Oskar Lafontaine (DIE LINKE)
Kandidat Landtagswahl Saarland 2009
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Oskar Lafontaine
Jahrgang
1943
Berufliche Qualifikation
Diplom Physiker
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Wallerfangen
Wahlkreis
Saarlouis , Listenplatz 1
Landeslistenplatz
1
(...) Zur eventuellen Anfechtbarkeit der Bundestagswahl, können wir keine Angaben machen. (...)
 
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Frage zum Thema Soziales und Familie
24.08.2009
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

leider habe ich Ihre Ehefrau, Frau Christa Müller, nicht in der Aufstellung von abgeordnetenwatch gefunden. Deshalb wende ich mich an Sie in der Hoffnung, Sie geben die Fragestellungen auch an Ihre Frau weiter. Ich war sehr positiv überrascht über die eher konservativen, aber sehr fortschrittlichen und den wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechenden Positionen zur Familienpolitik, die richtig auf die Wichtigkeit einer direkten Familienförderung über ein Erziehungsgehalt zentrieren und auf eine zu schnelle aushäusige Betreuung verzichten, weil Sie darin eine Politik für die Industrie, aber gegen Kinder erkennen.

Wie ist es möglich, dass Sie, Frau Müller, entgegen der offiziellen Linie Ihrer Partei diese fortschrittlichen, allen modernen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen über Bindungsforschung entsprechende Position im Sinne der Kinder und damit der Zukunft unseres Landes vertreten können?

Wie stehen Sie, Herr Lafontaine, zur Möglichkeit, ein derartiges Erziehungsgehalt zu finanzieren?
Meine einfache Rechnung als Bürger würde im Vergleich zum Krippenausbau keinen zusätzlichen Finanzbedarf ergeben, da ein Krippenplatz heute bereits mehr als 1000€ kostet und durch aktuellen Tarifabschluß, höheres Ausbildungsniveau der Erzieherinnen und verbesserten Betreuungsschlüssel nochmals ein großer Teil dieser Summe dazu kommen dürfte.

Wissen Sie eigentlich, dass Entwicklungsstörungen bei fremdbetreuten Kindern häufiger sind als bei selbstbetreuten Kindern (vgl.: The NICHD Early Child Care Research Network: "Are There Long-Term Effects of Early Child Care?” In: Child Development, March/April 2007, 78 (2), 681 – 701)?
Entwicklungsstörungen, besonders die tiefgreifenden wie Autismus sind ein großes, milliardenschweres Problem für unsere Gesellschaft (vgl. z.B. M.L. Ganz, The Lifetime Distribution of the Incremental Societal Costs of Autism. Arch. Pediatr. Adolesc. Med. 2007, 161: 343-9).

Hochachtungsvoll
Dr. F.

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Frage zum Thema Finanzpolitik
25.08.2009
Von:

Herr Lafontaine,

ich habe eine Frage bezüglich des Wahlkampfes der Linken zur Landtagswahl im Saarland:

Wieviel Geld wurde und wird voraussichtlich bis zur Landtagswahl von der Linken in den Wahlkampf investiert worden sein und wie setzen sich diese Gelder zusammen?

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Frage zum Thema Wirtschaft
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

ich habe da einige Fragen zu Ihrem generellen Wahlprogramm:

1. Sie sprechen sich für die Abschaffung von Hartz4 aus, haben es aber maßgeblich mitgestaltet. Warum soll es nun ganz abgeschafft werden. Mit einigen wenn auch massiven Änderungen würde es sicher besser funktionieren.

2. Sie sprechen sich gegen die staatlichen Unterstützungmaßnahmen der Bundesregierung in der Wirtschaftskrise aus, haben seinerzeit aber im Saarland mit Saarstahl genau das gleiche gemacht und uns Bürger die Lasten von Saarstahl tragen lassen. Hat Ihr Konzept hier auch nicht gestimmt?

3. Sie sprechen sich für den Bergbau aus. Die Subventionen in den Bergbau sind höher als die Kosten, die der Staat tragen müsste, wenn er ALLE Mitarbeiter zu 100% selbst finanzieren würde. Hier werden auch Gewinne der RAG durch uns Steuerzahler mitfinanziert. Im Übrigen ist der Abbau in der Primsmulde aufgrund der starken Bebengefährdung doch als sehr fraglich einzustufen. Hier bitte ich ebenfalls um Ihre Stellungnahme.

4. Was machen Sie, wenn Sie - was ja offensichtlich ist - ab 2010 nicht mehr im Parteivorsitz tätig sind? Als Abgeordneter werden Sie für unser Land sicher nicht mehr so nützlich sein, wie als Voritzender. Wer ergreift dann Partei für uns? Die übrigen Linken werden sich wohl mehr mit dem weiteren Aufbau Ost beschäftigen.

5. Wie stehen Sie zu Sarah Wagenknechts Position im Hinblick auf die Parteienvielfalt in Deutschland und auf ihr Verlangen nach einem Sozialismus, wie es ihn einst in der DDR gegeben hat? Würden Sie es begrüßen, wenn Deutschland sich in eine Stattsform wie die DDR "umwandelt"

6. Eine Frage, die mich und viele andere Bürger beschäftigt und auf die ich bis heute noch keine eindeutige Antwort erhalten habe: Warum haben Sie damals bei der SPD das Handtuch geworfen?

Vielen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme.

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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
28.08.2009
Von:

Herr Lafontaine,

die Gesinnungsgenossen ihrer Partei stören alljährlich den in Dresden stattfindenden Trauermarsch zu Ehren der Opfer des alliierten Bombenterrors, bei dem vom 13. bis 15. Februar 1945 mehrere zehntausende Zivilisten, darunter viele Mütter und Kinder, in der Feuerhölle den Tod fanden. Dabei wird laute Musik gespielt und Plakate mit der Aufschrift "Bomber-Harris, do it again!" (Quelle: www.spiegel.de ) in die Luft gehalten. Die Gesinnungsgenossen ihrer Partei verhöhnen damit nicht nur die Opfer des alliierten Bombenterrors, sondern rufen erneut zur Zerstörung Dresdens und zum Mord an Deutschen auf.
Dieser Fall von Selbstzerstörung dürfte wohl weltweit singulär sein. Nehmen Sie zu diesem abscheulichen Gebären linken und antideutschem Gedankengutes Stellung!

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Ihre Frage an Oskar Lafontaine
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