Regina van Dinther (CDU)
Kandidatin Landtagswahl NRW 2010
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Grunddaten
Regina van Dinther
Geburtstag
15.05.1958
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ingenieurin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
Hattingen
Wahlkreis
Ennepe-Ruhr-Kreis I
Landeslistenplatz
3
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(...) Durch den Beschluss hat die CDU-geführte Landesregierung deutlich zum Ausdruck gebracht, dass es ihr wichtig ist, dass Lehrkräfte, die Schulwanderungen und Schulfahrten begleiten, die ihnen zustehende Aufwandsvergütung erhalten. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Regina van Dinther hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 31 Thesen Position bezogen.
Fragen an Regina van Dinther
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
27.02.2010
Von:

Sehr geehrte Frau van Dinther,

werden Sie sich, falls Sie wiedergewählt werden, in der CDU-Fraktion und im neuen Landtag dafür einsetzen, dass Lehrer für Klassenfahrten die entstehenden Kosten incl. der jeweils zustehenden Reisekosten voll erstattet bekommen. Durchführung und Leitung von Klassenfahrten gehören zu den Dienstpflichten der Lehrer. Bisher wird ihnen allerdings abverlangt, auf eine entsprechende Erstattung zu verzichten.
Antwort von Regina van Dinther
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05.03.2010
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Frage an mich. Hierzu möchte ich Folgendes antworten:
Trotz notwendiger Sparmaßnahmen im Landeshaushalt hat die Landesregierung beschlossen, die Reisekostenmittel für Schulwanderungen und Schulfahrten nach einer Erhöhung in diesem Jahr um 2 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2010 noch einmal um weitere 2 Millionen Euro anzuheben. Den öffentlichen Schulen werden damit im nächsten Jahr Mittel in Höhe von insgesamt 5,986 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Mittelansatz für die Reisekostenvergütung von Lehrkräften wird sich gegenüber dem Haushaltsjahr 2005 damit verdreifachen.

Durch den Beschluss hat die CDU-geführte Landesregierung deutlich zum Ausdruck gebracht, dass es ihr wichtig ist, dass Lehrkräfte, die Schulwanderungen und Schulfahrten begleiten, die ihnen zustehende Aufwandsvergütung erhalten.

Ich hoffe, mit diesen Informationen ist Ihre Frage hinreichend beantwortet und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Regina van Dinther
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Frage zum Thema Finanzen
01.03.2010
Von:

Sehr geehrte Frau van Dinther!

Ihr Landtagskollege Edgar Moron schlägt vor, dass Politiker-Steuererklärungen im Internet veröffentlicht werden sollen (so wie in Schweden?). Was halten Sie davon? Auch und gerade angesichts der Diskussionen um Ihre Person und die angeblich/anscheinend/man weiß es nicht nicht bezahlten Parteibeiträge von Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen!

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Frage zum Thema Arbeit
15.03.2010
Von:

Werden sie sich in der nächsten Legilaturperiode für Reformen beim Mindestlohn und der Zeit/Leiharbeit einsetzen? Heute ergibt es sich immer mehr, dass selbst alleinstehende Vollzeitjobber nicht genug zum Leben verdienen.

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Frage zum Thema Umwelt
24.03.2010
Von:
-

Sehr geehrte Frau von Dinther,

in These 11 des Kandidatenchecks haben Sie sich dafür ausgesprochen, dass in NRW mehr Kohlekraftwerke nach neuestem Stand der Technik und um Ressourcen zu schonen gebaut werden sollten.

a) Wissen Sie, dass bei der CO2 - Abscheidung der Wirkungsgrad eines Kohlekraftwerkes um etwa 15 - 20 % zurück geht, wir dann also Steinzeit-Dinosaurier-Kraftwerke mit einem Wirkungsgrad von ca. 25-30% erhalten? Wo bleibt da die Ressourcen-Schonung, wenn wir 15 - 20 % mehr Kohle verbrennen müssen?

