Renate Künast (GRÜNE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
15.12.1955
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwältin, Sozialarbeiterin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Fraktionsvorsitzende
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Tempelhof - Schöneberg
Ergebnis
26,3%
Landeslistenplatz
1, Berlin
weitere Profile
(...) Sie sprechen sehr wichtige Themen an, die die Grünen seit langem beschäftigen und nicht einfach zu beantworten sind. Die Frage, wie wir ein solidarisches Miteinander organisieren, bei dem Menschen integriert und befähigt statt stigmatisiert und ausgeschlossen werden, ist eine der wichtigsten Herausforderungen einer Gesellschaft. Gleichzeitig muss sich ein Land seine Sozialsysteme auch leisten können und deshalb gilt es bei allen Ausgaben genau hinzuschauen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Renate Künast
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Sicherheit
09.08.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,

die Bundesregierung macht offenbar nun Ernst bei der Frage der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Ihre Partei hat angekündigt, nach der Bundestagswahl die Entscheidung rückgängig machen zu wollen.

Nach neuesten Berichten ist eine der (bekannten) Großkanzleien bereits mit Hochdruck an der Erstellung von Verträgen. Im Zweifel wird die derzeitige Bundesregierung also die Regelungen vertraglich im Sinne einer "Ewigkeitsregel" so festzurren, dass sich Nachfolgeregierung hieran zu halten haben (s.a. Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE) - Panaorama berichtete).

Sollte das der Fall sein, muss man dann nicht an eine Verfassungswidrigkeit solcher Vereinbarungen denken und muss man im Zweifel nicht auch die Haftbarmachung der Entscheidungsträger persönlich für solche verfassungsfeindliche Regelungen denken? Das mag überspitzt klingen und natürlich ist Kontinuität wichtig, aber bei dem Spiel mit Menschenleben und Umwelt vielleicht notwendig.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Renate Künast
1Empfehlung
28.10.2010
Renate Künast
Sehr geehrter Herr ,

mittlerweile liegen die Fakten des sogenannten Energiekonzeptes der Bundesregierung auf dem Tisch. Wie zu befürchten war, sollen die Restlaufzeiten erheblich verlängert werden. Da die Bundesregierung eine Umgehung des Bundesrates beabsichtigt und entgegen der Auffassung zahlreicher Staatsrechtler nicht von einer Zustimmungspflicht des Bundesrates ausgeht, ja nicht einmal schriftlich zu begründen in der Lage ist, wie sie zu ihrer Rechtsauffassung gelangt, ist es wahrscheinlich, dass die Laufzeitverlängerung vom Bundesverfassungsgericht gestoppt wird. Klagen haben unter anderen die Bundesländer Bremen und Nordrhein-Westfalen angekündigt.

Mit freundlichen Grüßen
Team Renate Künast
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
20.08.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,

bei Ihrem Besuch an der Mosel haben Sie erklärt, dass Sie gegen den Ausbau des Hochmoselübergang sind und alles dafür tun werden, um dieses Projekt aufzuhalten.

Wieso wollen Sie auf einen Zug aufspringen, der lange abgefahren ist?
Jahrzehnte der Planung und der politischen Willensbildung unter Einschluss eines Bundesverkehrswegeplans in rot-GRÜNER Regierungszeit und jahrelanger Rechtsstreit liegen hinter uns. Eine höchstrichterliche Entscheidung hat den Bauentwurf schlussendlich genehmigt. Selbst in einem Rechtsstaat muss es möglich sein, politisch umstrittene Großprojekte durchzuführen. Was muss passieren, damit eine Entscheidung als gefallen akzeptiert werden kann? Hätte das Bundesverwaltungsgericht anders entschieden, würden Sie auch auf dieses Urteil pochen!

70 Kilometer Autobahn liegen in der Eifel bis hin zur belgischen Grenze, die ohne eine Moselquerung und den Anschluss an die A61 so keinen Sinn ergeben. Wollen Sie diesen Torso so liegen lassen, wollen Sie eine alternative Moselquerung (die nicht in Sicht ist) oder sind Sie einfach nur dagegen?

Ihre Partei ist im Aufwind und ich nehme mal an, Sie wollen in die Mainzer Koalition? Was sagen Sie Brückengegnern, die nun grün wählen, wenn die Brücke natürlich demnächst gebaut wird?

