Petra Bierwirth (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Petra Bierwirth
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Diplom Ingenieurin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Märkisch-Oderland - Barnim II
Landeslistenplatz
2, Brandenburg
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(...) Wir streben an, eine Nährwertkennzeichnung in Deutschland auf der Basis der britischen Ampelkennzeichnung (s.u.) für verpackte Lebensmittel auf der Verpackungsvorderseite verpflichtend einzuführen und für lose Ware anzustreben sowie die Angabe der "Big Eight" (Brennwert, Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker, Fett, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und Salz) in tabellarischer Form auf der Verpackungsrückseite einzuführen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
10.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Abgeordnete,

wie man den Presseberichten ( www.spiegel.de ) entnimmt, sind Sie gerade dabei, sich für eine Safari-Reise nach Kenya und Tanzania vorzubereiten. Das eher touristisch ausgeschmückte Programm ist dabei sicher nett, nur stellt sich mir die Frage, welchen tieferen Sinn diese Reise auf Kosten der Steuerzahler besitzt. So haben der UNEP-Chef die die kenianische Politik für Sie keine Zeit, während Sie selbst wohl die schönsten Plätze der Welt aufsuchen.

Daher die Frage
1) Welchen Sinn soll eine solche Safari-Reise haben?
2) Halten Sie es für angemessen, während der Zeit, wo viele andere Bürgerinnen und Bürger um ihre Arbeitsplätze bangen, eine solch üppige Reise zu Lasten der Steuerzahler zu unternehmen?
3) Kennen Sie die Kosten der Reise und können Sie diese hier beziffern?

Antwort von Petra Bierwirth
3Empfehlungen
16.02.2009
Petra Bierwirth
Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer Email an mich kritisieren Sie die in der Zeit vom 16.2. bis 26.2. 09 stattfindende Reise des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages nach Afrika. Ihre Reaktion fußt auf einem Artikel im Spiegel - Ausgabe 7/2009- mit dem Titel "In die freie Wildbahn".

Erlauben Sie mir, mich hierzu zu äußern:
Es ist richtig, dass die Reisen der Bundestagsabgeordneten, die ja aus den Steuereinnahmen finanziert werden, von den Bürgerinnen und Bürgern als auch von den Medien kritisch unter die Lupe genommen werden. Dafür haben wir Abgeordneten großes Verständnis.
Die meisten Journalisten stehen für einen fairen Journalismus und recherchieren gründlich bevor sie Bericht erstatten . Dieser Berufsethos scheint aber der Journalistin Petra Bornhöft, die Verfasserin des Spiegelartikels, abhanden gekommen zu sein. Ihr Artikel im Spiegel "In die freie Wildbahn" - Ausgabe 7/2009 - spricht wohl dafür.
Durch das außerordentlich dürftig dargestellte Faktengerüst vermittelt die Journalistin den Eindruck: Hier wird auf Kosten des Steuerzahlers eine Luxusreise unternommen.
Dieser Artikel trägt nicht nur zu noch mehr Politverdrossenheit bei, sondern verunglimpft auch das Bundestagsabgeordnetenmandat. Afrika ist ein Teil unserer Erde, der von den Auswirkungen der katastophalen Umweltentwicklung am härtesten betroffen ist., aber am wenigsten mitverursacht hat. Diese Auswirkungen bekommen die Bewohner des Kontinents schon jetzt zu spüren.
Die Aufgabe der Umweltpolitiker des Deutschen Bundestages besteht auch darin, sich über die globalen Umweltauswirkungen unseres nahezu uneingeschränkten Konsums einen Eindruck zu verschaffen.Erst recht im ärmsten Kontinent. Um hier global den Auswirkungen entgegentreten zu können, sind auch Gespräche u.a. mit politischen und gesellschaftl.Verantwortungsträgern sehr wichtig.

Aber nicht alle sehen die Reise des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages als Luxusreise. In einem Leserbrief wendet sich der Direktor der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt an den Spiegel. Diesen und das Arbeitsprogramm der Reise möchte ich Ihnen zur Kenntnis geben. Unter nachfolgendem Link finden Sie die Pressemittelung des Deutschen Bundestages zur Reise www.bundestag.de


Mit freundlichem Gruß

Petra Bierwirth
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Frage zum Thema Umwelt
10.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bierwirth,

wie ich dem SPIEGEL entnehme, begeben Sie sich demnächst mit einigen Ihrer Kollegen von den anderen im Bundestag vertretenen Fraktionen nach Kenia, um dort als Mitglied der offiziellen deutschen Delegation an einer Uno-Umweltkonferenz (Unep) teilzunehmen. Glaubt man dem SPIEGEL, nehmen Sie an dieser Konferenz aber nur wenige Studen teil. Der Rest Ihrer 10-tägigen Reise sei touristischen Charakters und schließe den Besuch von Wildreservaten wie den Nationalparks Nairobi bzw. Mount Kenia, die Masai Mara und den Ngorongorokrater ein.

Mich würde nun interessieren, welche umweltpolitisch relevanten Einsichten Sie sich vom Besuch dieser Reiseziele versprechen, denn Steuermittel für private Vergnügungsreisen von Bundestagsabgeordneten einzusetzen würde doch sicherlich nicht Ihre Zustimmung finden. Ich nehme also an, dass die genannten Reiseziele in einer Weise repräsentativ für afrikanische (oder deutsche?) Umweltproblematiken sind, die sich dem Laien nicht sofort erschließt.