b) Wie wollen Sie die Mrd. Tonnen CO2 allein aus NRW - Kohlekraftwerken ins "Endlager" transportieren. Nach Berechnungen der Partei der Grünen sind dazu 15 - 20 Rohrleitungen mit 1m Durchmesser erforderlich. (Sie waren selbst in der Landtagsdebatte am 18.03.2009 Vorsitzende, als Herr Priggen zu diesem Thema ausführliche Fakten genannt hat.)

c) Haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, wie wir die Mrd. Tonnen an CO2 speichern wollen, wo wir doch nicht einmal in der Lage sind, einige tausend Tonnen radioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken sicher für nur hundert Jahre zu lagern?

d) Wissen Sie, dass nach Untersuchungen des BUND nuv-online.de ) bei normalem Betrieb aus einem Steinkohlekraftwerk mehr Radioaktivität entweicht als aus einem intakten Kernkraftwerk?

Über eine Beantwortung meiner Fragen würde ich mich sehr freuen.
-
Antwort von Regina van Dinther
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27.04.2010
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für Ihre Anfrage an mich über abgeordnetenwatch, die ich nachfolgend gerne beantworte:

Zu Frage a: Der Wirkungsgrad konventioneller Kraftwerke konnte in den letzten Jahren deutlich auf derzeit 43 bis 45% bei Braunkohle, 46 bis 48% bei Steinkohle und 58 bis 60% bei Erdgas mit Gas- und Dampf-Technik (GuD) gesteigert werden. Mittelfristig sind weitere Verbesserungen auf bis zu 55% bei Kohle und bis zu 65% bei Erdgas jeweils mit GuD-Technik erreichbar. Im technischen Fortschritt liegt die Chance, die künftig bei thermischen Kraftwerken durch die CO2-Abscheidung anfallenden Wirkungsgrad-Verluste i.H.v. 8-10% auszugleichen. Unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz sind Gaskraftwerke führend.

Zu Frage b: Energiepolitik muss nach unseren Kriterien den Werten Sicherheit, Sauberkeit und Bezahlbarkeit genügen. Eine sichere Energieversorgung lässt sich in Nordrhein-Westfalen und Deutschland in den nächsten Jahrzehnten nur durch einen möglichst breiten Mix verschiedener Energieträger gewährleisten. Dazu reichen weder erneuerbare Energien, noch Kohle (Braunkohle und Importsteinkohle) oder Erdgas allein aus. Zur Erreichung der verbindlichen Klimaschutzziele muss in Nordrhein-Westfalen der Kraftwerkpark erneuert und modernisiert werden. Gleichzeitig bedarf es des vermehrten Einsatzes erneuerbarer Energien und einer wesentlichen Steigerung der Energieeffizienz.
In der CO2 Abscheidung sehe ich einen Baustein, die national und international vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen. Um das Potential dieser Technologie zu erkunden, halte ich es für zwingend notwendig, dass Demonstrationskraftwerke gebaut werden. Nordrhein-Westfalen als wichtigstes Energie- und Industrieland in Deutschland sollte hierzu einen Beitrag leisten.
Gleichzeitig wollen wir zusammen mit der Wirtschaft aus CO2 neue Produkte machen. Nicht nur, um CO2 einzusparen, sondern auch, um Kohlendioxid mit Mikroorganismen in Biomasse oder direkt zu Wertstoffen umzuwandeln. Hier sind große Innovationen möglich.

Zu Frage c: Die Lagerung von radioaktiven Stoffen ist mit der Verpressung eines Gases nicht zu vergleichen.

Zu Frage d: Es besteht sowohl in der Umgebung von Kohle- als auch von Kernkraftwerken bei störungsfreiem Betrieb keine Gefahr für die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner.

