Sascha Gottschalk (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Sascha Gottschalk
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Trier
Ergebnis
10,5%
Landeslistenplatz
10, Rheinland-Pfalz
(...) Volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften bedeutet auch volle steuerliche Gleichstellung. Unsere Position ist, das Ehegattensplitting perspektivisch abzuschaffen, da diese Regelung außerdem negative Erwerbsanreize gibt, welche der von uns angestrebten Erhöhung der Frauenerwerbsquote entgegensteht. (...)
Fragen an Sascha Gottschalk
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Außenpolitik
16.08.2009
Von:
und

Sehr geehrter Herr Gottschalk,

wir gehen davon aus, dass Sie als verantwortungsbewusster Politiker die nukleare Bedrohung als eines der drängendsten Probleme unserer Zeit sehen. Da sich auch die USA unter ihrem Präsidenten Obama erklärtermaßen für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen, sehen wir gute Chancen für Verhandlungen über einen Abzug der 20 in Büchel gelagerten Atomwaffen.
Werden Sie sich als Mitglied des Bundestages für diesen Abzug einsetzen? Welche konkreten Maßnahmen werden Sie dazu ergreifen?

Mit freundlichen Grüßen
und
Antwort von Sascha Gottschalk
bisher keineEmpfehlungen
27.08.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,

hier meine Antwort:

Wir fordern seit jeher den Abzug der Atomwaffen aus Büchel. In der laufenden Legislaturperiode stellte die GRÜNE Fraktion angesichts der vom neuen US-Präsidenten Barack Obama zum Ausdruck gebrachten Wiederbelebung der Version einer atomwaffenfreien Welt dazu einen Antrag: dip21.bundestag.de . Als Abgeordneter werde ich mich gemeinsam mit der GRÜNEN Fraktion weiter dafür einsetzen, dass die Bundesregierung 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges endlich den Abzug mit der US-Regierung verhandelt. Nach wie vor läßt Angela Merkel es zu, dass US-Atomwaffen in Deutschland lagern. Nach wie vor üben Bundeswehrpiloten den Abwurf dieser Waffen. Auch in Rheinland-Pfalz beschäftigen wir uns mit diesem Thema, wie der Beschluss der Landesdelegiertenversammlung in Saarburg zeigt: www.gruene-rlp.de .
Mit ihrem Festhalten an der nuklearen Abschreckung und der Stationierung von Atomwaffen in Deutschland ist Angela Merkel ein Abrüstungshindernis. Deutschland braucht aber eine Regierung, die die Abrüstung und Rüstungskontrolle vorantreibt und nicht behindert.

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Gottschalk
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales und Familie
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gottschalk,

welche Möglichkeiten/Chancen sehen Sie bei einer Regierungsbeteiligung der Grünen, die rechtliche Benachteiligung der eingetragenen Lebenspartnerschaft gegenüber der Ehe weiter abzubauen?

Ich denke insbesondere an die steuerliche Benachteiligung, die ich angesichts der gleichen Unterhaltsverpflichtungen als ungerechtfertigt empfinde.

Wären Sie gegebenenfalls bereits, einen Ausbau der Rechte der eingetragenen Lebenspartnerschaft zur Bedingung für das Zustandekommen eine Koalition zu machen?

Was wollen Sie diesbezüglich unternehmen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Sascha Gottschalk
bisher keineEmpfehlungen
13.09.2009
Welche Möglichkeiten/Chancen sehen Sie bei einer Regierungsbeteiligung der Grünen, die rechtliche Benachteiligung der eingetragenen Lebenspartnerschaft gegenüber der Ehe weiter abzubauen? Bündnis 90/Die Grünen stehen für die volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften und fordern die Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare, einschließlich des Adoptionsrechts. Dazu fordern Bündnis 90/Die Grünen eine Ergänzung des Gleichheitsartikels im Grundgesetz, dass niemand wegen seiner sexuellen Identität diskriminiert werden darf.

