Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Prof. Dr. Karl Lauterbach
© spdfraktion.de
Geburtstag
21.02.1963
Berufliche Qualifikation
Universitätsprofessor
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Köln
Wahlkreis
Leverkusen - Köln IV
Ergebnis
37,1%
Landeslistenplatz
49, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Gesundheit
04.03.2011
Von:
- Dr.

Sehr geehrter Herr Professor Lauterbach,

mich würde interessieren, ob Sie jemals ein ordnungsgemäßes Habilitationsverfahren an welcher Universität durchlaufen haben.

Da Sie den medizinischen Doktorgrad im Namen führen, darf ich annehmen, dass Sie in Deutschland das medizinische Staatsexamen abgelegt und die ärztliche Approbation erhalten haben?

Würde es Ihnen etwas ausmachen, mir die Zeiten zu nennen, die Sie als Arzt am Krankenbett oder in einer Praxis verbracht haben?

Die hochtrabenden Karrieredaten in Ihrem beruflichen Werdegang genügen mir nicht!

Dr. -

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Frage zum Thema Gesundheit
08.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Karl Lauterbach MdB,

ich zitiere aus "WISO" vom 07.03.2011, Internet-Niederschrift die Frage: "Wird die private Krankenversicherung bald so unattraktiv für Patienten, dass nur noch wenige Gutbetuchte sich die PKV leisten können und wollen? Und ist es dann irgendwann zu Ende mit dem Zwei-Klassen-System?" Und Ihre Antwort: "Bisher stabilisieren die Beamten das System. Sie müssen sich nur für 30 bis 50 Prozent ihrer Gesundheitsausgaben versichern. Den Rest übernimmt der Staat als Beihilfe, also aus Steuergeldern. Die Beamten und ihre Angehörigen stellen rund die Hälfte der privat Versicherten in Deutschland. Somit wird die PKV durch die Hilfe der Steuerzahler stabilisiert." Zitatende.
Bitte erklären Sie mir, wo der Steuerzahler die PKV stabilisert, da die Beihilfe ja nicht von der PKV ausbezahlt wird.
Und wenn ein Beschäftigter des öff. Dienstes GKV-pflichtversichert ist, dann zahlt er die Hälfte seines Beitrags aus eigener Tasche (beim Lohnabzug) und die andere Hälfte kommt vom Arbeitgeber, der öff. Hand, also auch Steuergelder. Was unterscheidet also die Steuergeldausgabe an die GKV als Anteil an der Pflichtversicherung zu der Steuergeldausgabe als Beihilfe?
Wie stehen Sie zu dem Argument, bei der Beihilfe ist an den Beamten ein Steuergeld nur auszuzahlen, wenn er eine Erstattung erhält, also zuvor krank war. Bei der GKV-Pflichtversicherung ist monatlich auszuzahlen, unabhängig von der Inanspruchnahme?
Vielen Dank für Ihre Antworten zu den drei Themen.

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Frage zum Thema Gesundheit
20.03.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Karl Lauterbach,

in Niedersachsen erprobt die AOK gemeinsam mit der Firma I3G, einer Tochtergesellschaft des Pharmakonzern Janssen-Cilag, die Integrierte Versorgung psychisch Kranker. Erstmals übernimmt damit ein gewinnorientiertes Unternehmen der Pharmabranche die Komplettversorgung von Patienten.

Ich halte dies für äußerst bedenklich und habe die Sorge, dass dieses Modell Schule macht und Pharmafirmen künftig nicht nur Medikamente bereitstellen, sondern auch darüber entscheiden, wie Kranke zu behandeln sind. Die Nachteile der Privatisierung des Gesundheitswesen sehen wir in den USA. Dort gibt es die Integrierte Versorgung ("Managed Care") bereits seit langem. Ergebnis ist, dass Ärzte ihre Patienten nicht mal über alternative und ggf. bessere Behandlungsmöglichkeiten informieren dürfen, weil Pharmaunternehmen die Vorschriften setzen.

Wie schätzen Sie diese Situation ein und wie werden Sie sich dafür einsetzen, dass in Deutschland die Profitinteressen und das Renditestreben der Pharmaindustrie nicht zu Lasten der Beratungs- und Behandlungsqualität von Patienten geht?

