Sarah Sorge (GRÜNE)
Abgeordnete Landtag Hessen (ausgeschieden)

Grunddaten
Sarah Sorge
Geburtstag
26.08.1969
Berufliche Qualifikation
Diplom-Politologin
Ausgeübte Tätigkeit
 MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Frankfurt am Main IV
Ergebnis
16,3%
Landeslistenplatz
5, über Liste eingezogen
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(...) Ich selbst kämpfe, gemeinsam mit meiner Fraktion, politisch seit inzwischen über 10 Jahren gegen die neue Landebahn. Leider aber hatten wir für eine Verhinderung des Baus der neuen Landebahn in den letzten Jahren keine politische Mehrheit bekommen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
06.07.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Sarah Sorge !

Wie ich einer aktuellen Pressemitteilung von Bündnis90/Die Grünen in Hessen entnommen habe wurde erneut eine Kleine Anfrage an den Landtag bezüglich dem Erhalt der Sexualwissenschaft an der Goethe Universität Frankfurt a. M. gerichtet hier:

www.gruene-hessen.de

Dazu möchte ich Sie ergänzend fragen, ob und in welcher Form an der Uni Frankfurt auch zum Thema der Pädophilie/Pädosexualität geforscht werden soll ?

Für eine möglichst ausführliche Antwort danke ich Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

K13online Redaktion
Antwort von Sarah Sorge
1Empfehlung
08.07.2011
Sarah Sorge
Sehr geehrter Herr ,

die Sexualmedizinische Ambulanz des Uniklinikums der Goethe-Universität Frankfurt am Main – und davor bis zu dessen Schließung im Jahr 2006 das Institut für Sexualwissenschaft – befasst sich klinisch und wissenschaftlich mit allen sexuellen Störungen, darunter auch der Pädosexualität. Wir halten die Arbeit der Sexualwissenschaftlichen Ambulanz für enorm wichtig sowohl aufgrund ihrer Forschungsarbeit als auch für die Behandlung beispielsweise von Pädophilen/Pädosexuellen. Es geht unter anderem darum Pädophilen Hilfe anzubieten, damit sie ihre Pädosexualität nicht ausleben und für Kinder keine akute Gefahr darstellen.

Eine fundierte Forschungsarbeit und Hilfe für potentielle Täter ist unserer Auffassung nach ein wichtiger Baustein in der Arbeit gegen sexuellen Missbrauch. So hat ein wissenschaftlich begleitetes Präventionsprojekt der Charité in Berlin gezeigt, dass die Neigung, Sex mit Kindern haben zu wollen, nicht heilbar ist, dass mit einer Therapie pädophiler Missbrauch aber oft verhindert werden kann.
In einem Artikel der FAZ vom 30. Mai 2007 heißt es: "Das Projekt, das im Sommer 2005 begann, war sehr umstritten. Mit therapeutischen Hilfen für Kinderschänder - oder auch möglichen Tätern - rüttelte die Klinik an einem Tabu. Die Uni-Klinik argumentierte jedoch immer im Sinne des Kinderschutzes: Es gehe darum, pädophile Männer zu erreichen, bevor sie zu Tätern werden. Die Kinderschutz-Stiftung "Hänsel und Gretel", die den neuen Ansatz finanziell unterstützte, sieht den ungewöhnlichen Weg durchweg positiv. Es gebe nun nachweislich Therapieformen, die Männer davon abhalten könnten, Kinder sexuell zu missbrauchen, sagte die Stiftungsvorsitzende Barbara Schäfer-Wiegand. Seit 2005 haben sich rund 550 Männer - und auch eine Frau - anonym bei der Charité gemeldet. Rund 90 von ihnen nahm das Institut für Sexualwissenschaften in das Programm auf. Die Hoffnung, von ihrer Neigung geheilt zu werden, mussten die Ärzte den Betroffenen nehmen. Der Wunsch nach Sex mit Kindern ist nach Angaben der Ärzte Schicksal - ähnlich wie zum Beispiel Homosexualität. Mit ihrer Therapie können die Ärzte bei ihren Patienten dennoch viel erreichen: Mitgefühl mit Kindern als Opfer und mehr Selbstkontrolle zum Beispiel. Im Notfall auch den Einsatz von Medikamenten."
Die Charité hat zudem auf ihrer Homepage hilfreiche Informationen, die hoffentlich dazu führen, dass pädosexuell Veranlagte nicht zu Tätern werden: kein-taeter-werden-ppd.charite.de .

