Peter Altmaier (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Peter Altmaier
Jahrgang
1958
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern
Wahlkreis
Saarlouis
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen, Saarland
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(...) Zum Thema "Fraktionszwang" kann ich Ihnen folgendes sagen: in der CDU/CSU-Fraktion des Bundestages herrscht kein Fraktionszwang. Jeder Abgeordneter ist nur seinem Gewissen verpflichtet, wie es Artikel 38, Absatz 1 GG, festhält. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
28.02.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Altmaier,

zuerst muss ich loben, dass sie (im Gegensatz zu Herrn Ottmar Schreiner) dieses Medium nutzen und auf unsere Fragen mit in der Regel wenig Latenz antworten.
Nun stellt sich mir jedoch die Frage, wie sie als Mitglied des Deutschen Bundestages das Medium Internet zur Meinungsbildung und Werbung für ihre Person aktiv nutzen. Erlauben ihre Engagements in der Politik zeitlich den Umgang mit dem Medium Internet im privaten Raum oder greifen sie da lieber auf Tageszeitungen und dem Fernsehen als informatives und unterhaltendes Medium zurück?
Eine Mitbestimmung eines Bundestagsabgeordneten wie sie es sind erfordert nach Meinung der "Netzbürger" auch ein Verständnis der Netzkultur, wenn es um Fragen wie Urheberrecht, Privatssphäre und Informationsgesetze geht.

Ein weiteres Interesse besteht ebenfalls in ihrer Meinung und Einstellung zu der momentan in den Medien viel diskutierten "Online-Durchsuchung". Wie stehen sie hierzu?

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Frage zum Thema Finanzen
03.04.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Altmaier,
wie kann es sein, daß der Bund abgeschlossene Verträge rückwirkend abändert und die höchste gerichtliche Instanz dies auch noch für richtig erachtet? Wo bleibt da die Rechtssicherheit in unserem freiheitlich demokratischen Staat? Oder ist dieser Staat zur Bananenrepublik verkommen?
Konkret: Als "werdender" Berufssoldat unterschrieb ich einen "Arbeitsvertrag", welcher das Beamtembesoldungsrecht mit Stand der Unterschrift beinhaltete. Nun werden letztlich (auch) meine Versorgungsbezüge mit einem "unfeinen Trick" (um keinen schlimmeren Ausdruck zu verwenden) vor der 75%igen "Auszahlung" ausgerechnet von den Herrschaften (Abgeordneten) gemindert, welche allen erdenklichen Sonderreglungen (z.B. Diäten - Pensionen - Beraterposten - Ausichtsratsposten etc.) unterliegen um sich ein sorgenloses Leben gestalten zu können. Ich frage mich, wo bleibt da bei diesen Herrschaften der Charakter?
Ich habe Nichts dagegen daß Rentner eine ausreichende Rente bekommen, aber ich kann nicht verstehen warum mein Arbeitsvertrag deswegen "gebrochen" wurde zumal das für die Rentner fehlende Geld auch ebenso von diesen Herrschaften für versicherungsfremde Leistungen ausgegeben wurde.
Ich habe diesem Staat 35,5 Jahre gedient und hatte dafür unterschrieben mein Leben für diesen Staat einzusetzen und nun ist mir der Dank des Vaterlands gewiss.
Mit freundlichen Grüßen.

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Frage zum Thema Arbeit
07.04.2007
Von:
Uwe

Guten Tag Herr Altmaier.
Ein Maurer mit über 35 jähriger steter Einzahlung in unser Sozialsystem wird arbeitslos, und bekommt letztendlich Hatz IV.
Ein 35 jähriger der noch nie bzw. nur sporadisch gearbeitet hat , bekommt auch Harz IV . Beide werden aus dem gleichen Topf bezahlt. Wo bitte ist da ein gerechtes Sozialsystem?
Sollte der "Arbeitsscheue" nicht nach einem anderen Modus Harz IV bekommen?
Der Arbeitsscheue wird gefördert umgeschult etc.pp, und hat immer noch kein Bock auf Arbeit. Der Maurer ist qualifiziert, mit einigen körperlichen Einschränkungen (Bandscheiben, Knie vom Bauarbeiterleben) , und da geschieht nichts! Sozial gerecht?
Wer packt diese soziale Ungerechtigkeit an???
Antwort von Peter Altmaier
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24.05.2007
Peter Altmaier
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 7. April.

