Otto Fricke (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Otto Fricke
Geburtstag
21.11.1965
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Krefeld
Wahlkreis
Krefeld I - Neuss II
Ergebnis
12,3%
Landeslistenplatz
7, Nordrhein-Westfalen
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(...) Gerade als FDP legen wir unseren politischen Schwerpunkt eben nicht auf die Bedürfnisse von Großkonzernen, sondern behalten vor allem den Mittelstand im Auge. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Fragen an Otto Fricke
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Fricke,

wieso haben sie meine Frage zu den Listenplätzen nicht beantwortet?

Wie passt ihre Aussage, dass Politiker sich dem Wähler stellen müssen, damit zusammen, dass Politiker, die ihren Wahlkreis verloren, und damit definitiv nicht das Vertrauen der Bevölkerung besitzen, über Listenplätze in Bundes- und Landtage einziehen?

Ich bitte sie herzlichst, meine Frage diesmal nicht zu übergehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Otto Fricke
bisher keineEmpfehlungen
09.04.2013
Otto Fricke
Sehr geehrter Herr ,

wenn Sie sich mit Abgeordnetenwatch und meinem Antwortverhalten auseinandergesetzt haben, sollten Sie wissen, dass ich auf dieser Plattform bisher keine Frage übergangen habe. Ich gebe zu, dass ich die Fragen nicht immer der Reihenfolge nach beantworte, weil für manche, sehr umfangreiche Anfragen in der ein oder anderen Woche die Zeit für eine ausführliche Antwort schlichtweg fehlt. In Ihrem Fall habe ich vorgezogen, weil es in seiner Frage einen ganz aktuellen Bezug zu der TV-Sendung von Maybrit Illner gab. Sehen Sie mir nach, dass ich Ihre generelle Frage zum Wahlrecht hinten anstelle. Überdies finde ich die Formulierung, dass ich Sie "übergehe" nicht fair. In diesem Sinne beantworte ich Ihre Fragen in dem Vorgang vom 22.2.2013.

Mit freundlichen Grüßen
Otto Fricke
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Frage zum Thema Integration
15.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Fricke,

Politiker rufen nach qalifizierter Zuwanderung. Was aber zuwandert sind
zum größten Teil nur Versorgungsfälle aus Rumänien und Bulgarien, also
Armutszuwanderer.
quelle:
www.bild.de

Was tun Sie und die FDP konkret und kurzfristig abrechenbar dagegen?

