Renate Künast (GRÜNE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Renate Künast
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Sozialarbeiterin und Rechtsanwältin, Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Berlin-Tempelhof-Schöneberg
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen, Berlin
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(...) Dass der Regelsatz nur ein sehr bescheidenes Auskommen ermöglicht, darin stimme ich Ihnen zu. Eine Anpassung des Existenzminimums ist dringend erforderlich, gerade wenn es um kulturelle und politische Teilhabe geht. Die Grünen werden sich auf ihrem Parteitag im November intensiv mit dem Thema Grundsicherung beschäftigen und auch über eine Erhöhung des Regelsatzes diskutieren. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
17.05.2008
Von:

Liebe Frau Renate Künast,

meine Frage an Sie lautet: Halten Sie es nicht auch für _denkbar_, dass "Al Kaida" in Wahrheit vielleicht nichts anderes sein könnte als die Schöpfung eines westlichen Geheimdienstes, der ein Interesse daran hat, einen (nach dem Politologen Carl Schmitt) definierten "Ausnahmezustand" aufrechtzuerhalten, der die Aufgabe hat, jegliche Ankündigungen und Durchführungen von Angriffskriegen vor dem eigenen Wahlvolk zu rechtfertigen? Und wer ist eigentlich dieser gewisse Osama Bin Laden? Vielleicht ein als Person instrumentalisiertes Phantom jener Geheimdienste und Militärs, die es seit sieben Jahren nicht schaffen, ihn zu fangen? Ein künstliches Pendant zu George Orwells "Immanuel Goldstein" aus seinem Roman "1984"? Was die deutsche Außenpolitik betrifft, habe ich persönlich das Gefühl, dass die Deutschen die von den USA geschaffene Geschichtsschreibung über den Elften September nicht untertänig und unhinterfragt in ihre eigene übernehmen sollten - vielmehr sollten sich gerade Grünen-Politiker ein Vorbild an japanischen Parlamentariern nehmen, die schon vor längerer Zeit eine Debatte darüber begonnen haben, inwieweit man den offiziellen Ausführungen der USA Glauben schenken darf. Die Debatte ist unter: www.exopolitik.org
zu sehen.
Antwort von Renate Künast
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25.08.2009
Renate Künast
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.

Nein, ich halte dies nicht für denkbar und nehme die Bedrohungslage sehr ernst. Für uns stellt sich die Aufgabe, auf diese zu reagieren und gleichzeitig unsere Bürgerrechte zu erhalten. Die Bundesregierung hat aus unserer Sicht das Maß verfehlt.

Mit freundlichen Grüßen

Renate Künast
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Frage zum Thema Umwelt
18.05.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,

meiner Meinung nach kommen unter dem Deckmantel des Umweltschutzes zunehmend Transhumanisten und Eugeniker zu Ihrem Vorteil. Die Menschheit soll reduziert werden und die dritte Welt weiter in Armut und Abhängigkeit getrieben werden. Beispiele hierfür seien nachfolgend genannt: "Die Grüne Revolution", Biokraftstoffe, Gentechnik, globale CO2-Steuer, Emissionsrechte, ...

Nun zur konkreten Frage:
Wessen Auffassung in der aktuellen Klimadebatte teilen Sie und ihre Partei Frau Künast;

  • die der IPCC "Wissenschaftler", also Klimaerwärmung aufgrund von CO2

oder die

  • der unabhängigen Wissenschaftler, die starke Zweifel an der von der IPCC vertretenen These haben, für sie ist wenn dann die Sonnenaktivität ausschlaggebend für die Erderwärmung.

?

Hinweis:
Am Oregon Institute of Science and Medicine (OISM) wird heute am 19.05.2008 eine Petition von über 31.000 Wissenschaftlern gegen die von ihnen genannte Klimalüge eingereicht.

Quelle: alles-schallundrauch.blogspot.com

Dank im Voraus für Ihre Antwort
Antwort von Renate Künast
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10.06.2008
Renate Künast
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich antworte Ihnen im Namen von Renate Künast.

Mittlerweile sind sich alle ernst zu nehmenden Wissenschaftler einig, dass Ausmaß und Tempo der Klimaerwärmung vom Menschen verursacht sind. Die anerkannte Ursache ist die hohe und weiter steigende Konzentration der sogenannten Treibhausgase. Dazu zählt auch CO2. Die Reduzierung der durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen verursachten CO2-Emissionen ist eine der zentralen und notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels. Dies ist mittlerweile sowohl in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft anerkannt.

Vereinzelte Studien, die den Treibhauseffekt weiterhin in Frage stellen, werden häufig aus wirtschaftlichen Interessen von Unternehmen finanziert, die ihre Geschäfte mit fossilen Brennstoffen machen. So wurde der mittlerweile "deaktivierte" Lobbyverband Global Climate Coalition - der sich z.B. gegen die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls richtete - zeitweilig von Shell, General Motors, BP, Daimler Chrysler oder dem Ölriesen Texaco finanziell unterstützt. Es ist die Aufgabe der Politik und insbesondere unsere Verantwortung als Grüne, sich an den breiten und anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu orientieren. Dazu zählt das "Intergovernmental Panel on Climate Change" der Vereinten Nationen, dem weltweit wichtigsten Klima-Wissenschaftlergremium, dessen Ergebnisse auch von allen beteiligten Regierungen getragen werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der grünen Bundestagsfraktion: www.gruene-bundestag.de

