Peter Altmaier (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Peter Altmaier
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
18.06.1958
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesumweltminister
Wohnort
Rehlingen-Siersburg
Wahlkreis
Saarlouis
Ergebnis
37,5%
Landeslistenplatz
1, Saarland
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(...) Da unsere dänischen Nachbarn und Freunde Ihre Pläne mit zunehmender illegaler Einwanderung und Grenzkriminalität begründet haben, möchte ich Dänemark gerne einladen, dem Vertrag von Prüm beizutreten. Während meiner Zeit als Staatssekretär im Bundesinnenministerium war ich an der Einführung dieses zwischenstaatlichen Abkommens maßgeblich beteiligt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
20.06.2012
Von:

Herr Altmaier,

sie raten den Verbrauchern, bei einer Erhöhung des Strompreise um 3% den Stromverbrauch einfach um 3% zu senken, damit die Stromrechnung "die alte bleibe".

Zunächst möchte ich ihnen für diese Aussage danken, zeigt sie doch erneut in beeindruckender Weise, daß Politiker offensichtlich vom Leben in der Realität abgeschirmt sind.

Seit nun mehr vier Jahren wird mir jedes Jahr in der Verbrauchsabrechnung meines Energieanbieters (Firma Lichtblick, also ganz toller grüner Strom) gratuliert, daß ich so und so viel Strom eingspart hätte und die Umwelt mit so und so viel Tonnen CO² (sic) weniger belastet hätte.

Jetz würde der normal denkende Mensch doch erwarten, daß meine Stromrechnung in den letzten vier Jahren gesunken sein müsste, oder nicht? Tatsache ist jedoch, daß mein monatlicher Abschlag von € 38,80 auf € 52,00 angestiegen ist. Es ist also zu erwarten, daß durch den völlig übertriebenen und panischen Ausstieg aus der Kernenergie mein monatlicher Abschlag in den nächsten zwei Jahren auf bis zu € 80,00 steigen wird, trotz sinkenden Verbrauchs.

Meine Frage ist, was in nächster Zukunft getan wird, um den Verbraucher zu entlasten, damit nicht dieser für eine Wasserstoffexplosion in einem knapp 9000 Kilometer entfernten AKW in Japan (in Japan hat es übrigens bis heute nicht einen Strahlentoten gegeben...) büssen muß.
Antwort von Peter Altmaier
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28.06.2012
Peter Altmaier
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Email vom 20.06.2012 an Herrn Bundesminister Altmaier. Er hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Alle Haushalte sind durch steigende Energiepreise stärker belastet: Je geringer das Einkommen, desto stärker machen sich die steigenden Strompreise als Last bemerkbar, aber auch die entsprechenden Einsparungen als Entlastung in der Haushaltskasse. Und das, obwohl Haushalte mit geringem Einkommen - das wissen wir aus repräsentativen Studien - in der Regel und im Vergleich mit Durchschnittshaushalten besonders wenig Energie verbrauchen, aber das mit alten Geräten mit geringer Effizienz. Das heißt: Hier wären Einsparpotenziale, wenn diese Haushalte die Möglichkeit hätten, in energieeffiziente Geräte (Steckerleisten, Energiesparlampen, Kühlschränke etc.) zu investieren.

Denn: Eine wesentliche Ursache für die Energiearmut liegt darin, dass Haushalte mit geringem Einkommen kurz- und mittelfristig nicht an den Vorteilen der Energiewende teilhaben können, weil ihnen die Möglichkeiten und Spielräume zu den dafür notwendigen Investitionen fehlen. Deshalb fördert das Bundesumweltministerium bereits seit mehreren Jahren das Projekt "Stromsparcheck" (www.stromspar-check.de www.stromspar-check.de an dem auch Sozial- und Wohlfahrtsverbände maßgeblich beteiligt sind. Mit diesem Projekt können immer mehr Haushalte an den technischen Errungenschaften der Energiewende teilhaben, sich damit vor steigenden Energiepreisen schützen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten."

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Rita Dähn
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Frage zum Thema Umwelt
20.06.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Altmaier,

in einem Fernsehinterview tätigten Sie die Aussage, dass man den "kleinen" Leuten beim Energiesparen helfen will. Dazu sagten Sie aus, dass denen häusliche Einsparmöglichkeiten aufgezeigt werden sollen und die Anschaffung Energiesparender Geräte empfohlen wird.

Nun gut, würde jeder Normalbürger sagen. Aber wie soll dies in der Praxis funktionieren ?
Jeder kennt seine Geräte und was diese an Strom verbrauchen. Mehr, als diese Geräte mehr und mehr ausgeschaltet zu lassen, können "kleine" Leute kaum tun. Die Anschaffung neuer Geräte ist teuer. Kostet mithin viel Geld.
Wer jetzt schon Probleme mit den Energiekosten hat wird wohl kaum in der Lage sein sich neue anzuschaffen.

Wie stellen Sie sich daher hier Hilfen/Unterstützung vor ?

