Reinhard Strehlke (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Reinhard Strehlke
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Diplom Verwaltungswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Arbeitsagentur Kempten
Wohnort
Oberstaufen
Wahlkreis
Oberallgäu
Ergebnis
12,2%
Landeslistenplatz
-, Bayern
(...) Die von der Bayerischen Staatsregierung ergriffenen Maßnahmen zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze für die Abiturienten des letzten Jahrgangs des neunjährigen Gymnasiums und der ersten beiden Jahrgänge des achtjährigen Gymnasiums sind keineswegs ausreichend. Nach Berechnungen des zuständigen Ministeriums werden für die Jahre 2011 und 2012 jeweils über 65.000 Studienanfänger erwartet. (...)
 
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
07.09.2009
Von:

NPD-Verbot....

Sehr geehrter Herr Strehlke,

im Allgäu wird meiner Beobachtung nach, das Thema Rechtsextremismus immer sehr verharmlosend dargestellt. (siehe entsprechende Polizeistatisken, z.B. in der "Allgäuer-.Zeitung").

Meiner Meinung nach, ist aber der Einzug der NPD wie kürzlich bei den Landtagswahlen in Sachsen äußerst bedenklich. Dabei geht es nicht nur um die NPD allein, sondern auch um deren ausufernde Organisationsstruktur, die insbesondere auf Schüler und Jugendliche wirkt.

Ich denke, daß unser GG und strafrechtliche, juristische Mittel ausreichend sein müssten,
diesem "braunem Spuk" endlich ein Ende zu setzen. Gerade weil wir als BRD unseren ausländischen Mitbürgern und den Opfern des Naziregimes einer besonderen Verantwortung unterliegen; auch im Hinblick auf unsere europäischen Nachbarländer.

Daher meine Frage.....

.... wie beurteilen Sie die Chancen, Möglichkeiten auf ein längst überfälliges, NPD-Verbot?

B,
Antwort von Reinhard Strehlke
bisher keineEmpfehlungen
08.09.2009
Reinhard Strehlke
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Wir hatte im Frühjahr diesen Jahre in Immenstadt eine Info Veranstaltung der SPD zur NPD, bzw NPD Verbot. Dort sprachen auch namhafte Vertreter der Polizei und der SPD MdB Gerster aus Biberach, der sich aktiv im Kampf gegen Rechts einsetzt. Ergebnis der Versammlung war, dass dies ein zunehmendes Problem ist, aber anscheinend sei es bei uns im Bezirk n o c h kein Problem. Dies kann natürlich keineswegs beruhigen.

Ich bin gegen ein Verbot der NPD, da es sicherlich schwierger werden würde an entsprechende Infos zu kommen. Außerdem würden sie in eine Märtyerrolle gedrängt, in der sie sich sicherlich wohl fühlen und für sich in der Szene propaganditisch ausnutzen würden. Alle demokratischen Kräfte sind über Parteigrenzen hinweg aufgefordert, die NPD politisch zu bekämpfen und ihr so den Nährboden zu entziehen. Ich bin mir darüber im klaren, dass dies eine enorme, nie endende Herausforderung sein wird (und sicherlich anstrengendern als ein Parteiverbot), aber dieser müssen und werden wir uns stellen.

Gruss
R.Strehlke
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
08.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Strehlke,

Ich habe 2 Fragen an Sie, zunächst diejenige die mich als Gymnasiast besonders betrifft.

Wie will Ihre Partei mit dem doppelten Abschlussjahrgang 2011 (G8+G9) verfahren, und wie soll das Ziel erreicht werden, mehr Studienplätze zu schaffen? Finden Sie es nicht lächerlich, wenn Schüler z.B. zu einem freiwilligen sozialen bzw. ökologischen Jahr aufgefordert werden und damit die verkürzte Schulzeit hinfällig wird?

Meine zweite Frage bezieht sich direkt auf den Stimmzettel. Finden Sie es demokratisch das die größeren Parteien zuerst gelistet werden? (z.B. CSU an der Spitze)

Mfg (gerade 18 geworden und somit wahlberechtigt)
Antwort von Reinhard Strehlke
2Empfehlungen
16.09.2009
Reinhard Strehlke
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Zuerst will ich mich entschuldigen, dass es solange gedauert hat bis ich antworte. Aber Sie können sicher verstehen, dass ich momentan viel unterwegs bin und es nicht einfach ist die eingehende "Post" zeitnah zu beantworten.

