Renate Künast (GRÜNE)
Kandidatin Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Renate Künast
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Sozialarbeiterin und Rechtsanwältin, Bundesministerin für Landwirtschft, verbraucherschutz und Ernährung
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Berlin-Tempelhof - Schöneberg
Ergebnis
26,3%
Landeslistenplatz
1, Berlin
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(...) Wir setzen uns daher auf europäischer Ebene ein für die Anerkennung von Lebenspartnerschaften und gleichgeschlechtlichen Ehen, die in einem der Mitgliedsstaaten geschlossen wurden. (...)
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Frage zum Thema Finanzpolitik
25.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Künast,

Sie haben sich heute - ebenso wie Frau Lötzsch und Herr Schneider - über das Abendessen empört, das die Bundeskanzlerin im vergangenen Jahr aus Anlass des Geburtstages von Josef Ackermann veranstaltete. Einer der Gäste - ein Sozialdemokrat - berichtete im Heutejournal, dass er während Gerhard Schröders Kanzlerzeit an mehreren derartigen Veranstaltungen im Kanzleramt teilnahm. Diese Abende hätten allerdings erheblich länger gedauert als das Abendessen für Herrn Ackermann, es sei sehr viel mehr Rotwein getrunken worden und es habe obendrein noch Zigarren gegeben. Wir werden davon ausgehen dürfen, dass das eine oder andere Mal auch Mitglieder der Grünen zugegen waren und sich dort unterhielten. Werden Sie bzw. Ihre Fraktion sich dafür einsetzen, dass diese auch diese Veranstaltungen und die damit verbunden Kosten im Haushaltsausschuss thematisiert und nach der Auswertung die Richtlinien für die Verwendung von Haushaltstiteln für solche Anlässe verschärft werden?

Mit freundlichen Grüßen

, Berlin-Wilmersdorf
Antwort von Renate Künast
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07.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

aufhorchen lässt nicht ein Abendessen im Kanzleramt. Solche Gespräche sind notwendig. Herr Ackermann hat jedoch den Vorgang in einem TV-Beitrag so beschrieben, dass er zu einem Geburtstagsessen im Kanzleramt einladen konnte. Das ist nicht akzeptabel. Die Regierung stellt den Vorgang inzwischen anders da. Wir haben eine Anfrage eingebracht und wollen damit klären, wer in der Beschreibung richtig liegt.

Unser Schwerpunkt liegt jedoch in der inhaltlichen Debatte unserer Vorschläge.

Mit freundlichen Grüßen
Renate Künast
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Frage zum Thema Energieversorgung
02.09.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Künast

Wie stehen die B90/grünen zu dem Thema Kernfusion.
Soll in diesem Bereich weitergeforscht werden, oder die Fördermittel einsparen und anderweitig verwenden. Zum Beispiel in die Forschung der Atomenergie, wie Entlagerung oder Wiederaufbereitung von Atommüll.

Herzlichen Dank

mit freundliche grüße aus erfurt
Antwort von Renate Künast
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

auch nach Jahrzehnten der Forschung zeichnet sich nicht ab, dass die Kernfusion jemals zur Energieversorgung beitragen kann. Tatsächlich verschlingt sie aber Milliardenbeträge, die an anderer Stelle fehlen. Aktuell sollen die europäischen Forschungsmittel für das Kernfusions-Projekt ITER um weitere 5 Mrd. Euro aufgestockt werden. Ich lehne dies strikt ab. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern, die Fusionsforschung nicht länger zu fördern und die freiwerdenden Mittel für die Erforschung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz zu verwenden. Eine Umlenkung in die Atomforschung kommt für uns nicht in Frage. Lediglich Forschungsvorhaben in Bereichen Sicherheit, Rückbau von Atomkraftwerken und die Entsorgung von Atommüll sind hier sinnvoll. Dafür stehen aber Mittel bereit.