Ich meine, dass solche Hilfeangebote gesellschaftlich sehr wichtig sind, da sie dazu beitragen können, den sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen
Sarah Sorge
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Frage zum Thema Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen
12.12.2011
Von:

Sehr geehrte Fr. Sorge,

Als direkt Betroffene erleben sie tagtäglich wie menschenverachtend Fluglärm ist und wie der Fraport, die DSF und die Luftfahrtlobby nur ihre Gewinne auf Kosten der Bevölkerung in der Umgebung im Blick hat. Es ist schon jetzt unerträglich, wie soll das erst noch werden, wenn die Kapazität um 50% hochgefahren wird.

Können sie nicht Teeparties, Abendessen und sonstige Veranstaltungen in ihrer Wohnung bei offenen Fenster und Westwind veranstalten und ihre Politikerkollegen aus den Reihen der Fraportbefuerworter einladen - hier an erster Stelle die Landesregierung!

Zudem wollte ich sie Fragen, ob sie es für möglich halten, dass die neue Landebahn und die Bevölkerung in Eintracht zusammen existieren können, ohne krank und kaputt zu gehen?
Ich glaube, dass dies nicht geht!

Bitte helfen sie uns

Mit freundlichen Gruessen
Antwort von Sarah Sorge
bisher keineEmpfehlungen
13.12.2011
Sarah Sorge
Sehr geehrter Herr ,
tatsächlich werde auch ich in meiner Wohnung in Sachsenhausen-Süd teilweise mehrfach in der Woche um 5 Uhr morgens vom Fluglärm geweckt - ich weiß also, wie sehr die Menschen in der Region unter Fluglärm leiden. Mit meiner eigenen Erfahrung halte ich auch nicht hinter dem Berg. Nichtsdestotrotz gestalte ich meine (wenige) Freizeit doch lieber anders, als Volker Bouffier und Jörg-Uwe Hahn zu mir zu einer Teapartie einzuladen.

Wir GRÜNE haben seit über 10 Jahren sehr laut und deutlich gesagt, dass die Grenzen des Wachstums beim Flughafen erreicht sind. Auch ich persönlich habe über ein Jahrzehnt gegen des Ausbau des Frankfurter Flughafens gekämpft. Und natürlich mache ich mich auch weiterhin für eine Reduzierung der Belastung der Region stark: Beispielsweise für eine Rücknahme der Revision durch die Landesregierung, für eine Ausweitung des Nachtflugverbots sowie für eine Ausweitung der zahlreichen Möglichkeiten des aktiven und passiven Schallschutzes. Denn für uns als GRÜNE Landtagsfraktion und für mich persönlich ist die Auseinandersetzung mit der Eröffnung der neuen Bahn keineswegs beendet. Die Aufgabe bleibt unverändert, mit aller politischen Kraft dafür zu sorgen, dass die Belastungen durch den Flugverkehr – nicht nur in Frankfurt – nicht mehr weiter wachsen, sondern deutlich weniger werden.

Zu Ihrer Information leite ich Ihnen unseren Fraktionsbeschluss zur aktuellen Debatte um den Flughafenausbau von heute weiter.

Mit freundliche Grüßen
Sarah Sorge
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
13.12.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Sorge,

vor wenigen Tagen ist die Petition zum besseren Schutz der Bevölkerung im Rhein Main Gebiet gegen Fluglärm beim hessischen Landtag eingegangen. In dieser Petition verlangen 40.000 Menschen ein Eingreifen der Politik in die unzumutbaren Übergriffe der FRAPORT in unser Leben sowie die von der Legislative und der Executive offensichtlich in Kauf genommene geduldete Gefährung unserer Gesundheit.

Noch nicht einmal der von FRAPORT bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Vordergrund gerückte passive Schallschutz der Bevölkerung hat Fortschritte gemacht. Das Regierungspräsidium in Darmstadt ist für eine zeitnahe Bearbeitung der zig- tausenden von Anträgen hoffnungslos unterbesetzt und die Bearbeitungsprozesse sind bürger-fern und viel zu bürokratisch.

Mich interessiert, was Sie persönlich als eine von meinem PLZ Bereich in den LAndtag entsandte Abgeordnete tun, um dem von den Unterzeichnern der Petition geforderten Schutz der Bevölkerung Rechnung zu tragen.

