Oliver Höfinghoff (Piratenpartei)
Kandidat Berlin 2011
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Grunddaten
Oliver Höfinghoff
Geburtstag
09.06.1977
Berufliche Qualifikation
Kaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
BP Mediawork GmbH
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Friedrichshain-Kreuzberg WK 4
Landeslistenplatz
5, über Liste eingezogen, Friedrichshain-Kreuzberg
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(...) Dieser Spagat ist sicherlich, wie Sie schon bemerken, nicht ganz einfach. ich werde mich da einfach auf meinen gesunden Menschenverstand verlassen müssen. Ich verhalte mich da, zumindest versuche ich es, plattform-passend zu verhalten. (...)
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Frage zum Thema Soziales
16.08.2011
Von:

Zwei Fragen zu Soziales.

Sie nutzen rege die Möglichkeiten des Microbloggingdienst Twitter. Dort wurde heute über ihren Account @UrbanP1rate eine Nachricht mit folgendem Inhalt abgesetzt:

"@hirtlitschka Du bist so ein beleidigter Korinthenkacker."

Wurden sie im Vorfeld beleidigt, dass sie keine anderen Möglichkeiten sahen so zu reagieren?

Ist das der Umgangston den sie mit Wählerinnen und Wählern auch zukünftig pflegen?

Im Vorraus besten Dank für die Beantwortung meiner Fragen

Freundliche Grüße
Antwort von Oliver Höfinghoff
2Empfehlungen
28.08.2011
Oliver Höfinghoff
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für diese Frage, auch wenn sie mir ein klein wenig seltsam vorkommt. Ihr Interesse an den Berliner Kandidaten für das Abgeordnetenhaus freut mich allerdings sehr zumal Sie offensichtlich in Göttingen leben und mich vorraussichtlich leider nicht wählen können.

Nun aber zur Beantwortung der Frage.

Sie beziehen sich auf einen Tweet (Kurznachricht auf Twitter), in dem ich folgendes schrieb: "@hirtlitschka Du bist so ein beleidigter Korinthenkacker." twitter.com .

Ich möchte zuerst darauf hinweisen, dass es sich dabei um eine Konversation handelte und Ihnen gern den Rest davon präsentieren. Vielleicht wird der Sinn des Tweets im Kontext etwas klarer:

Martin Delius, ebenfalls Pirat und Kandidat für das Abgeordnetenhaus Berlin schrieb: "Das ist übrigens mein Stimmzettel. bit.ly #wk3 #pankow Jetzt Briefwählen! bit.ly #piraten #ahw11 #fb"... ( twitter.com ) die von Martin Delius verlinkte Datei zeigt einen Musterwahlzettel für den Wahlkreis, in dem er selbst kandidiert. Das wollte er damit aussagen

Der Nutzer @hirtlitschka beantwortete das mit den Worten: "@martindelius zu bit.ly/mPPpEx das ist nicht dein Stimmzettel sondern ein Muster. Beispiellose Desinformation #piraten -" ( twitter.com )

Hierauf antwortete ich direkt, da ich diese Antwort als übertrieben bewerte. Der Herr "Hirlitschka" legte in diesem Fall jedes Wort Anderer auf die sprichwörtliche Goldwaage, ohne das auch bei sich selbst zu tun. In meinen Augen ist das ein Verhalten, das meine Aussage durchaus rechtfertigt. Hinzu kommt, das muss man Menschen, die diese Stadt nicht so gut kennen, desöfteren erklären, dass wir hier das Herz auf der Zunge tragen.

Berlin hat einen rauen Charme, der nicht jedem liegt. Wir sprechen Dinge allerdings gern klar und direkt an. Sollten Sie einmal nach Berlin kommen, wenden Sie sich einfach an Einheimische. Sie werden schnell erkennen, wovon ich hier schreibe.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und bedanke mich für Ihr Interesse. Verfolgen Sie gern weiterhin die Aussagen aller Piraten on- und offline.

Freundliche Grüße
Oliver Höfinghoff
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Frage zum Thema Soziales
29.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Höfinghoff,

wie für Sie ohne Probleme erkennbar war, ist Ulrich Eberhardt selbst Inhaber des Accounts @hirtlitschka. Er versucht offensichtlich diese Plattform für eine private Auseinandersetzung zu missbrauchen. Obwohl es sich um ein ehemaliges Parteimitglied der Piratenpartei handelt, welches dafür bekannt ist seinen Frust über die Partei regelmässig zu kommunizieren, versuchen Sie die Provokation diplomatisch zu beantworten. Ich muss gestehen, dass ich die deutliche Antwort über Twitter deutlich passender fand. (Es war eine Diskussion im privaten Rahmen und die Ausdrucksweise ist tatsächlich Umgangssprachlich.)