Das von Ihnen geschilderte Beispiel ist sicherlich eine sehr extreme Auswirkung der Hartz IV-Gesetzgebung. Allerdings möchte ich Ihrer Formulierung, dass alle "aus dem gleichen Topf bezahlt werden" nicht so ohne weiteres zustimmen. Tatsächlich muss die persönliche Lage eines jeden Antragstellers differenziert betrachtet werden. Ich stimme Ihnen zu, wenn Sie anführen, dass dieses System gerecht gehandhabt werden muss. So hat der Bundesrechnungshof auf verschiedene Vollzugsdefizite beim Arbeitslosengeld II hingewiesen. Die Bundesregierung bemüht sich in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen bei der Bundesagentur für Arbeit und den ARGen, diese Defizite abzubauen. Bitte bedenken Sie, dass die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe zum Arbeitslosengeld II ein sehr komplexes Reformvorhaben war, bei dem Schwierigkeiten zu erwarten waren. Diese Schwierigkeiten wollen und werden wir schrittweise überwinden.

Ziel der Hartz-Reformen war und ist es, Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Die gegenwärtigen Arbeitsmarktzahlen geben hier Anlass zur Hoffnung. Vor allem Arbeitslose, die bereit und fähig sind, neue bzw. zusätzliche Qualifikationen zu erwerben oder den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen, haben wegen der guten Wirtschaftslage wieder bessere Aussichten auf Beschäftigung – die sinkenden Arbeitslosenzahlen zeigen das. Die Chancen gering qualifizierter junger Arbeitsloser und Arbeitsloser über 50 Jahre werden durch das Kombilohnmodell verbessert, für das die CDU eintritt.

Damit konnte ich Ihre letzte Frage nach der sozialen Ungerechtigkeit hoffentlich beantworten: wir verschließen nicht die Augen vor den aktuellen Erfordernissen, sondern gehen die Probleme offensiv an.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Altmaier
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
17.05.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Altmaier,

Ihnen wie allen anderen saarländischen Abgeordneten möchte ich gern einige Fragen zum vieldiskutierten Thema "Länderfusion" stellen:

1. Welche Argumente sprechen Ihrer Meinung nach für oder gegen eine Fusion des Saarlandes mit Rheinland-Pfalz oder der Auflösung innerhalb einer anderen Struktur? Welche Schlussfolgerung ziehen Sie aus den Argumenten?

2. Wo sehen Sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten der saarländischen Situation mit den Fällen der Stadtstaaten, insbesondere der Idee einer Fusion von Berlin und Brandenburg?

3. Wie stehen Sie zu Vorschlägen, die Gliederung der Bundesrepublik allgemein durch eine Änderung des Grundgesetzes zu erleichtern, indem beispielsweise die Verpflichtung von Volkabstimmungen im Falle einer Fusion wegfallen sollte?

4. Wie muss nach Ihren Vorstellungen der Länderfinanzausgleich in der anstehenden Föderalismusreform gestaltet werden?

5. Welche Chancen und Risiken sehen Sie generell für das Saarland in der zweiten Föderalismusreform? Welche Verhandlungsposition sollten die saarländischen Vertreter einnehmen?

Vielen Dank für Ihre Stellungnahme und freundliche Grüße,
(Berlin und Homburg/Saar)

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Frage zum Thema Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
28.05.2007
Von:

Hallo Herr Altmaier,

muss ein Hartz 4 empfänger jede arbeit annehmen, obwohl er einen bandscheibenvorfall hat?

danke
Antwort von Peter Altmaier
1Empfehlung
18.06.2007
Peter Altmaier
Sehr geehrter Herr Weise,

Ihre Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, da solche Fälle genau geprüft und nach Einzelfall entschieden werden müssen. Ist der Bandscheibenvorfall akut, so bescheinigt in der Regel der Amtsarzt die Arbeitsunfähigkeit. Liegt der Vorfall länger zurück, muss geprüft werden, ob die Arbeit zumutbar ist. Grundsätzlich gilt, dass jemand, dem eine Arbeitsfähigkeit von mindestens drei Stunden pro Tag bescheinigt wurde, eine ihm übertragene Arbeit annehmen muss. Letzlich ist die von Ihnen gestellte Frage aber eher eine medizinische denn eine politische. Daher empfehle ich Ihnen, sich im konkreten Fall an Ihren zuständigen Berater zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Altmaier
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