Antwort von Renate Künast
bisher keineEmpfehlungen
28.10.2010
Renate Künast
Sehr geehrter Herr ,

aus unserer Sicht ist der Hochmoselübergang Ausdruck einer verfehlten Verkehrspolitik. Der verkehrliche Bedarf ist schlicht nicht gegeben. Das zeigt auch die Tatsache, dass die geplante private Finanzierung nach dem so genannten F-Modell gescheitert war. Kein Investor war bereit, das wirtschaftliche Risiko des Baus zu übernehmen, der nach derzeitigem Stand 330 Millionen Euro kosten soll.

2007 hat die schwarz-rote Koalition in Berlin dann auf Druck der Landesregierung Rheinland-Pfalz das Projekt trotz gescheiterter Privatfinanzierung mit einem tiefen Griff in die Staatskasse neu belebt.

Bündnis 90/Die Grünen in Rheinland-Pfalz sind seit vielen Jahren aktiv im Kampf gegen den Hochmoselübergang und haben eng mit den Bürgerinitiativen und Naturschutzverbänden vor Ort zusammengearbeitet. Der gerichtliche Weg wurde bis zum Bundesverwaltungsgericht ausgeschöpft.

Die Bundestagsfraktion hat sich entgegen Behauptungen von Ministerpräsident Kurt Beck immer gegen dieses Projekt gestellt und wird auch weiterhin alles versuchen, um den Bau noch zu verhindern. Statt das verkehrlich, ökologisch und wirtschaftlich nicht vertretbare Prestigeprojekt Hochmoselübergang voranzutreiben, sollte sich die derzeitige Landesregierung für die Verbesserung von bedarfsgerechten Mobilitätsangeboten wie modernen Bus- und Bahn-Verbindungen und sicheren gute Kindergarten- und Schulverkehren - besonders in ländlichen Räumen - einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Team Renate Künast
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzen
28.08.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,

in einer Pressemeldung ( www.gruene-bundestag.de ) bezüglich der jüngsten Äußerungen von Thilo Sarrazin haben Sie nicht nur seine Abberufung sondern auch die Installation einer Abberufungsregelung für Bundesbankvorstände gefordert.

Ungeachtet der kritikwürdigen Äußerungen von Sarrazin sehe ich bei der Installation eines Abberufungsverfahrens von Bundesbankvorständen eine sehr große Gefahr. Denn die Bundesbank ist, bzw. sollte unabhängig von der Politik sein, da es unter anderem auch ihre Aufgabe ist die Geldwertstabilität wenn nötig GEGEN politische Wiederstände "durchzuboxen". Eine Abberufungsregelung, welche Abberufungen erleichtern würde (das war ja das Ziel) würde den Einfluss der Politik in die Bundesbank erhöhen, was meines Erachtens sehr schädlich wäre. Wie in etwa wenn man einfach Richter des Verfassungsgerichtes abberufen könnte.

Inwieweit eine solche Regelung in Zukunft schaden könnte ist ja kaum abzusehen, man weiß ja heute nicht wie die Welt in 20 Jahren ausschaut. Vielleicht hilft es sich hier noch einmal die nichtverlängerten Verträge vom ehemaligen IQWiG-Vorstand Peter Sawicki oder vom ehemaligen ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender zu vergegenwärtigen um meine Ängste zu verstehen. Nebenbei sehe ich die "Missbrauchsgefahr" und vor allem den dann auftretenden Schaden beider Letztgenanten Institutionen weit niedriger als die der Bundesbank.

Meiner Ansicht nach wäre ein normiertes Abberufungsverfahren welches jetzt eingeführt würde daher höchst gefährlich und würde ein kurzfristiges Problem mit einer langfristigen Bürde lösen. Es wäre daher kein "nachhaltiger" Lösungsansatz. Es ist ja auch nicht so dass eine Abberufung Heute unmöglich werde. Soweit ich weiß können Regierung und Präsident zusammen eine Abberufung durchführen.

Wie bewerten Sie die Kollateralschäden, würde die Abberufung von Bundesbankvorständen erleichtert?

