Hallo Herr

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Schade, dass Sie die direkte und öffentliche Auseinandersetzung immer scheuen. Bei Hamburg 1 waren Sie nicht bereit, sich gemeinsam mit mir den Fragen von Herrn Schalthoff zu stellen. Und das vom Niendorfer Wochenblatt moderierte Gespräch haben Sie jetzt auch abgesagt. Normalerweise scheuen Vertreter von Bürgerinitiativen nicht den öffentlichen Dialog.
Fast alle Abgeordneten der hamburgischen Bürgerschaft haben noch einen normalen Beruf, da die Bürgerschaft ein Feierabendparlament ist. Befasst sich die Bürgerschaft mit Angelegenheiten, die einen auch persönlich, privat oder beruflich betreffen, muss man dies erklären. Dies habe ich getan und habe an den Beratungen des Parlaments nicht teilgenommen.
Wären Sie bei Schalthoff dabei gewesen, was Ihnen ja wie gesagt von Hamburg 1 angeboten wurde, dann hätten Sie ja gleich nachfragen können. Die Antwort ist: Nein, wir haben keine Spende von Vattenfall bekommen. Ihre Sorge, ich würde vielleicht Gefälligkeitsbeiträge für Vattenfall im Bundestag leisten: Wie Sie aus der Presse wissen dürften, habe ich als bundesweit erster CDU-Abgeordneter zum Kraftwerk Krümmel Stilllegen gesagt. Bekanntlich ist Vattenfall Betreiber von Krümmel.
Die Errichtung eines Haus des Waldes ist natürlich nicht verboten, aber genehmigungspflichtig. Wir haben einen entsprechenden beim Bezirk Antrag gestellt.
Nun zur Größe. Sie nehmen als Vergleichsgröße ein Einfamilienhaus. OK. Aber in einem Einfamilienhaus arbeiten Sie auch nicht mit durchschnittlich 165 Kinder und Jugendlichen pro Tag und erklären ihnen auch nicht die verschiedenen Waldtypen oder führen sie in die Thematik Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein.
Sie fragen, ob ein gemeinnütziger Verein geschäftlich tätig sein darf.
Natürlich darf er es. So ziemlich jeder Sportverein macht das. Sie müssen dann aber auf diesen Bereich Steuern und Abgaben zahlen wie jedes normale Unternehmen.
Und auch hier werfen Sie uns vor, unser tun sei ungesetzlich. Die Stadt hat uns diese Fläche für die gewerbliche Nutzung vor über 10 Jahren verpachtet. Für eine nicht zulässige Nutzung würde die Stadt das wohl nicht tun. Nebenan steht übrigens eine Sporthalle, die vom NTSV genutzt wird. Wollen Sie die Sportler auch aus dem Wald vertreiben? Und auf dem Gelände arbeitet auch schon seit Jahren die beliebte Theatergruppe des NTSVs. Sollen die etwa auch weg?
Beste Grüße
Rüdiger Kruse