Prof. Monika Grütters (CDU)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Prof. Monika Grütters
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
09.01.1962
Berufliche Qualifikation
Literaturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorstand und Geschäftsführung Stiftung Brandenburger Tor der Bankgesellschaft Berlin
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Marzahn - Hellersdorf
Ergebnis
19,4%
Landeslistenplatz
1, Berlin
weitere Profile
(...) Bei einer Begehung verschiedener Spielhallen in Berliner Bezirken konnten engagierte CDU-Mitglieder zudem feststellen, dass in knapp einem Viertel der Spielhallen außerdem auch gegen geltendes Jugendschutzrecht verstoßen wurde. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.03.2013
Von:
Uwe

Anwort auf Ihre Antwort vom 26.03.2013 zum Thema " Live" Kennzeichnung in TV

Sehr geehrte Frau Professor Grütters ,

ersteinmal danke für Ihre Antwort. Natürlich haben Sie recht mit den Zwischenformaten "live und Konserve" aber es geht mir nicht um die Nachrichten die ja sowieso das Flaggschiff der öffentlichen Sender sind. Es geht um die restlichen Sendungen und ich frage mich wo das Problem liegen sollte
diese zu kennzeichnen denn die Bildregie weiss sehr wohl ob sie auf live oder Konserve zugreift bei der Auswahl von Bildern/Sendungen. Beim vielen Sportübertragungen funktioniert es doch auch.Wieso als nicht bei Sendungen wie z.B. Günter Jauch ,Frau Meischberger oder Hart aber fair. In den USA ist es soweit ich weiss auch gesetzlich geregelt dass Live-Sendungen geondert gekennzeichnet werden müssen.
Sein wir doch mal ehrlich eine Hart aber Fair Sendung hat doch erheblich mehr reiz für den Zuschauer wenn diese live ist . Als Konservere hat man immer das Gefühl das unangnehmes aber vielleicht wichiges geschnitten wurde.Will man den Zuschauer vorgaukeln das was live ist ? Jetzt Haben wir bei unseren Abgordneten schon keine große Transparenz was zum Beispiel das Einkommen betrifft anders als in den USA. So könnte man doch zumindest etwas mehr Transparenz ins TV-Programm bringen . Wieso gönnt man dies dem Gebühren-Zahler nicht verlässlich zu wissen wann was live im TV Programm der öffentlichen läuft .
Bei der Sommerolympiade z.B. hat ein ARD Moderator gesagt dass man sich jetzt live ins Geschehen (Reckturnen) einblendet nur dass das was man dann gesehen hat schon 10 Minuten vorher bei Eurosport lief. Habe deshalb damals sogar die Landesmedienanstalt in Ludwigshafen angeschrieben worauf die mir geantwortet haben dass Sie für das öffentliche Programm nicht zuständig wären. Es ist doch für den Bildregiesseur wirklich nur ein Knopfdruck das Emblem "live" einzublenden.Warum kann man wenigstens hier nicht für etwas mehr Verlässligkeit sorgen?

MfG Uwe
Antwort von Prof. Monika Grütters
1Empfehlung
27.03.2013
Prof. Monika Grütters
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Wie bereits gesagt: ich halte eine grundsätzliche Übereinkunft, Live-Sendungen stets als solche zu kennzeichnen, nicht für schädlich und könnte mir dies vorstellen.

Meine Erfahrung bei Talkshow ist übrigens, dass diese in der Regel "live-aufgezeichnet" - und zeitversetzt ausgestrahlt werden. Das gilt zum Beispiel für Maybrit Illner, deren Aufnahmebeginn 30 Minuten vor dem Ausstrahlungsbeginn liegt. "Geschnitten" wird dabei nicht, wiewohl die Sendung natürlich mit Einspielern arbeitet, die nicht "live" aufgenommen wurden.

Letztlich glaube ich aber, dass es in diesem Zusammenhang noch größere Probleme gibt. Scripted-Reality-Formate, die nach Drehbuch gefilmt werden, dem gutgläubigen Zuschauer aber als "Dokumentation" realen Lebens gegenübertreten, sind hier aus meiner Sicht an erster Stelle zu nennen.

Mit freundlichen Grüßen,

Monika Grütters
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Frage zum Thema Familie
29.04.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Prof. Monika Grütters,

mit großer Sorge betrachte ich Ihre Pläne bezüglich der Reduzierung der Ferien unserer Kinder.
Wäre es nicht besser die Ferienzeiten der Eltern zu erhöhen, anstatt die der Kinder zu verkürzen?
Hätten dann nicht Kinder und Eltern gemeinsam mehr Zeit für einander und wäre das nicht familienfreundlicher?
Ist es nicht Ihre Aufgabe zum Wohle des Volkes zu handeln?
Und:
Wie kommen Sie auf die Idee, dass es dem Wohle des Volkes dient Eltern von ihren Kindern zu entfremden?
Wäre es nicht besser Kinder verbrächten mehr Zeit bei ihren Eltern und förderten so ein intaktes Familienleben?
Antwort von Prof. Monika Grütters
bisher keineEmpfehlungen
17.05.2013
Prof. Monika Grütters
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Zunächst einmal muss ich klarstellen, dass ich keine "gesetzgeberischen Pläne" habe, sondern mich lediglich zu einer laufenden Diskussion geäußert habe. Die Zuständigkeit für die Schule liegt auch nicht beim Bund, sondern bei den Bundesländern. Aus diesem Grund wäre eine Veränderung des Schulkalenders auch nur in den Bundesländern möglich.

