Rolf Offermann (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Rolf Offermann
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Diplom-Rechtspfleger
Ausgeübte Tätigkeit
Diplom-Rechtspfleger, Land Brandenburg
Wohnort
Frankfurt (Oder)
Wahlkreis
Frankfurt (Oder) - Oder-Spree
Ergebnis
7,5%
Landeslistenplatz
5, Brandenburg
(...) Nur noch 15% der jungen Männer eines Jahrgangs werden zur Bundeswehr gezogen. Es ist keine Wehrgerechtigkeit mehr, wenn die ganz große Mehrheit sich schon der Karriere widmen können. Ich bin für eine Freiwilligenarmee mit gut ausgebildeten, angemessen bezahlten und absolut professionell ausgerüsteten Soldaten. (...)
Fragen an Rolf Offermann
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Frage zum Thema Umweltpolitik
24.07.2009
Von:
-

Welche Position werden Sie nach den Wahlen im Bezug auf die Themen
  • Braunkohleverstromung
  • CCS
  • Atomausstieg
vertereten und wie wollen sie das umsetzen?
Antwort von Rolf Offermann
bisher keineEmpfehlungen
03.08.2009
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Fragen von Herrn kann ich wie folgt beantworten:

  • Braunkohleverstromung
Ich würde mich für eine (weitere) Braunkohleverstromung einsetzen. Diese muss jedoch CO²-frei für die Umwelt sein. Das produzierende Unternehmen ist zu verpflichten, entsprechend leistungsfähige Kraftwerke zu bauen oder umzurüsten. Anfallendes CO² ist vom Unternehmen wieder zu verwerten.

  • CO²-Abscheidung und -speicherung
Diese Frage ist aus heutiger Sicht noch schwer zu beantworten, da es noch keine gesicherten Erkenntnisse über eine Folgen der Ablagerung gibt. Sollte jedoch eine Ablagerung wo auch immer erfolgen, kann dies nur unter strengsten Auflagen nach neuesten wissentschaftlichen Erkenntnissen erfolgen. Jedenfalls ist die Nutzung durch Kraftwerke in die EU-Richtlinie 2009/31 aufzunehmen.

  • Atomausstieg
Ich würde mich gegen den von Rot/Grün beschlossenen Atomausstieg wenden. Alternative Energien können den Atomstrom noch nicht ersetzen. Strom muss auch für den Endverbraucher bezahlbar bleiben. Die Atomtechnik ist wissenschaftlich beherrschbar, das haben die letzten Jahrzehnte gezeigt, allerdings sind ältere Atomkraftwerke in kürzeren Zyklen als bisher zu warten. Sollten sogar neue Atomkraftwerke gebaut werden, wäre ich dafür, das jeweils älteste still zu legen.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Offermann
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Frage zum Thema Außenpolitik
20.08.2009
Von:

Hallo!

Wie stehen Sie zur Wehrpflicht?

mit freundlichen Grüßen

Antwort von Rolf Offermann
bisher keineEmpfehlungen
23.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

die Wehrpflicht sollte abgeschafft werden. Nur noch 15% der jungen Männer eines Jahrgangs werden zur Bundeswehr gezogen. Es ist keine Wehrgerechtigkeit mehr, wenn die ganz große Mehrheit sich schon der Karriere widmen können. Ich bin für eine Freiwilligenarmee mit gut ausgebildeten, angemessen bezahlten und absolut professionell ausgerüsteten Soldaten.
Das gleiche gilt für den Zividienst, der nur noch freiwillig mit angemessener Bezahlung zu leisten wäre. Zur Motivation der Bundeswehr- und Zivildienstleistenden wird es ohne Anreize nicht möglich sein, Leistung zu erwarten.

Herzliche Grüße

Rolf Offermann
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
26.08.2009
Von:
V

1. Ich bin Ihnen einer Meinung mit Ihnen, daß sich Leistung auszahlen muß. Wie stehen Sie dazu, daß viele Manager u.a., die ihre Karre an die Wand gefahren haben heute über jeden, der täglich Leistung bringt nur laut lachen was das Einkommen betrifft?


