Peter Altmaier (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Peter Altmaier
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
18.06.1958
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesumweltminister
Wohnort
Rehlingen-Siersburg
Wahlkreis
Saarlouis
Ergebnis
37,5%
Landeslistenplatz
1, Saarland
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(...) Ziel ist es, innerhalb der nächsten 40 Jahre die deutsche Energieversorgung weitestgehend auf zwei Säulen aufzubauen: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Hier betreten wir an vielen Stellen Neuland: Deutschland kann als erste große Industrienation die Wende zu einem hocheffizienten, erneuerbaren Energiesystem schaffen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
28.06.2011
Von:
Max

Sehr geehrter Herr Altmaier,

ich habe im SAT1 Videotext gelesen das Sie die geplante Diätenerhöhung von 292€ im Jahre 2012 und 2013 verteidigen.
Wieso genehmigen sich die Bundestagsabgeordneten gleich auf die Schnelle fast 4%, während Rentner mit 099% Rentenerhöhung und einer Teuerungsrate von 2,3% abgespeist werden.
Soviel ich weiß sind die Rentenkassen voll, wieso werden Rentner von der Lohnentwickelung angekoppelt und Ihresgleichen genehmigen sich wiedermal einen großen Schluck aus der Pulle.

Mit freundlichen Grüßen
Max
Antwort von Peter Altmaier
bisher keineEmpfehlungen
18.07.2011
Peter Altmaier
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 28. Juni 2011 zum Thema geplante
Diätenerhöhung im Deutschen Bundestag.

Die Diäten der Parlamentarier im Deutschen Bundestag wurden u. a. in den Jahren 2004, 2005, 2006, 2007, 2010 und 2011 nicht erhöht. Im Jahre 1975 wurde nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfGE 40, 296) die Diäten der Abgeordneten an die Besoldungsgruppe R 6/ B 6 (Bundesrichter/Kommunale Wahlbeamte) angepasst. Aufgrund der vorgenannten Nullrunden bei den Parlamentariern, liegt die Höhe der Diäten zwischenzeitlich wieder deutlich hinter der Höhe der maßgelblichen Besoldungsgruppen der Richter/Wahlbeamten zurück. Im Leitsatz der o. g. Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes wird ausgeführt, dass aus der in Art. 48 Abs. 3 GG normierten Entschädigung, die ehemals als Aufwandsentschädigung anzusehen war, insbesondere aufgrund der zeitlichen Beanspruchung des Abgeordneten eine Alimentation des Parlamentariers und seiner Familie geworden ist. Der Abgeordnete bezieht ein Einkommen aus der Staatskasse. Dieses Einkommen soll dem hauptberuflichen Mandatsträger eine Lebensführung gestatten, die der Bedeutung des Amtes angemessen ist. Es ist daher zutreffend, dass ich die für die Jahre 2012 und 2013 beschlossene Diätenerhöhung für geboten und richtig halte. Aufgrund der vielen Nullrunden in der Vergangenheit wird die gesetzliche Bezugsgröße auch jetzt nicht ganz erreicht. Im Hinblick auf Ihren Unmut über die Erhöhung der gesetzlichen Renten um 0,99% zum 1. Juli 2011 möchte ich Ihnen folgendes mitteilen:
Grundsätzlich werden die gesetzlichen Renten jährlich angepasst. Grundlage für die Anpassung ist hierbei die Entwicklung der Pro-Kopf-Bruttolöhne- und -gehälter der Beschäftigten in Deutschland im Vorjahr. Die Renten werden maßgeblich aus den Beiträgen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bezahlt.
Steigen Löhne und Gehälter, erhöhen sich in der Regel im Folgejahr auch die Renten. Umgekehrt bedeutet dies aber auch: Wenn die Einkommen der Erwerbstätigen nicht oder nur geringfügig steigen, gibt es auch nicht mehr Rente. Die lohnorientierte Anpassung gibt es übrigens bereits seit 1957. Auch die Rentnerinnen und Rentner nehmen damit an der wirtschaftlichen Entwicklung teil. Die für die Rentenanpassung zum 1. Juli 2011 relevante Lohnentwicklung im Jahr 2010 betrug plus 3,1 Prozent in den alten Ländern und plus 2,55 Prozent in den neuen Ländern.
Leider mussten die Rentnerinnen und Rentner im vergangenen Jahr 2010 auf eine Erhöhung der gesetzlichen Rente verzichten. Die Weltwirtschaftkrise prägte die für die Rentenanpassung maßgebliche Lohnentwicklung leider negativ. Die Altersbezüge der deutschen Rentnerinnen und Rentner hätten daher nach dem o. g. Mechanismus zur Anpassung der gesetzlichen Renten sogar gekürzt werden müssen. Durch die sog. "Rentengarantie" hat die Bundesregierung dies jedoch verhindert. Allerdings war klar, dass die späteren Erhöhungen dann für einige Zeit geringer ausfallen würden, als dies ohne "Rentengarantie" der Fall gewesen wäre. Hoffen wir daher gemeinsam, dass es mit Wirtschaft und Deutschland insgesamt weiter bergauf geht. Dann können sich die Rentnerinnen und Rentner auch in Zukunft Hoffnung auf eine spürbare Erhöhung Ihrer Alterseinkünfte machen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Ihr

