Ole von Beust (CDU)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Ole von Beust
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
Wohnort
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen
(...) Als Projekt der "Lebenswerten Stadt Hamburg" werden hier an der Kreuzkirche fünf Einrichtungen und Institutionen zusammengeführt: der Kirchenkreis Alt-Barmbek, das Kinder- und Familienzentrum KiFaZ, die Bücherhalle, das Kulturhaus Dehnhaide und die bezirkliche Altentagesstätte. (...)
 
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Frage zum Thema Integration
12.02.2008
Von:
-

Was halten Sie von der Warnung, des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan an Deutsch/Türken, vor Assimilation?
Antwort von Ole von Beust
5Empfehlungen
19.02.2008
Ole von Beust
Sehr geehrte Frau ,

ich halte wenig von Polarisierungen, wie sie in der Diskussion über Zuwanderer und Integration leider immer wieder auftreten. Die CDU arbeitet in Hamburg intensiv daran, die Integration der Menschen aus Zuwandererfamilien zu einer Erfolgsgeschichte zu machen. Und das wird auch gelingen, wenn sich beide - Einheimische und Zuwanderer - darauf einlassen.

Wir treten für die Integration von Menschen aus anderen Ländern ein, die rechtmäßig und dauerhaft hier leben wollen. Der Senat hat im Herbst 2006 das "Handlungskonzept zur Integration von Zuwanderern" beschlossen (vgl. Bürgerschaftsdrucksache 18/5530).

In diesem Handlungskonzept haben wir festgeschrieben, wie wir in Hamburg Integration verstehen:

"Kulturelle Vielfalt wird als Bereicherung, Chance und Herausforderung für Hamburg betrachtet. Integration ist deshalb nicht gleichzusetzen mit Assimilation. Der Vielfalt sind aber Grenzen gesetzt. Diese Grenzen bilden die Werte des Grundgesetzes, insbesondere Freiheitsrechte der Bürger, Achtung der Menschenwürde, Demokratieprinzip und Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die gesamte Rechtsordnung sowie die historisch bedingten politischen Grundlagen der Bundesrepublik Deutschland wie beispielsweise die europäische Einigung und das Existenzrecht Israels. Auf diesem Fundament können unterschiedliche Traditionen, Religionen und Lebensauffassungen gelebt werden." (Seite 3 in Drs. 18/5530)

Und wir haben uns ein klares Ziel gesetzt:

"Integration ist gelungen, wenn Zuwanderer, die dauerhaft und rechtmäßig in Deutschland leben, die deutsche Sprache beherrschen und auf obigem Fundament akzeptiert und gleichberechtigt am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und sozialen Leben in Hamburg teilhaben und sich darüber hinaus als Teil dieser Gesellschaft verstehen." (Seite 3-4 in Drs. 18/5530)

Integration bedeutet für alle Beteiligten eine Anstrengung, von der ich aber glaube, dass sie sich lohnt:

"Integration geht über das friedliche Nebeneinander von Einheimischen und Zugewanderten hinaus. Es handelt sich um einen zweiseitigen Prozess, der Offenheit, Toleranz und Dialog von allen Gesellschaftsmitgliedern erfordert. Integration bedeutet, sich wechselseitig anzuerkennen und gemeinsam für die Gesellschaft Verantwortung zu tragen." (Seite 4 in Drs. 18/5530)

Ich bin sicher, dass wir damit in Hamburg auf einem guten Weg sind, und ich hoffe auf Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Ole von Beust
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Frage zum Thema Gesundheit / Verbraucherschutz
12.02.2008
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr von Beust!

Betrifft Thema "Nichtraucherschutzgesetz"
Folgendes hatten Sie auf eine Frage dazu geantwortet!

"Im Übrigen bleiben den Rauchern genügend Möglichkeiten, Ihrem "Vergnügen" nachzugehen, sei es zu Hause, an der frischen Luft oder in abgetrennten Raucherräumen.

Ich bin sicher, dass sich die erste Aufregung nach wenigen Monaten gelegt haben wird. Dies zeigen auch die Erfahrungen aus dem Ausland".

Soweit Ihre Aussage!

Wie ist es mit der kleinen Kneipe, die keine Möglichkeit zum Erweitern hat? Soll die Zumachen? Bitte klar mit ja oder nein antworten.

