Oskar Lafontaine (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Oskar Lafontaine
Jahrgang
1943
Berufliche Qualifikation
Diplom Physiker
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Saarbrücken
Landeslistenplatz
1, Saarland
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(...) Es ist ein schlechter Scherz, wenn die Regierung von der angeblichen Sicherheit der auf dem Pass-Chip gespeicherten Daten schwadroniert. Niemand kann ernsthaft daran glauben, dass es in- und ausländischen Geheimdiensten oder kriminellen Hackern nicht gelingen wird, die Daten auszulesen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
NEIN
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
NEIN
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
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Frage zum Thema Soziales
16.09.2009
Von:

Hallo Herr Lafontaine.

Ich habe mir ein Video Ihrer Rede vom 08.09.2009 im Bundestag zum Thema soziale Sicherheit angesehen. In dieser haben sie sich anfangs beklagt, dass diverse Leute den Saal verlassen haben. (inhaltlich bin ich voll auf Ihrer Seite!)

Als ich mir dann allerdings die anschließende Zwischenbemerkung von Herrn Westerwelle angehört habe in der er sagt, dass auch Sie den Saal verlassen haben, war ich bitter enttäuscht. Es ist in meinen Augen nicht in Ordnung anderen Dinge vorzuwerfen, die man selbst nicht besser macht. Wenn sie so eine Rede halten sollten sie sich auch den Reaktionen stellen.

Was ist Ihre Ausrede?

Mit besten Grüßen aus Leipzig,
.
Antwort von Oskar Lafontaine
3Empfehlungen
16.09.2009
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

Oskar Lafontaine bedankt sich für Ihre Anfrage und hat mich gebeten Ihnen zu antworten.

Sie sollten sich die Aufzeichnung der Sitzung genau ansehen, dann werden Sie sehen, dass Oskar Lafontaine erst am Ende der Debatte den Saal verlassen hat. Herr Westerwelle hat wohl nicht das Ende der Debatte mitbekommen, da er nicht mehr anwesend war.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schindel
Büro des Vorsitzenden Oskar Lafontaine
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Frage zum Thema Soziales
16.09.2009
Von:

Hallo Herr Lafontaine.

Ich habe meine Frage ( www.abgeordnetenwatch.de ) bereits gestellt, die Antwort genügt mir allerdings nicht.

Es geht mir um folgende Begebenheit:
08.09.09 15:05 Rede von Herrn Lafontaine
webtv.bundestag.de

08.09.09 15:12 Kurzintervention von Herrn Westerwelle
webtv.bundestag.de

Herr Westerwelle gibt zu Protokoll, dass Sie den Saal verlassen haben - also gehe ich davon aus das dem auch so war. Warum haben Sie sich den anderen Parteien nicht gestellt?

Mit abermals freundlichen Grüßen,
.
Antwort von Oskar Lafontaine
4Empfehlungen
17.09.2009
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

anscheinend unterliegen Sie einer Verwechselung der genaue Protokollauszug lautet:

"Jetzt rennt er gerade raus. - Es ist wirklich eine Unsitte, dass Regierungsmitglieder gleich im Anschluss an ihre Rede gehen. Das gibt es selbst im Dorfparlament nicht. (Beifall bei der LINKEN - Dr. Peter Ramsauer [CDU/CSU]: Sie haben es selber ebenso gemacht!- Dr. Guido Westerwelle [FDP]: Der Minister spricht als Minister und haut jetzt ab! Überziehen als Minister und dann gehen, das ist eine Unverschämtheit!)"

Mit Minister ist der jetzige Finanzminister Peer Steinbrück gemeint und nicht Oskar Lafontaine und Herr Ramsauers Aussage bezieht auf eine Mutmaßung das Oskar Lafontaine zu seiner Zeit als Finanzminister wohlmöglich sich auch so verhalten habe, was jeder Grundlage entbehrt.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schindel
Büro des Vorsitzenden Oskar Lafontaine
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Frage zum Thema Soziales
16.09.2009
Von:

Überschrift: Betrogen und enteignet

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

durch den Ersatz des Gesamtversorgungssystems durch eine Betriebsrente im öffentlichen Dienst ab 1.1.2002 haben Rentenanwärter, aber auch Rentner, gravierende und unzumutbare Verluste bei ihren Rentenansprüchen erlitten.

Ein großer Teil der Betroffenen – auch ich - hat sich in der Vergangenheit gegen die Kürzungen gewehrt. Über 3.000 Klagen und mehr als 300.000 Beanstandungen von Startgutschriften der VBL sprechen hier eine deutliche Sprache. Formaljuristisch haben die Gerichte die Beanstandungen zurückgewiesen und begründen dies mit der fast uneingeschränkten Tarifhoheit der Tarifpartner und mit dem in der VBL-Satzung enthaltenen Passus möglicher einseitiger Rentenänderungen, der im Privatrecht längst gestrichen worden wäre.

Sicherlich ist es primär Aufgabe der Tarifparteien, eine faire Regelung über die Rentenanwartschaften bei den Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu treffen. Leider wird jedoch dabei übersehen, dass sich die Tarifparteien bei der bisherigen Regelung der sog. Rentenfernen Startgutschriften (Rentenanwartschaften per 31.12.2001 für Jahrgänge ab 1947) auf den vom Gesetzgeber Ende 2000 verabschiedeten § 18 des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG) berufen. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) wird entscheiden, ob dieser § 18 als Grundlage zur Berechnung der rentenfernen Startgutschriften verfassungswidrig ist.

Dem Gesetzgeber ist es selbstverständlich unbenommen, auch vor Verkündung des BVerfG-Urteils eine Änderung des § 18 Betriebsrentengesetz (BetrAVG) vorzunehmen.

Ich erlaube mir daher anzufragen, ob Sie die Rechte der Rentner und Rentenanwärter im öffentlichen Dienst in Ihr politisches Programm einbeziehen werden. Mehr als 1,7 Millionen Bedienstete sind von den Kürzungen betroffen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Oskar Lafontaine
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26.09.2009
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

Oskar Lafontaine hat Ihre Anfrage gelesen, und mich gebeten Ihnen zu antworten. DIE LINKE ist gegen jegliche Rentenkürzung. Es kann nicht sein dass Beschäftigte, Arbeitslose, Rentnerinnen und Rentner für die Krise zahlen sollen. Es sollen die zahlen die diese Krise verursacht haben. Deswegen fordern wir das Millionäre zur Kasse gebeten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schindel
Büro des Vorsitzenden Oskar Lafontaine
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Frage zum Thema Soziales
27.09.2009
Von:

Meine Anfrage vom 16.9.2009
Ihre Antwort vom 26.9.2009
Thema "Soziales"
Überschrift : Betrogen und enteignet

Ihre Antwort ist für mich gänzlich unbefriedigend.

Meine Frage lautete:

Ich erlaube mir daher anzufragen, ob Sie die Rechte der Rentner und Rentenanwärter im öffentlichen Dienst in Ihr politisches Programm einbeziehen werden. Mehr als 1,7 Millionen Bedienstete sind von den Kürzungen betroffen.

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