Reiner Felsberg (GRÜNE)

Reiner Felsberg
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Dipl. Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Fraktionsgeschäftsführer Bündnis90/die Grünen im AH
Wohnort
-
Wahlkreis
Mitte WK 2
Ergebnis
9,4%
Landeslistenplatz
keinen, Mitte
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
08.09.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Felsberg,


in den letzten Tagen wurde der kleine Stadtplatz an der Ecke Mohrenstraße/Wilmelmstraße zerstört, in dem eine Autofahrbahn zwischen U-Bahn-Ausgang und tschechische Botschaft gequetscht wurde. Verminderte Aufenthaltsqualität und völlig unnötige Wartenzeiten sind die Konsequenz.
Sehen Sie eine Chance, an dieser Stelle wieder erträgliche Bedingungen herzustellen, oder wird man jetzt jahrelang unter der skurilen Baupolitik der Bauverwaltung leiden müssen?


Mit freundlichen Grüßen,


C.
Antwort von Reiner Felsberg
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15.09.2006
Reiner Felsberg
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Frage, die ich gern beantworten möchte.

Die Planung und Durchführung der Baumaßnahme erfolgt durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Ziel ist es einen attraktiven Stadtplatz zu gestalten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der zukünftige Platz eine Aufenthaltsqualität bekommt, die der bisherige Zustand nicht aufzuweisen hatte. Es war in der Vergangenheit lediglich eine Wegeverbindung zum U-Bahneingang. Daher fallen mir zu "skurriler Baupolitik" eher Beispiele wie das Parkhaus in der Grunerstraße (für Wall-Mart, der dann doch nicht kam) oder das "Alexa" in der Alexanderstraße ein. Beides Projekte gegen die sich Bündnis 90 / Die Grünen in der Vergangenheit - auf Grund der Mehrheitsverhältnisse in der Berliner Politik leider erfolglos - eingesetzt haben.
Sie haben natürlich recht - die Baumaßnahmen führen zwangsläufig immer wieder zu Beeinträchtigungen für die Anwohner/innen. Aber wie man sehen kann, nimmt der Platz langsam Gestalt an. Fürst Leopold von Dessau und Feldmarschall von Zieten thronen bereits an den beiden Platzenden. Nach aktuellem Kenntnisstand ist die Chance "erträgliche Bedingungen herzustellen" Mitte 2007 gegeben, da dann mit der Beendigung der Baumaßnahme zu rechnen ist.
Wenn Sie aber nicht weiter unter einer skurrilen Baupolitik leiden wollen, dann haben Sie die Chance dies am 17.9. mit Ihrem Stimmzettel zu ändern: Grün macht den Unterschied.

Mit freundlichen Grüßen,
Reiner Felsberg
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Frage zum Thema Kultur
08.09.2006
Von:
Tim

Herr Felsenberg!

Aus Mitte, für Mitte und mit einer Mittebrille, ist das nicht ein bißchen viel?

Wofür steht "Mitte" für Sie?

Viele Grüße von Tim
Antwort von Reiner Felsberg
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11.09.2006
Reiner Felsberg
Sehr geehrter Tim ,

na, das ist doch mal ne Frage... und dann noch unter der Rubrik "Kultur"!

Natürlich ist es nicht nur eine kulturelle, sondern erst recht eine politische Frage, wo man sich ortet. Ich jedenfalls in der MITTE , und zwar etwas links davon (falls da noch Platz ist) MITTE ist auch seit 30 Jahren mein Lebensmitte(l)punkt, hier wohne und arbeite ich, hier sind meine Kinder in die Schulen gegangen und hier ist meine Gemeinde - Nur sehr geehrter Herr , FELSENBERG heiß ich nun wirklich nicht! Das konnte ich selbst mit meiner mittelmäßigen Brille lesen!

Nun will ich es mir mit der Beantwortung, Ihrer offensichtlich nicht nur spaßig gemeinten Frage, wahrlich nicht leicht machen und mich ab durch die Mitte verdrücken. Dafür hänge ich zu sehr an meinem lebens- und liebenswerten Bezirk, und will dies ausdrücklich nicht nur auf Altmitte begrenzen.

Im Ernst - für mich steht der Berliner Mittebezirk, jetzt mit seinen 3 Altbezirken Mitte, Tiergarten und Wedding exemplarisch für ein Ost-West-Zusammenwachsen, wenngleich man überall noch die "Grenzen" sieht und spürt.
Aufgaben der sozialen Stadtentwicklung stehen dabei an vorderster Stelle, damit auch zukünftig nicht nur Politik, Wissenschaft und Kultur sondern auch Wohnen und Arbeiten, und zwar für alle, in unserem Bezirk möglich sind.

MITTE steht für mich aber auch für die Komplexität der dt. Geschichte, von Preußen über die Märzrevolution, die schreckliche Nazizeit und die Berliner Teilung mit Mauer und Todesstreifen.

Ich werde mich auch zukünftig im Mittebezirk als Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen aus MItte und für Mitte einbringen.

Mit freundlichen Grüßen

Reiner Felsberg
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