Rolf Schwanitz (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Rolf Schwanitz
Jahrgang
1959
Berufliche Qualifikation
Diplomjurist, Diplomingenieurökonom, Staatsminister a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit
Wahlkreis
Vogtland - Plauen
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Sachsen
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(...) Ihre Einschätzung, dass die Regelleistungen unverändert bleiben, teile ich nicht. Die Bedarfssätze bei der Sozialhilfe und beim ALG II wurden in der Vergangenheit erhöht und voraussichtlich wird dies auch in diesem Jahr der Fall sein. Zur Frage der Veränderung bei den Bezügen von Bundestagsabgeordneten hatte ich bereits in meiner letzten Antwort Stellung bezogen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.06.2009
Von:
H.

Wie beurteilen Sie die Anzahl derer (mehr als 109 000) die die Petition unterschrieben haben, im Hinblick auf die kommenden Wahlen?

Text der Petition
Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die "Sperrlisten" weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.
Begründung
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.
Antwort von Rolf Schwanitz
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08.06.2009
Rolf Schwanitz
Ich freue mich, dass das Instrument der öffentlichen E-Petition so gut angenommen wird. Inwieweit dies Auswirkungen auf die kommenden Wahlen hat, kann ich schwer beurteilen. Nach meiner Erfahrung jedenfalls treffen die Menschen ihre Wahlentscheidung nicht nur auf Grundlage eines Themas.
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
21.06.2009
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Schwanitz,
wie ich aus den Medien entnommen habe, soll in Plauen eine Universität gegründet werden. Sie haben sich öffentlich dagegen ausgesprochen, obwohl für die Stadt Plauen kein Risiko besteht.
Ihre Kritik bezieht sich auf die Konkurrenz zur bestehenden Berufsakademie. Könnten Sie bitte erläutern, worin die Konkurrenz einer Universität, die Menschen mit abgeschlossenem Hochschulstudium (z.B. Master) zu einer Promotion begleitet, zu einer Berufsakademie besteht, bei der lt. Sächs. BAG lediglich ein Bachelorabschluß erworben werden kann? Handelt es sich hierbei nicht eher um unterschiedliche "Wertschöpfungsstufen" im tertiären Bildungsbereich?
Verfolgt die SPD damit das Ziel nur untere und mittlere Bildungsstufen zu fördern?

Mit freundlichen Grüßen
Dr.
Antwort von Rolf Schwanitz
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26.06.2009
Rolf Schwanitz
Sehr geehrte Frau Dr. ,

entgegen anderslautenden Erklärungen haben die Initiatoren ein Kurzkonzept einer privaten Freien Universität Plauen vorgelegt, das tatsächlich auch auf Abiturienten zielende Bachelor-Ausbildungsgänge beinhaltet. Ein mit der staatlichen Studienakademie Plauen konkurrierendes Bildungsangebot ist also allen Beteuerungen zum Trotz vorgezeichnet. In einer Ergänzung zur Kurzkonzeption haben die Initiatoren darüber hinaus Andeutungen hinsichtlich einer dualen Ausbildungsform an der Privat-Uni gemacht. Das würde die Konkurrenz zur Studienakademie Plauen zusätzlich verschärfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Schwanitz
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Frage zum Thema Arbeit
11.08.2009
Von:
Uwe

Guten Tag Herr Schwanitz,

zum Wahlkampf:
Sie werben aktuell im Wahlkampf mit dem Mindestlohn haben aber in der letzten Legislaturperiode einmal gegen den Mindestlohn gestimmt.

Werden Sie auch in der neuen Legislaturperiode gegebenenfalls der Erhalt einer Koalition höher werten als die Einlösung eines Wahlversprechens?

zum Personenbeförderungsgesetz/DB Privatisierung:
Sie haben sich schon mehrmals für die Privatisierung der DB und gegen eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes ausgesprochen. Also Privatisierung ja aber kein Wettbewerb zwischen verschiedenen Verkehrsträgern.
Hat die Durchsetzung einer DB Fernbuslinie in Konkurrenz zur Schiene (Vogtlandbahn) von Prag nach Nürnberg ein Umdenken bei Ihnen bewirkt?
Es ist doch wirklich absurd wenn das Unternehmen das Sie vor \\\"Südosteuropäischen Busunternehmen\\\" schützen wollen einer der größten deutschen Fernbuslinienbetreiber ist und Linien parallel zur Schiene betreibt (z.B.: Hamburg-Berlin über BEX, Dresden-München über BEX und Nürnberg-Prag)!?

Mit freundlichen Grüßen

Uwe
Antwort von Rolf Schwanitz
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21.08.2009
Rolf Schwanitz
Guten Tag Herr ,

es ist richtig, dass ich mich für den Mindestlohn einsetze. Leider bisher erfolglos, weil unsere derzeitigen Koalitionspartner (CDU und CSU) dies ablehnen. Das hindert mich aber nicht, dieses Ziel weiter zu verfolgen. Die Wähler entscheiden bei der Bundestagswahl darüber, ob es eine neue Regierungskoalition gibt, die bereit ist, einen Mindestlohn gesetzlich zu regeln. Es ist im Grunde ganz einfach: Je mehr Leute SPD wählen, desto stärker können wir unsere Ziele durchsetzen. Meine Meinung zum Vorschlag der FDP auf Änderung des Personenbeförderungsgesetzes habe ich nicht geändert.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Schwanitz
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Frage zum Thema Bahnprivatisierung
17.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schwanitz,

wie stehen Sie zur Frage, sollen Dinge der Grundversorgung jeden Bürgers, wie Energie, Verkehr, Wasser etc. an der Börse gehandelt werden?

