Ole von Beust (CDU)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Ole von Beust
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
Wohnort
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen
Auf Antrag der CDU Fraktion hat die Hamburger Bürgerschaft im Juli 2007 das weitreichendste Anpassungsgesetz zum Lebenspartnerschaftsgesetz aller Länder verabschiedet. Bereits 2004 hatte der Senat eine Bundesratsinitiative zur steuerrechtlichen Gleichstellung von Lebenspartnerschaften und Ehen eingebracht, die leider von der Mehrheit der Länder abgelehnt wurde. (...)
 
Fragen an Ole von Beust
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
23.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr von Beust,

Sie antworteten Frau Kainzberger am 22. 2. 08:

"Auch möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Gehorsamsprüfung, zu der das Gesetz die Hundehalter verpflichtet, für viele Tiere auch eine wirksame Maßnahme des Tierschutzes darstellt, da ihre artgerechte Haltung dadurch gefördert - und eine soziale Prägung auch zu anderen Hunden trainiert wird."

Herr von Beust, ich möchte Sie fragen, ob Sie sich jemals mit der artgerechten Haltung von Hunden beschäftigt haben.

  • Welpen und junge Hunde sollten so viel wie möglich Kontakt zu anderen Hunden haben und zwar ohne Leine (die Leine behindert das Sozialverhalten und kann zu Leinenagressivität führen), das nennt man Sozialisierung mit Artgenossen.

Ihre Gesetzgebung verhindert dies aber, da die Leinenbefreiung erst mit einem Jahr möglich ist.
Als verantwortungsvoller Hundebesitzer wird man also gezwungen gegen geltendes Recht zu verstoßen, wenn man einen an das Stadtleben angepassten Hund erziehen will.

  • Hunde brauchen Bewegung
Hamburg mit einer Fläche von 755,264 km² hat etwa 100 Auslaufflächen, die zum Teil betoniert sind. Man braucht mehr Zeit zur Auslauffläche zu kommen, als man darauf verbringt. Meinen Sie, dass ist einem mündigen Bürger wirklich zuzumuten?

Herr von Beust, glauben Sie nicht, der Rückgang der Beissvorfälle könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Hundesteuer für gefährliche Hunde 600 € beträgt und daher viele schwierige Hunde im Tierheim abgegeben wurden?

Könnte es sein, dass Sie bei dieser Gesetzgebung vom Veterinäramt schlecht beraten wurden und sich das Hundegesetz als gesetzlich verordnete Tier- und Bürgerquälerei herausgestellt hat?


Herzliche Grüße


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Frage zum Thema Bildung
23.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr von Beust,

sich auf die Aussagen des Asta zu verlassen, der nicht die breite Mehrheit der Studentenschaft hinter sich hat, ist vielleicht der falsche Weg, sich mit den Auswirkungen der Studiengebühren auseinanderzusetzen.

Natürlich hat der Asta Recht, wenn er sagt, dass sich die Ausstattung der Bibliotheken verbessert hat. Meiner Meinung nach hätte dies aber nicht erst durch Studiengebühren ermöglicht werden dürfen. Zudem handelt es sich hierbei um die einzige Auswirkung, die von den meisten Studenten (in meinem Umfeld) überhaupt positiv wahrgenommen wird.

Die von Ihnen angesprochenen Tutorien nehmen z.B. nur relativ wenige Studenten wahr, weil das, was für Studenten ab dem dritten Semester wirklich an der Uni Hamburg fehlt, nicht durch Studiengebühren geschaffen wird: Mehr Lehrpersonal.

Stattdessen werden z.B. im Fach Geschichte junge, ambitionierte, engagierte Lehrende, die so manchen alteingesessenen und trägen Professor in der Lehre schlicht in den Schatten stellt, erst unterbezahlt und anschließend von der Uni "gegangen", da diese mehrere Semester lang am Existenzminimum leben mussten. Sollte nicht eigentlich hier der Hebel der Studiengebühren ansetzen?

Ich brauche keinen renovierten Brunnen auf dem Campusgelände, ich könnte auch gut und gern auf bunte Toilettenwände verzichten und außerdem auch auf die meisten Tutorien - auf eine professionelle Betreuung und junge engagierte Lehrkräfte jedoch nicht. Und genau daran hapert es an der Uni Hamburg - ob mit oder ohne Studiengebühren.

Ich kann mir von Ihrer Partei kaum vorstellen, dass sie die Gebühren wieder abschafft. Aber wird sie es wagen, einen Mann wie Jörg Dräger, weiterhin als Wissenschaftssenator zu beschäftigen? Einen Mann, der es offenbar nicht einmal zustande bekommt, dafür zu sorgen, dass die Studiengebühren zumindest an richtiger Stelle eingesetzt werden.

Ich bin gespannt auf Ihre Antwort

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Frage zum Thema Gleichstellung
23.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr von Beust,
Ihrer Antwort an Frau Kainzberger entnehme ich, dass Sie sich auchgenscheinlich mit dem Hundegesetz so gar nicht auskennen. Fakt ist, dass das Hundegesetz die Hundehalter nicht zur Gehorsamsprüfung verpflichtet, sie ist freiwillig und Voraussetzung dafür, den Hund von der Leine befreien zu lassen. Solange Hundehalter aber in den einzelnen Bezirken unterschiedlich behandelt werden, wird diese Gehorsamsprüfung wohl weiterhin keine große Akzeptanz finden.
Sie sprechen die Rückgänge der Beißvorfälle an. Woher haben Sie die Zahlen? Mit welchen Erhebung begründen Sie die Rückgänge, wenn Beißvorfälle doch erst seit Inkrafttreten des Hundegesetzes systematisch registriert werden?
Mit freundlichen Grüße
eine über das Gesetz mehr als ungehaltene Hundehalterin

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Ihre Frage an Ole von Beust
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