2. In unserem Land sind viele gutbezahlte und in jeglicher Hinsicht abgesicherte Leute (Beamte=> Kommunismus) damit beschäftigt ihre Zuständigkeiten zu regeln. Ist das aus Ihrer Sicht notwendig und was werden und können Sie tuen um für eine Entbürokratisierung, wenn aus Ihrer Sicht überhaupt gewünscht, dazu in die Wege zu leiten.
Antwort von Rolf Offermann
bisher keineEmpfehlungen
06.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

zu 1.
eine Ursache der Finanzkrise ist das Versagen der Bankenaufsichten. Hier gilt es durch kluge Regularien anzusetzen.
Darüber hinaus sollten Manager, die mit Ihren Firmen Verluste ausbringen, sind angemessen an diesen Verlusten zu beteiligen. Dann hört auf, dass zu risikobewußt investiert wird.
Umgekehrt sind Manager angemessen am Gewinn zu beteiligen, wenn Gewinne produziert werden. Umsichtiges Investieren sichert Arbeitsplätze in dieser Branche.

zu 2.
grundsätzlich funktioniert ohne die öffentliche Verwaltung, u. a. mit leistungsfähigen Beamten, eine freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht. Deren Zuständigkeiten werden in Parlamenten geregelt, das ist ok. Die u. a. Bezüge der Abgeordneten jedoch sollten nicht selbst bestimmt werden, sondern durch Ältestenräte, bestehend aus angesehenen Personen aus allen Gesellschaftsschichten. Diese Räte sollten durch den Bundespräsidenten für Landtage und den Bundestag bestimmt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Offermann
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Frage zum Thema Energieversorgung
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Offermann,

zur Zeit stehen sieben von 17 Atom-Reaktorblöcken in Deutschland still - aus verschiedenen Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen will. Diese Tatsache ist kein Geheimnis und ist auch der deutschen Presse zu entnehmen, z.B. www.sueddeutsche.de

Sie schreiben in Ihrer Antwort auf eine Frage vom 24.07.2009, dass "alternative Energien [...] den Atomstrom noch nicht ersetzen [können]."
Können Sie diese Ansicht genauer belegen, auch im Hinblick auf die momentan ungenutzte Kraftwerksleistung der stillstehenden AKW?

Weiter schrieben Sie, Strom müsse "auch für den Endverbraucher bezahlbar bleiben."
Ein Atomkraftwerk verursacht durch Entwicklung, Bau, Betrieb, Wartung, Störfälle, Stillstand ohne Stromerzeugung und zuletzt den Rückbau und durch Entsorgung/Transport des atomaren Mülls immense Kosten. Diese werden vermutlich auch durch Subventionen und andere Kostenübernahmen des Bundes indirekt vom Steuerzahler und Endverbraucher mitgedeckt. Mich würde es daher interessieren, woran ich erkennen kann, dass Strom aus AKW bei Berücksichtigung aller Kosten tatsächlich billiger sein soll als der aus alternativen Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne.

Besten Dank und viele Grüße
Antwort von Rolf Offermann
bisher keineEmpfehlungen
13.09.2009
Sehr geehrter Herr Kiderlein,

die FDP ist für den Ausbau der alternativen oder regenrativen Energien. Parallel dazu sollten die Atomkraftwerke solange genutzt werden, wie der Anteil der anderen Energien nicht 50 % überschritten hat. Derzeit liegt der Anteil bei maximal 15 %, je nach Schätzung.
Was würde es nutzen, die Atomkraftwerke abzuschalten? Dann würde teurer Atomstrom aus dem Ausland eingekauft und die Bevölkerung würde aufschreien, weil die Strompreise sprunghaft steigen würden. Das dürfte die Mehrheit der Bevölkerung auch nicht wollen.
Der Ausbau anderer Energien soll auch nach meinem Willen noch lange subventioniert werden. Ansonsten dürfte eine Ablösung noch länger auf sich warten lassen. Diese massiven Subventionen zahlt auch der Steuerzahler. Aber nach dem Motto "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass" sollte sich keine Regierung leiten lassen.

Herzliche Grüße

Rolf Offermann

Frankfurt (Oder)
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Frage zum Thema Energieversorgung
14.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Offermann,

mit Ihrer Reaktion auf meine Frage vom 27.08. erzählen Sie zwar viel darüber, was Sie über Atomkraft denken. Jedoch gehen Sie dabei nicht auf meine Fragen ein, abgesehen davon, dass Sie die Subventionen für regenerative Energieerzeugung ins Spiel bringen.

Versuchen Sie es nochmal?

  • Wo sehen Sie eine "Stromlücke", wenn derzeit 7 von 17 Atomkraftwerken in Deutschland keinen Strom erzeugen?
  • Was kostet eine kWh Atomstrom unter Berücksichtigung aller Kosten, die in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dafür anfallen? (Entwicklung, Bau, Uranabbau und -anreicherung, Betrieb, Wartung, Störfälle, Stillstand ohne Stromerzeugung, Rückbau, Entsorgung/Transport des atomaren Mülls etc.)

Freundliche Grüße

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