Mit freundlichen Grüßen
Renate Künast
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
03.09.2009
Von:

Sehr verehrter Frau Kuenast,

wie ich zufaellig aus meiner Privatrecherche im Internet erfuhr haben auch Deutsche Neo-nazis und Rechtsextreme im Ex-Jugoslawien als Soeldner gekaempft.Mir scheint die damalige Bundesregierung Kohl, hat sich darum nicht weiter gekeummert.Was sind Ihre Erkenntnisse? Dabei handelt es sich doch um einen Straftatbestand.Haben diese auch Kriegsverbrechen veruebt? Welcher Taetigkeit gehen diese personen heute nach und gelten einige von diesen nicht als "tickende Zeitbombe"?
Meines Wissens sollen vor allem Neo-Nazis im Umfeld der kroatischen Paramilitaers gekaempft haben. Nach anfaenglicher medialer Berichterstattung wurde ein Schleier des schweigens ueber das Thema gewoben, gibt es da nicht etwas nachholbedarf?
Wieviele dieser Ex-Soeldner stehen zum Beispiel heute als Saalschutz der NPD/DVU oder REPUBLIKANER zur Verfuegung? Gelten diese als Gefahr?
Antwort von Renate Künast
1Empfehlung
15.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworten möchte.

Meine Fraktion hat sich intensiv mit der Kontrolle nichtstaatlicher militärischer Sicherheitsunternehmen beschäftigt (vgl. BT-Drs. 16/10846). Zu der von Ihnen genannten Thematik liegen mir dagegen leider keine neuen Erkenntnisse vor. Mir ist auch nicht bekannt, dass sich solche Personen in Deutschland aufhalten. Ich gebe Ihre Informationen aber gerne an die zuständigen Abgeordneten meiner Fraktion weiter, damit diese der Sache nachgehen.

Mit freundlichen Grüßen

Renate Künast
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
04.09.2009
Von:
Kai

Hallo Frau Künast,

wie stehen Sie zu einem Verbot der NPD und anderer rechtsextremer Parteien wie DVU, Reps und Büso? Ich finde es ungeheuerlich, dass diese Parteien mit Steuergeldern ihre Lügen und antisemitische Propaganda betreiben. Ich bin sicher, dass diese Parteien und Gruppierungen sich kaputt lachen, wie wir sie gewähren lassen, denn in ihrem Land wäre freie Meinungsäußerung und Demokratie definitiv abgeschaftt. Ich weiß, mit Verboten allein kommt man nicht weiter, aber es ist m.E. ein Schritt in die richtige Richtung. Ich meine, dass die demokratischen Parteien sich viel mehr um die Personen kümmern sollten, die sich von rechtsextremen Parteien angesprochen fühlen. Offenbar fühlen diese Menschen sich von den demokratischen Parteien nicht vertreten, ein absolutes Alarmsignal, wie ich finde. Wie denken Sie über diesen Themenkomplex?

Danke und freundliche Grüße
Kai
Antwort von Renate Künast
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11.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

Danke für Ihre Anfrage.

Ich stimme Ihnen zu: Das Erstarken rechter Parteien ist ein Alarmsignal. Auch wenn es kein Allheilmittel gegen Rechtsextremismus ist, wollen wir ein neues NPD-Verbotsverfahren prüfen. Diese Frage ist für jede Partei anders zu beurteilen, zumal das Bundesverfassungsgericht für ein solches Verbot sehr hohe Hürden errichtet hat. Unabhängig davon setzen wir uns für vielfältige Maßnahmen ein, um diesen Parteien den Boden zu entziehen. Sie sprechen es ebenfalls an: Wir müssen die Menschen, die sich durch Parteien wie die NPD angesprochen fühlen, zurück holen und neues Vertrauen schaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Renate Künast
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
04.09.2009
Von:
Dr.

Sehr geehrte Frau Künast,

werden Bündnis 90/ Die Grünen nach der Bundestagswahl eine Regierungskoalition eingehen, auch wenn in entsprechenden Koalitionsverträgen die Einführung von Volksentscheiden (Volksinitiative, Volksbegehren, Volksgesetzgebung) verbindlich ausgeschlossen wird?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Renate Künast
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10.09.2009
Sehr geehrte Frau Dr. ,

vielen Dank für Ihre Frage. Wie treten konsequent für mehr Bürgerbeteiligung ein. Leider wird dafür aber nicht eine einfache Regierungsmehrheit ausreichen. Wir streiten dafür, dass im nächsten Bundestag und auch im Bundesrat die für Grundgesetzänderungen erforderliche Zweidrittelmehrheit zustande kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Renate Künast
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Ihre Frage an Renate Künast
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