auf unendlichem Wachstum ausgerichtete momentane Schuldgeldsystem abgelöst werden kann?

Was ist Ihr Standpunkt zu diesen Themen?

beste Grüße
Urbanski
Antwort von Sebastian Czich
2Empfehlungen
06.09.2013
Sebastian Czich
Sehr geehrter Herr Urbanski,

vielen Dank für Ihre Meinung und die gestellten Fragen. Ich werde versuchen auf alle Thementeilgebiete kurz einzugehen.

> Wie kann es sein, dass unsere Volksvertreter unser (Steuer-)Geld den
> Gläubiger-Banken (und z.B. nicht den Bürgern Griechenlands) in den Rachen
> wirft? Geld, was sie sich selber bei den Banken erst leihen mussten, um
> diese damit zu retten? Somit erhöhen sich die Schulden der Bundesbürger,
> um Banken zu retten, die sicher selber oder durch Berater von Goldman
> Sachs
> wie im Falle Griechenlands in diese Lage gebracht wurden. Und viele
> hochrangige EU Politiker haben eine Goldman Sachs-Vergangenheit.

Diese Frage haben sich schon viele, auch die Piraten, gestellt. Wir können darüber nur mutmaßen eine klare Antwort bekommen Sie aber nur von denen die diese Entscheidungen getroffen haben. Eine solche Vorgehensweise wird es mit meiner Stimme im Bundestag nicht geben. Sollte ich in den Bundestag gewählt werden, habe ich mich bereits jetzt dazu verpflichtet keinen bezahlten Nebenjob anzunehmen, da ich der Meinung bin mit dem Mandat einen Vollzeitjob zu haben, der es mir zeitlich nicht erlaubt weiteren Tätigkeiten nach zu gehen - vor allem keiner Tätigkeit die in Konkurrenz zum Bundestagsmandat stehen.

> Wie kann es sein, dass eine Exportnation wie Deutschland es zulässt, dass
> die Exportwaren über s.g. Target2-Konten der Bundesbank bezahlt werden,
> welche nichts anders als Verbindlichkeiten der Import-Länder darstellt,
> welche realistisch betrachtet nie beglichen werden können? Dadurch haftet
> der deutsche Steuerzahler für den exportierten BMW, welcher z.B. in
> Leipzig hergestellt wurde, aber wohl nie bezahlt wird.
> Quelle: Interview mit Prof. Sinn

Das ist in der Tat, sollte das der Wirklichkeit entsprechen, eine vollkommen inakzeptable Vorgehensweise, ich werde mich darüber informieren.

> [...]
> Ich fürchte wir sind alle Frösche im Wasserglas deren Temperatur immer
> höher steigt und wir unsere Freiheit, die wir meinten 1989 besonders hier
> in Leipzig erkämpft zu haben, langsam aber stetig wieder verlieren. Und
> Deutschland leistet weiterhin (Reparations)zahlungen an andere
> Länder, auch wenn diese anders genannt werden.
> Was halten Sie von einem alternativen Geldsystem wie dem fließenden Geld,
> damit das auf unendlichem Wachstum ausgerichtete momentane
> Schuldgeldsystem
> abgelöst werden kann?

Die Piraten, und das ist auch meine persönliche Meinung, sehen die aktuelle Krisenpolitik als Rückschritt im europäischen Integrationsprozess. Die undemokratische ESM- und Kürzungspolitik ist grundlegend falsch. Die Piraten fordern die Durchführung eines Schuldenschnitts für betroffene EU-Länder und eine Art "Marshall-Plan" mit umfassenden Aufbau- und Investitionsprogrammen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Lehren aus der Krise gezogen werden und eine europäische Ratingagentur eingeführt wird. Es muss eine unabhängige Bankenaufsicht geschaffen werden. Außerdem muss das Investment Banking von der übrigen Geschäftstätigkeit der Banken getrennt werden. Staatliche Bankenrettungen dürfen, wenn überhaupt, nur nach der umfassenden Beteiligung der davon betroffenen Besitzenden von Eigentum und Kreditgebern in Betracht kommen.

> Was ist Ihr Standpunkt zu diesen Themen?

Es gibt nach meinem dafürhalten (ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler)
kein wirklich machbares und alternatives
Geldsystem, welches uns den Status quo in Sachen
Wirtschaftsleistungsfähigkeit erhält. Das Problem unseres Geldsystems ist
schon sehr lange bekannt. Bisher wurden noch keine echten Alternativen
präsentiert die auf eine breite Zustimmung der Bevölkerung, Wissenschaft und
Politik gestoßen ist. Lassen Sie mich klarstellen: Das vorhandene
Geldsystem ist in meinen Augen weder optimal, perfekt noch zu empfehlen. Wir
haben aber auch keine sinnvolle Alternative.

Regionale Währungen oder der BITCOIN sind allenfalls eine sinnvolle Ergänzung aber weit von einem Ersatz des bestehenden Geldsystems entfernt.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Czich
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