Peter Altmaier, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
13.07.2011
Von:
-

Sehr geehrter Peter Altmaier,

im UN-Staatenbericht rügt die UNO die deutsche Sozialpolitik. Der Bericht steht im starken Kontrast zu der CDU/CSU-Broschüre "Dem Land geht es gut". Hauptkritikpunkt der UNO ist die zunehmende Armut in unserem reichen Land. 13 Prozent der Deutschen leben unter der Armutsgrenze, sagt der Bericht. Zudem gewähre die Grundsicherung von Hartz-IV-Empfängern "keinen angemessenen Lebensstandard". Als Abgeordneter sind Sie von uns gewählt, um die Interessen aller Bürger zu vertreten. Das ist das Privileg der repräsentativen Demokratie. Wir haben Ihnen unser Vertrauen gegeben!
Deshalb meine Fragen:

1. Wie ist es möglich, dass Sie Gesetzen zustimmen konnten, die ausschließlich einen Bruchteil der Bevölkerung begünstigt?

2. Die Regierung hat Beschlüsse gefasst, die dem Staat Milliarden Steuermindereinnahmen bescheren. Ich nenne hier nur die Stützungen der IKB und der Commerzbank. Die geheimen Absprachen zwischen Politik und Finanzwirtschaft wird von etlichen Seiten als "politische Korruption" bezeichnet. In beiden genannten Fällen lag genügend belastendes Beweismaterial für eine Strafanzeige vor. Geschehen ist nichts. Was haben Sie gegen diese Vorgänge unternommen? Was gedenken Sie zu tun, um die im GG geforderte Rechtsstaatlichkeit wieder herzustellen?

Milliarden Steuergelder werden in geheimen Abmachungen verscherbelt, ohne dass wir Bürger auch nur ansatzweise etwas überprüfen könnten. Und das Kontrollgremium PARLAMENT unternimmt nichts, um unsere Interessen wahrzunehmen.
Wenn das Parlament – die Abgeordneten – weiter unsere Interessen so extrem ignorieren, müssen wir Ihnen das Vertrauen entziehen. Sie verwirken die Legitimation, in unserem Namen zu handeln. Das werden wir in den Wahlkreisen thematisieren, um die bereits beschädigte demokratische Grundstruktur des GG wieder herzustellen, denn auf kommunaler Ebene wirken sich die fehlenden Gelder besonders verheerend aus.

Mit freundlichem Gruß

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Frage zum Thema Internationales
28.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Altmaier,

folgender Nachrichtenartikel: www.spiegel.de
berichtet von beunruhigenden Plänen der Bundesregierung bzgl. des Piraterieproblems am Horn von Afrika:

Seit Jahren bereits forderten Reeder deutscher Schiffe besseren Schutz vor Seeräubern, vorzugsweise durch Polizei oder Militär, da private Sicherheitsfirmen nicht berechtigt seien, schwere Waffen mitzuführen, dafür aber kostspielig seien, wobei gerade in der Seefahrtbranche ein harter Preiskampf herrsche.
Den Einsatz von Bundeswehr oder Bundespolizei halte die Bundesregierung aber für undurchführbar und plane stattdessen für Herbst eine entsprechende Änderung des Waffenrechts. Sicherheitsfirmen könnten dann schwerbewaffnet Schiffe bewachen, sollten aber, mit Blick auf frühere Skandale (z.B. Blackwater) und da sie undurchschaubar seien, unter Mitsprache der Bundesregierung ausgewählt und evtl. durch die Bundespolizei überprüft werden.