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Frage zum Thema Umwelt
20.06.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Altmaier,

haben Sie vielen Dank für Ihre eindeutige Positionierung zum Atomausstieg.
Ich habe folgende Fragen an Sie:

1. Haben Sie vor, die Notwendigkeit des Atomausstiegs nicht nur angesichts der Gefahren, sondern auch wegen der immensen Kosten dieser Form der Energiegewinnung dem Bürger gegenüber zu begründen?
(In Fukushima gibt es ja noch eklatante Probleme nach dem dreifachen Supergau.)
2. Möchten Sie dazu beitragen, dass die unzureichende Situation, was die Haftpflichtversicherung von Atomanlagen angeht, wenigstens verbessert wird (denn eine hinreichende Abdeckung ist ja letztendlich nicht möglich)?
3. Wie sehen Sie die Problematik, dass allein schon der bisher angefallene Atommüll über sehr viele Generationen hinweg Ressourcen bindet, deren Vorhandensein niemand garantieren kann (z.B. was finanzielle Mittel angeht, aber auch die notwendige Anzahl adäquat ausgebildeter Mitarbeiter)?
4. Werden Sie sich dafür einsetzen, dass auch die UAA Gronau in das Ausstiegskonzept einbezogen wird?
5. Werden Sie sich bei unseren europäischen Nachbarn dafür einsetzen, dass geplante Neubauten von AKWs nicht umgesetzt werden? (RWE hat ja die Absicht geäußert, seine Vorhaben diesbezügl. aufzugeben.)
6. Sprechen Sie sich gegen Bürgschaften für Atomanlagen im Ausland aus - besonders auch für Angra3, da hier zusätzlich die völlig veraltete Technik und die Lage in einem erdbebengefährdeten Gebiet zu berücksichtigen sind?
7. Finden Sie auch, dass dort, wo Strom nicht vor Ort erzeugt werden kann, das Inkaufnehmen eines ggf. veränderten Landschaftsbildes durch oberirdisch verlegte Stromtrassen das weitaus kleinere Übel gegenüber dem Weiterbetrieb von AKWs ist?
8. Sehen Sie es auch so, dass die Bildung des Strompreises von Faktoren abhängig ist, die nicht zwingend mit der Energiewende zusammenhängen?
9. Können Sie es verantworten, die verbliebenen Atomkraftwerke noch so lange am Netz zu lassen?

Vielen Dank für Ihre Arbeit und viele Grüße,


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Frage zum Thema Umwelt
24.06.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Altmeyer,
Sie kündigten eine geringere Förderung für Ökostrom an. Weil doppelt so viele Solaranlagen gebaut würden wie geplant, steige die Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, daher müsste man das Gesetz ändern, um eine Kostenexplosion zu vermeiden.
Anstatt aus den vermehrtem Bau von Solaranlagen zu schließen, dass die Energiewende von der Bevölkerung gewollt und mitgetragen wird, folgern Sie, dass es zur Kostenexplosion kommt und die Akzeptanz der erneuerbaren Energien in der Bevölkerung abnehme.
Folgerichtig wären mehr Investitionen des Staates in erneuerbare Energieformen und Unterstützung der Menschen, die durch eigene Windkraft- oder Solaranlagen zur Energiewende beitragen. Die Prioritäten in der Vergabe von Steuermitteln müssten neu überdacht werden.
Gäbe es keine Alternativen, um die Energiewende voranzutreiben?

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Frage zum Thema Umwelt
30.06.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Altmaier,

ich habe mal einige Anmerkungen zum Thema Stromspeicher. Vor einigen Jahren wurde der Einbau von sogenannten Nachtspeicherheizungen gefördert. Auch ich ließ mir im Haus einen Fußboden-Nachtspeicherheizung Einbauen. Aus meiner Sicht eine ganz hervorragende Sache. (kein Gas in Haus / keine Wartung / kein Schornstein) Die Heizung speichert nachts über einen speziellen Nachtsromtarif Wärme und gibt diese dann am Tage über ein Speichermedium (bei mir der Fußboden) ab.

Nun ist es so, dass zur Zeit der Energiewende der Strompreis fast "explodiert". Das betrifft natürlich auch meinen speziellen Nachtsromtarif.

Nun zu meinem Anliegen:
Ich lese immer wieder das zu Zeiten der Energiewende sinnvolle Stromspeicher gesucht werden. Wieso wird diese Möglichkeit der Speicherung von Energie nicht gefördert oder gestützt. Es würde ja ein Vernünftiger Preis für die Kilowattstunde Nachtstrom reichen. Man könnte auch die Steuerlast für Nachtstrom reduzieren. Auch ist diese Art der Heizung weit verbreitet. Insbesondere in Gebieten die Gastechnisch nicht erschlossen sind. Aber einige Politiker haben in der Vergangenheit auch schon den Verbot von solchen Heizungen gefordert.

Also, die Technik ist da. Die Technik der Steuerung über z. bsp. Intelligenter Stromzähler ist auch da. Die Energie (Wind weht auch nachts) ist auch da. Ist es nicht besser dieses zu nutzen, anstatt den Strom ins Ausland zu verschenken bzw. die Einspeiseleistung zu reduzieren.

Sicher gibt es auch Nachteile aber ich denke, dass als Teil der Energiewende die Vorteile überwiegen. Wärme aus Strom ist erneuerbar, Wärme aus Erdgas als fossiler Brennstoff ist endlich.

Mit freundlichen Grüßen

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