Reinhard Grindel (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Reinhard Grindel
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
19.09.1961
Berufliche Qualifikation
Fernsehjournalist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Rotenburg ( Wümme )
Wahlkreis
Rotenburg I - Soltau - Fallingbostel
Ergebnis
40,2%
Landeslistenplatz
16, Niedersachsen
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(...) Der Fall mit dem Mann und dem Hund ist ja wohl nicht ernsthaft geeignet, zu einer Überprüfung des § 42a WaffenG zu kommen. Ich kann die generelle Einschätzung, dass das Führensverbot von gefährlichen Messern erfolglos sei, auch nicht nachvollziehen. Die von Ihnen geschilderte Situation in Frankfurt (Main) könnte Anlass sein, über generelle Messerverbote für bestimmte Orte in dieser Stadt nachzudenken. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
18.05.2012
Von:
Tim

Sehr geehrter Herr Grindel,

(die Moderation erlaube bitte ausnahmsweise eine dritte Frage): Woher wissen Sie überhaupt, dass das, was sie sich da ergoogelt haben, zutrifft? Sie haben vermutlich einen Artikel von mir auf migazin.de gefunden, der schon ein wenig älter ist. Dort sind auch einige biografische Angaben und solche zu meiner Tätigkeit im Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V. Jetzt wüsste ich aber gern, ob sie jeden Bürger, der sich ehrenamtlich in einem gemeinnützigen Verein engagiert, als "Lobbyisten" bezeichnen und die Mitgliedsbeiträge, die er dafür noch entrichtet, "finanzielle Interessen" sind? Ich setze die tatsächlich von der Steuer ab, die ich auf mein durch bürgerliche Arbeit in dem bürgerlichen Beruf des Redakteurs bei einer technischen Fachzeitschrift erzielten Einkommen bezahle. Meinten Sie das mit meinem "finanziellen Interesse"? Oder haben Sie so weit nicht gegoogelt?

Haben Sie eine Erlaubnis von mir, hier Dinge über ein förmliches Verwaltungsverfahren der Bundestagsverwaltung zu verbreiten, bzw. über mein datenschutzrechtliches Auskunftsersuchen an Ihr Büro? Ich weiß nicht, was Sie sich auf welche Weise an Informationen beschafft haben. Und das wüsste ich gern, denn was Sie hier verbreiten, ist schlicht unzutreffend.

Haben Sie in Ihrer Rede behauptet, dass Sie gegen Pläne des AA sind, die Visumsentscheidung an Privatfirmen zu übertragen? Gibt es solche Pläne? Meines Wissens gibt es sie nicht. Aber Sie sind der Abgeordnete und wenn Sie gegen solche Pläne sind und das in einer Plenarsitzung vortragen wollen, dann nehme ich doch an, dass es sie gibt. Und wenn nicht, dann sagen Sie es, damit man hier nachlesen kann, wie Sie Ihr Mandat wahrnehmen.

Haben Sie zu den Visazentren in der Ukraine mal gegoogelt?
www.kiew.diplo.de

Mit freundlichen Grüßen
Tim
Antwort von Reinhard Grindel
bisher keineEmpfehlungen
22.05.2012
Reinhard Grindel
Sehr geehrter Herr ,

Behauptungen werden nicht dadurch wahrer, indem man sie wiederholt, obwohl ich schon in meiner ersten Antwort alles Notwendige erklärt habe. Das Auswärtige Amt beabsichtigt, Teile des Visumsverfahrens auf private Firmen zu übertragen. Die Entscheidung selbst trifft natürlich der Mitarbeiter der Visastelle. Ich habe in meiner Rede und in meiner ersten Antwort betont, dass ich dies allenfalls dann für verantwortbar halte, wenn wir eine Visawarndatei haben.