Erst letzten Dezember hat die Regierung (mit Ihrer Hilfe) im Bundestag durchgesetzt, dass die Bundeswehr für ein weiteres Jahr im Rahmen der Anti-Piraterie-Mission ATALANTA internationale Sicherheitsverantwortung übernimmt. Vor diesem Hintergrund wüsste ich gerne,
  • wieso der Soldateneinsatz nur an Bord der Schiffe selbst unmöglich sein soll
  • wie undurchschaubare Firmen "ausgewählt" und durch die Bundespolizei überprüft werden sollen, ohne dass diese vor Ort ist (und es dann gleich selbst machen könnte)
  • ob, und wenn ja, wie Sie als Abgeordneter einer Partei, die Wirtschafts- und Sicherheitskompetenz sowie ein "christliches Menschenbild" als Markenkerne führt, diesen Plan vertreten können, der sich für mich als Einstieg ins Prinzip "Grundrechtsschutz für jene, die es sich leisten können" und somit als rechtsstaatliche Bankrotterklärung liest.

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Altmaier,

wie kommt es das Sie zu einem Cannabisverbot stehen(bei Anne Will haben Sie das gesagt), wenn Ihnen jegliche wissenschaftliche Grundlage dazu fehlt?

Dazu ein link(eine Anfrage zum Verbot an die Budnesregierung), Die empirische Grundlage der Bundesregierung für die präventive Wirkung des BtMG: www.alternative-drogenpolitik.de

Und wieso weicht die Bundesregierung aus?(Zitat: "...sie geht nicht nur auf lächerliche Art und Weise an der Frage vorbei, sondern ist auch noch unpräzise bis mutwillig irreführend.")

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Peter Altmaier
1Empfehlung
12.10.2011
Peter Altmaier
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 24. September 2011 zum Thema
Cannabisverbot.

Warum ich persönlich für ein Cannabisverbot eintrete, ist im Grunde sehr einfach: Seit mehreren Jahren herrscht in Medizin und Wissenschaft ein Streit über die gesundheitlichen Gefahren und auch hinsichtlich der Problematik von Cannabis als Einstiegsdroge.
Derzeit sind in fast allen Staaten der Welt die Erzeugung, der Besitz und der Handel von Cannabis verboten. Die Ausnahmefälle – wie z. B. die Niederlande – sind ihnen bekannt.
Hinsichtlich Cannabis als Einstiegsdroge vertrete ich die Auffassung, dass ohne ein Verbot die Hemmschwelle insbesondere von Kindern und Jugendlichen sinken würde. Der Staat muss seiner Fürsorgepflicht hier Rechnung tragen und klare Grenzen setzen. Eine Legalisierung wäre ein falsches Signal – Drogen sind und bleiben sehr gefährlich.
Solange die o. g. Unsicherheit insbesondere im Hinblick auf eine gesundheitliche Gefährdung durch Cannabis fortbesteht, fühle ich mich als Volksvertreter dem Schutz der Menschen in Deutschland verpflichtet und trete weiterhin für ein Cannabisverbot ein.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr
Peter Altmaier, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
26.09.2011
Von:
von

Sehr geehrter Herr Altmaier,

offenkundig sind Sie einer der Frontmänner eines neuerlichen Rettungsschirmes, weswegen ich Ihnen dies Mail sende.
Ihre Sichtweise treibt immer mehr Menschen dazu politisch desinteressiert zu sein, mit anderen Worten Sie kreieren Tag für Tag weitere Nichtwähler.
Von meiner grundausrichtung bin ich eher ein konservativer Mensch, allerdings geht mir zunehmend meine politische Heimat verlustig.
Sie malen täglich weitere Horrorszenarien an die Wand, sofern Griechenland Konkurs ginge.
Nach meinem Dafürhalten lässt sich die aktuelle Bundesregierung von den "Märkten" am Nasenring vorführen. So weit so gut.... Allerdings machen Sie immer weitere Generationen zu Schuldnern. Ich finde das völlig Verantwortungsfrei.
Um Ihnen einmal die Dimension vor Augen zu führen...
Sie machen den Steuerzahler zu Bürgen von gigantischen 213.000.000.000.- Euro
Wie wollen Sie das mit Ihrem Gewissen vereinbaren.