Mir geht es auch nicht um eine Entfremdung der Kinder von Ihren Eltern, wie Sie annehmen. Meine Äußerung ist vielmehr Resultat vieler Gespräche mit Eltern, die mir ihre Sorgen mitgeteilt haben. Zum einen geht es ihnen um die große Verdichtung des Lernstoffes. Dass in vielen Bundesländern überlegt wird, zum 13jährigen Abitur zurückzukehren, ist ja auch Ausdruck dieser Probleme.

Hinzu kommt, dass durch viele kurze Ferien die Kinder auch immer wieder aus dem Rhythmus kommen und so ein gründliches und kontinuierliches Lernen erschwert wird. Im ersten Halbjahr haben Berliner Schülerinnen und Schüler aktuell fast monatlich eine volle Woche Schulferien, während im zweiten Halbjahr in der Regel nur alle zwei Monate Ferien vorgesehen sind. Deshalb habe ich mich in meiner Äußerung auch ganz bewusst auf die Februar-Ferien in Berlin bezogen.

Eine Anpassung und Konzentration der Präsenzzeiten könnte vielleicht helfen, den Stress während der Schulzeit für die Kinder selbst zu reduzieren, weil ihnen mehr Zeit bliebe, um den inzwischen sehr konzentrierten Stoff zu lernen. Gleichzeitig könnte damit aber auch die Problematik entschärft werden, Schulferien und Urlaub in Deckung zu bringen. Denn gerade in Berlin ist das klassische "Ernährermodell" mit nur einem berufstätigen Elternteil inzwischen doch sehr selten geworden.

Innerhalb Deutschlands ist die Zahl der Ferientage übrigens von Bundesland zu Bundesland ohnehin schon unterschiedlich. Die Differenz beträgt teilweise deutlich über 5 Tage im Jahr und entspricht somit allein bereits dem von mir genannten Zeitraum von 1-2 Wochen im Jahr. Für die Regelung des Urlaubes sind in Deutschland sind im Wesentlichen die Tarifpartner zuständig. Hier wäre es der Politik nicht ohne Weiteres möglich, eine Lösung der Probleme herbeizuführen. Dies würde auch nicht dazu beitragen, der Verdichtung des Lernstoffes entgegenzuwirken.

Abschließend stimme ich Ihnen zu, dass eine derartige Regelung natürlich nicht die alleinige Lösung für die generelle Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellen kann. Für mehr Wahlfreiheit investiert die christlich-liberale Koalition, der ich angehöre, deshalb auch in jedem Jahr Milliardenbeträge, um Betreuung zu ermöglichen. Wir helfen den zuständigen Kommunen und Bundesländern, den Rechtsanspruch für einen Kitaplatz umzusetzen. Wir haben das Bildungs- und Teilhabepaket und das Programm "Kultur macht stark" finanziert, das für außerschulische Freizeit- und (kulturelle) Bildungsangebote viele Millionen bereit stellt. Gleichzeitig haben wir versucht, mehr Wahlfreiheit zu ermöglichen, in dem wir die Familienarbeit (zum Beispiel durch das Betreuungsgeld und das Elterngeld) auch finanziell stärker anerkennen.

Mit freundlichen Grüßen,

Monika Grütters
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Frage zum Thema Familie
15.05.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Prof. Grütters,

als Mann und Vater in Berlin-Marzahn möchte ich Sie auf einen beispiellosen Vorgang hinweisen, den der Bürgermeister des Bezirks-Marzahn-Hellersdorf umsetzen möchte.:

Aus Hygiene- und Sauberkeitsgründen soll die frisch renoviere Mehrzwecksporthalle des Freizeitforum Marzahn (FFM) ab dem Jahre 2014 an mindestens fünf Tagen in der Woche exklusiv nur für Frauen und Mädchen offenstehen.Jungs und Männer müssen sich während dieser Zeit andere sportliche Betätigungsorte suchen. Zur Information hier ein link zum Bericht des Tagesspiegels:

www.tagesspiegel.de

Diese Pläne stoßen in der Bevölkerung und vor allem bei Jungs, Männern und Vätern auf absolute Ablehnung.
Ich möchte Sie fragen, wie es mit der Zustimmung Ihrer Partei zu einer freiheitlichen
Ordnung im Sinne der Gleichberechtigung von Mann und Frau übereinstimmen kann, daß im Jahre 2013 einem genetisch determinierten Bevölkerungsanteil (Männer/Jungen) ein Verbot zum Betreten eines öffentlichen Gebäudes ausgesprochen werden kann.
Ich erinnere Sie nur ganz kurz an das Grundgesetz, Artikel 3.

Eine Benachteiligung von Frauen und Mädchen ist in diesem Fall nicht zu erkennen, da eine Vereinsgründung sowie die Inanspruchnahme der Halle für jeden möglich ist.
Diese Vorgänge erinnern an vergangene Tage, in denen einer bestimmten Menschengruppe aufgrund ihrer genetischen Determination der Zugang zum öffentlichen Leben erst erschwert und dann unmöglich gemacht wurde.Über die weiteren Folgen solchen Gedankenguts muss ich Sie hoffentlich nicht hinweisen.

Wie kann es sein, daß die zuständige Gleichstellungsbeauftrage in diesem Vorgang keine Benachteiligung für Männer,Jungen und auch Familien sieht? Warum ist es überhaupt möglich, für ein solches Projekt Gelder der EU zu erhalten?

In Erwartung einer schnellen Antwort verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen


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