Petra Bierwirth (SPD)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Petra Bierwirth
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Diplom Ingenieurin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Märkisch-Oderland - Barnim II
Ergebnis
35,4%
Landeslistenplatz
2, Brandenburg
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Frage zum Thema Arbeit
15.08.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Bierwirth,
entschuldigen Sie bitte die Banaliät meiner Fragen , aber ich habe das Thema Neuwahlen immer noch nicht verstanden: Wieso wirft die SPD die Macht weg, stellt sich einer Wahl um das zu bekommen was sie schon hat (die Mehrheit im Bundestag), veröffentlicht ein tolles Wahlprogramm mit lauter schönen Sachen, die sie ja schon umsetzen könnten, sie stellt ja die Regierung... Ich verstehe das alles nicht.
Hochachtungsvoll
M.

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Frage zum Thema Arbeit
16.08.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Bierwirth,

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat in einem Interview erklärt, durch die Grüne Gentechnik könnten in Deutschland 100.000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum entstehen. In Hohenstein bei Strausberg gab es heftige Proteste gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais. Werden Sie als Bundestagsabgeordnete den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland erleichtern oder die Regeln verschärffen?

Viele Grüße
H.
Antwort von Petra Bierwirth
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

leider kann ich Ihre mail erst heute beantworten. Während des Wahlkampfes erreichen mich viele Anfragen, ob nun per mail, Brief oder im persönlichen Gespräch.
Einige Anfragen/bitten sind auch dringliche Terminfragen, die dann vorrangig beantwortet werden. Mein Wahlkampfteam, auch meine Büromitarbeiiter , und ich sind wie sie sich sicherlich denken können mehr im Wahlkreis unterwegs als im Büro. Ich hoffe für die Verspätung auf Ihr Verständnis.

Im vergangenen Jahr wuchs die globale Anbaufläche für Gentechnikpflanzen um 20 % auf ca. 81 Mio. Hektar. Davon befinden sich die größten Anbauflächen in den USA, aber auch immer mehr Entwicklungsländer setzen auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. In Europa sind nennenswerte Anbauflächen lediglich in Spanien und Rumänien zu verzeichnen.

Der Hauptgrund für den geringen Umfang des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen vor allem auch in Deutschland sind die Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung. Neue Technologien und innovative Produkte sind nur dann am Markt erfolgreich, wenn sie von einer breiten Bevölkerungsschicht angenommen werden. Dies ist bei der "Grünen Gentechnik" noch nicht der Fall. Es ist daher erforderlich, die dazu geführten Diskussionen durch Aufklärung über die wissenschaftlichen Grundlagen und Fakten zu versachlichen. Dazu gehört, dass über die Chancen, die die "Grüne Gentechnik" zweifellos auch für unser Land zu bieten hat, klar und offen diskutiert wird. Auf der anderen Seite müssen aber auch Risiken, sofern es sie gibt, benannt und abgewogen werden. Es darf nicht sein, dass ohne exakte Kenntnis der Risiken Veränderungen an den Grundlagen unserer Lebensmittel vorgenommen werden, die später nicht zurück zu nehmen sind.
In diesem Sinne haben wir die auf der europäischen Ebene geltenden Richtlinien in ein Gesetz zur Neuordnung der Gentechnik für Deutschland umgesetzt. Wir setzen dabei auf eine Linie der Vernunft. Kernpunkte des von der SPD-geführten Regierung beschlossenen Gesetzes sind: <> § Die Verbraucher haben auch in Zukunft beim Einkauf die Wahlfreiheit zwischen Produkten ohne Gentechnik und solchen mit Gentechnik.
§ Gentechnikfreie Pflanzen und gentechnikveränderte Organismen (GVO) müssen nebeneinander existieren können (Koexistenz). Die Wahlfreiheit für Landwirte, das eine oder das andere anbauen zu können, ist sichergestellt.
§ Freisetzungen und Anbau von GVO werden transparent. Die gentechnische
Forschung und Entwicklung erhält die große Chance, das Vertrauen der
Verbraucher zu gewinnen und so einen Markt für gentechnisch veränderte
Lebensmittel zu schaffen. Letztendlich entscheidet aber der Verbraucher.
§ Naturschutzgebiete unterliegen einer besonderen Sorgfaltspflicht
hinsichtlich des unbeabsichtigten Eintrags von gentechnikveränderten
Organismen.

Letztlich müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden (können), ob sie Produkte mit genveränderten Inhaltsstoffen kaufen möchten oder nicht. Nur wenn sie es akzeptieren, kann daraus ein Zukunftsmarkt in Deutschland und Europa .

