Petra Merkel (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Petra Merkel
Geburtstag
18.09.1947
Berufliche Qualifikation
Kaufmännische Angestellte
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Charlottenburg - Wilmersdorf
Ergebnis
32,0%
Landeslistenplatz
2, Berlin
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(...) Sollte Ihre Frage jedoch sein, warum Sie die SPD wählen sollten – diese kann ich Ihnen selbstverständlich beantworten: Und Ihnen sollte schon ein Blick auf die "Leistungen" der schwarz-gelben Regierungskoalition ausreichen, um diese Frage auch für sich zu beantworten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
03.01.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Merkel,

nach mehr als 16 Jahren im europäischen Ausland bin ich zurück nach Deutschland in Ihren Wahlkreis gezogen.
Innerhalb der vergangenen Monate habe ich sehr ernüchternde und schockierende Erfahrungen mit der Qualität des Verbraucherschutzes in Deutschland machen müssen.

Der entscheidende Anlass, mich mit Ihnen in Verbindung zu setzen resultierte aus einer fehlgeschlagenen DSL Installation. Der Service wurde seitens des Anbieters niemals bereitgestellt, jedoch wurden mir der Service in Rechnung gestellt.
Nach einem Gespräch mit der Verbraucherzentrale mußte ich erkennen, dass meiner Meinung nach der Staat seiner Aufsichtsfunktion gegenüber privaten Unternehmen nicht genügend nachkommt.
Dies wird u.a. durch folgende Punkte illustriert:

  • Unternehmen haben nicht - wie z.B. in Großbritannien üblich - ein schriftliches Beschwerdeprozedere, es gibt keine detaillierten Bestimmungen wie mit Beschwerden der Verbraucher umgegangen wird

  • Es gibt keinen Ombudsmann oder ´Regulator´ für den Verbraucher als Vorstufe zu einem teuren und nervenaufreibenden Gerichtsverfahren (z.B. Bundesnetzagentur steht nur den Telekommunikationsunternehmen offen)

  • Die Allgemeine Geschäftsbedingungen müssen dem Verbraucher nicht automatisch zugestellt werden

  • Der Verkauf der ausstehenden Forderungen an Inkassounternehmen trotz laufender Beschwerde erfolgt viel zu schnell und die damit einhergehenden überproportionalen Gebühren verstärken den Druck extrem.

Viele Verbraucher wie ich stehen nun vor der Entscheidung das finanzielle Risiko (Anwaltskosten, Gerichtsverfahren, Inkassogebühren) alleine zu tragen oder abzuwägen, ob die Begleichung der unrechtmäßigen Forderung der einfachere und mehr kalkulierbarere Ausweg ist.

Ich freue mich, mehr über Ihre Position hierzu zu erfahren. Wie beurteilen Sie das gegenwärtige Niveau des Verbraucherschutzes in Deutschland?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Petra Merkel
bisher keineEmpfehlungen
01.02.2013
Petra Merkel
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage über "Abgeordnetenwatch" vom 03.01.2013.
Wir brauchen einen besseren Verbraucherschutz! Ob – so wie bei Ihnen - bei der Installation eines DSL-Anschlusses, bei vollkommen überhöhten Gebühren für einen gescheiterten Bankeinzug, beim Onlinekauf oder bei Klingeltonabos für das Handy - Probleme sind nicht die Regel, tauchen aber immer wieder auf.
Diese Beispiele sind Beleg dafür, dass die gesetzlichen Regelungen offenbar nicht ausreichen, um Verbraucherrechte angemessen durchzusetzen.
Derzeit fehlt es aber nicht nur an klaren gesetzlichen Regelungen, sondern insbesondere auch an einem Instrument welches zwischen den Anbietern und den VerbraucherInnen eine gemeinsame Augenhöhe schafft, um gesetzliche Regelungen in der Praxis durchzusetzen.
Die Verbraucherpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung hat es versäumt, auf neue Entwicklungen wie Digitalisierung und Globalisierung angemessen zu reagieren.
Wie es besser geht, hat die SPD-Bundestagsfraktion am 5. November 2012 bei einer Konferenz in Berlin demonstriert. Unter dem Titel "Verbraucherinteressen stärken - Marktwächter einführen" wurde ein Konzept erarbeitet und präsentiert, welches auf dem s.g. "Marktwächterkonzept" beruht.
Der "Marktwächter" übernimmt in diesem Konzept die Funktion eines Vermittlers. Er sammelt Erkenntnisse über den Markt sowie Verbraucherbeschwerden und wertet diese Informationen aus. Zudem informiert und berät er die Aufsichtsorgane und die Politik. Außerdem soll er mit einem kollektiven Klagerecht ausgestattet werden und rechtlich gegen Missstände vorgehen können. Dabei soll er auch auf das vorhandene Fachwissen innerhalb der Verbraucherzentralen zurückgreifen können. Die SPD-Fraktion will das Verhältnis zwischen Marktaufsicht und Zivilgesellschaft weiter entwickeln und damit die Verbraucherinnen und Verbraucher und ihre Interessenvertretung stärken. Mit der Kombination aus "Marktwächter" und staatlicher Aufsicht hat die SPD-Fraktion ein starkes Konzept entwickelt, welches wir in möglichst allen Teilbereichen des Marktes – also z.B. auch im Markt für Telekommunikation, im Energiemarkt, im Markt für Gesundheitsleistungen u.a. etablieren wollen. Was derzeit leider noch für die Umsetzung dieses oder anderer Konzepte zur Stärkung des Verbraucherschutzes fehlt, sind die politischen Mehrheiten. Aber das wird sich ja hoffentlich am 22. September 2013 ändern.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Merkel, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.04.2013
Von:

Sehr geehrte Frau MdB Merkel,

Sie sind ja eine große Anhängerin der neuen Berliner Flughafens BER und bewilligen ja die Gelder im Haushaltsauschuss.

Die Kosten haben sich von 2.500 Millionen auf über 4.000 Millionen, es werden wohl 5.000 Millionen werden, erhöht. Die Gelder werden bewilligt, keine Frage, dafür sorgt die Luftverkehrslobby. Bei uns BürgerInnen wird gespart, da kein Geld für Sanierung da ist, werden sogar Schultoiletten gesperrt, die Kinder müssen es eben aushalten. Von Senioren, Alten und Schwachen mal abgesehen.

Und dann sagt ein Gutachter auch noch, dass der BER nach der Eröffnung 200 Millionen Verlust machen wird, jährlich! Bezahlt der Bürger, wird eben noch woanders gespart.
Die SPD fordert immer lauthals – zu Recht – Verantwortung von Unternehmern, Managern und Bankern.

Schaun wir mal nach Berlin, wer da so Verantwortung für den BER trägt:
• Wowereit und Platzeck bleiben in ihren Ämtern, beziehen weiter ihre Gehälter & Dienstwagen, usw., verbal hat Platzeck sich zur Verantwortung bekannt, toll!
• BER-Manager Schwarz, den Wowereit entgegen der Bedenken vieler durchgesetzt hat, bekommt nach Jahren Gehalt 450.00/Jahr nun noch 1,5 Mio. Abfindung. Jetzt wird zwar noch so getan, als ob juristisch geprüft wird. Ich garantiere Ihnen, er bekommt das Geld.
• Mehdorn, der die Berliner S-Bahn kaputtgespart hat, wird mit dem BER-Job belohnt, Jahresgehalt 500.000 E, ein Schnäppchen!
• Die Architekten wollte man auf Schadensersatz verklagen, 80 Millionen. Gerkan wollte ein Buch veröffentlichen, was so bei Wowereit und Platzeck alles schief lief, und das vor der Bundestagswahl. Deshalb fällt die Klage nun unter den Tisch.

So, wer trägt den nun die Verantwortung? Der Minderheitsgesellschafter Ramsauer, klar, aber 74% plus Federführung bei der Planung hatten nun mal die SPD-geführten Länder Brandenburg und Berlin.

Ist das sozialdemokratische Politik? Wer trägt die Verantwortung?
Und Sie werden weiter Gelder für den Ausbau des BER bewilligen, oder?

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Frage zum Thema Frauenquote in Aufsichtsräten
19.04.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Merkel,

auch an Sie die Frage: warum waren Sie bei der Abstimmung über die Frauenquote nicht da?
Kann es für eine Politikerin wichtigeres geben als das Thema "Frauenquote"?

Wir Frauen fühlen uns nach dieser Abstimmung, wo wirklich JEDE Stimme wichtig gewesen wäre, im Stich gelassen. Selbst wenn es zunächst um die Aufsichtsräte ging; es wäre ein notwendiger und mehr als überfälliger Anfang gewesen.

Bitte erklären Sie uns Frauen dies doch einmal.

Besten Dank und freundliche Grüsse,
, Berlin

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