Nicole Bracht-Bendt (FDP)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Nicole Bracht-Bendt
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
27.04.1959
Berufliche Qualifikation
Tischlergesellin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Buchholz in der Nordheide
Wahlkreis
Harburg
Ergebnis
10,8%
Landeslistenplatz
6, Niedersachsen
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(...) Zwar vermittelt der von Ihnen angesprochene Antrag der Linken den Eindruck, viel Unterstützung zu gewährleisten, dennoch sind diese Vorschläge schlicht nicht realisierbar. Die schwarz-gelbe Koalition war sich ihrer Verantwortung für die Contergangeschädigten stets bewusst, daher liefen parallel zu den Debatten zu Jahresbeginn die Vorbereitungen für die aktuellen, umfassenden Verbesserungen, denen nunmehr auch die Linken zugestimmt haben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wirtschaft
15.11.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Bracht-Bendt,

viele Abgeordnete beklagen die drastische Erhöhung der Stromkosten. Auch wir bedauern dies, da wir davon betroffen sind und ab nächstem Jahr ca. 20% mehr für diese Energie zahlen müssen.

Haben Sie (die FDP) schon mal daran gedacht, die Mehrwertsteuer für Energie auf 7% zu reduzieren?

Dies würde deutlich mehr Menschen zugute kommen, als Ihre Reduzierung der MWSt für Hotels. Die damalige Änderung ist m.W. ohne Probleme über die Bühne gegangen - warum also nicht nochmal das gleiche zum Vorteil von deutlich mehr Wählerinnen und Wählern..

mfg
Antwort von Nicole Bracht-Bendt
bisher keineEmpfehlungen
07.03.2013
Nicole Bracht-Bendt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Vorschlag.

Auch wir als FDP sind der Auffassung, dass der Staat sich nicht noch an der steigenden EEG-Umlage bereichern soll. Deshalb hat das FDP-Präsidium bereits im September 2012 beschlossen, die Stromsteuer in dem Umfang zu senken, wie der Bund bei steigenden Strompreisen Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer erzielt. Diesen Vorschlag, den der Bundesumweltminister bislang abgelehnt hat, werden wir im Rahmen der aktuellen Diskussion um die Strompreisbremse wieder einbringen.

Bitte sehen Sie mir nach, dass ich jetzt erst antworte.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Bracht-Bendt
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Frage zum Thema Soziales
03.01.2013
Von:

Welche Möglichkeit sehen Sie in Ihrer Funktion als Bundestagsabgeordnete, auf unannehmbare Zustände in Jobcentern Einfluss zu nehmen?
Als Betreuer einer Abiturientin musste ich im letzten Jahr öfter im Jobcenter in Winsen/Luhe vorstellig werden und dabei wurde deutlich, mit wie wenig Kompetenz, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Würde man dort behandelt werden kann. Auch der Versuch einer Intervention bei überregionalen Stellen in Hannover änderte an den Erfahrungen, die meine Schülerin und ich machen mussten, nichts Entscheidendes.
Durch den Kontakt mit anderen Kunden, wie die Klienten des Jobcenters genannt werden, konnte ich erfahren, dass es in Deutschland durchaus Jobcenter gibt, in denen die Klienten sich besser behandelt fühlen.
Es schien auch so zu sein, dass die Beschäftigungsverhältnisse einiger Mitarbeiter im Jobcenter selbst so prekär sind, dass sie kaum einen entspannten Umgang mit ihren Klienten finden können.

Man kann sich vorstellen, dass die Erlebnisse dort für meine Schülerin in der Zeit ihrer Vorbereitungen auf die Abiturprüfung alles andere als förderlich waren.
Noch einmal die Frage: Welche Möglichkeiten sehen Sie, darauf einzuwirken, dass sich solche Erfahrungen nicht wiederholen und dass Klienten, hier speziell des Jobcenters in Winsen, effektive Beschwerdemöglihckeiten bekommen in einer dem Jobcenter übergeordneten Einrichtung?
Mit freundlichen Grüßen,
W.
Antwort von Nicole Bracht-Bendt
bisher keineEmpfehlungen
07.03.2013
Nicole Bracht-Bendt
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre mail. Ich habe mit Interesse Ihre Erfahrungen zur Kenntnis genommen, muss Ihnen aber mitteilen, dass ich als Bundestagsabgeordnete leider keinerlei Möglichkeiten sehe, hier Einfluss zu nehmen. Ich rate Ihnen, sich direkt an das Jobcenter zu wenden und schriftlich Ihre Kritik zu äußern.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Nicole Bracht-Bendt
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Frage zum Thema Soziales
21.01.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Bracht-Bendt,

mit Niedersachsen haben die CDU/FDP nun 12 Landtagswahlen und 5 Ministerpräsidenten am Stück verloren. Wohl zu Recht, da das Programm der CDU/CSU und FDP sehr unsozial ist. In dieser Zeit ging die Schere zwischen reich und arm deutlich weiter auseinander. Wäre es nun nicht endlich ein gutes Signal sich als soziale Partei zu profilieren und als Anfang den Contergangeschädigten ihre Rente deutlich zu erhöhen?

