Norbert Hackbusch (DIE LINKE)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
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Norbert Hackbusch
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Verlagsangestellter, Gruner + Jahr in Hamburg
Wohnort
-
Wahlkreis
Altona , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 5.547, 4,0%
Landeslistenplatz
8
Die Frage des Bedingungslosen Grundeinkommens ist wirklich spannend, aber ich bin noch nicht entschieden. (...) Die Unterstützer solcher Forderungen werden ein neues soziales Kürzungsprogramm durchführen. (...)
 
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Frage zum Thema Verkehr / Infrastruktur / Stadtentwicklung
01.02.2008
Von:

Lieber Norbert Hackbusch,

in Hamburger Verkehrsunternehmen, ist es zurzeit gängige Praxis, in Folge der EU-Richtlinie 2001/85/EG über Vorschriften für Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als acht Sitzplätzen und der Straßenverkehrszulassungsordnung von 2005 nur noch jeweils eine/n Rollstuhlfahrer/in zu befördern, da in fast allen Bussen nur ein Rollstuhl-Aufstellplatz in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist.

Das führt seit August des letzten Jahres, wie ich auch vor wenigen Tagen auf der Linie 115 miterleben durfte, zu Rollstuhlfahrer/innen diskriminierendem Verhalten der Busfahrer/innen (-unternehmen).
Der Busfahrer weigerte sich einen zweiten Rollstuhlfahrer mitzunehmen. Und als es diesem, mit Unterstützung einzelner Fahrgäste gelang in den Bus zu gelangen, diese hinderten den Busfahrer durch körperlichen Einsatz daran die Rollstuhlrampe hochzuklappen, weigerte sich der Busfahrer cirka 10 Minuten lang weiterzufahren. Erst als die zweite Rollstuhlfahrerin den Bus wieder verließ fuhr der Busfahrer dann weiter.
Der Busfahrer berief sich dabei auf Anweisungen seines Arbeitgebers die ihn zwingen würden so zu handeln.

Ich denke eine sofort umzusetzende Maßnahme währe, wenn es nicht sofort möglich scheint auf allen Buslinien in sämtliche Bussen einen zweiten "sicheren" Rollstuhlstellplatz einzubauen, dann sollten alle Busunternehmen im ÖPNV sofort verpflichtet werden die Taktzeit ihrer Busse zu halbieren und in "Stoßzeiten" sogar zu dritteln. Doppelt und dreimal so viele Busse auf allen Linien nützen allen. Und schafft außerdem noch eine Menge Arbeitsplätze.

Was gedenken Sie in der künftigen Bürgerschaft dafür zu unternehmen, dass dieses diskriminierende Verhalten unverzüglich aufhört?
Was gedenken sie weiterhin dafür zu tun, dass Stattteile wie Osdorf (Osdorfer Born) und Steilshop endlich einen S-Bahnanschluss bekommen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Norbert Hackbusch
8Empfehlungen
04.02.2008
Norbert Hackbusch
Sehr geehrter Herr ,

leider kenne ich mich mit dieser Verordnung nicht aus. Aber es müßte doch mit wenigem Aufwand möglich sein, wieder zwei Rollis gleichzeitig in den Bus zu lassen. Hier ist das Unternehmen gefordert, die fälligen Maßnahmen zu treffen.

Die höhere Taktzahl unterstütze ich zusätzlich. Denn viele Busse sind gerade in den Hauptverkehrszeiten überfüllt. Geringere Taktzeiten würde die Verkehrsanbindung verbessern und die Fahrt angenehmer machen.

Die Anbindung von Lurup und Osdorf ist überfällig. Ein modernes Straßenbahnsystem (siehe diverse Städte v.a. auch in reich) würde ein preisgünstige, angenehme Verbindung herstellen können.

mit freundlichen Grüßen
Norbert Hackbusch
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Frage zum Thema Wirtschaft
04.02.2008
Von:
Ulf

Sehr geehrter Herr Hackbusch,

von allen Parteien wird der Linken vorgeworfen, sie habe nur ein Oppositionsprogramm und wäre kein zuverlässiger Koalitionspartner.

Was haben Sie dazu zu sagen?

Mit freundlichen Grüßen,

Ulf
Antwort von Norbert Hackbusch
16Empfehlungen
06.02.2008
Norbert Hackbusch
Sehr geehrter Herr ,

natürlich sind wir ersteinmal Oppositionspartei. Die Linke ist entstanden als die ganz große Koalition SPD/GRUENE/CDU/FDP Hartz IV etc. beschlossen haben und die Verteidigung Deutschlands mit militärischen Mitteln am Hindukusch. Ich bin davon überzeugt, dass so dramatische Beschlüsse nur aufgrund einer fehlenden kräftigen Opposition möglich waren. Das heißt: Opposition wirkt und ist absolut notwendig. Und sie ist eine wichtige verantwortungsvolle Aufgabe.

