Peter Altmaier (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Peter Altmaier
Geburtstag
18.06.1958
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesumweltminister
Wohnort
Rehlingen-Siersburg
Wahlkreis
Saarlouis
Ergebnis
37,5%
Landeslistenplatz
1, Saarland
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(...) Eine steigende PV-Einspeisung zur Mittagszeit führt bspw. letztlich dazu, dass der zusätzliche Strom zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gebraucht wird; folglich sinkt sein Wert. Da die Erlöse aus dem Verkauf der erneuerbaren Energien somit sinken, die Vergütungen aber über die EEG-Umlage finanziert werden müssen, steigt die EEG-Umlage.

Die gesunkenen Börsenpreise kommen in erster Linie denjenigen Marktakteuren zugute, die an der Börse als Käufer auftreten. Inwieweit dieser Vorteil bei den verschiedenen Endverbrauchergruppen ankommt, hängt insbesondere von der Wettbewerbsintensität ab. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
17.08.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Minister Altmaier,

da Solarstrom und Wind keine gleichmäßige Energieerzeugung gewährleisten sind Speicher im großen Maßnahmen nötig, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten. Hierfür bietet sich meines Erachtens die Methanisierung von überschüssigem Solarstrom und Windstrom an.
Ist es nicht auch sinnvoll das vorhandene Gasnetz zu nutzen und ist ein ggf, notwendiger Ausbau nicht günstiger als tausende Kilometer neuer Stromtrassen zu bauen?

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Umwelt
18.08.2012
Von:
Kaj -

Sehr geehrter Herr Altmaier,

in den VDI-Nachrichten vom 17.8.12 werden Sie bei der Inbetriebnahme der neuen Blöcke des Braunkohlekraftwerkes Neurath zitiert, es sei ein "Herausragender Beitrag zum Gelingen der Energiewende". Hierzu habe ich folgende Fragen:

1. Was genau kennzeichnet aus Ihrer Sicht die Energiewende?
2. Kohlekraft kann keine Zukunft haben. Der theoretisch erreichbare Wirkungsgrad liegt bei der Neurather Betriebsweise bei ca. 67%. Weder theoretisch, geschweige denn in der Praxis wird man den Brennstoff mit dieser Technologie je besser auszunutzen können ( de.wikipedia.org ).
Wussten Sie das?
3. Um das 2°C-Ziel zu halten, müssen wir bis 2050 die CO2-Emissionen weltweit um über 90% reduzieren und sofort beginnen. ( www.thefifthestate.com.au --> Figure 3 ). Noch mehr müssen die Industrieländer schaffen. Heute müssen wir beginnen.
Was rechtfertigt es, heute ein Kraftwerk in Betrieb zu setzen, das 40 Jahre lang 17 Mio t fossiles CO2 emittiert ( news.de.msn.com )?
4. Die Dampfwolke hinter Ihnen ( www.dtoday.de ) gibt wertvolle Wärme ungenutzt in die Umgebung ab - und entsprechend unnötig CO2.
Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung nutzt den Brennstoff zu über 90% aus, denn sie erzeugt Strom dort, wo die Wärme auch genutzt wird d.h. in Wohn- und Gewerbegebieten. Sie ist hochflexibel - die perfekte Ergänzung zu den fluktuierenden Erneuerbaren Energien - und bereitet den Boden für die Nutzung des einzigen saisonalen Energiespeichers Gasnetz und die von Ihnen ja schon als interessant bezeichnete "Power-to-Gaz"-Technologie.

Planen Sie die verbesserte Förderung der Stromeinspeisung aus kleiner, dezentraler, hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung bei Ihren Vorschlägen im Herbst mit ein?

Vielen Dank, dass Sie sich mit diesen Fragen befassen.

Kaj -
Antwort von Peter Altmaier
1Empfehlung
21.09.2012
Peter Altmaier
Sehr geehrter Herr -,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 18. August 2012, für Ihr Interesse an der Energiewende und Ihre Anregungen zu deren Umsetzung. Je mehr Bürgerinnen und Bürger an diesem Prozess mitwirken, desto besser wird er gelingen. Die breite, konstruktive Aus-einandersetzung mit diesem Thema ist eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg der Energiewende.

