Ole Thorben Buschhüter (SPD)
Abgeordneter Hamburg

Angaben zur Person
Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Studium der Rechtswissenschaften
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB,
Wohnort
Hamburg-Rahlstedt
Wahlkreis
Rahlstedt über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
keinen
Vielen Dank für Ihre Frage bezüglich der Situation am S-Bahnhof Berliner Tor. Ich kenne die Station Berliner Tor, sie ist in der Tat unübersichtlich. (...) Nach den mir vorliegenden Informationen wird voraussichtlich im Jahr 2016 mit dem Ausbau der S-Bahn-Station mit Aufzügen begonnen, wenn die Finanzierung bis dahin gesichert ist. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
27.05.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Buschhüter,
in einem aktuellen Zeitungsartikel werden Sie wie folgt zitiert: "Dass so viele Züge den Hauptbahnhof nicht anfahren können, wenn nur eine Bahnsteigkante saniert wird, macht deutlich, wie sehr der Hamburger Hauptbahnhof schon heute am Limit operiert. Die neue S-Bahn-Linie S 4 soll hier zukünftig für Entlastung sorgen, weil dann 104 Regionalbahn-Züge durch S-Bahnen ersetzt werden können."

Können Sie mir bitte erklären, wie die Tausenden von Fahrgästen, die dann mit der S 4 ankommen würden, vom S-Bahnsteig aufgenommen werden sollen? Schon jetzt ist es auf den S-Bahnsteigen brechend voll. Dies würde sich dann noch weiter verschlimmern.

Dies ist nur einer der katastrophalen Effekete "Ihrer" S-Bahn. Hoffen wir, dass dieses unsinnige Projekt noch scheitert!

Mit freundlichen Grüßen

C.
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
1Empfehlung
27.05.2014
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

ich bedaure sehr, dass Sie die vielen Vorzüge der geplanten neuen S-Bahn-Linie 4 nach Bad Oldesloe für die Fahrgäste nicht erkennen. Da wären der in der Hauptverkehrszeit dichte 10-Minuten-Takt, zusätzliche Haltestellen, die das Einzugsgebiet der Bahnstrecke viel besser erschließen, und die umsteigefreien Verbindungen über den Hauptbahnhof hinaus. Hinzu kommen moderne, spurtstarke S-Bahn-Triebwagen. Ja, es wird auch Verschlechterungen geben: Wem die Doppelstockwagen ans Herz gewachsen sind, der muss sich von ihnen im Falle der S 4 verabschieden, sofern er nicht auf den RE ausweichen kann. Auch Toiletten wird es wohl nicht an Bord der S-Bahn geben. Für Direktverbindungen zum Hauptbahnhof wird sich die Fahrtzeit leicht verlängern. In vielen Fällen wird die Reisezeit aber insgesamt kürzer sein als bisher, wegen der Durchbindung über den Hauptbahnhof hinaus (Wegfall Umstieg), aufgrund des dichteren Takts (kürzeres Warten auf den nächsten Zug), zusätzlicher Haltestellen (kürzere Wege zur nächsten Haltestelle) und besserer Anschlüsse zwischen S 4 und den Bussen (Harmonisierung der Bahn- und Bus-Takte). Soweit die S 4 weitestgehend auf eigenen Gleisen fahren wird, muss sie auch nicht mehr auf verspätete Fern- und Güterzüge Rücksicht nehmen. Dies führt zu einer deutlich besseren Betriebsqualität (weniger Verspätungen). Unter dem Strich überwiegen aus meiner Sicht die Vorteile der S 4 ganz klar die wenigen Nachteile. Hinzu kommt dann eben noch die Entlastung des Fern- und Regionalbahnteils des Hauptbahnhofs durch den Wegfall der 104 Regionalbahn-Züge (bzw. 52 Zugpaare). Die so freiwerdende Kapazität könnte von anderen Verbindungen genutzt werden (z.B. zusätzliche Metronom-Züge Richtung Süden, NOB nach Westerland dann ab Hauptbahnhof z.B.), ebenfalls alles zum Fahrgastnutzen.