Und wir haben gesagt, dass wir uns eine Unterstützung einer rotgrünen Regierung in Form einer Tolerierung vorstellen können. Dazu haben wir ein Sofortprogramm vorgelegt mit Forderungen für Hamburg, die sofort umgesetzt werden können. Eine Koalition lehnen wir gegenwärtig ab: Die Parteien SPD und GAL fordern vieles Soziales unterstützen aber gleichzeitig immer noch die Agenda 2010. Sie waren vorher die große Privatisierungsdurchführer und lehnen diese plötzlich (ohne große innerparteiliche Diskussionen) ab - wir halten das für wenig glaubwürdig. Außerdem betonen beide Parteien in allen Interview in diesen Tagen, dass ihr fast wichtigstes politisches Ziel ist, die Linke unter 5 % zu drücken. Keine Basis für eine vertrauenswürdige Zusammenarbeit - zumal mit einer Partei, die zum ersten Mal in die Hamburgische Bürgerschaft kommt.

Trotzdem ist der Wechsel von Beust zu Naumann mit uns möglich - und Hessen zeigt: Ohne die Linke könnte Koch einfach weiter regieren!!
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Frage zum Thema Arbeit
10.02.2008
Von:

Hallo Herr Hackbusch,
die Ärzte/in stellen um auf Billiglohn!!!
Bei den Bewerbungen um einen neuen Arbeitsplatz im Bereich Gesundheit, machte ich folgende Erfahrungen:
fast 90% der Angebote in den entsprechenden Publikationsmitteln, waren Jobs auf der 400 € Basis. Der Rest teilte sich auf in 15 bis 30Std. Jobs und Personalvermietungen auf seltene Angebote 38,5Std..

Wie wollen Sie diese schlechten Bedingungen für Arbeitslose (nicht nur im Bereich Gesundheit) verbessern.
mfg
K.
Antwort von Norbert Hackbusch
10Empfehlungen
12.02.2008
Norbert Hackbusch
Hallo Frau ,

Sie stehen mit ihren Erfahrungen leider nicht allein da. Die angebotenen Löhne sind vielfach zu gering, um davon einigermaßen leben zu können. Wir Linken haben sich seit ihrer Entstehung v.a. auch damit auseinandergesetzt. Leider gibt es keine Möglichkeit solche Arbeitsbedingungen einfach per Gesetz zu verbieten - aber es gibt trotzdem viel zu tun:

Wir werden uns in Hamburg für den Mindestlohn und Tariflöhne stark machen. DAs kann in Hamburg z. B. über die öffentlichen Ausschreibungen geschehen. Gute Löhne sollten im Zentrum der Wirtschaftspolitik stehen und nicht Wachstum über alles.

Aber wichtig ist auch ein geändertes soziales und politisches Klima. Selbst eine öffentliche Diskussion kann etwas verändern und da sollte jeder mit seinen Erfahrungen sich beteiligen.


Wichtig ist ebenso der Streit um erhöhte Sätze für Erwerbslose. In diesen Tage hat die BILD-Zeitung eine neue Kampagne eröffnet: Wer arbeitet ist blöd! nach dem altbekannten Motto: Die Arbeitslosen ruhen sich in ihrer Hängematte aus. Damit sollen die Sätze für Erwerbslose und die Druckmittel noch mal erhöht werden - mit den bekannten Ergebnissen: Danach werden die Löhne noch weiter sinken, weil die "Arbeitgeber" Menschen zu jedem unmöglichen Lohn bekommen.


Deshalb wollen wir gegen die BILD-Kampagne anstinken. Denn sie verteidigt nicht die Menschen mit geringen Löhnen, sondern würde eine neue Spirale der Lohnsenkung nach sich ziehen.
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Frage zum Thema Soziales
15.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Hackbusch,

wenn Sie 800 Euro inkl Miete für unakzeptabel halten, was denken Sie dann darüber, das kleine Selbständige, die sich aus Not an vernünftiger Arbeit und Bezahlung selbständig machen/mussten, bei 800 Euro auch noch mind. 240 Euro Rentenversicherung zahlen sollen, wodurch dann insgesamt nach allen Abzügen unter 500 Euro über bleiben.
Oder das Selbständige Schwangere/Mütter ihre KV und RV voll alleine selber zahlen müssen. Wenn man für die Angestellte sagt: Eine Hälfte zahlt Dein Arbeitgeber, die andere übernimmt die Allgemeinheit, wieso soll das nicht auch für kleine Selbständige gelten. Wieso sind die völlig verloren und müssen in die Armut springen, wenn sie über Kinder noch einen Beitrag zur Gesellschaft leisten wollen?

Für mich alles unhaltbare Zustände.

Haben Sie Ideen dazu?

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