Mit freundlichen Grüßen
Marc Berthold
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
22.05.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,

ich habe gerade unter Volksstimme.de vom heutigen Tag das von Ihnen stammende Zitat gelesen.
"Und noch ein anderer Aspekt : Der Bauer kann vom Genmais oder Genweizen kein eigenes Saatgut " abzweigen ". Es ist nicht vermehrungsfähig. Er muss neues kaufen und gerät in eine verhängnisvolle Abhängigkeit."
Als ehemalige Agrarministerin sollten Sie es besser wissen. Natürlich ist Mais- und erst recht Weizenerntegut - egal ob gentechnisch erzeugt oder konventionell - vermehrungsfähig. Richtig ist, dass das Erntegut von Maishybriden im Nachbau natürlich weit weniger Ertrag bringt als die Hybride selbst. Bei Weizen ist die Hybridzüchtung noch wenig fortgeschritten. Würde es also gentechnisch veränderte Weizensorten geben, wären das mit Sicherheit keine Hybriden und das daraus gewonnene Erntegut somit voll vermehrungsfähig.

Was bezwecken Sie mit solchen Falschaussagen?
Antwort von Renate Künast
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11.06.2008
Renate Künast
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen im Namen von Renate Künast für Ihre Nachricht.

Natürlich sind gentechnisch veränderten Pflanzen nicht vermehrungsunfähig. Trotzdem können Landwirte nichts mehr für ihren eigenen Nachbau "abzweigen", denn bei gentechnisch veränderten Pflanzen handelt es sich um patentierte Pflanzen.

Es wird den Landwirten also nicht helfen, wenn - entsprechend ihrer Argumentation - gentechnisch veränderte Pflanzen anders als konventionelle Hybridpflanzen voll vermehrungsfähig sind. Denn das Problem liegt vielmehr im Patentschutz, der - wie Ihnen sicherlich aus Ihrer Tätigkeit beim Bundessortenamt bekannt ist - weit reichender als der Sortenschutz ist, nicht nur in Bezug auf den Schutzgegenstand, sondern auch bei den Schutzvoraussetzungen und dem Schutzumfang.

Beim Sortenschutz erstreckt sich der Schutzumfang z.B. in der Regel nur auf das Vermehrungsmaterial. Dagegen ist z.B. der vom Patentrecht gewährte Schutz umfassender und bezieht sich auf jede gewerbsmäßige Benutzung.
Dementsprechend ist es für Landwirte bei patentierten Pflanzen (und dazu gehören in der Regel gentechnisch veränderte Pflanzen) nicht mehr möglich, Saatgut aus der eigenen Ernte für die Wiederaussaat zu benutzen, also Nachbau zu betreiben. Denn dieser ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Patentinhaber wie z.B. Monsanto gestattet.

Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Riewenherrm

Referentin für Biotechnologie und Bioethik Bundestagsfraktion
Bündnis90/Die Grünen
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.05.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,

"Die Bundesrepublik ist keine Monarchie, schon gar keine, in der ein Guido Westerwelle erklärt, wer Präsident zu sein hat und der Rest der Parteien müsse folgen".
Das waren Ihre Worte bezogen auf die erneute Kandidatur von Bundespräsident Köhler.

Zugegeben, mir geht die Kichererbse aus der FDP auch ziemlich auf den Zeiger, aber das sollte an dieser Stelle (= Bundespräsidentenkandidatur) auch nicht das Thema sein, meine Sie nicht?

Ich gehe davon aus, daß Sie als Politikerin eine Menge Zeitungen lesen, um der Objektivität willen aus allen politischen Spektren. Wenn man den Umfrage folgt, dann sind die Bürger der Bundesrepublik PARTEIÜBERGREIFEND für eine erneute Amtszeit Köhlers.

Warum wollen sie jetzt unbedingt erneut Gesine Schwan (die schonmal gegen Köhler verloren hat) erneut zur Kandidatur aufstellen? Sind sie nicht der Meinung, daß diese Entscheidung am Willen des Volkes vorbei geht? Wäre es da nicht angebracht, auf parteipolitische Animositäten zu verzichten?

Mit freundlichem Gruß aus der Hansestadt,

Antwort von Renate Künast
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10.06.2008
Renate Künast
Sehr geehrter Herr ,

im Namen von Frau Künast danke ich für Ihre Frage.

Bei der Wahl wird es wesentlich auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Bayern und die daraus resultierenden Stimmenverhältnisse in der Bundesversammlung ankommen. Die grüne Bundestagsfraktion wird beide Kandidaten zu einem Gespräch einladen und erst dann über das Abstimmungsverhalten entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Rade
(Büroleiter)
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
24.05.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,
wie werden Sie zur TEilprivatisierung der Deutschen Bahn im Bundestag abstimmen und warum?
Antwort von Renate Künast
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01.09.2009
Renate Künast
Sehr geehrte Frau ,

wir haben mit dazu beigetragen, dass der Plan der Großen Koalition, die DB zu privatisieren, gescheitert ist. Eine Abstimmung über die Teilprivatisierung hat es dabei nicht gegeben, weil Merkel und Tiefensee die Privatisierung am Parlament vorbei durchziehen wollten, was dann aber verhindert werden konnte. Ich hätte selbstverständlich gegen die Privatisierung gestimmt. In der nächsten Bundesregierung wollen wir dann dafür sorgen, dass die Eisenbahninfrastruktur dauerhaft in öffentlicher Hand bleibt und aus der Aktiengesellschaft Deutsche Bahn AG herausgelöst wird, die sich der Kontrolle durch den Eigentümer immer wieder versucht zu entziehen, was allerdings auch an der stümperhaften Verkehrspolitik des Tiefensee-Ministeriums gelegen hat.

Mit freundlichen Grüßen
Renate Künast
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Ihre Frage an Renate Künast
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