Sehr geehrte Frau von

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vielen Dank für Ihre Nachricht vom 26. September 2011 zum Thema Euro- Rettungsschirm.
Ich kann verstehen, dass Sie sich persönlich Sorgen um die Zukunft des Euro als Währung, die Zukunft unseres Landes und unserer Nachkommen machen.
Ich versichere Ihnen, dass sowohl ich persönlich wie auch alle anderen Kolleginnen und Kollegen aller Fraktionen im Deutschen Bundestag sich die Entscheidung bei der heutigen Abstimmung zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirmes nicht leicht gemacht haben.
Die deutliche Zustimmung zeigt, dass eine sehr große Mehrheit der Abgeordneten der Auffassung ist, dass es richtig und notwendig ist, notleidende Staaten wie insbesondere Griechenland durch Bürgschaften zu stützen.
Sehr geehrte Frau von

, entgegen Ihrer Behauptung habe ich gerade bei Interviews mit den Rundfunk- und Printmedien keine Horrorszenarien projeziert, da ich es nicht für gut halte, die Angst der Menschen zu schüren. Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland waren und sind aufgrund der noch nicht lange zurückliegenden Schuldenkrise und wegen der aktuellen Staatsschuldenkrise einiger Eurostaaten merklich verunsichert. Deshalb ist es wichtig, durch kluge und geschlossene Entscheidungen, den Menschen zu zeigen, dass der Euro und auch die Europäische Union – ich möchte hier nur an die vier Grundfreiheiten, die gerne vergessen werden, erinnern – für uns Deutsche bislang sehr viele Vorteile gebracht haben. Die Europäische Union ist seit ihrer Gründung ein Garant für Frieden und Sicherheit, der Euro ist seit 2002 ein Stabilitätsgarant für die deutsche Wirtschaft.
Ich kann Ihnen daher mit bestem Wissen und Gewissen mitteilen, dass ich heute im Deutschen Bundestag für die Ausweitung des EFSF gestimmt habe, da ich davon überzeugt bin, dass dies der richtige Weg ist, den Euro als einheitliche Währung sowie die Europäische Union als politisches Erfolgsmodell langfristig zu sichern.
Eine Insolvenz und ein etwaiger Austritt Griechenlands aus der Währungsunion hätten zur Folge, dass auch andere Staaten massiv unter Druck geraten würden und ebenfalls ohne europäische Bündnishilfe vor einer Insolvenz nicht zu bewahren wären.
Dies wäre der Anfang vom Abstieg des Euro als gemeinsamen Währung, und der Anfang des Zerfalls der Europäischen Union.
Die heute seitens des Parlaments beschlossenen Bürgschaften sichern nicht nur die Zukunft Griechenlands und anderer wirtschaftlich schwacher Euro-Mitgliedstaaten, sie sichern auch die Zukunft Deutschlands und das unserer Nachkommen.
Mit freundlichen Grüßen, Ihr
Peter Altmaier, MdB