Die Energiewende ist ein komplexer und langwieriger Prozess. Sie verbindet den zeitlich klar festgelegten Ausstieg aus der wirtschaftlichen Nutzung der Kernenergie mit einem umfassenden, auf vier Jahrzehnte angelegten Gesamtkonzept. Ziel ist es, innerhalb der nächsten 40 Jahre die deutsche Energieversorgung weitestgehend auf zwei Säulen aufzubauen: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Hier betreten wir an vielen Stellen Neuland: Deutschland kann als erste große Industrienation die Wende zu einem hocheffizienten, erneuerbaren Energiesystem schaffen. Entsprechend groß ist das Interesse auf europäischer und internationaler Ebene an der Umsetzung der im September 2010 und Sommer 2011 getroffenen Entscheidungen.

Dementsprechend groß sind aber auch die Herausforderungen, vor denen wir stehen. Hierzu arbeitet die Bundesregierung zusammen mit den Ländern und Kommunen, der Wirtschaft, Wissenschaftlern und Verbänden intensiv daran, die Rahmenbedingungen für das Gelingen dieses Prozesses optimal zu gestalten. Die Organisation und Durchführung der Energiewende stellt eine gesamtstaatliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe erster Ordnung dar, deren Gelingen oberste Priorität hat.
Die Entscheidung, die Energieversorgung schrittweise und über fünf Jahrzehnte im Wesentlichen auf Erneuerbare Energien umzustellen, war und ist richtig. Im Bereich der fossilen Energien drohen mittel- und langfristig erhebliche Preissteigerungen und die Auswirkungen auf das Klima wären anderenfalls unverantwortlich.

Unter Berücksichtigung der Kraftwerksstilllegungen und des vollständigen Ausstiegs aus der Kernkraft bis zum Jahr 2022 ist vor dem Hintergrund der Versorgungssicherheit der Bau von thermischen Kraftwerken sinnvoll. Aufgrund der schwankenden Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien muss die Möglichkeit bestehen, durch thermische Kraftwerke die Residuallast abzudecken, die nicht durch Wind, Photovoltaik und Wasserkraft befriedigt wird. Diese thermischen Kraftwerke können mittel- bis langfristig zunehmend auch mit Biomasse oder Gas aus erneuerbaren Energien betrieben werden. CO2-Emissionen und der Verbrauch fossiler Energieträger können so reduziert werden. Wenn neue Kraftwerke mit einem höheren Wirkungsgrad ältere Kohlekraftwerke mit geringerem Wirkungsgrad ersetzen, führt auch dies kurz- und mittelfristig zu einer Reduktion der CO2-Emissionen.

Die Bundesregierung verfolgt mit dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz das Ziel, dass neue thermische Kraftwerke bevorzugt in Kraft-Wärme-Kopplung errichtet werden, um eine besonders effiziente Ausnutzung der Brennstoffe zu ermöglichen.

Die Bundesregierung steht daher unverändert hinter den deutschen Klimaschutzzielen. Deren Umsetzung ist jedoch kein Selbstläufer. Weitere Anstrengungen sind auch hier notwendig. Dabei stehen die energiebezogenen Aktivitäten deutlich im Vordergrund.

Abschließend kann ich Ihnen versichern, dass wir alles tun, um die Energiewende voran zu treiben und auch international ein Beispiel zu geben, wie Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in einer führenden Industrienation vereinbart werden können.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Altmaier, MdB
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Frage zum Thema Familie
22.08.2012
Von:
von

Sehr geehrter Herr Altmaier,

die Parlamentarische Staatssekretärin in dem von Ihnen geführten Umweltministerium, Frau Reiche, Mitglied Ihrer Partei, hat der "Bild"-Zeitung ein Interview zur Frage der Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften mit verschieden geschlechtlichen Ehepaaren im Einkommensteuerrecht gegeben. Darin führte sie unter anderem aus:
"Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands."
"Die Familie ist der Haltepunkt, der Gegenpol zur Globalisierung in einer rasanten Arbeitswelt. Mehr als 90 Prozent der jungen Leute streben eine stabile Familie an. Welches Signal wollen wir an sie richten? Alles egal? Nein, ich meine, das Signal muss sein: Familie ist der Ort der Werte, Überzeugungen und Normen, die unsere Gesellschaft zusammenhält. "
(zitiert nach www.bild.de ).

Ich bitte um Beantwortung folgender Fragen:
1. Teilen Sie die Auffassung Ihrer Staatssekretärin, daß eine Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften im Einkommensteuerrecht die demographische Entwicklung und damit "unseren" Wohlstand bedroht?
2. Teilen Sie die Befürchtung Ihrer Staatssekretärin, dass weniger junge Leute sich entscheiden, eine Familie zu gründen, wenn gleichgeschlechtliche Paare steuerlich Ehepaaren gleichgestellt werden?
3. Die Auffassung Ihrer Staatssekretärin ist nur schlüssig, wenn man annimmt, daß eine Person ihre sexuelle Präferenz nach steuerlichen Förderungen oder Benachteiligungen bestimmt. Teilen Sie diese Auffassung?