Antwort Sascha Gottschalk (204): Mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz ist während der rot-grünen Regierung eine kleine Kulturrevolution für Akzeptanz gelungen. Die Große Koalition der letzten vier Jahre brachte hingegen keine Verbesserungen für die Rechte Lesben und Schwuler. Beim 2008 verabschiedeten Dienstrechtsneuordnungsgesetz hat die Koalition sogar bewusst gegen EU-Antidiskriminierungsrecht verstoßen: Bundesbeamt/e/innen und Soldat/inn/en in eingetragener Lebenspartnerschaft wird weiter Familienzuschlag, Hinterbliebenenpension und Beihilfe verwehrt. Hier steht ihr nun eine Vertragsverletzungsklage der EU ins Haus. Wenn die ideologisch verbohrte Union sich Verbesserungen in dieser Hinsicht verweigert, trägt die SPD sie letztlich mit. Das zeigt nicht zuletzt das von rot-grün entworfene "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz", welches durch die schwarz-rote Nachfolgeregierung mit extensiven Ausnahmeregelungen für kirchliche Arbeitgeber, geringen Klagemöglichkeiten für Verbände oder verkürzten Klagefristen bis zur Unkenntlichkeit verwässert wurde.

Ich denke insbesondere an die steuerliche Benachteiligung, die ich angesichts der gleichen Unterhaltsverpflichtungen als ungerechtfertigt empfinde.

Antwort Sascha Gottschalk (204): Volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften bedeutet auch volle steuerliche Gleichstellung. Unsere Position ist, das Ehegattensplitting perspektivisch abzuschaffen, da diese Regelung außerdem negative Erwerbsanreize gibt, welche der von uns angestrebten Erhöhung der Frauenerwerbsquote entgegensteht.

Wären Sie gegebenenfalls bereits, einen Ausbau der Rechte der eingetragenen Lebenspartnerschaft zur Bedingung für das Zustandekommen eine Koalition zu machen?

Antwort Sascha Gottschalk (204): Es ist überhaupt nicht absehbar, wie die politischen Mehrheiten nach dem 27. September aussehen werden. Ein Koalitionsvertrag ist stets ein Gesamtpaket, welches viele Elemente in sich vereinigt, bei denen auch Bündnis 90/Die Grünen Kompromisse eingehen müssen. Die Vergangenheit zeigt allerdings, dass allein eine bündnisgrüne Regierungsbeteiligung in der Lage und willens ist, für deutliche Fortschritte bei der Gleichbehandlung von Lesben und Schwulen und der Antidiskriminierungspolitik zu sorgen. Dafür stehen wir auch bei zukünftigen Regierungsbeteiligungen.
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
16.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Gottschalk,

das Thema Nichtraucherschutz wurde seinerzeit mit dem Hinweis auf die Föderalismusreform an die Länder abgeschoben; der Bund sei hier nicht zuständig.

Das ist falsch.

Mit der Streichung der Ausnahme für Gastronomie im bundesweit geregelten Arbeitnehmerschutz könnten Sie den Nichtraucherschutz auch deutschlandweit regeln, die willkürlichen Ausnahmen wären vom Tisch, es würde zudem Chancengleichheit für alle Wirte herrschen und das Kneipensterben wäre beendet. So hat es im Ausland schließlich auch funktioniert, das sagen seriöse Studien.

Erst ist die freiwillige Regelung (DEHOGA-Selbstverpflichtung) gescheitert, nun auch die Bundesländer mit ihren Gesetzen – die schützen vielleicht die Raucher, nicht die Nichtraucher (nur ein paar Beispiele dafür: Raucherclubs schießen wie Pilze aus dem Boden, Raucherräume ohne räumliche Abtrennung werden geduldet, in der Kneipe darf nicht geraucht werden, aber im Büro und sogar im Ärztehaus, macht das Sinn?). Selbst die BVG-Ausnahme, dass in kleinen Kneipen wieder überall geraucht werden darf, führt zu weiten Wettbewerbsverzerrungen: Warum wird eine Kneipe mit 70 qm anders behandelt als eine mit 80 qm? Warum darf eine gastronomische Einrichtung mit Raucherraum Speisen anbieten, eine kleine aber nicht, zumindest wenn die Gäste rauchen dürfen? Und kaum reist man über die Grenze eines Bundeslandes, gelten andere Regelungen.

Der Nichtraucherschutz scheint auf der Strecke zu bleiben und viele Wirte werden im Moment benachteiligt, weil nicht jeder einen Raucherraum einrichten bzw. das Rauchen in seiner Gastronomie erlauben darf. Rund drei Viertel der Bürger – IHRER BÜRGER! – wollen laut repräsentativen Umfragen ein komplettes Rauchverbot. Selbst die meisten Raucher haben sich mittlerweile daran gewöhnt die Gastronomie für eine Zigarettenlänge zu verlassen. Aber die Gesetze lassen weiterhin nach Gutdünken Ausnahmen zu.

Meine Frage daher:

Was werden Sie konkret für den Nichtraucherschutz tun?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 2 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Ihre Frage an Sascha Gottschalk
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.