Antwort von Otto Fricke
1Empfehlung
22.04.2013
Otto Fricke
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Da Sie mir nicht das erste Mal schreiben, darf ich das hoffentlich auf meine bisherigen Antworten zurückführen.
Die Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien, aber auch die Zuwanderung aus anderen Ländern wird in der Öffentlichkeit und Politik weiter kontrovers diskutiert. Hintergrund ist ein Positionspapier des Deutschen Städtetages, dass einerseits auf die besonders prekären Umstände von neu zu gewanderten Rumänen und Bulgaren aufmerksam macht und andererseits die starke finanzielle Belastung deutscher Kommunen herausgestellt hat. In diesem Zusammenhang wird auch von der "Bedrohung des sozialen Friedens" hingewiesen. Zweifellos entwickelt sich die sog. "Armutszuwanderung" hierzulande zu einem immer relevanteren Problem. Die Zahlen über die Zuwanderung variieren jedoch. Während in den Medien von knapp 150.000 Zuwanderern gesprochen wird, beziffert die Bundeszentrale für politische Bildung die Nettozuwanderung auf knapp 60.000 Menschen. Die Zahlen müssen somit immer kritisch betrachtet werden und dürfen nicht die Sicht auf die eigentlichen Probleme verdecken. Dass es im Zusammenhang mit Zuwanderung zu vielerlei Problemen kommt, ist mir aus meiner Nachbarstadt Duisburg bekannt.
Die Lebensbedingungen der Zuwanderer ist in ihren Herkunftsländern jedoch vielfach wesentlich prekärer als in Deutschland. Zudem sind sie in den Ländern von Diskriminierung und Ausgrenzung ausgesetzt. Als FDP sehen wir das Problem in den Herkunftsländern und wollen es auch dort bekämpfen. Die Einreise-Sperre, die Innenminister Friedrich in dem von Ihnen beigefügten Beitrag gefordert hat, sehen wir als Rechtsstaatspartei überaus kritisch. Rumänien und Bulgarien sind Mitglieder der Europäischen Union und der Freizügigkeitsgrundsatz gilt für uns Liberale vollumfänglich. Demnach haben alle Bürger der Europäischen Union das Recht in einem anderen EU-Land Arbeit zu suchen, dort zu arbeiten, ohne dass eine Arbeitserlaubnis erforderlich wäre, zu diesem Zweck dort zu wohnen, selbst nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses dort zu bleiben, hinsichtlich Zugang zu Beschäftigung, Arbeitsbedingungen und aller anderen Sozialleistungen und Steuervorteile genauso behandelt zu werden wie die Staatsangehörigen des Aufnahmelandes. ec.europa.eu
Die Anstrengungen, die Lebenssituationen der Betroffenen in den Ländern vor Ort zu bekämpfen ist mühselig, aber alternativlos. Dort müssen die Zugänge zu Bildung und Arbeitsmarkt verbessert werden. Weil viele Migrantinnen und Migranten Roma und Sinti sind, muss sich das Vorgehen der Bundesregierung in die Roma-Strategie der Europäischen Union einfügen www.osteuropa.lpb-bw.de . Nur so lässt sich die Herausforderung systematisch und nachhaltig bewältigen.
Von Panikrhetorik möchte ich mich als Liberaler jedoch distanzieren, auch wenn die Belastungen für die Kommunen nicht wegzudiskutieren sind. Es gilt somit auch die Flüchtlinge wo möglich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Dies stärkt die Integration der Betroffenen und entlastet die staatlichen Einrichtungen. Deutlich betont sei jedoch, dass jeglicher Missbrauch unseres Sozialstaates nicht toleriert werden kann und flächendeckend geahndet werden muss. Der Großzügige darf am Ende nicht der Dumme sein.

Mit freundlichen Grüßen
Otto Fricke
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Frage zum Thema Finanzen
26.03.2013
Von:
von

Sehr geehrter Herr Fricke,

ich habe das vertrauen in die Politik bzw. die PolitikerInnen mittlerweile völlig verloren.
Dennoch erlaube ich mir Ihnen eine Frage zu stellen.

Es ist doch so, dass einem Land nur geholfen werden kann, bzw. es unter den Rettungsschirm schlüpfen kann, wenn der Euro als solches in Gefahr ist, oder? Daher erschliesst es sich mir nicht, wie das im Fall von Zypern sein kann, dieses Land trägt lediglich 0,2 % der Wirtschaftsleistung der EU. Nach dieser Logik kann dann wohl jeder unter einen Rettungsschirm kriechen, womit auch geklärt ist, wie man es immer wieder schafft den NoBailOut § auszuhebeln.

Jahr für Jahr weisst der Bund der Steuerzahler der Politik nach, dass es erhebliche Steuerverwendungen gibt. Keiner Regierung ist es gelungen seit 1969 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Ein neuer Begriff ist nun strukurell ausgelichen. Ist das nicht auch nur politische Phrasologie?

Wie können wir das vor kommenden Generationen verantworten, immerhin können diese unser Erbe nicht ausschlagen? Gesamtschulden mehr als 2 Billionen Euro plus erhebliche Bürgschaften

Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen, vor allem vor dem Hintergrund, dass Sie auch Vater von 3 Kindern sind

