Oskar Lafontaine (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Oskar Lafontaine
Jahrgang
1943
Berufliche Qualifikation
Diplom Physiker
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Saarbrücken
Landeslistenplatz
1, Saarland
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(...) Ihre Frage, ob sich DIE LINKE für Geschlechtergerechtigkeit auch für Männer einsetzen wird, kann ich uneingeschränkt bejahen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
NEIN
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
NEIN
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
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Frage zum Thema Finanzen
07.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

wie stehen Sie oder wie steht die Partei die Linke zur Abschaffung der wettbewerbsverzerrenden Kaffeesteuer? Ich kann mich nicht erinnern, dass Ihre Partei dazu jemals Stellung genommen hätte. Nur die FDP fordert nachweislich die dringend notwendige Entlastung der Millionen Kaffeetrinker in Deutschland und hat dies auch in entsprechenden Parteitagsbeschlüssen ausgedrückt. Will auch die Linke dem Grenztourismus in unsere Nachbarländer ohne Kaffeesteuer ein Ende bereiten und so dem leidgeplagten deutschen Einzelhandel zusätzliche Milliardeneinnahmen sichern?

Freundliche Grüße
Antwort von Oskar Lafontaine
2Empfehlungen
06.10.2008
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

der deutsche Einzelhandel musste vor allem unter der Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent leiden, hier haben sowohl CDU als auch SPD ihre Wahlversprechen aus dem Jahr 2005 gebrochen. Dass unterschiedliche Abgaben und Steuern in den EU-Ländern zu einem Kauf-Tourismus in den Grenzregionen führen können, wird sich nicht immer vermeiden lassen.

Freundliche Grüße,

Thomas Lutze
Mitarbeiter Oskar Lafontaine
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
08.06.2008
Von:

Guten Tag,

in der Sendung Anne Will erklärten Sie, daß Merkel in Moskau studiert habe. Dies wurde heute von FOCUS- Chefredakteur Markwort bestritten, sie habe nie in Moskau studiert. Merkwürdigerweise hat nicht einmal Angies getreuer Pflügbert daran Anstoß grnommen. Bitte schön, was stimmt?

MfG , geb. 16.09.1937
Antwort von Oskar Lafontaine
10Empfehlungen
06.10.2008
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

da wir zahlreiche Rückfragen zu diesem Thema bekommen haben, möchte Oskar Lafontaine mit einigen Zitaten aus "wikipedia" klarstellen, welche Rolle Frau Merkel vor 1989 in der DDR eingenommen hat.

Freundliche Grüße,

Thomas Lutze,
Mitarbeiter Oskar Lafontaine

… Angela Kasner hatte sich bereits während ihrer Schulzeit für das Studium der Physik an der damaligen Karl-Marx-Universität entschieden und zog 1973 nach Leipzig. Sie gehörte nicht zu den opponierenden Kräften innerhalb der DDR, berichtet aber, in diesen Jahren den Autor Reiner Kunze getroffen zu haben, den sie als ihren Lieblingsschriftsteller bezeichnet. …

… Während ihres Physikstudiums in Leipzig lernte Angela Kasner 1974 bei einem Jugendaustausch mit Physikstudenten in Moskau und Leningrad ihren ersten Mann, den aus dem Vogtland stammenden Physikstudenten Ulrich Merkel, kennen.[2] …

… Angela Merkel war während ihres Studiums weiterhin in der FDJ aktiv. …

… Im Jahr 1986 konnte Angela Merkel für mehrere Tage in die Bundesrepublik reisen; für DDR-Bürger war dies in der Regel nur bei vorheriger Prüfung auf prinzipielle Staatstreue möglich. …

… Angela Merkel war während ihrer Zeit an der Akademie als Kreisleitungsmitglied und Sekretärin für Agitation und Propaganda bei der FDJ tätig – sie selbst spricht in diesem Zusammenhang von "Kulturarbeit", die ihr laut eines Interviews mit Günter Gaus aus dem Jahr 1992 "Spaß gemacht hat". Darüber hinaus war sie politisch nicht aktiv, weder in der SED oder einer der Blockparteien noch in der sich bildenden DDR-Opposition. …
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Frage zum Thema Arbeit
09.06.2008
Von:
Udo

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

seit Jahren beschäftigen mich Fragen, die unser aller Zukunft (wirtschaftlich wie sozial) betreffen. Vielleicht können Sie mir bei der Beantwortung einiger dieser Fragen behilflich sein.

Wir befinden uns derzeit in einer wirtschaftlichen Aufschwungphase, die aber nicht alle Bevölkerungsschichten erreicht, was haben diese dann bei der nächsten Rezession zu erwarten?

Seit Jahrzehnten haben wir eine stetig steigende Sockelarbeitslosigkeit. Muss nicht einmal grundsätzlich anerkannt werden, dass Vollbeschäftigung nicht mehr möglich ist, gerade, weil der technische Fortschritt und die Produktivität immer schneller wachsen und somit immer mehr Arbeitskräfte freigesetzt werden können?