Mit freundilchen Grüßen
von
(in eingetragener Lebenspartnerschaft lebend, obwohl eine Ehe mit einer Frau für mich steuerlich attraktiver wäre)
Antwort von Peter Altmaier
bisher keineEmpfehlungen
12.09.2012
Peter Altmaier
Sehr geehrter Herr von ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 22. August 2012.

Ihre o. g. Frage bezieht sich auf eine Äußerung von Frau Staatssekretärin Katherina Reiche in der Bild-Zeitung vom 21.08.2012. Frau Reiche bekleidet in meinem Hause das Amt einer Parlamentarischen Staatssekretärin und unterstützt mich bei der Erfüllung meiner politischen Aufgaben.

Daneben ist Frau Reiche gleichzeitig Mitglied des Deutschen Bundestages und genießt den besonderen Schutz des freien Mandats aus Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG. Insoweit steht es mir außerhalb meiner Ressortzuständigkeit nicht zu, die Äußerungen von Frau Reiche zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen,

Peter Altmaier, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.08.2012
Von:

Werter Herr Minister Altmaier,

in Ihrem 10 Punkte Programm sagten Sie:" Der Ausstieg aus der Kernenergie ist unumkehrbar".
Hat diese Aussage nicht diktatorische Züge; evtl. trägt er Züge der Kanzlerin?
Durch die extrem hohe finanzielle Belastung (Subventionen für die Solarenergie) habe ich den Eindruck, dass die Kanzlerin, als ehemalige FDJ - Sekretärin unter Honecker, das Volk schwach und elend halten will, denn nur so hat sie die Gewähr, dass es sich nie widersetzt; stimmt dies?
Lit.: "Gesellschaftsvertrag" von Rousseau
Wäre nicht ein Volksentscheid die richtige Lösung gewesen, da das Volk alles bezahlen muss?
Warum haben Sie als Jurist nicht darauf hingewiesen?
Sie kennen doch den "Gesellschaftsvertrag" von Rousseau, hier hat er darauf hingewiesen, wie wichtig der GEMEINWILLE für eine wirkliche Demokratie ist.
Warum hat die Kanzlerin dem Volk nie die mit der Energiewende technischen und finanziellen Probleme erläutert?
Wäre es nicht sinnvoll gewesen, für das Amt des Umweltministers einen hochqualifizierten Professor einzusetzen, statt dieses wichtige Amt nach parteipolitischer Farbenlehre zu vergeben?
1. Man spart 50% des Gehaltes und gleichzeitig weiß er, wovon er spricht.
Folgendes Problem verstehe ich gar nicht, Sie haben Ihr Studium entsprechend ausgesucht, also technische Fächer gemieden.
Warum haben Sie den Ministerposten angenommen, wenn Sie sich nicht für technische Probleme interessiert haben?

Mit freundlichem Gruß

E.
Antwort von Peter Altmaier
bisher keineEmpfehlungen
12.09.2012
Peter Altmaier
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 23. August 2012.

Im Hinblick auf Ihre Kritik an Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wenden Sie sich bitte an das Abgeordnetenbüro von Frau Merkel oder an das Bundeskanzleramt.
Ich kann Ihnen diesbezüglich jedoch mitteilen, dass Angela Merkel als Regierungschefin für unser Land eine hervorragende Arbeit leistet und die erste und beste Wahl für Deutschland ist.

Nun zu Ihrer Kritik an meiner Person:

Seit Beginn meiner Amtsübernahme als Bundesumweltminister vor rund drei Monaten mache ich immer darauf aufmerksam, dass die Energiewende in Deutschland nicht zum Nulltarif zu haben ist und die Entwicklung des Strompreises nicht von mir entschieden wird.

Im übrigen glaube ich, dass ich den Herausforderungen meines Amtes in politischer, technischer und ökologischer Hinsicht gerecht werde. Die öffentliche Zustimmung, die mir für meine Arbeit zuteil wird, bestärkt mich darin.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Peter Altmaier, MdB
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Frage zum Thema Umwelt
24.08.2012
Von:

Guten Tag Herr Altmaier,

die Zeitungen des heutigen Tages titelten das die Verbraucher - also wir Bürger - zuviel für Strom im Jahr bezahlen. In diesen Artikeln wird zudem darüber berichtet, dass bei den gewerblichen Verbrauchern die Preise stetig gesunken sind.