Mit freundlichen Grüßen

Regina van Dinther
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
02.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau van Dinther,

bei der Beantwortung der Fragen in AbgeordnetenWatch.de haben Sie angegeben, dass Sie sich für die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems (Haupt-, Realschule und Gymnasium) einsetzen wollen.

Ich bitte Sie Ihre Auffassung näher zu begründen.
Gleichzeitig bitte ich Sie um einen Hinweis, in welchen wissenschaftlichen Publikationen Vorteile des dreigliedrigen Schulsystems beschrieben werden, die Sie in Ihrer Auffassung bestätigen.
Schließlich interessiert mich die Finanzierung dieses Systems: Angesichts sinkender Schülerzahlen ist es für mich nicht nachvollziehbar wie mehrere Systeme nebeneinander aufrecht erhalten werden sollen, während die Finanzkraft unseres Landes schwindet.

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Regina van Dinther
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15.04.2010
Sehr geehrter Herr ,

In meinen folgenden Ausführungen zum gegliederten Schulsystem beziehe mich auf Aussagen von Prof. Jürgen Baumert, PISA-Koordinator, Mitautor der BIJU und TIMSS-Germany Studie, Vizepräsident des Max Planck Gesellschaft und parteiübergreifend anerkannter Bildungswissenschaftler. Dieser sagte am 9. Dezember 2009 im Düsseldorfer Landtag im Ausschuss für Schule und Weiterbildung:
"Was brauchen wir für stützende Systeme? Wenn man die Schulstruktur allein ändert, führt das zu ganz wenig. Es ist die Frage des Unterrichts und der Veränderung des Unterrichts im Eingehen auf einzelne Schüler."

Die empirische Bildungsforschung hält sich somit zurecht zurück, wenn es darum geht, aus den PISA-Ergebnissen eine Systemfrage herauszulesen. Ich kenne keine wissenschaftlich fundierte Studie, die eine Schulstrukturveränderung und damit die massive Verunsicherung der Schüler, Eltern und Lehrer rechtfertigen würde.

Bildungspolitik wird leider oftmals sinnwidrig auf Fragen der Schulstruktur reduziert. Wir brauchen vor allem eine Diskussion darüber, wie gelernt, gelehrt und was im Unterricht eigentlich vermittelt werden soll. Deshalb setzt die CDU auf individuelle Förderung und Verbesserung des Unterrichts sowie auf konsequentes Fördern und Fordern in allen Schulformen.

Mit der Schaffung von 8.124 neuen Lehrerstellen sowie der Halbierung des Unterrichtsausfalls ist es gelungen, die größten Versäumnisse der Vorgängerregierung zu beseitigen. Daneben haben wir die so genannten Demographiegewinne von 9.200 Stellen im System belassen. Dagegen hatte die rot-grüne Landesregierung noch vor, 16.000 Lehrerstellen zu streichen.

Der Schul- und Weiterbildungsetat 2010 ist mit einem Anteil von 26,1 % der größte Einzeletat des Landes. Laut Bildungsfinanzbericht 2009 des Statistischen Bundesamtes ist NRW bei dem Anteil der gesamten Bildungsausgaben am Landeshaushalt mit 40,5 % Spitzenreiter aller Bundesländer.

Die Bildungsausgaben im Schulbereich sind von 2005 bis 2010 um 2 Mrd. Euro gesteigert worden. Dies bedeutet einen Zuwachs auf knapp 14 Mrd. Euro (+ 16,5 %), während der Gesamtetat des Landes zurückgeht. Dieses ergibt rechnerisch, bezogen auf die Zahl der Schülerinnen und Schüler, pro Kopf - auch aufgrund sinkender Schülerzahlen - im Schnitt mit 5.060 Euro eine Steigerung von rund 1.000 Euro gegenüber 2005, also ein Plus von ca. 25 %.

Anhand dieser Zahlen wird deutlich, dass die CDU die Priorität eindeutig auf Bildung gelegt hat und auch weiter legen wird.

Mit freundlichen Grüßen

Regina van Dinther
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