Nicole Maisch (GRÜNE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Nicole Maisch
© DBT/BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Jahrgang
1981
Berufliche Qualifikation
Politologin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Bundestages
Wahlkreis
Waldeck
Landeslistenplatz
7, Hessen
weitere Profile
(...) Vielen Dank für Ihre Frage zur Entwidmung der Bahnstrecke Bad Wildungen-Korbach.
Der Zugverkehr auf regionalen Nebenstrecken ist das Rückrat eines funktionierenden Nahverkehrsnetzes. Leider entwickelt sich der öffentliche Personennahverkehr in den letzten Jahren in Deutschland nicht wie wir es uns wünschen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Nicole Maisch
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
15.07.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Maisch

Ich betreibe einen Milchviebetrieb im Vogelsberg nun sind die Milchpreise Dank der CDU , SPD und FDP Milchpolitik Massiv eingebrochen , dass ich jeden Monat noch Geld drauf lege, um überhaupt arbeiten zu dürfen. Lang halten wir dies nicht aus, zumal hier einen anderen Arbeitsplatz zu finden bei der derzeitigen Wirtschaftssituation sehr schwer ist. Ich frage mich ob die Deutsche Milchwirtschaft bewußt von der Ploitik an die Wand gefahren wird? Die oben gennannten Parteien sind für mich und den größten Teil der Milchbauern nicht mehr wählbar. Ich möchte gerne von Ihnen eine Stellungnahme, wie wir weiter existieren könnten, oder ob wir gleich aufhören sollen.

MFG,
Antwort von Nicole Maisch
1Empfehlung
23.07.2009
Nicole Maisch
Sehr geehrte Frau ,

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen eine nachhaltige, qualitativ hochwertige und umweltgerechte Milcherzeugung bei fairen Verbraucherpreisen, die ohne Übermengen-Erzeugung und weltweite Marktverzerrung auskommt. Denn nur eine solche Milcherzeugung kann das Auskommen der bäuerlichen Betriebe sichern, landschaftsgestalterische Funktionen in den Mittelgebirgs- und Bergregionen übernehmen und einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der ländlichen Regionen leisten. Wir unterstützen darum den Kampf der Milchbauern und des Bundesverbands deutscher Milchviehhalter für gerechte Preise.

Wir haben in verschiedenen Anträgen die Bundesregierung aufgefordert, endlich alle national zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen, um die Milchmenge zu reduzieren. Gleichzeitig soll sie sich gemeinsam mit den MilcherzeugerInnen daran begeben, ein System zur flexiblen Anpassung der Produktionsmenge an die Nachfrage zu entwickeln und dessen Durchsetzung auf europäischer und nationaler Ebene voranzutreiben. Leider wurden unsere Anträge von CDU/CSU, SPD und FDP abgelehnt. Wir halten die Umsetzung dieser beiden Ansätze aber für dringend erforderlich, um dauerhaft faire Preise für die Milchviehbetriebe erzielen zu können, und werden weiter dafür kämpfen.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Maisch
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
31.07.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Abgeordnete,

durch die Regonalisierung des SPNV gibt es keine Lang RE Züge mehr, die z.B. auch den Kurort Bad Wildungen bedienten.
Wird es hier eine Gesetzesänderung geben um diese Verbindungen wieder zu ermöglichen?

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Nicole Maisch
bisher keineEmpfehlungen
04.08.2009
Nicole Maisch
Sehr geehrte Frau ,

durch die Kürzung der Regionalisierungsmittel durch die CDU/SPD Bundesregierung stand die Bahnanbindung Bad Wildungen bereits mehrfach kurz vor dem Aus. Zeitweise gab es nur noch vier Zugpaare von und nach Bad Wildungen. Aus Sicht der GRÜNEN ist die Regionalisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) an sich eine sinnvolle Einrichtung, da wir auf diese Weise die Verkehrsverbünde geschaffen und damit abgestimmte Angebote im ÖPNV geschaffen haben.

Aus unserer Sicht müssen aber die Regionalisierungsmittel erhöht werden, um den Schienenpersonennahverkehr auch im ländlichen Raum attraktiv, d.h. höhere Taktung und höhere Geschwindigkeit, zu halten. Wir Grüne wollen weniger Geld in Autobahnen und mehr Geld in bessere Zugverbindungen investieren.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Maisch
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
07.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Maisch,

mit Abscheu und Ekel habe ich den Bericht der Sendung Kontraste vom 30. Juli 2009 www.rbb-online.de über die betäubungslose Kastration von Ferkeln gesehen.


