Nicole Maisch (GRÜNE)
Kandidatin Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Nicole Maisch
Jahrgang
1981
Berufliche Qualifikation
k.A.
Ausgeübte Tätigkeit
Wahlkreismitarbeiterin von Antje Vollmer, Studentin: Politikwissenschaft, Soziologie, Anglistik
Wohnort
-
Wahlkreis
Waldeck
Ergebnis
4,5%
Landeslistenplatz
7, Hessen
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Frage zum Thema Steuern
09.08.2005
Von:

sehr geehrte frau maisch,

ich bin seit 11 jahren (seit 1994) selbständig mit einer handvoll angestellten. von anfang an wurden alle steuerangelegenheiten von meinem steuerberater ausgeführt, der außerdem informationen für kleinunternehmen zusammengestellt hat, was sich im steuerrecht ändert. in den ersten jahren meiner selbständigkeit war das ein beidseitig bedrucktes DinA4-blatt mit ca. 20 punkten, welches zum jahresende über die anstehenden änderungen informierte. seit bestehen der rot-grünen bundesregierung haben sich diese mitteilungen vervielfacht. inwischen erhalte ich diese mitteilungen nicht mehr einmal im jahr, sondern monatlich und es ist nicht mehr 1 DinA4-blatt sondern 3.

also ca. ver-36fachung !!! das schreit zum himmel und macht die kleinunternehmen kaputt.

wann (oder ob überhaupt) und wie wollen sie das ändern?

mfg m.
Antwort von Nicole Maisch
bisher keineEmpfehlungen
09.08.2005
Sehr geehrter Martin Schmidt,

danke für Ihre Anfrage zum Thema Steuerrecht.

Sicherlich haben Sie Recht, wenn Sie das Übermaß an Bürokratie kritisieren, mit dem gerade Kleinunternehmer in Deutschland immer noch zu kämpfen haben. In diesem Bereich müssen wir als PolitikerInnen noch viel tun, damit mittelständische Unternehmer nicht unter einer Flut von Verordnungen ersticken. Das betrifft beileibe nicht nur das Steuerrecht. Allerdings teile ich Ihre Einschätzung, seit Bestehen der rot-günen Bundesregierung sei alles schlimmer geworden, nicht. Mit der 2003 gestarteten Initiative "pro Mittelstand" hat die rot-grüne Bundesregierung einen wichtigen Schritt unternommen, um mittelständischen UnternehmerInnen das Leben zu erleichtern. Auch im Bereich des Steuerrechts. Die vielen Änderungen, von denen Sie in Ihrer Anfrage sprechen, sind häufig auch zu Gunsten der Unternehmerinnen und Unternehmer. So etwa:
  • die Umsatzsteuergrenze wurde auf 17.500 Euro angehoben
  • die Buchführungsgrenzen wurden von 260 Tsd. auf 350 Tsd. (für den Umsatz) bzw. von 25 Tsd. auf 30 Tsd. (für den Gewinn) erhöht
  • über 80% der mittleren und kleineren Unternehmen sind als Personengesellschaften organisiert und profitieren somit unmittelbar von der Senkung der Einkommenssteuersätze
  • gerade kleiner Unternehmen profitieren von der Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommenssteuer

Für die nächsten Jahre haben sich die Grünen zur Entlastung der Unternehmen folgendes vorgenommen.

  • Senkung der Lohnnebenkosten im unteren Einkommensbereich
  • Weiterer Abbau von Kammerzwängen
  • Modernisierung des Gesellschaftsrechts
  • Bürokratieabbau in der Verwaltung

Mehr zum grünen Wahlprogramm und zu mir finden Sie auf meiner Homepage: www.nicolemaisch.de Schauen Sie doch mal vorbei.

Es grüßt Sie herzlich
Nicole Maisch
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Frage zum Thema Gesundheit
16.08.2005
Von:
-

Sehr geehrte Kandidatin,
ich bitte Sie freundlichst um die Beantwortung der folgenden Fragen. Die Sachverhalte wirken zwar primär eher speziell, bei näherem Hinsehen sollten Sie jedoch feststellen das die Thematik starke Brisanz besitzt. Denn: 1,2 Millionen professionell Pflegende sowie ca. 5 Millionen zu pflegende Menschen und deren Angehörige möchten wissen, welche Partei für sie wählbar ist!