Ihrer Frage liegt die irrige Annahme zugrunde, es würden alle Fahrgäste am Hauptbahnhof aus der S 4 aussteigen oder in sie einsteigen, so wie es derzeit bei der R 10 der Fall ist, weil sie dort endet bzw. beginnt. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Fahrgäste mit Ziel- oder Startpunkten entlang des City-Tunnels der S-Bahn können diese mit der S 4 umsteigefrei erreichen, sie müssen, anders als derzeit, am Hauptbahnhof nicht aus- oder umsteigen. Für manche Fahrgäste, die derzeit von der R 10 auf die U-Bahn umsteigen, mag es mit der S 4 praktischer sein, dies schon am Berliner Tor zu tun. Im Übrigen: Dadurch, dass auf den beiden Innenstadtstrecken zwischen Hauptbahnhof und Altona (Verbindungsbahn und City-Tunnel) in der Hauptverkehrszeit innerhalb von 10 Minuten zukünftig jeweils vier statt drei Linien fahren werden (neben der S 4 dann auch noch die S 32), ergibt sich für Fahrgäste, die auf einem der beiden S-Bahnsteige im Hauptbahnhof auf den nächsten Zug warten, schneller die Möglichkeit, den Hauptbahnhof zu verlassen. Sie müssen dann also nicht so lange auf dem Bahnsteig warten. Und die Fahrgäste der S 4, die tatsächlich noch am Hauptbahnhof ein- oder aussteigen werden, verteilen sich mit der S 4 ja auf deutlich mehr Züge, was auch zur Entzerrung beiträgt. Insgesamt rechne ich, auch was die Fahrgastströme angeht, eher mit einer Entlastung durch die S 4, aufgrund der beschriebenen Effekte. Soweit der Platz auf den S-Bahnsteigen knapp wird, rege ich an, sie zu entrümpeln. Platz für Fahrgäste ist, wenn knapp, wichtiger als Cola- und Snackautomaten oder Wurstbuden und Werbevitrinen direkt auf dem Bahnsteig.

Als Rahlstedter freue ich mich, wie die allermeisten Anderen auch, auf die S 4, auch wenn es bis zu ihrer Betriebsaufnahme leider noch gut zehn Jahre dauern dürfte.

Mit freundlichen Grüßen

Ole Thorben Buschhüter
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
20.08.2014
Von:
Kay

Sehr geehrter Herr Buschhüter,

Am 22. Mai 2014 hat die Bürgerschaft mit den Stimmen der SPD die Rückverlegung der Bushaltestelle Gerichtstraße abgelehnt (Drs. 20/11746). Viele Mitarbeiter des Altonaer Gerichts stellen sich u.a. folgende Fragen:

"Wussten Sie bei der Beschlussfassung eigentlich, dass

  • mitten im Zentrum von Altona am 15. Juli 2013 erstmals seit mehr als 60 Jahren zwischen zwei Bushaltestellen (hamburgweit bisher einmalig) ein Abstand von fast 800 Metern eingeführt worden ist,

  • die Richtlinien für die "Angebotsqualität im HVV" als Haltestelleneinzugsbereich für dieses Gebiet eine Luftlinienentfernung als Radius um die Haltestelle von 300 m vorsehen,
(…)
Was sind die politischen Gründe, die dafür ausschlaggebend sind, dass Sie eine Maßnahme, die selbst aus "Busbeschleunigungssicht" ein Nullsummenspiel darstellt, unterstützen? Eine Maßnahme, die für alle betroffenen Busfahrgäste ein tägliches Ärgernis darstellt, weil die im Mehrminutentakt durch das Viertel rauschenden Busse, die erst kurz vor dem Bahnhof (wo sich das Einsteigen nicht mehr lohnt) halten, jedes mal daran erinnern, dass auch in Altona früher einmal die üblichen großstädtischen Qualitätsanforderungen an den Busverkehr eingehalten wurden. Von der Gefahr für die die Max-Brauer-Allee ohne jeden schützenden Übergang überquerenden Schulkinder gar nicht zu reden. Oder den älteren und behinderten Mitbürgern.

Sollten Sie dies alles aber nicht gewusst haben: fragen Sie doch ruhig einmal bei Ihren Fraktionsspitzen nach, warum man Ihnen angesonnen hat, sich gegen eine Rückverlegung der Haltestelle dahin auszusprechen, wo sie nach Meinung von weit über 2.000 Aufrufunterzeichnern, (bisher) ca. 170 Demonstranten und aller Mitglieder der Bezirksversammlung Altona hingehört."