Es wäre freundlich, wenn Sie mir hier auf die Sprünge helfen würden...

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Petra Bierwirth
1Empfehlung
16.02.2009
Petra Bierwirth
Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer Email an mich kritisieren Sie die in der Zeit vom 16.2. bis 26.2. 09 stattfindende Reise des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages nach Afrika. Ihre Reaktion fußt auf einem Artikel im Spiegel - Ausgabe 7/2009- mit dem Titel "In die freie Wildbahn".

Erlauben Sie mir, mich hierzu zu äußern:
Es ist richtig, dass die Reisen der Bundestagsabgeordneten, die ja aus den Steuereinnahmen finanziert werden, von den Bürgerinnen und Bürgern als auch von den Medien kritisch unter die Lupe genommen werden. Dafür haben wir Abgeordneten großes Verständnis.
Die meisten Journalisten stehen für einen fairen Journalismus und recherchieren gründlich bevor sie Bericht erstatten . Dieser Berufsethos scheint aber der Journalistin Petra Bornhöft, die Verfasserin des Spiegelartikels, abhanden gekommen zu sein. Ihr Artikel im Spiegel "In die freie Wildbahn" - Ausgabe 7/2009 - spricht wohl dafür.
Durch das außerordentlich dürftig dargestellte Faktengerüst vermittelt die Journalistin den Eindruck: Hier wird auf Kosten des Steuerzahlers eine Luxusreise unternommen.
Dieser Artikel trägt nicht nur zu noch mehr Politverdrossenheit bei, sondern verunglimpft auch das Bundestagsabgeordnetenmandat. Afrika ist ein Teil unserer Erde, der von den Auswirkungen der katastophalen Umweltentwicklung am härtesten betroffen ist., aber am wenigsten mitverursacht hat. Diese Auswirkungen bekommen die Bewohner des Kontinents schon jetzt zu spüren.
Die Aufgabe der Umweltpolitiker des Deutschen Bundestages besteht auch darin, sich über die globalen Umweltauswirkungen unseres nahezu uneingeschränkten Konsums einen Eindruck zu verschaffen.Erst recht im ärmsten Kontinent. Um hier global den Auswirkungen entgegentreten zu können, sind auch Gespräche u.a. mit politischen und gesellschaftl.Verantwortungsträgern sehr wichtig.

Aber nicht alle sehen die Reise des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages als Luxusreise. In einem Leserbrief wendet sich der Direktor der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt an den Spiegel. Diesen und das Arbeitsprogramm der Reise möchte ich Ihnen zur Kenntnis geben. Unter nachfolgendem Link finden Sie die Pressemittelung des Deutschen Bundestages zur Reise
www.bundestag.de

Mit freundlichem Gruß

i.A. Heidlinde Benzinger
wissenschaftl. Mitarbeiterin
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Frage zum Thema Umwelt
16.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Bierwirth,

ich stimme Ihnen zu, dass Abgeordnete sich vor Ort informieren müssen um ihre gemachten Erfahrungen in der Politik umzusetzen. Da nach Ihrer Aussage sie sich in diesem Jahr nicht mehr zur Wahl stellen werden, stellt sich jedoch die Frage, wie Sie Ihre neugewonnen Erkenntnisse in den verbleibenden Monaten umsetzen können. Wäre es nicht richtiger gewesen, in diesem Falle auf diese Reise zu verzichten und eine anderen Kollegin oder Kollegen für die Reise vorzuschlagen, welcher dann auch in der nächsten Legislaturperiode sein erweitertes Wissen in die Politik einbringen könnte?

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Frage zum Thema Umwelt
20.02.2009
Von:

Guten Tag Frau Bierwirth,

wie ich hier auf"abgeordnetenwatch.de"den Antworten von Frau Abegordneter Kotting-Uhl (Grüne) bezüglich der Kosten der Reise nach Kenia/Tanzania entnehme,kann sie die Kosten dieser Reise nicht beziffern.Auf meine diesbezügliche Frage an MdB Heilmann (Linke) wurde ich an "den Ausschuss"verwiesen.Da ich ja nun ein Abstraktum wie "den Ausschuss" schlechterdings konkret fragen kann,erlaube ich mir als einfacher Bürger, die Frage nach den(ungefähren) Kosten direkt an Sie als Ausschussvorsitzende zu stellen.
Eine Antwort würde Ihre Arbeit transparenter machen und sicherlich auch einer allgemeinen Politikverdrossenheit entgegenwirken

mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Umwelt
23.02.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Abgeordnete Bierwirth,

da Sie und Ihre Kollegen ja nun nicht mehr von Ihrer Safari-Reise abzubringen waren, frage ich ich Sie, auch wenn ich als einer der wenigen Netto-Steuerzahler selbstverständlich nicht zu Ihren Wählern gehöre, wohl aber zu denjenigen, die Ihnen diese Reise bezahlen: Hat es Ihnen wenigstens gefallen? Was haben Sie erlebt und welche Erkenntnisse für Ihre weitere politische Arbeit haben Sie dort in den Nationalparks gewonnen?

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Mit freundlichem Gruß,

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