Vielen Dank für Ihre Antworten vor Mitte September,

mit freundlichen Grüßen,
T. -

• Wie sieht das Programm Ihrer Partei zum Umbau des Gesundheitswesens aus?
• Welche Vorstellungen hat Ihre Partei zur Prävention und Gesundheitsförderung entwickelt und in welcher Rolle sehen Sie die professionelle Pflege?
• Wie stellt sich Ihre Partei die Steuerungs- und Lotsenfunktion professioneller Pflege vor?
• Wie kann Ihrer Meinung nach rechtzeitige pflegerische Intervention erhebliche Kosten im Gesundheitswesen einsparen?
• Wie will Ihre Partei die Personalsituation von Pflegenden und Mitarbeitern im Gesundheitswesen verbessern?
• Bestehen in Ihrer Partei konkrete Überlegungen, dieses Wachstumspotential gezielt zu nutzen und Fördermittel in den Arbeitsmarkt Pflege umzuleiten?
• Welche Möglichkeiten sieht Ihre Partei, dass sich die Personalbemessungen in allen Handlungsfeldern der Pflege zukünftig am realen Pflegebedarf der zu versorgenden Klienten orientiert?
Wie steht Ihre Partei zum Erhalt der Fachkraftquote von 50 Prozent und wie wollen Sie die Versorgungsmängel beheben?
• Welche Pläne hat Ihre Partei zur weiteren Finanzierung der Pflegeversicherung?
• Wie steht Ihre Partei zu einer möglichen Erweiterung der Begutachtungskriterien zur Einstufung der Pflegebedürftigkeit um psychosoziale Hilfebedarfe?
• Welche Steuerungsmöglichkeiten sieht Ihre Partei, um den sinnvollen Grundsatz "Ambulant vor Stationär" konkret zu fördern?
• Wie steht Ihre Partei zur Hospizarbeit und zu Fragen der finanziellen Absicherung?
• Sieht Ihre Partei Chancen, die Regelung der Arbeitsplatzsicherung in der Zeit der Begleitung sterbender Angehöriger auch in Deutschland einzuführen?
• Wie steht Ihre Partei zur strukturellen Zusammenführung der Pflegeausbildungen?
• Wie planen Sie die Evaluationsergebnisse von Modellprojekten der Ausbildung in die gesetzliche Berufszulassung umzusetzen?
• Wie steht Ihre Partei zur Verlagerung der bisherigen Pflegeausbildung an Hochschulen, wie dies in den meisten europäischen Ländern bereits heute üblich ist?
• Mit welchen Maßnahmen will Ihre Partei dem absehbaren Pflegepersonalnotstand und der Unterversorgung der Pflegebedürftigen in Deutschland entgegenwirken?
• Welche Anforderungen stellt Ihre Partei an professionelle Pflege und wie soll diese finanziell durch Fort und Weiterbildungen sichergestellt werden?
• Mit welchen Maßnahmen will Ihre Partei Hochschulen und Praxisfelder der Pflegeforschung fördern und die Umsetzung in die Pflegepraxis unterstützen?
• Werden Sie einen Ausbau der Forschungskapazitäten für Pflege an Universitäten fördern?
• Welche Möglichkeiten sehen Sie, diese Ansätze zu unterstützen und wie fördert Ihre Partei die Schaffung der Rahmenbedingungen für die professionelle Umsetzung in die Pflegepraxis?
• Wird Ihre Partei weiterhin unqualifizierte und unkontrollierte Pflege zulassen?
• Wie steht Ihre Partei zu der gesetzlichen Registrierung und Lizenzierung von Pflegenden?
• Wird Ihre Partei die Errichtung von Pflegekammern in Deutschland unterstützen?
• Könnten Sie sich vorstellen, eine/einen Bundesbeauftragten für alle Pflegeberufe zu etablieren?

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Frage zum Thema Bildung
01.09.2005
Von:

Die GJ fordert :
1.Abschaffung der Noten
2.Abschaffung des Sitzenbleibens
3.Abschaffung der Typentrennung (Sonderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien) und zusammenlegen aller Schüler unterschiedlichen Leistungsniveaus in eine Klasse.
4.Individuelle Förderung,sowie Selbstgestaltung einzelner Schüler.
5.Einführung von Ganztagsschulen.

Zu 1. Die GJ begründet diese Forderung damit, dass die Noten nicht die Leistung, sondern die individuelle Bewertung wiedergeben würden.
Ich bin der Meinung, dass die Durchsetzung dieser Maßnahme fatal wäre. Diese verführt zur Faulheit.
Wie sollen die Schüler zum Lernen motiviert werden? Welchen Maßnahmen zu Erziehung der Schüler sollen eingeführt werden? Wie soll ein Schüler sich selbst einschätzen wo so hierzu eigentlich noch nicht befähigt sein dürfte?
Was ist Ihr Standpunkt zur Einführung von Kopfnoten?

zu 2. Wie sollen die Defizite der Schüler in ihren Problemfächern sonst beseitigt werden? Meiner Meinung nach ist dies nur durch "Spezialunterricht" in kleinen Gruppen möglich. Die Mittel hierfür hat aber der Staat nicht.
Wie ist ihre Meinung hierzu?

zu 3. Auch diese Maßnahme halte ich für fatal.
Die Leistungdifferenzen sind so massiv, dass ein effektiver Untericht nicht mehr möglich wäre, da die einen massiv über- und die anderen massiv unterfordert wären. Wie soll hier eine effektiver Unterricht möglich sein?
Meiner Meinung nach ist es besser Gesamtschulen einzuführen, in denen Klassen aller hier genannt Schultypen untergebracht sind mit der Möglichkeit, dieser Schüler wechseln können, einzuführen.
Wie sehen sie das?

zu 4. Meiner Meinung nach muss ein Pflichtunterricht erhalten bleiben. Über diesen hinaus können Komponenten zur individuellen Gestaltung und Förderung eingeführt werden.
Wie ist Ihr Standpunkt hierzu?

zu 5. Welchen Vorteil bringen Ganztagsschulen gegenüber den bisherigen?

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