Mit freundlichen Grüssen

von
Antwort von Otto Fricke
bisher keineEmpfehlungen
29.04.2013
Otto Fricke
Sehr geehrte Frau von ,

vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Fragen zur Haushaltspolitik bzw. den Entscheidungen zur Währungsunion. Selbstverständlich fließen in meine Antworten nicht nur meine Erfahrungen als Haushaltspolitiker, sondern auch immer auch die Perspektive eines Familienvaters mit ein. Und mich bewegt natürlich sehr, wie meine eigenen Kinder, aber natürlich auch, welche politischen und gesellschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten die nachfolgenden Generationen haben.
Ich kann Ihnen also versichern, dass alle meinen Entscheidungen als Politiker, immer auch ein Abwägungsprozess als Familienvater vorweg geht. Aber gerade hier, und ich darf Ihre Frage zum strukturell ausgeglichenen Haushalt an dieser Stelle vorziehen, habe ich mir als Liberaler in den vergangen vier Jahren nichts vorzuwerfen. In etwas mehr als drei Jahren Regierungsverantwortung hat die FDP im Bereich der Haushaltskonsolidierung Erfolge erzielen können. Die Grundidee Liberaler Sparbücher hat die Regierungspolitik geprägt und zu messbaren Erfolgen geführt. So wurde die jährlichen Nettokreditaufnahme (NKA) gegenüber Steinbrücks letztem Haushalt um rd. 70 Mrd. Euro gesenkt. Plante Steinbrück für 2010 noch mit einer NKA von 86,1 Mrd. Euro, konnte diese im Jahr 2013 auf 17,1 Mrd. Euro zurückgeführt werden. Dies gelang trotz erheblicher Zusatzbelastungen wie:

o der ESM-Bareinlage (2012, 2013 je 8,7 u 2014 4,3 Mrd. Euro),

o der Entlastung von Kommunen und Zugeständnissen an die Länder mit Auswirkungen von insgesamt ca. 22 Mrd. € in den Jahren 2010 bis 2013 (volle Jahreswirkung ab 2014: 10 Mrd. Euro).
Zusammengerechnet liegt die NKA nach Steinbrücks letztem Finanzplan zwischen 2010 und 2012 um 132,7 Mrd. Euro über der von der christlich-liberalen Koalition erreichten NKA. Inklusive 2013 ergibt sich sogar eine Differenz von 161,5 Mrd. Euro!
Nun zu ihrer eigentlichen Ausgangsfrage, nämlich der eines strukturell ausgeglichenen Haushalts: Dies meint einen Haushalt ohne Einmaleffekte und unter Berücksichtigung konjunktureller Einflüsse. Die bereits erwähnte ESM-Bareinlage ist z.B. so ein Einmaleffekt, denn sie belastet nur einmalig den Bundeshaushalt. Dahingegen fallen die Leistungen an Kommunen und Länder nicht darunter, denn diese müssen in jedem Jahr vom Bund wieder erbracht werden. Für das Jahr 2014 soll nach Beschluss der Koalition ein strukturell ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Damit wird die Schuldenbremse bereits vier Jahre vorher als geboten eingehalten: Mit Abschluss des Haushaltes 2012 konnte das strukturelle Defizit auf 0,32 % des BIP und damit unter die verfassungsrechtlich erst ab 2016 einzuhaltende Obergrenze von 0,35 % gedrückt werden.
Besonders stolz bin ich jedoch auf die Reduzierung der jährlichen Gesamtausgaben des Bundes von 303,7 (2010) auf 302 Mrd. Euro (Soll 2013) innerhalb einer Legislaturperiode. Auch wenn sich das in absoluten Zahlen nach wenig anhört, so ist es doch eine große Leistung verglichen mit den Ausgabenorgien der Vorgängerregierungen. Schwarz-Gelb ist es als erster Koalition in der Geschichte gelungen, die Ausgaben am Ende einer Legislatur niedriger als am Anfang zu halten. Im Gegensatz dazu erhöhte Rot-Grün in deren Regierungszeit die Ausgaben um rd. 26,2 Mrd. Euro und die Große Koalition um rd. 31,3 Mrd. Euro!