In der Rheinischen Post ist dann von ihnen zu lesen, dass der Strompreis bezahlbar bleiben muss und ein Preisanstieg nur morderat ausfallen darf.

Warum müssen die privaten Verbraucher mehr zahlen? Sollten sie als gewählter Vertreter des Volkes nicht für die Bürger dieses Landes einstehen? Warum gehen sie in keinem Artikel darauf ein, das die privaten Verbraucher in den letzten 4 Jahren ca. 20% Preissteigerung hinnehmen mussten? Sie wissen schon, das die deutschen Bürger mit die höchsten Strompreise in Europa zahlen?

Warum geben sie den Stromkonzernen dazu noch eine Steilvorlage in dem sie die 5% erneute Preiserhöhung ab dem Herbst diesen Jahres ankündigen? Die Stromerzeuger haben mit ihren Aussagen nun einen Freibrief erhalten.


Ich bin auf ihre Antworten gespannt.

Gruß
Antwort von Peter Altmaier
1Empfehlung
12.09.2012
Peter Altmaier
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Ich gebe Ihnen recht, dass zur Umsetzung der Energiewende eine offene Diskussion über die Kosten notwendig ist. Energie muss sowohl für die Wirtschaft als auch für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbar bleiben. Mir ist dabei wichtig, dass die Diskussion sachlich und faktenorientiert geführt wird.

Es trifft zu, dass die Haushaltsstrompreise in den letzten zehn Jahren stetig angestiegen sind. Wesentliche Ursache dafür ist allerdings der Preisanstieg bei fossilen Energieträgern, vor allem aufgrund der höheren weltweiten Nachfrage. Die Strompreissteigerungen der letzten Jahre sind nur in geringem Maße auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Energiewende zurückzuführen. Im gleichen Zeitraum sind die Haushaltspreise für Heizöl und Erdgas noch deutlich stärker angestiegen als die Strompreise.

Mit den Investitionen in erneuerbare Energien haben wir zwar kurzfristig höhere Investitionskosten, schützen aber Wirtschaft und Verbraucher vor der zukünftigen Kostenspirale bei immer knapper werdenden fossilen Energieträgern. Auf lange Sicht ist die Energiewende daher unsere Versicherung gegen steigende Strompreise. Auf dem Weg dahin müssen die Belastungen allerdings in einem verträglichen Rahmen gehalten werden.

Aus diesem Grund bin ich der Auffassung, dass der weitere Anstieg der EEG-Kosten begrenzt werden muss. Um dies zu erreichen, haben wir die Förderung der Photovoltaik Anfang Juli in der Degression deutlich verschärft und erstmals eine Obergrenze für die Förderung eingeführt. In Zukunft wollen wir auf den Zielpfad des Energiekonzepts zurückkehren und verstärkt auf die kostengünstigen Technologien setzen. Mittelfristig müssen die erneuerbaren Energien auch ohne Einspeisevergütung durch das EEG markt- und wettbewerbsfähig werden.

Für eine Reform des EEG ist allerdings ein Einvernehmen mit den Bundesländern erforderlich, denn derartige Reformen machen nur Sinn, wenn auch ihre Verabschiedung in Bundestag und Bundesrat wahrscheinlich sind. Nur wenn wir gründlich und sorgfältig arbeiten, werden wir eine Lösung bekommen, die viele Jahre Bestand hat. Ich werde im Herbst einen Verfahrensvorschlag für eine grundlegende Überarbeitung des EEG vorlegen.

Ausdrücklich korrigieren möchte ich Ihre Aussage, dass ich eine Preiserhöhung um 5% angekündigt hätte. Ich habe lediglich eine von Experten vorgebrachte Schätzung zitiert, um meine Position zur zukünftigen Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien zu begründen.

Es ist richtig, dass die Bundesregierung die Industrie bei den Stromkosten entlastet. Die Entlastungsregelungen helfen dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Nur auf der Basis wettbewerbsfähiger Stromkosten für deutsche Unternehmen ist der Umbau unserer Energieversorgung machbar. Dass Deutschland im europäischen Vergleich relativ hohe Stromkosten hat, ist nicht neu und hat strukturelle Gründe. Dazu gehören unter anderem ein hohes Niveau an Versorgungssicherheit, hohe Umwelt- und Klimaschutzstandards sowie eine hohe Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern.

Ich hoffe, diese Ausführungen beantworten Ihre Frage.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Altmaier, MdB
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