MfG
Antwort von Rolf Schwanitz
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21.08.2009
Rolf Schwanitz
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage ist für mich leider inhaltlich schwer zu fassen. Unklar ist mir, ob es Ihnen um den Handel mit Erzeugnissen und Leistungen oder um das Unternehmen selbst geht. Der Handel an Börsen (z.B. Strombörse Leipzig) kann grundsätzlich ein Instrument sein, Angebot und Nachfrage in ein vernünftiges Verhältnis zu bekommen. Voraussetzung dafür sind allerdings transparente und faire Regeln. Ein privates Versorgungsunternehmen ist darüberhinaus frei in der Wahl seiner Rechtsform. Dies schließt auch Rechtsformen ein, bei der Unternehmensanteile an einer Börse handelbar sind.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Schwanitz
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Frage zum Thema Banken-Rettungspaket
28.08.2009
Von:
Uwe

Guten Tag Herr Schwanitz,

Sie haben dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz zugestimmt und ich hätte die folgenden Fragen:

1.In vielen Punkten bleibt der Gesetzestext unkonkret weil "Rahmenbedingungen werden unbürokratisch und flexibel in einer begleitenden Rechtsverordnung der Bundesregierung näher konkretisiert". Haben Sie sich persönlich Kenntnis über die Verordnung verschafft?

2.In fast allen Paragraphen zur Regelung der jeweiligen Details findet sich ein relativ allgemein gehaltener Absatz und ein weiterer dass die Bundesregierung mittels nicht zustimmungspflichtiger Rechtsverordnung weitere Bestimmungen erlassen kann über die der Haushalts- und der Finanzausschuss informiert werden.
Wie wollen Sie Ihrer Verantwortung gerecht werden und sicherstellen das die Verwendung der max. Bürgschaftssumme von 400Mrd. € im Sinne Ihrer Wähler geschieht wenn Sie persönlich über viele Details die die Arbeit des Fonds regeln gar nicht informiert werden?

3. §10a besagt das ein Gremium aus dem Haushaltsausschuss im geheimen über den Fonds informiert wird. Sie selbst haben schon Gesetzen zugestimmt die einen Arbeitslosen nach einem Jahr zwingen seine Vermögensverhältnisse offenzulegen sind aber hier der Meinung das der Bericht über die Verwendung von bis zu 400Mrd Bürgschaften (die im schlimmsten Fall aus Steuergeldern finanziert werden) im geheimen zu erfolgen hat? Warum?

4. Warum führen Sie in Ihrem Wahlkreis keine Veranstaltungen durch bei denen über Ihre eigentliche Arbeit im Bundestag diskutiert wird (Rente67, Bahnprivatisierung, Mindestlohn) sondern lieber über die BA, die Sie vielleicht mit Ihrem Wort fördern können aber nicht durch Entscheidungen als Abgeordneter?

Mit freundlichen Grüßen

Uwe
Antwort von Rolf Schwanitz
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08.09.2009
Rolf Schwanitz
Guten Tag Herr ,

Zu Ihren Fragen nehme ich wie folgt Stellung:

1. und 2.) Allein das Bundesrecht kennt mehr als 2.500 Rechtsverordnungen. Die kenne ich natürlich nicht alle, auch nicht die von Ihnen genannte. Ich muss diese auch nicht kennen, um meiner Verantwortung gerecht zu werden. Denn ich bin nicht Mitglied in den entsprechenden Gremien, die vom Deutschen Bundestag die Verantwortung für die Verwendung der Mittel übertragen bekommen haben. Der Deutsche Bundestag ist ein arbeitsteiliges Parlament. D.h. die Abgeordneten sind auf bestimmte Politikfelder spezialisiert. Das muss auch so sein, denn die Abgeordneten könnten ihre Aufgaben überhaupt nicht bewältigen, wenn es keine solche Aufgabenteilung gäbe. Ich beschäftige mich mit Gesundheitspolitik und kenne hier auch die Details. Bei Abstimmungen zu anderen Themen werde ich meiner Verantwortung gerecht, indem ich mir ein eigenständiges Urteil bilde, ohne im Einzelfall die Details aller Gesetzentwürfe zu kennen.

3.) Ihr Vergleich ist abstrus. Arbeitslose sind nicht gezwungen, ihre Vermögensverhältnisse der Öffentlichkeit oder allen Bundestagsabgeordneten gegenüber darzulegen. Ebenso wie Unternehmen nicht gezwungen sind, ihre Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse offen zu legen.

4.) Meine eigentliche Arbeit in den zurückliegenden vier Jahren war die Gesundheitspolitik. Dazu habe ich im Vogtland mehrere Veranstaltungen durchgeführt. Dies trifft auch für andere Themen zu.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Schwanitz
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