Ich freue mich auf Ihre Antwort! Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

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Frage zum Thema Gesundheit
10.06.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Lauterbach,

ich betreue meine Mutter zu Hause. Sie ist in Pflegestufe drei (3) eingestuft. Von der Hausärztin wurde sowohl eine Harn- als auch eine Stuhlinkontinenz diagnostiziert, d.h. meine Mutter benötigt Windeln. Meine Mutter ist in der gesetzlichen Krankenkasse versichert. Sie ist durch die Krankenkasse nach §61 SGB V von Zuzahlungen befreit.
In dieser für mich unerwartet neuen Situation ergeben sich für mich eine Menge Fragen.
Meine diversen Versuche Antworten auf diese Fragen sowohl bei Ärzten, als auch bei der GKV zu finden verliefen alle negativ, bzw. erhielt ich widersprüchliche Antworten. Selbst eine Anfrage beim Bundesgesundheitsministerium war leider ohne Erfolg. Ich erhielt lediglich eine vorgefertigte Standardantwort in der in keinster Weise explizit auf meine konkreten Fragen eingegangen wurde.
In meiner Not wende ich mich deshalb an Sie, der Sie ja als ausgewiesener Gesundheitsexperte ihrer Partei gelten, in der Hoffnung auf klare Antworten auf meine Fragen.

Meine Fragen:

1. Zählen Windeln, Windelhosen und Vorlagen nach dem SGB als Hilfsmittel?

2. Kann die Hausärztin diese Hilfsmittel per Rezept verordnen?

3. Wenn die Hausärztin diese Hilfsmittel per Rezept verordnen kann, kann ich dann diese Hilfsmittel in der Apotheke oder im entsprechenden Fachhandel ohne Mehrkosten beziehen?

4. Wenn die Hausärztin diese Hilfsmittel per Rezept verordnen kann, unterliegen diese Hilfsmittel dann dem Budget der Hausärztin?

Für Ihre Bemühungen besten Dank im Voraus und in Erwartung einer präzisen Beantwortung meiner Fragen verbleibe ich
hochachtungsvoll


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Frage zum Thema Gesundheit
12.06.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Professor Lauterbach,

halten Sie es für richtig, dass Gülle auf die Felder gebracht wird?

Wissen Sie, dass wir Gülle aus Holland importieren? Ich wusste nicht warurm, bis ich erfahren habe, dass das Einbringen von Fäkalien in Holland verboten ist. Warum gibt es bei uns so viele holländische Massentierhalter? Weil sie die strengen Auflagen hier nicht einhalten müssen. Ich empfehle an dieser Stelle den Artikel des Zeitungsverlages Schwerin, ganz aktuell: "Barniner gegen große Tieranlagen" .Nach Lektüre kann einem schlecht werden. www.svz.de
Nur kurz ein anschauliches Beispiel zum Thema:

Meine Freundin hat im Obergischen ein Haus, in landschaftlich schöner Umgebung. Sie ging spazieren, als sie sah, dass ein Bauer mit dem Tankwagen auf das Feld fuhr und Gülle ausbrachte. Es war sehr heiß und hatte nicht geregnet. Die Gülle zog Millionen Fliegen an, die später dann an der Kaffeetafel platznehmen wollten. Meine Freundin teilte mir mit, dass die Gülle staubtrocken und damit verweht wird. Sie hat Beschwerden eingereicht. Auch ich habe an das Gesundheitsministerium geschrieben.

Ich halte es für zynisch, wenn in allen Berichterstattungen zu mehr Hygiene in der Küche aufgerufen wird, wenn wir den "Mörder-Keim" bereits "eingekauft" haben.

Die Massentierhaltung sollte aus diesem dramatischen Anlass ganz schnell überdacht werden. Die Hygiene fängt beim Erzeuger an! Die Gülle ist meines Erachtens ein Giftcoktail, resultierend aus der schlechten und verachtenden Haltung der armen Kreaturen. Ruhigstellung und Entzündungshemmung, Wachstumshormone (?) verunreinigte Futtermittel, "Dunkelhaft". Jedes Kind lernt früh, dass es sich nach jedem Toillettengang die Hände zu waschen hat. Auf der anderen Seite wird die "Scheiße" pur auf das Saatgut gebracht und damit in unsere Lebensmittel. Unfassbar.

Daher nochmal meine Frage: Ist es richtig Fäkalien auf das Saatgut zu bringen, wenn es in Holland verboten ist?

Mit freundlichen Grüßen


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