Eingedenk der Staatszielbestimmung des Artikel 20a Grundgesetz, wonach der Staat die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Recht und Gesetz durch die Exekutive und die Judikative schützen soll, empört es mich, dass das Tierschutzgesetz die Praxis der betäubungslosen Kastration von jungen Ferkeln, Rindern, Schafen und Ziegen bis heute zulässt.


In § 5 Abs. 3 TierSchG heißt es wörtlich:

(3) Eine Betäubung ist ferner nicht erforderlich
1. für das Kastrieren von unter vier Wochen alten männlichen Rindern, Schafen und Ziegen, sofern kein von der normalen anatomischen Beschaffenheit abweichender Befund vorliegt,
1a. für das Kastrieren von unter acht Tage alten männlichen Schweinen, sofern kein von
der normalen anatomischen Beschaffenheit abweichender Befund vorliegt.


In Ansehung Ihrer Mitgliedschaft im Ausschuss des Bundestages für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz möchte ich Sie daher fragen,

inwieweit Sie die vorgenannte gesetzliche Norm für gemeinhin ethisch vertretbar halten,

welcher vernünftige Grund die oben beschriebene Zufügung von Schmerzen zu rechtfertigen vermag (§ 1 Satz 2 TierSchG: Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen),

ob Sie Initiativen ergriffen haben, § 5 Abs. 3 Nr. 1 und 1a TierSchG ersatzlos zu streichen

und

inwieweit in der landwirtschaftlichen Praxis Möglichkeiten ausgeschöpft werden, Schmerzen und Leiden der Tiere trotz fehlender Betäubung zu vermindern (§ 5 Abs. 1 Satz 4 TierSchG: Ist nach den Absätzen [...] 3 [...] eine Betäubung nicht erforderlich, sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Schmerzen oder Leiden der Tiere zu vermindern).


Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Nicole Maisch
bisher keineEmpfehlungen
11.08.2009
Nicole Maisch
Sehr geehrter Herr ,

das Thema betäubungslose Kastration von Ferkeln beschäftigt auch unsere Fraktion seit einiger Zeit. Deshalb haben wir im Juni letzten Jahres ein Fachgespräch zum Thema durchgeführt, in dem wir gemeinsam mit Agrar- und TierschutzexpertInnen Alternativen zu dieser für die Tiere qualvollen Praxis diskutiert haben. Hier finden Sie die Dokumentation des Expertengesprächs: tiny.cc Im Oktober 2008 haben wir dann im Bundestag einen Antrag (Drucksache 16/10615 ) gestellt, in dem wir Folgendes gefordert haben:

1. die Ausnahmeregelung zur Erlaubnis der betäubungslosen Ferkelkastration im Tierschutzgesetz in § 5 Abs. 3 zu streichen und damit die betäubungslose Ferkelkastration bis spätestens zum 31. Dezember 2011 zu beenden;

2. sich auf europäischer Ebene aktiv für ein endgültiges Verbot des betäubungslosen Kastrierens von Ferkeln zum gleichen Datum einzusetzen;

3. die praxistauglichen Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration schnellstmöglich in der Praxis einzuführen;

4. eine entsprechende Verbraucheraufklärung sowie Beratung der Landwirte zu fördern;

5. die Züchtung und Ressortforschung durch entsprechende Förderprogramme zu unterstützen.

Leider wurde dieser Antrag mit den Stimmen von CDU/CSU, FDP und SPD abgelehnt.

Meine Kolleginnen und ich werden aber weiter für mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung streiten.

Es ist aber auch wichtig, dass wir Rückendeckung aus der Bevölkerung erhalten.

www.provieh.de hat eine sehr erfolgreiche Kampagne gegen "Kastratenburger" gemacht. Schauen Sie sich die Seite doch mal an, vielleicht finden Sie ja eine Möglichkeit, sich zu engagieren.

Mehr Informationen zu unseren politischen Forderungen im Bereich Tierschutz finden sie unter www.gruene-bundestag.de

Es grüßt Sie herzlich

Nicole Maisch
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