Ich bleibe dabei: es ist schlicht lächerlich, eine Anfrage an den Deutschen Bundestag – Datenschutzreferat – zu richten, wenn man sämtliche Daten, auf die ich mich bezogen habe, aus dem Internet googeln kann. Papst Johannes XXIII. sagt dazu: "Johannes, nimm Dich nicht so wichtig." Dementsprechend schlage ich vor, dass wir damit die Korrespondenz beenden.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Grindel MdB
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Frage zum Thema Internationales
19.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Grindel,

heute lese ich in der Bremervörder Zeitung,dass auch nach Abzug der Bundeswehreinheiten aus Afghanistan dieser Staat weiterhin mit 600 Millionen/Jahr von der Bundesrepublik ünterstützt werden soll. An anderer Stelle las ich vor einigen Tagen, dass z.B. zum Ausbau von Kindertagesstätten, Sanierung von maroden Schulen, Strassenbau, - instandsetzung usw. kein Geld vorhanden ist. Wie können Sie Ihren Wählern/Steuerzahlern erklären, dass einerseits jährlich 600 Millionen (meiner Meinung nach) in Afghanistan "verbrannt" werden und andererseits in Deutschland kein Geld für dringend notwendige Dinge vorhanden ist.
In meinem Bekanntenkreis und auch in der Mehrheit der Bevölkerung wäre sicher Verständnis dafür vorhanden, wenn es irgendwelche Anzeichen für eine Verbesserung der Lage in Afghanistan gäbe, aber davon sieht und hört man nichts und auch die Soldaten, die aus Afghanistan zurückkommen, haben keinen Fortschritt erkennen können.
Wie lange will die Bundesregierung und ihre Abgeordneten diese Geldverschwendung noch mitmachen ? Ich bitte um Ihre Stellungnahme zu diesem Problem.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Reinhard Grindel
bisher keineEmpfehlungen
24.05.2012
Reinhard Grindel
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage zum zukünftigen deutschen Engagement in Afghanistan.

Ich teile Ihre Einschätzung nicht, die Lage in dem Land habe sich seit dem Ende der Taliban-Herrschaft nicht verbessert. Der Aufbau des Regierungs- und Verwaltungsapparates kommt gut voran, gerade auch in den Gebieten in denen die Bundeswehr Verantwortung trägt. Wir Deutschen engagieren uns intensiv bei der Ausbildung von afghanischer Armee und Polizei, die ab 2014 nach Abzug der NATO-Truppen für eine sich selbst tragende Sicherheitsstruktur im Land sorgen sollen. Für die einzelnen Menschen im Land sind Verbesserungen deutlich zu spüren. Besonders die Erfolge im Bildungssektor (fast 75% aller Jungen und 35% aller Mädchen gehen inzwischen zur Schule) und im Gesundheitsbereich (85% der Bevölkerung haben jetzt Zugang zu medizinischer Basisversorgung) sind hier zu nennen. Auch für uns in Deutschland hat sich die Sicherheitslage durch den Einsatz in Afghanistan verbessert. Afghanistan hat als Rückzugs- und Ausbildungsort für islamische Terroristen bei weitem nicht mehr die Bedeutung wie noch im Jahr 2001.

Durch die finanzielle Hilfe auch nach 2014 wird die Entwicklung des Landes nicht nur weitervoran gebracht, sondern auch verhindert, dass Taliban und Terroristen sich wieder im Land ungestört einrichten können und der jahrelange Einsatz unserer Soldaten vergeblich war. Die Entwicklungshilfe ist so konzipiert, dass die afghanische Wirtschaft schnell und dauerhaft gestärkt wird und auch hier das Land mit der Zeit immer weniger auf westliche Hilfe angewiesen sein wird. Die deutschen Zahlungen können dann dementsprechend gesenkt werden.

Auch aus meinen persönlichen Gesprächen mit Bundeswehrsoldaten, die in Afghanistan gedient haben, weiß ich, dass die Soldaten dort die Verbesserung im Land durchaus wahrnehmen. Dabei sind in den großen Teilen Afghanistans, in denen die Entwicklung am besten vorangeschritten ist, gar keine westlichen Truppen mehr stationiert, weil die Afghanen die Verwaltung und Sicherheit bereits in Eigenverantwortung übernommen haben.

Zudem teile ich Ihre Auffassung nicht, dass in Deutschland kein Geld in wichtige Bereiche wie Bildung und Infrastruktur investiert wird. Ein Blick in den Bundeshaushalt zeigt, dass die Koalition aus CDU/CSU und FDP in den letzten Jahren kontinuierlich die staatlichen Investitionen in diesen Bereichen erhöht hat. Dies ermöglicht die sehr gute wirtschaftliche Lage Deutschlands, besonders wenn man Vergleiche mit den direkten Nachbarländern zieht.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Grindel MdB
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