Unabhängig davon, stimme ich Ihnen natürlich zu, dass der Bund der Steuerzahler immer wieder und vielfach zu Recht die Verschwendung von Steuergeld anmahnt. So z.B. im Zusammenhang mit der Kalten Progression www.steuerzahler.de die dafür sorgt, dass die Bürger real nicht mehr, sondern weniger Geld in der Tasche haben, als ihnen eigentlich zusteht. Fast jede Gehaltserhöhung ist mit einem höheren Steuersatz verbunden. Wenn aber gleichzeitig die Inflation steigt hat der Arbeitnehmer, gemessen an der realen Kaufkraft, am Ender oft weniger im Portemonnaie als vorher. Er kann sich weniger leisten, trotz Lohnerhöhung, weil der Staat im Durchschnitt 54 Prozent der Gehaltserhöhung einbehält. Als Liberale wollen wir, dass der Staat auf diese heimliche Steuererhöhung in einer Höhe von jährlich 6 Mrd. Euro verzichtet.
Nun komme ich auf Ihre Frage bezüglich Zypern zurück. Die Republik Zypern hat im Juni beim Präsidenten der Gruppe der Finanzministerinnen und Finanzminister der Eurostaaten (Eurogruppe) einen Antrag auf Finanzhilfe gestellt. In der Folge haben auf Bitten der Eurogruppe die Europäische Kommission (EU Kom), die europäische Zentralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds (IWF) (Troika) die Bedeutung Zyperns für die Finanzstabilität des Euroraums sowie die finanzielle und wirtschaftliche Lage im Land und insbesondere den Finanzbedarf für ein mögliches Anpassungsprogramm und die Tragfähigkeit der Verschuldung des Staatshaushaltes untersucht. Die EU Kommission in Zusammenarbeit mit der EZB hat gegenüber der Eurogruppe die Gefährdung der Finanzstabilität der Eurozone durch Zypern bestätigt. www.focus.de
Die Eurogruppe ist vor diesem Hintergrund zu dem Schluss gekommen, dass Zypern grundsätzlich Stabilitätshilfe in Form einer Finanzhilfefazilität des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) gewährt werden könnte. Der Bundestag hat dieser Hilfe unter strikten Auflagen für eine Anpassung der Volkswirtschaft zugestimmt. Diese umfassen erstens den überdimensionierten Bankensektor, der mit dem Ziel einer Stabilisierung und erheblichen Schrumpfung umstrukturiert werden muss. Zweitens muss der Staatshaushalt konsolidiert werden, um das umfangreiche Haushaltsdefizit abzubauen. Und drittens müssten Strukturreformen durchgeführt werden, um ökonomische Ungleichgewichte in der zyprischen Wirtschaft zu korrigieren, so wie dies Deutschland bereits vor Jahren getan hat.

Mit der hohen Schuldenlast sprechen Sie genau eine der entscheidenden Ursachen der Krise in den europäischen Mitgliedstaaten, aber natürlich auch bei uns in Deutschland an. Die Ursachen der Krise in den Mitgliedstaaten der Währungsunion unterscheiden sich von Land zu Land. Es gibt jedoch mindestens eine Gemeinsamkeit. Mit der Einführung des Euros sanken die Zinsen in den Euro-Staaten, die dies wiederum nutzten, um sich zu günstigeren Bedingungen zu verschulden. Dieser Vorteil setzte, je nach Land unterschiedliche Fehlanreize. Überdimensionierter Wohnungsbau, kreditfinanzierter öffentlicher Sektor etc. und damit zu deutlichen Preis- und Lohnsteigerungen, die wiederum zu einem Verlust von Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den jeweiligen Ländern geführt hat. In den vergangenen sechs Jahren konnten wir die Folgen dieser Fehlentwicklungen und die damit einhergehenden wachsenden Vertrauensverluste in die Schuldtragfähigkeit von Banken und Staaten sehen. Enorm hohe Staatsdefizite, die dazu geführt haben, dass verschiedene Länder Probleme bekamen, sich zu refinanzieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir gegenüber unseren europäischen Nachbarn solidarisch sein müssen. Mit der Forderung nach strikten Auflagen – also Solidarität für Solidität – kümmern wir uns nicht nur um die Menschen in den betroffenen Ländern und stärken die europäische Gemeinschaft, sondern erreichen auch einen wirtschaftlich starken Euroraum, von dem die deutsche Volkswirtschaft ausgesprochen profitiert.