Sie sind sich ferner sicher, dass sich die Aufregung nach wenigen Monaten gelegt hat? (da hofft die Politik oft drauf)
Das sollten Sie nicht sein, denn die Wahlergebnisse werden ihnen 2 weitere Parteien in die Bürgerschaft spülen.
Die jetzige Bürgerschaft - und Sie als Vorreiter, haben durch die Einführung Ihres Raucherdiskriminierungsgesetzes schweren Schaden erlitten. Schade, sonst waren wir mit Ihrer Politik überwiegend zufrieden.

Mit freundlichem Gruß
Uwe
1. Raucherklub Süderelbe (z.Zt. 120 Mitglieder auch Nichtraucher)
Antwort von Ole von Beust
7Empfehlungen
15.02.2008
Ole von Beust
Sehr geehrter Herr ,

zunächst danke ich Ihnen für ihre Aussage, dass Sie mit unserer Politik bislang zufrieden waren.

Bei dem von Ihnen kritisierten Gesetz handelt es sich aber mitnichten um ein Raucherdiskriminierungsgesetz, sondern um ein Gesetz zum Schutz der Nichtraucher vor den Gefahren des Passivrauchens, welches einstimmig von der Bürgerschaft verabschiedet wurde und dessen Notwendigkeit sich auf erschreckende gesundheitliche Studien und daran sich anschließenden EU-Richtlinien begründet.

Natürlich will ich nicht, dass eine Kneipe deswegen schließen muss. Ich hoffe und vertraue auf die hanseatische Gelassenheit und die Solidarität auch der Raucher mit ihren Stammwirten.

Mit freundlichen Grüßen

Ole von Beust
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Frage zum Thema Kultur und Medien
13.02.2008
Von:

Hallo Herr v. Beust

zu allererst fällt mir auf, dass Sie doch etwas mit der Beantwortung der Fragen hinten liegen. Ich hoffe, dass Sie sich trotz Wahlkampf auch noch die Zeit nehmen, möglichst alle Fragen zu beantworten.

Nun zu meinen Fragen:

Setzen Sie sich für den Erhalt des Grindelkinos ein? Es darf nicht
überteuerten Eigentumswohnungen oder noch mehr unnützer Bürofläche weichen. Hamburg rühmt sich immer weltoffen und kulturell zu sein, hat aber nur ein einziges Kino was Originalfassungen zeigt. Eine Schande im Vergleich zu bsp. Berlin. Desweiteren ist es ein Traditionshaus.

Werden Sie sich dafür einsetzen, das solche unsinnigen Projekte wie Möbel Höffner in Eidelstedt und das Kraftwerk in Moorburg nicht zustande kommen?

Grüße
Antwort von Ole von Beust
2Empfehlungen
22.02.2008
Ole von Beust
Sehr geehrter Herr ,

auch ich würde mich freuen, wenn das Grindelkino bestehen bleiben könnte. Letztendlich ist der Fortbestand dieses Kinos allerdings eine Frage von Angebot und Nachfrage. Nach dem Multiplex-Boom gab es auf dem Kinomarkt einen Konzentrationsprozess. Viele Kinos in Deutschland haben wirtschaftliche Probleme, die auch auf die große Konkurrenz durch viele Freizeitangebote, den wachsenden DVD-Markt und den Trend zum "Heimkino" zurückzuführen sind. Als Kinofan finde auch ich das bedauerlich. Übrigens zeigt meines Wissens auch das Abaton-Kino Filme im englischen Original.

Hinsichtlich des Möbelmarktes endete im Dezember 2007 die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs Eidelstedt 68 sowie die der dazugehörigen Änderungen des Flächennutzungsplanes und des Landschaftsprogramms. Eine Entscheidung zu dem Plan wird es vor der Wahl nicht mehr geben. Die Kommission für Stadtentwicklung wird nach der Wahl im April erneut über den Plan beraten und zu einer Beschlussfassung kommen. Danach wird dann der Senat die endgültige Entscheidung zu dem Planverfahren treffen.

Leider teile ich Ihre Auffassung hinsichtlich des Kraftwerks Moorburg nicht:

Solange die erneuerbaren Energien noch nicht ausreichen, unseren heutigen Energiebedarf zu decken, sind wir gezwungen, auf einen ausgeglichenen Energiemix zu setzen. Dazu gehört neben Gas, regenerativen Energien und Kernenergie auch Kohle.