Vielen Dank für Ihre Antwort
Antwort von Sarah Sorge
bisher keineEmpfehlungen
16.01.2012
Sarah Sorge
Sehr geehrter Herr ,

da ich selbst in Sachsenhausen-Süd lebe kann ich die Belastungen, die die Menschen in der Region erleiden, leider sehr gut nachvollziehen.

Ich selbst kämpfe, gemeinsam mit meiner Fraktion, politisch seit inzwischen über 10 Jahren gegen die neue Landebahn. Leider aber hatten wir für eine Verhinderung des Baus der neuen Landebahn in den letzten Jahren keine politische Mehrheit bekommen. Für mich war und ist es daher sehr bitter, dass es mir gemeinsam mit meiner Partei in der Vergangenheit nicht gelungen ist, mehr Menschen zu mobilisieren sich gegen den Flughafenausbau auszusprechen. Vielleicht wäre es dann so weit erst gar nicht gekommen.

CDU, SPD und FDP haben im Hessischen Landtag den Bau der neuen Landebahn über all die Jahre unterstützt und die CDU hat dafür auch immer wieder demokratische Mehrheiten bekommen. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat den Bau nun durchgesetzt, dabei hat sie allerdings mehrfach ihr Wort gebrochen.

Wenn wir in der Auseinandersetzung um die Flughafenerweiterung zurückblicken, wurde der Region nach dem Bau der Startbahn West versprochen, dass es keinen weiteren Ausbau des Flughafens geben wird. Doch die Landebahn wurde gebaut und jetzt leben viele Menschen in Frankfurt und der Region unter einem unerträglichen Lärmteppich. Vom Mediationsergebnis wurde nur die neue Landebahn verwirklicht, auf aktiven Schallschutz, auf die vereinbarte Entlastung der Nachtrandstunden von Lärm und auf ein dauerhaftes absolutes Nachtflugverbot warten die Menschen bis heute vergeblich. Das von ihr selbst versprochene Nachtflugverbot versucht die Landesregierung nun auch noch durch eine Revision beim Bundesverwaltungsgericht zu kippen.

Die Landebahn hätte aus meiner Sicht und aus Sicht der Grünen nie gebaut werden dürfen. Sie steht symbolisch für eine Politik, die wirtschaftliches Interesse rücksichtslos über die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen stellt. Und sie zerstört die Entwicklungschancen und perspektivisch sicher auch die soziale Zusammensetzung der vom Fluglärm betroffenen Stadtteile und Gemeinden. Die Grenze der Belastbarkeit ist mit der Eröffnung der Landebahn merklich überschritten. Eine weitere Ausdehnung auf über 700.000 Flugbewegungen im Jahr ist absolut unvereinbar mit dem Anspruch der Menschen auf ein Minimum an gesunder Lebensumwelt.

Daher wäre es auch mir am liebsten, wenn die Landebahn morgen wieder geschlossen würde. Meine Hoffnungen liegen dabei voll auf der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig. Denn in Leipzig geht es nicht nur um die Frage, ob das Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr rechtmäßig bestätigt oder sogar ausgeweitet wird, sondern auch um mögliche weitere Einschränkungen der Bahn bis hin zur Schließung. Die Wahrscheinlichkeit für eine Schließung ist jedoch, das muss ich der Ehrlichkeit halber hinzufügen, aus meiner Sicht denkbar gering.

Wichtig sind daher zur Zeit alle Formen des Protestes. So hilft es sicher, Politikerinnen und Politikern Briefe und E-Mails zu schreiben und ihre persönliche Situation zu schildern, so wie Sie es hier über das Portal ´Abgeordnetenwatch´ getan haben, und es hilft sicher, kreativ und öffentlichkeitswirksam weiter zu protestieren und zu demonstrieren. Auch die Petition gegen den Fluglärm mit ihren 40.000 Unterschriften ist ein sehr guter Weg, um auf die Situation der Betroffenen aufmerksam zu machen. Zudem hoffe ich sehr, dass die Zahl der Demonstrantinnen und Demonstranten am Frankfurter Flughafen bei den Montagsdemonstrationen ab heute weiter steigt, denn auch das wäre ein Signal, dass die Kolleginnen und Kollegen in Wiesbaden nicht ignorieren können.