Die von der Bayerischen Staatsregierung ergriffenen Maßnahmen zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze für die Abiturienten des letzten Jahrgangs des neunjährigen Gymnasiums und der ersten beiden Jahrgänge des achtjährigen Gymnasiums sind keineswegs ausreichend. Nach Berechnungen des zuständigen Ministeriums werden für die Jahre 2011 und 2012 jeweils über 65.000 Studienanfänger erwartet. Dies entspricht einer um 30 Prozent erhöhten Nachfrage gegenüber dem heutigen Niveau. Bis 2020 ist dauerhaft mit über 300.000 Studierenden an bayerischen Hochschulen zu rechnen (20 Prozent mehr als bisher). Selbst wenn die von der Staatsregierung angekündigten zusätzlichen 38. 000 Studienplätze bis zum Jahr 2011 eingerichtet werden können, reicht diese Zahl nicht aus, um den doppelten Abiturjahrgang in insgesamt fünf deutschen Bundesländern zu kompensieren. Der personelle und räumliche Ausbau der Hochschulen inkl. Wohnheime, Mensen usw. ist zu gering angesetzt und wird, weil viel zu spät begonnen, im Jahr 2011 noch nicht voll nutzbar sein. Im Doppelhaushalt wurden 3.000 Personalstellen für den Mittelbau geschaffen, also für den nichtwissenschaftlichen Bereich. Aber die neuen Studiengänge werden aufgrund des Bologna-Prozesses immer betreuungsintensiver werden. Diese 3.000 Stellen sind auf der Grundlage der Annahme berechnet worden, dass der Bachelor drei Jahre dauert und nicht wie einige Studiengänge an den Universitäten schon dreieinhalb oder vier Jahre. Es müssen also auch zusätzliche Stellen für den Mittelbau für 2011 bereitgestellt werden.

Notwendig ist eine ressortübergreifend eine vorausschauende Planung! Diese liegt bislang nicht vor! Auf diese Weise droht die historische Chance, so viele junge Köpfe wie noch nie für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern auszubilden, verspielt zu werden. Der Verweis auf FSJ und ander "Parkmöglichkeiten" ist ein Armutszeugnis der Landesregierung.

Zur Ihrer zweiten Frage möchte ich antworten, dass man das Thema nicht unbedingt "hochspielen" muss. Es muss eine Reihnfolge auf dem Wahlzettel geben, und ich gehe davon aus, dass die Wähler schon beurteilen können und wissen wo dass Kreuz zu machen ist. Wenn wir als SPD überzeugen, und davon gehe ich aus, ist es egal wo wir auf dem Wahlzettel stehen. Viel Erfolg für die weiter schulische und berufliche Laufbahn

Reinhard Strehlke
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Frage zum Thema Außenpolitik
14.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Strehlke,

am 5. April 2009 machte der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, in seiner "Prager Rede" deutlich, dass er eine Welt ohne Atomwaffen anstrebe.

Eines der Länder in dem sich Atomwaffen befinden ist die Bundesrepublik Deutschland - in Büchel in Eifel lagern noch 20 Nuklearsprengköpfe. Jeder einzelne Sprengkopf mit einem vielfachen des Zerstörungspotentials der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki.

Ein bedeutender Schritt auf dem Weg in eine Welt ohne Atomwaffen wäre der Abzug der letzten US-amerikanischen Nuklearsprengköpfe aus Deutschland.

Ich möchte am 27. September nur einem Kandidaten / einer Kandidatin meine Stimme geben, der / die sich im Bundestag und in seiner / ihrer Partei dafür stark macht, dass die in Deutschland verbliebenen Atomwaffen innerhalb der kommenden Legislaturperiode abgezogen werden.

Werden Sie sich im Bundestag für ein atomwaffenfreies Deutschland einsetzen ?

Mit freundlichen Grüßen

- Kempten
Antwort von Reinhard Strehlke
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2009
Reinhard Strehlke
Sehr geehrter Herr ,

vielen dank für Ihre Frage. Sie haben völlig Recht, es ist absolut notwendig, dass die letzten Atomsprengköpfe aus Deutschland abgezogen werden müssen. Die Sicherheitslage hat sich im letzten Jahrzehnt in Europa grundlegend geändert, so dass diese Waffen in Deutschland Nichts mehr zu suchen haben. Dafür werde ich mich einsetzen.

Gruss
Reinhard Strehlke
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Frage zum Thema Arbeit
18.09.2009
Von:

seit 26 märz 2009 ist das übereinkommen der vereinte nationen für menschen mit behinerung in deuschland verbindlich. im artikel 27 haben behinderte menschen das recht auf frei gewälte arbeit zu machen. wie sollen die behinderten arbeit kommen. gibt es ein programm wie denn menschen geholfen werden kann?
Antwort von Reinhard Strehlke
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20.09.2009
Reinhard Strehlke
Sehr geehrter Herr Haertle,


wenn ich mich richtig erinneren, hatten wir auch schon persönlichen Kontakt.  Ich begrüsse ausdrücklich, dass von Ihnen angesprochene Übereinkommen. Das Problem bei uns in Deutschland ist ja nicht, dass Behinderten vorgeschrieben wird als was sie zu arbeiten haben, sondern dass nicht genügend behindertengerechte Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Wir können und wollen den Arbeitgebern nicht  vorschreiben, wen sie einstellen sollen.  Wie Sie wissen gibt es die verschiedesten Förderprogramme der Rentenversicherungsträger, Arbeitsagenturen und Argen, um die Einstellung von Behinderten zu erleichtern. Hiervon wird auch rege Gebrauch gemacht. Trotzdem brauchen wir natürlich Arbeitgeber, die bereit sind entsprechende Stellen zu schaffen. Dies ist besonders in der jetzigen wirtschaftlichen Situation nicht einfach. Auch wenn es für Sie unbefriedigend ist, sollten Sie nicht aufgeben und mit den entsprechenden Institutionen weiter zusammenarbeiten.

Gruss
Reinhard Strehlke
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