Als Vorsitzender des Verkehrsausschusses und somit ausgewiesener Kenner der Materie erhalten Sie jetzt die Gelegenheit, Ihre Gründe in der Öffentlichkeit darzulegen und die Fragen zu beantworten.

mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
1Empfehlung
18.09.2014
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

wie zwischenzeitlich einigen Medien entnommen werden konnte, soll die Bushaltestelle Gerichtstraße zurückverlegt werden, und zwar wieder in den Bereich vor dem Amtsgericht. Damit wird dem Beschluss der Bezirksversammlung vom 27. März 2014 gefolgt und dem vielfach geäußerten Wunsch vieler Fahrgäste entsprochen. Die Zurückverlegung soll offenbar bereits im Herbst 2014 durchgeführt werden. Ich begrüße diesen Entschluss der zuständigen Behörde. Weitere Details werden Sie in Kürze sicherlich der Senatsantwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des Kollegen Arno Münster entnehmen können, der sich für die Rückverlegung der Bushaltestelle sehr stark gemacht hat. Sobald die Senatsantwort vorliegt ist sie unter folgendem Link verfügbar:
www.buergerschaft-hh.de

Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüteri
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
10.09.2014
Von:

Sehr geehrter Herr Buschhüter,

erst einmal vielen Dank für Engagement für die WC-Anlagen in Berne und Rahlstedt.

In Berne steht seit etwa zwei Wochen die Tür des ehemaligen Herren WCs offen und es ist Radiomusik zu hören, scheinbar hat die Sanierung begonnen. Gibt es inzwischen einen genaueren Termin als "Spätsommer" für die Inbetriebnahme?

Am Barmbeker Bahnhof, als einer der größten Umsteigebahnhöfe Hamburgs gibt es derzeit kein WC mehr. Das WC Haus wurde mit dem Umbau des Bahnhofes abgerissen, seitdem stand vor dem ehemaligen Hertie-Haus ein WC-Container. Dieser hatte allerdings im morgendlichen Berufsverkehr (erst ab 10:00) und Sonntags nicht geöffnet. Mit dem Hertie-Abriss ist dieser ebenfalls verschwunden. Eine geplante WC-Anlage im Bahndamm wurde aufgrund explodierender Kosten wieder verworfen und es soll wohl langfristig ein öffentliches WC im Hertie-Nachfolger-Gebäude geben.

Wird der WC-Container nach Abschluß der Abrißarbeiten wieder aufgestellt?

Weshalb kann das WC nicht in dem verbleibendem Teil des ehemaligen Restaurants Kentauros am neuen Ausgang Ecke Fuhlsbüttler Straße/Pestalozzistraße errichtet werden? Der Platz ist vorhanden, früher war dort ein Restaurant, also sollten dort die Versorgungsleitungen ebenfalls vorhanden sein.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2014
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

ich denke, wir können davon ausgehen, dass das Toilettenhäuschen am U-Bahnhof Berne in Kürze wieder eröffnet wird.

Was die Toiletten-Situation am U- und S-Bahnhof Barmbek angeht, so habe ich mit dem SPD-Sprecher im Regionalausschuss Barmbek/Uhlenhorst/Hohenfelde/Dulsberg, Alexander Kleinow, Kontakt aufgenommen. Auf der Grundlage seiner Auskunft kann ich Ihnen im Übrigen wie folgt antworten:

In dem neuen Gebäude, das auf der ehemaligen Hertie-Fläche errichtet wird, soll eine völlig neue öffentliche Toilettenanlage entstehen. Dies wurde in einem städtebaulichen Vertrag so vereinbart. Bis das so weit ist, wird es allerdings noch etwas dauern.

Für die Übergangszeit wurde deshalb zunächst auf der Nordseite des Bahnhofs ein Toilettencontainer aufgestellt. Da dieser bewacht werden muss, ist es finanziell nicht möglich, die Öffnungszeiten noch weiter zu verlängern. Man ging davon aus, dass der Bedarf vor allem nachmittags und in den frühen Abendstunden besteht.

Wegen der beginnenden Bauarbeiten und der erforderlichen Baustelleneinrichtungsfläche auf der Nordseite musste der Toilettencontainer zwischenzeitlich auf die Südseite des Bahnhofs umgesetzt werden, vor den Stadtplatz. Es wurde also nur der Standort des Toilettencontainers verändert, nicht aber der Container ersatzlos abgebaut. Auch die Öffnungszeiten dürften sich nicht verändert haben. Die Entfernung vom Bahnhof zum neuen Container-Standort müsste trotz Verlagerung ebenfalls in etwa gleich geblieben sein. Am Bahnhof Barmbek gibt es also auch weiterhin eine öffentliche Toilette.