Mit freundlichem Gruß

Petra Bierwirth
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Frage zum Thema Bürgerrechte
25.08.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Bierwirth, wie stehen Sie zu der Problematik der ständig nörgelnden Beamten und Bediensteten des öffentlichen Dienstes. Statt froh zu sein, dass sie einen sicheren Arbeitsplatz haben und jeden Monat ihr volles Gehalt bekommen für einen Beruf den sie sich ja selber ausgesucht haben, wird ewig immer nur gemosert, dass sie zuwenig bekommen. Trotz Zulagen, planmäßigen Zulagen, außerplanmäßigen Zulagen, Ortszuschlag, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, verlängertes Krankengeld usw. Der gesamte BAT und das Beamtenbesoldungsgesetz sind ein Schlag in´s Gesicht eines Jeden, der privatwirtschaftlich entlohnt wird oder Hausfrau/-mann ist oder sich in Ausbildung und schulischer Ausbildung befindet oder arbeitslos sein muss oder, oder, oder. Kein Wunder, dass der Staat pleite geht. Kein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen kann sich unmotivierte Mitarbeiter leisten mit diesen Gehaltsansprüchen. Es wäre längst Konkurs gegangen. Und mit welchem Recht gibt es noch immer Unterschiede zwischen Rentnern und Pensionären? Warum wird das Pensionsniveau nicht endlich auf das Rentenniveau heruntergeschraubt, zumal ein Rentner sein gesamtes Arbeitsleben in die Rentenkasse einzahlen musste, ein Pensionär nicht?! So gibt es noch genügend Ärgernisse, die man gar nicht alle aufführen kann und das Leben kann trotzdem schön sein und sicherlich darf man nicht immer alle über einen Kamm scheren. Schönen Wahlkampf noch.

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Frage zum Thema Landwirtschaft
15.09.2005
Von:

Sehr geehrte Frau Bierwirth,
Ich würde gerne von Ihnen wissen, wie sie zum Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft stehen. Dies ist schließlich ein Thema, welches ja gerade in Ihrem Wahlkreis sehr aktuell ist und vielen Betroffenen (Bio- und konventionellen Landwirten, Hobbygärtnern und sogenannten Verbrauchern)große Sorgen bereitet.
Leider sehe ich aus der Liste der unbeantworteten Fragen, dass Sie es anscheinend nicht für nötog halten, mit ihren potenziellen WählerInnen in direkten Dialog zu treten. Umso mehr würde ich mich über Ihre Antwort freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Petra Bierwirth
1Empfehlung
15.09.2005
Sehr geehrte Frau ,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten.

Im vergangenen Jahr wuchs die globale Anbaufläche für Gentechnikpflanzen um 20 % auf ca. 81 Mio. Hektar. Davon befinden sich die größten Anbauflächen in den USA, aber auch immer mehr Entwicklungsländer setzen auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. In Europa sind nennenswerte Anbauflächen lediglich in Spanien und Rumänien zu verzeichnen.

Der Hauptgrund für den geringen Umfang des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen vor allem auch in Deutschland sind die Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung. Neue Technologien und innovative Produkte sind nur dann am Markt erfolgreich, wenn sie von einer breiten Bevölkerungsschicht angenommen werden. Dies ist bei der "Grünen Gentechnik" noch nicht der Fall. Es ist daher erforderlich, die dazu geführten Diskussionen durch Aufklärung über die wissenschaftlichen Grundlagen und Fakten zu versachlichen. Dazu gehört, dass über die Chancen, die die "Grüne Gentechnik" zweifellos auch für unser Land zu bieten hat, klar und offen diskutiert wird. Auf der anderen Seite müssen aber auch Risiken, sofern es sie gibt, benannt und abgewogen werden. Es darf nicht sein, dass ohne exakte Kenntnis der Risiken Veränderungen an den Grundlagen unserer Lebensmittel vorgenommen werden, die später nicht zurück zu nehmen sind.
In diesem Sinne haben wir die auf der europäischen Ebene geltenden Richtlinien in ein Gesetz zur Neuordnung der Gentechnik für Deutschland umgesetzt. Wir setzen dabei auf eine Linie der Vernunft. Kernpunkte des von der SPD-geführten Regierung beschlossenen Gesetzes sind:
§ Die Verbraucher haben auch in Zukunft beim Einkauf die Wahlfreiheit zwischen Produkten ohne Gentechnik und solchen mit Gentechnik.
§ Gentechnikfreie Pflanzen und gentechnikveränderte Organismen (GVO) müssen nebeneinander existieren können (Koexistenz). Die Wahlfreiheit für Landwirte, das eine oder das andere anbauen zu können, ist sichergestellt.
§ Freisetzungen und Anbau von GVO werden transparent. Die gentechnische Forschung und Entwicklung erhält die große Chance, das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen und so einen Markt für gentechnisch veränderte Lebensmittel zu schaffen. Letztendlich entscheidet aber der Verbraucher.
§ Naturschutzgebiete unterliegen einer besonderen Sorgfaltspflicht hinsichtlich des unbeabsichtigten Eintrags von gentechnikveränderten Organismen.

Letztlich müssen die Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden (können), ob sie Produkte mit genveränderten Inhaltsstoffen kaufen möchten oder nicht. Nur wenn sie es akzeptieren, kann daraus ein Zukunftsmarkt in Deutschland und Europa .

Mit freundlichem Gruß

Petra Bierwirth
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