Mit freundlichen Grüßen

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 3 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Umwelt
29.08.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,

die Politik ist stumm, wenn es um die Methan/CO2-Reduzierung durch die Massentierhaltung geht. Da ist schliesslich die Ernährung, das Fleisch, des Deutschen liebstes Nahrungsmittel auf dem Tablett.
An den Informationen zu diesem Thema kann es eigentlich nicht liegen, es berichten in Abständen immer wieder alle Medien. Doch von Politikern hört man zu diesem Thema wenig.

Was kann Politik tun,
a) politischen Einfluss im EU-Parlament nehmen , um die betr. Subventionen zu kürzen,
b) die Mehrwertsteuer auf alle Fleischprodukte von 7 auf 19% anheben.

Das, sehr geehrte Frau Künast, das wäre doch mal was.
Von den sonst so engagierten Grünen höre ich da nichts, von den anderen Parteien, das kann ich sowieso glatt vergessen.

Wäre es nicht logisch durch diese Massnahme (MST 19%) eine Reduzierung zu erreichen. Manchmal muss die Politik doch auch den Hammer schwingen, wenn die Erkenntnis fehlt.

Also, meine Frage:
wie stehen die Günen zu einer Anhebung des MSt-Satzes auf 19% für alle Fleischprodukte

Hoffe auf eine ehrliche Meinung (bisher habe ich Sie deswegen geschätzt).
Stumm bleiben ist auch eine Antwort

Feundliche Grüsse

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 2 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Austritt aus der Kernfusion (ITER)
30.08.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,

Sie setzen Sich für den Ausstieg aus der Kernenergie ein. Dazu hätte ich folgende Fragen:

1. Wenn mittel- bis langfristig nur 30-50% der Bundesbürger auf Elektroautos umsteigen würden, wo käme da der erforderliche Strom her? Ganz zu schweigen bei 100%.

2. Wenn zukünftig ein großer Teil der Bürger den Strom aus Alternativ-Energie beziehen würde, wie geplant, wie würde dann der Verlust durch den fehlenden Stromverkauf bei den Stadtwerken/Stromkonzernen aufgefangen werden? Käme dann als Ausgleich eine neue Steuer?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Renate Künast
bisher keineEmpfehlungen
28.10.2010
Renate Künast
Sehr geehrter Herr ,

generell setzt sich die grüne Bundestagsfraktion dafür ein, den Stromverbrauch in den nächsten Jahrzehnten komplett auf Erneuerbare Energien umzustellen und dabei die Energieeffizienz erheblich zu erweitern. Nicht zuletzt die immer teurere und risikoreiche Ölförderung (der Import von Öl kostete Deutschland im Jahr 2008 56 Mrd. Euro), aber vor allem die notwendige Reduzierung von Klimagasen machen eine Strategie "Weg vom Öl" notwendig. Für den Verkehrsbereich steht insgesamt ein Politikwechsel an. Klimafreundliche Mobilität mit der Bahn, aber auch mit dem ÖPNV und mit dem Fahrrad muss größere Bedeutung eingeräumt werden. Wir wollen zudem den Umstieg auf Elektrofahrzeuge forcieren. Denn die Verbindung von Elektromobilität mit Erneuerbaren Energien bietet die Möglichkeit, unstetigen Wind- und Sonnenstrom in Batterien zu speichern und Lastspitzen durch eine Rückübertragung in das öffentliche Netz auszugleichen. Elektroautos würden damit zu einem wichtigen Baustein für den Ausbau Erneuerbarer Energien. Eine vollständige Umstellung aller Pkw auf einen Antrieb durch Erneuerbare Energien würde einen Mehrbedarf von 12 Prozent bedeuten, dem aber eine Einsparung von rund 45 Mrd. Litern fossilen und biogenen Kraftstoffen gegenüberstände.

Was den Stromverkauf durch die Energieunternehmen betrifft: Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke sind selbst am Ausbau der Erneuerbaren Energien beteiligt und bieten ihren Kunden Ökostrom an. Eine von Ihnen angesprochene Ausgleichssteuer ist nicht notwendig und vorgesehen.

Mit freundlichen Grüßen
Team Renate Künast
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Renate Künast
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:
  • Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
    Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:
  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de und mit der dauerhaften Archivierung im digitalen Wählergedächtnis einverstanden.
    Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden.
    Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.