Inzwischen erleben wir ja immerhin, dass auch ausgewiesene Ausbaubefürworter zugeben, dass sie sich eine Lärmbelastung in diesen Dimensionen nicht vorgestellt haben. So hat sich der Innenminister und Frankfurter CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Boris Rhein in einem 5-Punkte-Plan für mehr Lärmschutz und ein ausgeweitetes Nachtflugverbot ausgesprochen. Und auch der FDP-Verkehrsminister Posch erklärt, dass er von der Intensität des Lärms überrascht sei. Diese Äußerung dürfte gerade deshalb, weil Herr Posch als Wirtschaftsminister Chef der Planfeststellungsbehörde ist, für die Richterinnen und Richter in Leipzig interessant sein. Nichtsdestotrotz sollte man sich von diesen Äußerungen nicht blenden lassen, solange diese nicht wirklich auch zu Maßnahmen führen, die die Lärmbelastung der Region mindern.

Ich kann Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider keine Hoffnungen machen, sondern Sie nur ermuntern weiter zu protestieren. Und ich kann Ihnen versichern, dass meine Fraktion weiter daran arbeitet, die Belastungen für die Region auf ein erträgliches Maß zurückzudrängen. Dafür werden wir nach der Entscheidung in Leipzig mögliche politische Maßnahmen zur Lärmminderung und zur Einschränkung des Betriebs der Landebahn über ein Rechtsgutachten klären lassen und für diese Maßnahmen dann auch um politische Mehrheiten kämpfen.

Falls Sie sich zusätzlich über die Aktivitäten der Grünen gegen den Lärmteppich über der Region informieren wollen, habe ich Ihnen unten ein paar interessante Links zusammengestellt.

Ich hoffe für unser aller Schlaf und Gesundheit auf einen gemeinsamen Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Sarah Sorge

Wenn Sie sich näher über die Aktivitäten meiner Fraktion gegen den Fluglärm informieren möchten, finden Sie weitere Informationen unter:

www.gruene-hessen.de



Zudem haben auch die GRÜNEN im Römer, also dem Frankfurter Stadtparlament, aktuell eine Sonderausgabe ihrer Fraktionszeitung zum Thema Fluglärm herausgegeben. Diese finden Sie unter diesen Link:

gruenlink.de



Darüber hinaus können Sie sich über eine Dokumentation zur politischen Arbeit der Grünen in Frankfurt hinsichtlich des Flughafenausbaus informieren; hier finden Sie auf über 160 Seiten parlamentarischen Initiativen, daraus folgende Berichte des Magistrats, mündliche Fragen und Antworten, Reden, Pressemitteilungen sowie ein Teil der Presseberichterstattung aus den Jahren 2006 bis 2011:

gruenlink.de



Die aktuellsten Unterlagen zum Thema Flughafenausbau/Fluglärm finden sich im Internet auf den Seiten der Römerfraktion.

gruenlink.de
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
10.05.2012
Von:

Guten Tag Frau Sorge

Wie stehen sie und ihre Fraktion zur geplanten Überarbeitung des Hessischen Forstgesetzes? Insbesondere der Verbannung der Mountainbiker auf mindestens 2m breite Wege

Leider ist dieses Gesetz selbst unter vielen Sportlern, derzeit noch nicht bekannt und die Berichterstattung über unseren Sport häufig völlig einseitig und verdreht. Die Informationen welche durchsickern, lassen für den Bergsport nichts gutes erwarten und andere Nutzergruppen wie Geocacher und Nordic Walker geraten auch schon in den Fokus des Forstes. Aus Sicht eines Mountainbikers sind die tatsächlich stattfindenden Auswüchse meines Sports voll und ganz per Gesetz bereits verhinderbar. Etwas pauschal gesagt hat man das Gefühl das der Hessische Forst und die Jäger die Mountainbiker aus dem Wald haben wollen um ihre eigene Arbeit zu erleichtern und somit den Profit. Das dies nur ne Milchmädchenrechnung ist geht der Ministerin vermutlich nicht auf, da die mehreren 10000 Mountainbiker in Hessen durchaus eine Menge Umsatz für Hersteller und Gastronomie liefern. Zumal die meisten die ich kenne ihren Sport weitestgehend ohne Nutzung des Autos und wenn dann mit dem ÖPNV als Shuttleservice ausüben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Waldnutzern wo es einige gibt die extra zweimal 20km mit dem Auto an den Waldrand fahren um ihre Joggingstrecke im Taunus zu erreichen. Diese Strecke nutzen die konditionell stärkeren MTBler zum aufwärmen und ausrollen.

Mit freundlichen Grüssen


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