Seit Jahren gibt es Initiativen, die ein bedingungsloses Grundeinkommen vorschlagen, um die derzeitigen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu lösen. In wieweit halten Sie die dort gemachten Vorschläge zur Finanzierung und Einführung für nachdenkenswert bzw. durchführbar.

Vielen Dank für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen
Udo
Antwort von Oskar Lafontaine
6Empfehlungen
06.10.2008
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

bei der nächsten Rezession werden die Parteien und die Medien den Menschen erklären, dass sie den Gürtel wieder enger schnallen müssen, man wird sagen, dass auf Lohn verzichtet werden muss, dass man länger arbeiten müsse usw. Frau Merkel verweist stolz auf fast zwei Miollionen neue Arbeitsplätze, sie verschweigt, dass gleichzeitig 8 Millionen Menschen Leistungen über ALG-II beziehen müssen, darunter viele, deren Erwebseinkommen so niedrig ist, dass sie diese Leistungen zusätzlich benötigen.

Die Lösung dieser Probleme liegt nach Auffassung von Oskar Lafontaine nicht in "bedingungslosen Grundeinkommen". Vielmehr müssen gesetzlich Mindestlöhne flächendeckend eingeführt werden und die Arbeitszeiten wieder gekürzt werden. Gleichzeitig müssen Bund und Länder Programme für einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor auflegen. Gerade im Bereich der Pflege, der Bildung oder in der Kultur bleiben Arbeiten liegen, die dringend erledigt werden müssen, derzeit aber nicht ausreichend finanziert werden.

Der nicht zu vermeidende Anteil an Arbeitslosigkeit muss über eine entsprechende Versicherung ausgeglichen werden. DIE LINKE wendet sich hier mit Nachdruck dagegen, dass der Beitragssatz weiter gesenkt wird und die Leistungen ausgehöhlt oder zweckentfremdet werden.

Freundliche Grüße,

Thomas Lutze,
Mitarbeiter Oskar Lafontaine
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Frage zum Thema Schulen
13.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

ich möchte gerne von Ihnen wissen, ob es Aussichten gibt, ob das BAFöG nach dem Studienort und den dadurch anfallenden Studiengebühren differenziert wird.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Oskar Lafontaine
9Empfehlungen
05.10.2008
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

grundsätzlich könnte man derartige Veränderungen am BAföG vornehmen, gerade vor dem Hintergrund der extrem unterschiedlichen Mietniveaus in Deutschland. DIE LINKE will keine Studiengebühren. In Hessen haben LINKE, SPD und Grüne die Studiengebühren abgeschafft.

Freundliche Grüße,

Thomas Lutze,
Mitarbeiter Oskar Lafontaine
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
16.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Lafontaine,
auch ich habe die Sendung von Anne Will gesehen und war überrascht über Ihre Bemerkung Angela Merkel habe in Moskau studiert. Diese offensichtliche ließen Ihnen die anderen Teilnehmer ohne Kommentar durchegehen, so dass Ihre Lüge von über 3 Mio. Zuschauern als Wahr angesehen wurde.

Ist dies nun Taktik gewesen, oder wussten sie es schlicht nicht besser? Auf eine öffentliche Entschuldigung wird man wohl vergeblich warten müssen, aber vielleicht können sie ja in diesem Forum mal Ihre Meinung dazu dalegen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Oskar Lafontaine
4Empfehlungen
06.10.2008
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

da wir zahlreiche Rückfragen zu diesem Thema bekommen haben, möchte Oskar Lafontaine mit einigen Zitaten aus "wikipedia" klarstellen, welche Rolle Frau Merkel vor 1989 in der DDR eingenommen hat.

Freundliche Grüße,

Thomas Lutze,
Mitarbeiter Oskar Lafontaine

… Angela Kasner hatte sich bereits während ihrer Schulzeit für das Studium der Physik an der damaligen Karl-Marx-Universität entschieden und zog 1973 nach Leipzig. Sie gehörte nicht zu den opponierenden Kräften innerhalb der DDR, berichtet aber, in diesen Jahren den Autor Reiner Kunze getroffen zu haben, den sie als ihren Lieblingsschriftsteller bezeichnet. …

… Während ihres Physikstudiums in Leipzig lernte Angela Kasner 1974 bei einem Jugendaustausch mit Physikstudenten in Moskau und Leningrad ihren ersten Mann, den aus dem Vogtland stammenden Physikstudenten Ulrich Merkel, kennen.[2] …

… Angela Merkel war während ihres Studiums weiterhin in der FDJ aktiv. …

… Im Jahr 1986 konnte Angela Merkel für mehrere Tage in die Bundesrepublik reisen; für DDR-Bürger war dies in der Regel nur bei vorheriger Prüfung auf prinzipielle Staatstreue möglich. …

… Angela Merkel war während ihrer Zeit an der Akademie als Kreisleitungsmitglied und Sekretärin für Agitation und Propaganda bei der FDJ tätig – sie selbst spricht in diesem Zusammenhang von "Kulturarbeit", die ihr laut eines Interviews mit Günter Gaus aus dem Jahr 1992 "Spaß gemacht hat". Darüber hinaus war sie politisch nicht aktiv, weder in der SED oder einer der Blockparteien noch in der sich bildenden DDR-Opposition. …
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