Diese Konsolidierungspolitik ist ehrlich und war unvermeidlich, wenn wir unsere Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen wirklich ernst nehmen. Unseriös hingegen sind alle Forderungen nach höheren Steuereinnahmen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dies immer auch zu höheren Ausgaben geführt hat und keineswegs zu einer Verringerung der Staatsschulden. Wir als Liberale erbringen gerade den Beweis, dass dieser Trend umkehrbar ist.

Mit freundlichen Grüßen
Otto Fricke
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Frage zum Thema Senioren
25.04.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Fricke!

Ich darf mich nunmehr auf eine Rentenerhöhung von 0,25 % freuen.
die Freude hält sich allerdings in Grenzen wenn ich sehe, was mein Bekannter als pensionierter Oberstleutnant an Pension und nachträglicher Pensionserhöhung ab 1.1.2013 bekommt. Mir ist bewusst, dass die Rentnergeneration im Jahre 2010 - zu der ich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gehörte - eine Rentenerhöhung hätte hinnehmen müssen, weil die so genannte Netto-Lohn-Quote ein negatives Vorzeichen aufwies. Weil diese Rentenkürzung jedoch nicht vorgenommen wurde, erfolgt quasi eine Verrechnung.

Deshalb meine Fragen:

1. Warum wird mir als Neu-Rentner die aus 2010 resultierende Verrechnung zugemutet?
2. Trifft es zu, dass in die für die Rentenerhöhung maßgebliche Netto-Lohn-Quote auch die Mini-Jobber, Aufstocker und sonstigen von Lohndumping-Systemen Betroffenen mit einfließen und damit den Durchsschnitt des Netto-Lohns negativ beeinflussen?
3. Warum wird diese für Rentner angewandte Netto-Lohn-Quote nicht im gleichen Ausmaß auf die Pensionsbezieher angewandt - und wie steht die FDP zu einem solchen Änderungsansinnen?
4. Warum werden die Diäten der Bundestagsabgeordneten nicht an den Rhythmus und die prozentuale Erhöhung der gesetzlichen Renten angepasst - und wäre dies nicht eine vortreffliche Forderung der FDP zum Thema "Abbau sozialer Ungerechtigkeiten"?
5. Was müssen 20 Mio. Rentner nach Ihrer Auffassung tun oder unterlassen, um ihre Interessen wirksamer durchzusetzen - eine erfolgreiche Interessenvertretung wie die Pensionäre mit dem Deutschen Beamtenbund gründen oder für 3 Tage die A 2 am Hannover-Kreuz in beide Fahrtrichtungen Ost-West und Nord-Süd blockieren?

Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Fragen - trotz der teilweise emotionalen Entrüstung - vollständige beantworten. Vielen Dank.

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
23.05.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Fricke,

wie kann es denn sein, dass jetzt erneut eine Sperrklausel für die Europawahl eingeführt werden soll, nachdem das Bundesverfassungsgericht eine Sperrklausel erst im Jahre 2011 verworfen hat?

Für eine Bundestagswahl kann ich eine Sperrklausel ja verstehen, weil die Parlamentsarbeit wirklich sehr schwierig wäre, aber im Europaparlament sitzen bereits 162 Parteien, wie kann die Arbeit dort duch sieben zusätzliche Parteien so erschwert werden? Das habe ich bis heute nicht verstanden. Für mich klingt das eher nach dem vom Hals halten von Konkurrenz durch die großen Parteien.

Meines Wissens nach existiert eine solche Sperrklausel für die Europawahl in kaum einem anderen Land und trotzdem scheint es Abstimmungen zu geben und Ergebnisse können trotzdem erzielt werden.

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen

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