Mit freundlichen Grüßen

Ole Thorben Buschhüter
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
29.09.2014
Von:

Ist Ihrer Meinung nach das Thema Seilbahn nach der verlorenen Abstimmung über die Hafen-Seilbahn verbrannt oder ist noch was zu retten? Kann es sein, dass die Seilbahn in anderen Teilen der Stadt an Stelle einer neu zu bauenden U-Bahn oder Tram Verkehrsprobleme wirksam lösen kann?
Wollen Sie meine Meinung teilen, dass
  • Seilbahnen schneller zu planen sind alles Trams und U-Bahnen
  • Seilbahnen schneller als Trams und viel schneller als U-Bahnen zu bauen sind,
  • dass Hamburg nicht so viel Zeit hat, auf die Fertigstellung langsamer U-Bahn-Projekte zu warten
  • wenig Probleme mit dem Baugrund (Grundwasser, Sumpf, Torf, Findlinge...)haben
  • viel weniger die anderen Verkehrsarten stören?
  • viel billiger sind als U-Bahnen
  • Sehr wirksam schnelle ÖPNV-Verbindungen schaffen und keine Parkplätze vernichten.
  • eine mit Trams vergleichbare Personen-Transportkapazität haben
  • in Medelin, La Paz, Koblenz, Istambul, Ankara schon lange erprobt sind

Wäre die Seilbahn vielleicht als zeitlweilge Zwischenlösung denkbar, bis eine U-Bahn fertig ist?

Wie schwierig ist es wohl, die Anwohner zu überreden, das Überflogen-Werden zu dulden oder zu ertragen oder machen Bürgerproteste Seilbahnen unmöglich? sieh auch z.B. green.wiwo.de
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
1Empfehlung
29.09.2014
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

ich finde, dass die Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Hamburg-Mitte eine kluge Entscheidung hinsichtlich der Seilbahn über die Elbe getroffen haben. Ich persönlich hätte auch mit Nein gestimmt, wäre ich abstimmungsberechtigt gewesen. Eine Seilbahn passt nicht zu Hamburg.

Während das gescheiterte Seilbahnprojekt rein privatnützig sein sollte, zielt Ihre Frage ja auf Seilbahnen als Teil des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Auch dies kann ich mir für Hamburg allerdings kaum vorstellen. Sie haben in Ihrer Frage auf einen Artikel der Wirtschaftswoche verwiesen, aus dem ich kurz zitieren möchte:

"Nicht alle Verkehrsprobleme aber lassen sich in luftiger Höhe lösen. Denn die Kapazität von Seilbahnen ist begrenzt: Wo 20.000 Passagiere und mehr pro Stunde transportiert werden müssen, sind nur noch Metros dem Ansturm gewachsen. Auf Strecken von mehr als sieben Kilometern sind Seilbahnen wiederum meist zu langsam. Und weil Gondeln auf gleicher Strecke oft drei mal weniger Stationen anfahren als Busse, sind sie weniger gut geeignet, um Stadtviertel kleinteilig zu erschließen.³

Vor diesem Hintergrund beantwortet sich Ihre Frage eigentlich von selbst. Ich finde, die Stadt Hamburg ist gut beraten, wenn sie weit erhin auf einen konsequenten Ausbau des Schnellbahnnetzes und attraktive Zubringerbuslinien setzt. In diesem Zusammenhang haben sich Senat und SPD für die nächsten Jahre viel vorgenommen: Die Verlängerung der U4 bis zu den Elbbrücken, den Bau der S4 nach Bad Oldesloe, den Umbau der AKN-Strecke zur S21 nach Kaltenkirchen, neue Haltestellen (S Ottensen, S Elbbrücken, U Oldenfelde), das Busoptimierungsprogramm, den barrierefreien Umbau aller Schnellbahnhaltestellen, die Verlängerung der U4 von Horner Rennbahn nach Horner Geest, und schließlich den Bau der neuen U-Bahn-Linie U5. Seilbahnen wären für diese wichtigen Projekte nicht annähernd ein adäquater Ersatz.

Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüter
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
30.09.2014
Von:

Sehr geeherter Herr Buschhüter,

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort auf die Seilbahnfrage!
Fußgänger-Leistungsfähigkeit des Hbf:

Im täglichen Erleben, aber auch auf www.nahverkehrhamburg.de wird der Hamburger Hbf und besonders dessen Fußgängerstege als überlastet bezeichnet.
Was halten Sie von folgenden Lösungen:
Damit die Leute nicht alle nur am Hbf aus- & umsteigen:

  • ALLE Züge ohne jede Ausnahme halten auch in Harburg und Bergedorf, Bergedorf erhält eine noch bessere Anbindung mit Expressbussen in den Norden von HH.
  • IC-Züge Bremen-Schwerin halten (zumindest bei Verspätung) nicht am Hbf, sondern fahren tangential von Harburg direkt nach Bergedorf.
  • Sie sprechen bei anderen Antworten hier von Entrümpeln von Bahnsteigen: wie wäre es mit dem Entrümpeln von Verkaufsständen auf den Stegen quer zu den Bahnsteigen?
  • was halten Sie davon im Osten den Fußgänger-Tunnel von der U-Bahn unter der S-Bahn in Richtung Fernbahngleise zu verlängern?
  • der Hbf wird vielfach als doppelter Kopfbahnhof betrieben. Was halten Sie davon, wenn mehr Züge Altona als Endpunkt wählen oder später Diebsteich zu einem leistungsfähigen Kehrbf. für beide Richtungen ausgebaut wird.
  • Berlin und Brandenburg haben erfolgreich in Berlin alle RE-Bahnen zu Durchmesser-Linien gemacht: Könnte man nicht auch mit Bremen, Niedersachen und Schleswig-Holstein zu vergleichbaren Lösungen kommen und von Cuxhafen nach Westerland, von Bremen oder Göttingen nach Kiel fahren?
Antwort von Ole Thorben Buschhüter
1Empfehlung
10.10.2014
Ole Thorben Buschhüter
Sehr geehrter Herr ,

die Kapazität des Hamburger Hauptbahnhofs ist Gegenstand verschiedener
Untersuchungen. Hinsichtlich der Kapazität im Eisenbahnbetrieb verweise
ich auf den "Plan zur Erhöhung der Schienenwegkapazität (PEK) für den als
vsl. in naher Zukunft überlastet erklärten Schienenweg Bahnhof Hamburg
Hbf", der hier heruntergeladen werden kann:
www.fahrgastbeirat.org
f.PDF .

Was den Kapazität im Fahrgastbetrieb angeht, also die Belastung der
Bahnsteige und sonstigen Zugangsbereiche (Süd- und Nordsteg, Wandelhalle,
Umfeld), so wird es hierzu zwei Verkehrsstromanalysen geben, die genau
dieser Frage nachgehen sollen. Eine im Auftrag der DB AG zum Hauptbahnhof
selbst und eine im Auftrag der Stadt zum Umfeld des Hauptbahnhofs. Mit
Ergebnissen ist im nächsten Jahr zu rechnen.

Die Frage zusätzlicher Halte (in Harburg und Bergedorf) muss genau
abgewogen werden, denn jeder zusätzliche Halt verlängert auch die
Fahrtzeit und verringert so die Kapazität des Schienenwegs. Ob der Bahnhof
Bergedorf durch Expressbusse Richtung Norden eine Bedeutung über Bergedorf
hinaus erreichen kann, wage ich zu bezweifeln. Auch die Idee, IC-Züge in
der Relation Bremen - Schwerin am Hauptbahnhof vorbei umzuleiten, kann ich
mir allenfalls für absolute Notfälle vorstellen. Ich gehe davon aus, dass
im Hamburger Hauptbahnhof ein nicht unerheblicher Fahrgastwechsel
stattfindet, weil die wenigsten Fahrgäste die Langstrecke Bremen -
Schwerin fahren. Wenn man verspätete Züge am Hauptbahnhof vorbeifahren
ließe, müsste man die dort wartenden Fahrgäste nach Harburg oder Bergedorf
dirigieren, was mit Umsteigen und mehrmaligem Treppensteigen verbunden
wäre. Ich glaube nicht, dass das im Sinne der Fahrgäste wäre.

Den alten Südstegtunnel gibt es ja noch, er ist hinter Gleis 4 nur
verschlossen und wird meines Wissens für Versorgungsleitungen genutzt. In
der Tat wäre das eine interessante Option, die bestimmt Gegenstand der
oben erwähnten Untersuchungen sein wird. Darüber hinaus gibt es auch den
Vorschlag, von der Steintorbrücke aus Zugänge zu den Bahnsteigen zu
schaffen, was ebenfalls Fußgängerströme entzerren könnte. Da gleiche gilt
für eine Entrümpelung des Südstegs. Hier ist bei weiter steigendem Bedarf
sicherlich noch Luft nach oben.

Durchmesser-Linien können ebenfalls geeignet sein, die Fußgängerströme im
Hauptbahnhof zu reduzieren. Auf der anderen Seite können
eisenbahnbetriebliche Gesichtspunkte auch dagegen sprechen, im PEK (s.o.)
gibt es hierzu Ausführungen. Gleichwohl gehe ich davon aus, dass es hier
in den nächsten Jahren zu Änderungen kommen wird.

Mehr kann ich Ihnen hierzu aktuell nicht sagen. Das Thema wird uns aber im
nächsten Jahr ganz bestimmt wieder begegnen, wenn die angekündigten
Untersuchungen abgeschlossen sind.

Mit freundlichen Grüßen
Ole Thorben Buschhüter
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