Nachdem 1970 das Verfahren gegen das Pharmaunternehmen Grünenthal eingestellt wurde ist der Bund offiziell zum Schuldner geworden. Auf Drängen der Contergan-Verbände haben die Fraktionen selbst die Heidelberger Studie 2008 in Auftrag gegeben, um die Nöte der Conterganopfer zu ergründen. Die Heidelberger Studie zeigt hier eine dramatische Unterversorgung der Opfer des Conterganverbrechens auf und empfiehlt unter anderem eine deutliche Erhöhung der Conterganrente!
Denke Sie nicht auch, dass es hier mit einer simplen Verdoppelung der Conterganrente – wie dies vor den letzten Bundestagswahlen geschehen ist – nicht getan ist, sondern dass geklotzt und nicht gekleckert werden muss, um den Conterganopfern endlich die Unterstützung zukommen zu lassen die ihnen zusteht?

Außerdem betrachte ich mich nicht nur als deutscher Staatsbürger, sondern ganz besonders als europäischer Bürger.
Wäre es hier deshalb nicht endlich angebracht die Conterganrenten unserem europäischen Nachbarn England und Italien anzugleichen die über das DREIFACHE der deutschen Conterganopfer erhalten?
Und sollten die deutschen Conterganbehinderten nicht ebenfalls endlich unabhängig von Vermögen und Einkommen und egal ob sie noch arbeiten können wie ihre englischen Nachbarn ohne wenn und aber Umbauten für KFZ und Wohnung erhalten?
Sind Sie sich darüber im Klaren, dass die Conterganverbände auf keinen Fall Ruhe geben werden wenn die deutschen Conterganrenten nicht mindestens einem europäischen Standard angeglichen werden?

Mit freundliche Grüßen
Antwort von Nicole Bracht-Bendt
bisher keineEmpfehlungen
08.05.2013
Nicole Bracht-Bendt
Sehr geehrter Herr ,

ich nehme Bezug auf Ihr Schreiben und gehe gerne auf Ihre Fragen ein.
Ihre Kritik an der letzten niedersächsischen christlich-liberalen Koalition teile ich nicht, es stimmt nicht, dass in dieser Zeit die Schere zwischen am und reich deutlich weiter auseinander gegangen ist. Mit Verlaub, auch Ihre Behauptung, das Programm der Koalition sei unsozial, teile ich auch nicht.
In der Contergandebatte geht es uns Liberalen ausdrücklich nicht darum, uns damit zu profilieren, wie Sie sagen. Im Gegenteil. Wir fühlen uns solidarisch mit den Opfern dieser grausamen Katastrophe. Mit der dritten Änderung des Conterganstiftungsgesetzes hat die FDP-Bundestagsfraktion zusammen mit den anderen Fraktionen einen entscheidenden Beitrag geleistet, um gemeinsam die Opfer finanziell zu unterstützen. 120 Millionen Euro jedes Jahr - sicherlich können wir damit nicht das Leid der Menschen nehmen, wohl aber lindern. Unser Ziel ist es, den Opfern ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ich bin sehr froh, dass es der Koalition gelungen ist, diesen Kraftakt zu leisten.
Glauben Sie mir, die Lebenssituation der Contergangeschädigten berührt mich schon Jahrzehnte lang. Deshalb bin ich froh, als Abgeordnete dazu beigetragen zu haben, das Leben der Betroffenen durch finanzielle Hilfen zu erleichtern. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass wir eine sehr deutliche Erhöhung beschlossen haben: Und zwar geht es um eine sechsfache Erhöhung der Renten, von 1.152,00 Rente auf 6.912,00 Euro.
Für diese Gesetzesänderung haben mir Vertreter der jeweiligen Verbände ihren Dank ausgesprochen, zahlreiche Menschen können mit den beschlossenen Mitteln finanziell gesehen ein wesentlich besseres Leben führen. Selbstverständlich nehme ich dennoch gerne die Argumente auf und strebe weiterhin eine noch bessere Lösung an. Eine Drohung ist daher nicht nötig.

Mit freundlichen Grüßen

Nicole Bracht-Bendt
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