Doch jetzt zu meiner Frage. Mittlerweile wird die am Donnerstag anstehende Eurorettungsschirmabstimmung zu Gewissensfrage hochstilisiert. Jetzt können Sie Gewissen beweisen.
Stellen Sie sie folgendes vor. Ein Freund/Bekannter mit der Bonität Griechenlands bittet
Sie persönlich für seine Kredite zu bürgen... Was würden Sie tun???
Das alleine ist die Frage, die sich stellt.
Sicherlich würden Sie es ablehnen, oder??

Zum Schluss meiner Mail möchte ich Ihnen empfehlen, bevor Sie am Donnerstag zu dieser Abstimmung gehen, einmal, bevor Sie den Reichstag betreten, ihren Blick nach oben zu werfen.
Dort steht zu lesen: Dem deutschen Volk.....
Gespannt sehe ich Ihrer Antwort entgegen.

Mit freundlichen Grüssen
eine Ex CDU Wählerin
von
Antwort von Peter Altmaier
bisher keineEmpfehlungen
10.10.2011
Peter Altmaier
Sehr geehrte Frau von ,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 26. September 2011 zum Thema Euro- Rettungsschirm.
Ich kann verstehen, dass Sie sich persönlich Sorgen um die Zukunft des Euro als Währung, die Zukunft unseres Landes und unserer Nachkommen machen.

Ich versichere Ihnen, dass sowohl ich persönlich wie auch alle anderen Kolleginnen und Kollegen aller Fraktionen im Deutschen Bundestag sich die Entscheidung bei der heutigen Abstimmung zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirmes nicht leicht gemacht haben.
Die deutliche Zustimmung zeigt, dass eine sehr große Mehrheit der Abgeordneten der Auffassung ist, dass es richtig und notwendig ist, notleidende Staaten wie insbesondere Griechenland durch Bürgschaften zu stützen.

Sehr geehrte Frau von , entgegen Ihrer Behauptung habe ich gerade bei Interviews mit den Rundfunk- und Printmedien keine Horrorszenarien projeziert, da ich es nicht für gut halte, die Angst der Menschen zu schüren. Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland waren und sind aufgrund der noch nicht lange zurückliegenden Schuldenkrise und wegen der aktuellen Staatsschuldenkrise einiger Eurostaaten merklich verunsichert. Deshalb ist es wichtig, durch kluge und geschlossene Entscheidungen, den Menschen zu zeigen, dass der Euro und auch die Europäische Union – ich möchte hier nur an die vier Grundfreiheiten, die gerne vergessen werden, erinnern – für uns Deutsche bislang sehr viele Vorteile gebracht haben. Die Europäische Union ist seit ihrer Gründung ein Garant für Frieden und Sicherheit, der Euro ist seit 2002 ein Stabilitätsgarant für die deutsche Wirtschaft.

Ich kann Ihnen daher mit bestem Wissen und Gewissen mitteilen, dass ich heute im Deutschen Bundestag für die Ausweitung des EFSF gestimmt habe, da ich davon überzeugt bin, dass dies der richtige Weg ist, den Euro als einheitliche Währung sowie die Europäische Union als politisches Erfolgsmodell langfristig zu sichern.

Eine Insolvenz und ein etwaiger Austritt Griechenlands aus der Währungsunion hätten zur Folge, dass auch andere Staaten massiv unter Druck geraten würden und ebenfalls ohne europäische Bündnishilfe vor einer Insolvenz nicht zu bewahren wären.
Dies wäre der Anfang vom Abstieg des Euro als gemeinsamen Währung, und der Anfang des Zerfalls der Europäischen Union.

Die heute seitens des Parlaments beschlossenen Bürgschaften sichern nicht nur die Zukunft Griechenlands und anderer wirtschaftlich schwacher Euro-Mitgliedstaaten, sie sichern auch die Zukunft Deutschlands und das unserer Nachkommen.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr
Peter Altmaier, MdB
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