Der Atomkraftausstieg ist beschlossen. Wir benötigen also eine Generation an Kraftwerken, um den Zeitraum, in dem die AKWs bereits abgeschaltet sind, die erneuerbaren Energien aber noch nicht weit genug sind, zu überwinden. In Bezug auf die CO2-Bilanz sind hochmoderne Steinkohlekraftwerke weitaus besser für die Umwelt als die veralteten. So wird für das hochmoderne Kraftwerk in Moorburg ein altes Kohlekraftwerk in Wedel abgeschaltet. Bundesweit werden so ca. 2,3 Mio. Tonnen weniger CO2 ausgestoßen werden. Zudem wird das neue Kohlekraftwerk einen sehr viel höheren Wirkungsgrad der Energiegewinnung als die jetzige Generation von Kohlekraftwerken, nämlich von über 46,5 %, ohne Berücksichtigung der Kraft-Wärme-Kopplung - das ist ein Spitzenwert.

Weil es uns außerdem gelungen ist, mit dem Betreiber Vattenfall für Moorburg die fortschrittlichste Umwelttechnik zu vereinbaren, die zurzeit denkbar ist (CO2-Abscheidung), habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen. Entsprechende Beschlüsse zu Kohlekraftwerken haben übrigens sowohl SPD als auch CDU auf Bundesebene gefasst.

Ein Wort noch zu Gaskraftwerken: Angesichts von Ankündigungen aus Russland, dass die Preise dort 2008 nach den Erhöhungen der vergangenen Jahre noch einmal um 50 % steigen sollen, ist dies keine Alternative mehr. Die Energiekosten müssen sowohl für die Verbraucher als auch für die Privatkunden im Rahmen bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Ole von Beust
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Frage zum Thema Gleichstellung
14.02.2008
Von:
Ulf

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

ich habe gehört, dass Sie sich in Hamburg Blankenese persönlich mit einem Brief an die Bürger der Stadt gewandt haben. Hier in meinem Stadtteil Altona ist kein Brief dieser Art angekommen.

Können Sie mir diese ungleiche Behandlung erklären und mein Vorurteil aus dem Weg räumen, Ihre Bemühungen hätte etwas mit den Einkommensverhältnissen der Stadtteile zu tun.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulf
Antwort von Ole von Beust
bisher keineEmpfehlungen
22.02.2008
Ole von Beust
Sehr geehrter Herr ,

mit dem Brief, den Sie nicht erhalten haben, wollte ich mich an Hamburger Senioren und Seniorinnen wenden; Einkommensverhältnisse haben bei der Adressauswahl keine Rolle gespielt.

Weil uns natürlich nicht die Anschriften aller Senioren vorliegen, haben wir die Post gebeten, für uns eine Auswahl vorzunehmen. Mir ist nicht bekannt, anhand welcher Kriterien die Post diese Auswahl getroffen hat. Ich hoffe, dass ich Ihre Bedenken ausräumen konnte und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Ole von Beust
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Frage zum Thema Gleichstellung
14.02.2008
Von:

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), Landesverband Hamburg, fordert den Hamburger Senat im Namen der ca. 100.000 lesbischen Bürgerinnen und schwulen Bürger der Stadt Hamburg auf, dem Antrag zur Gleichstellung der Lebenspartnerschaften im Steuerrecht im Bundesrat morgen am 15. Februar 2008 zuzustimmen.

Bremen und Berlin fordern in einem Antrag, dass lesbische und schwule Paare in Lebenspartnerschaften beim Erben die gleiche Steuerklasse erhalten wie heterosexuelle Ehepaare.

Es wäre absurd, jetzt Lebenspartnerschaften und Eheleuten den gleichen Freibetrag einzuräumen, aber bei der Steuerklasse die Diskriminierung fortzuschreiben. Wir fordern den Senat auf, morgen im Bundesrat für den Antrag Berlins und Bremens zu stimmen.

Lesbische und schwule Beziehungen sind nicht weniger wert, als heterosexuelle Lebensgemeinschaften. Auch in ihnen wird Verantwortung und Fürsorge gelebt. Die Gleichstellung beim Erben wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer völligen Gleichstellung in allen rechtlichen Fragen.

Frage: Warum legen sie sich nicht fest mit einem klaren " Ja " zur Gleichstellung in allen Punkten oder stimmen womöglich noch gegen den Antrag?

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