Dies bringt mich zu meiner Frage...
Angenommen Sie ziehen ins Abgeordnetenhaus ein. Wie stellen Sie sich die Kommunikation mit den Bürgern vor ? Einerseits wären Sie parlamentarischer Repräsentant, andererseits ist es gerade Ziel der Piratenpartei niedrige Zugangshürden zur Politik zu schaffen, was sicherlich auch beim Punkt Sprache anfängt...

Es ist sicherlich eine schwierige Frage, da Sie noch nicht in der Situation sind, aber wie denken Sie werden Sie die Spagat zwischen Amtsdeutsch, diplomatischer Ausdrucksweise und klarer verständlicher Sprache der Bürger meistern ? Wie wollen Sie sich im Amt präsentieren, dass Sie nicht wie viele Ihrer Kollegen als "abgehoben und Weltfremd" wahrgenommen werden, aber gleichzeitig auch nicht in der Politik ernst genommen werden ? Gibt es Unterscheidungen zwischen privatem und offiziellem Rahmen ?

Ich gebe zu, meine Frage ist sehr schwammig formuliert, aber evtl. können Sie uns ja einen kleinen Eindruck Ihrer Ansprüche an sich selbst "als Repräsentant" vermitteln.

Grüße
André
Antwort von Oliver Höfinghoff
2Empfehlungen
29.08.2011
Oliver Höfinghoff
Hallo Herr ,

dieser Spagat ist sicherlich, wie Sie schon bemerken, nicht ganz einfach. ich werde mich da einfach auf meinen gesunden Menschenverstand verlassen müssen. Ich verhalte mich da, zumindest versuche ich es, plattform-passend zu verhalten.

Als Beispiel kann gern die Diskussion mit Herrn @Hirlitschka dienen. Auf Twitter müssen Antworten eben kurz und prägnant formuliert werden, denn es gilt die 140-Zeichen-Grenze. Eine Frage, die mir auf einer offiziellen Plattform der Piraten oder eben hier auf Abgeordnetenwatch gestellt wird, verdient es allerdings, etwas ausführlicher beantwortet zu werden.

Ich versuche ja auch im echten Leben auch, mich meiner Umgebung entsprechend angemessen zu verhalten. In einem Plenarsaal läuft eine Unterhaltung mit mir auch vollkommen anders ab als eine Straßenunterhaltung oder eine Stammtischdiskussion. Das eigentliche Problem ist auch, glaube ich, gar nicht, dass man als Politiker so sehr abgehoben würde, dass man mit den Menschen auf der Straße nicht mehr normal sprechen könnte. Vielmehr ist es wohl eher das Problem aller Fachleute, die viel unter sich sind. Sie entwickeln eine eigene Sprache mit viel Fachwörtern, die außerhalb dieser Gruppe nicht oder anders verstanden werden.

Ich versuche, mir das zu ersparen, indem ich weiterhin Kontakte und Freundschaften außerhalb der Piratenpartei und außerhalb der Politik allgemein erhalte. So kann ich hoffentlich auch in Zukunft eine verständliche Sprache benutzen.

So breit ist dieser Spagat also gar nicht. ich verlasse mich auf mein Gefühl. Das trügt mich weit seltener als es irgendwelche niedergeschriebenen Regeln könnten.

Danke für das Interesse und die Frage. Ich hoffe, ich konnte sie halbwegs befriedigend beantworten.

Viele Grüße
Oliver Höfinghoff
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Frage zum Thema Verkehr und Stadtplanung
12.09.2011
Von:

Sehjr geehrter Herr Höfinghoff,

wie steht die Piratenpartei und sie persönlich im Zusammenhang mit dem Bau des BER in Schönefeld zur Aufhebung des Nachtflugverbotes, zum ausbau des flughafens zu einem internationalen Drehkreuz und zum geplanten Überfliegen des Nahherholungsgebietes Müggelsee und beabsichtigen Sie in der Frage aktiv zuwerden und wenn ja, in welche Richtung?

Mir freundlichen Grüßen

U.

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