Miriam Gruß (FDP)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Miriam Gruß
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Diplom Politologin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Generalsekretärin der bayerischen FDP, Politikwissenschaftliche Doktorandin
Wahlkreis
Augsburg-Stadt
Landeslistenplatz
9, Bayern
weitere Profile
(...) Ein wirkungsvoller Schutz des ungeborenen Lebens ist jedoch nur mit und nicht gegen die Schwangere möglich. Wir brauchen aus diesem Grund ein flächendeckendes Netz von neutralen Beratungsstellen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
NEIN
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
nicht beteiligt
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
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Frage zum Thema Umwelt
17.12.2006
Von:
-

Sehr geehrte Frau Gruß,

was sagen Sie zur neuesten Augsburger Müllaffäre ?

siehe dazu:

www.onlyphpbb.de

Mit freundlichen Grüßen



Vorstandsmitglied der Bürgerbewegung für Kryo-Recycling und Kreislaufwirtschaft e.V.

www.total-recycling.org
Antwort von Miriam Gruß
3Empfehlungen
05.02.2007
Miriam Gruß
Sehr geehrter Herr ,

mit ein wenig Verzögerung, für die ich um Verzeihung bitte, meine Antwort zu Ihrer Frage bzgl. der neuesten Augsburger Müllaffäre. Ich beobachte die Entwicklung der Augsburger Müllverbrennungsanlage mit großer Sorge. Ich werde den Verdacht nicht los, dass die für die Aufsicht der Anlage Verantwortlichen hier mit ihrer Aufgabe überfordert sind. Es ist dringend nötig ein Aufsichtsgremium zu berufen, welches nicht nur politischem Proporz entspricht, sondern aufgrund überragender Fachkenntnis dieses Amt ausübt.

Leider tragen alle Skandale, die nun aufgedeckt sind, bzw. noch werden, nicht dazu bei, das ohnehin minimale Vertrauen der Bevölkerung in den Betrieb der Anlage zu verbessern. Ich erinnere mich noch an die 28.000 Einwendungen gegen den 1989 geplanten Bau der Anlage. Schon hier wurde deutlich, dass es dringend notwendig ist, sichere Technik mit kompetenten Betreibern und lückenloser Kontrolle des Betriebs zu kombinieren. Dies ist leider nicht der Fall.

Es stehen wohl wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Ein offener Dialog mit den Bürgern findet nicht statt und eine Kontrolle, aufgrund mangelnder Kompetenz auf Seiten der Aufseher, wird nicht ausgeübt.

Zum Glück kümmert sich nun die Staatsanwaltschaft um die Vorgänge. Wenn ich nun aber sehe, dass noch während der Ermittlung alter Vorgänge, neue Machenschaften ans Licht kommen, so bin ich auch persönlich sehr enttäuscht. Was bleibt zu tun? Ich denke personelle Konsequenzen in der Leitung müssen angedacht werden. Wer veranlasste die illegalen Verbrennungen?

Verantwortliche müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Last not least, muss ein kompetenter Aufsichtsrat bestellt werden, der zusammen mit dem LFU regelmäßig auf die Einhaltung bestehender Vorschriften drängt und auch die Macht hat, diese Maßnahmen notfalls gegen die Geschäftsführung durchzusetzen.

Was uns wohl noch lange beschäftigen wird, ist der Imageschaden, der der Anlage zugefügt wurde.

Mit freundlichen Grüßen
Miriam Gruß
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Frage zum Thema Familie
09.01.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Gruß,
in letzter Zeit hört man immer öfter, dass sich Scientology immer mehr im Bereich der schulischen Nachhilfeinstitute "einnistet" und darüber versucht unsere Kinder als Mitlglieder zu werben. In anderen Ländern haben sich hier Minister oder Sprecher für Jugend und Familie bereits dazu geäußert. Können Sie uns hierzu Auskünfte über solche Einflüsse seitens Scientology an bayrischen Orten oder den dort etablierten Nachilfeinstituten wie "Studienkreis" oder "Schülerhilfe" geben? Wir z.B. nutzen hin und wieder das Angebot des "Studienkreis" Weilheim/ObB.

hier ein interesannter Link zum Thema:
www.welt.de

Herzlichen Dank für Ihre Antwort im Voraus
Antwort von Miriam Gruß
2Empfehlungen
05.02.2007
Miriam Gruß
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zu dieser wichtigen Thematik. Die von Ihnen beschriebenen Vorfälle sind nicht von der Hand zu weisen. In einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium des Innern vom 7.8.2006 heißt es: "Scientology ist ganz gezielt auf dem Nachhilfemarkt aktiv geworden. Ziel ist es eindeutig, Jugendliche und ihre Eltern für Scientology zu interessieren, um sie letztlich anzuwerben. Eltern sollten Nachhilfeangebote deshalb auch unter diesem Gesichtspunkt ganz gezielt prüfen und sicherstellen, dass sie nicht unbemerkt Scientology auf den Leim gehen. Unter dem Deckmantel von verlockenden Nachhilfeangeboten betreibt SO Gehirnwäsche zur Mitgliederwerbung."

Meine Kollegin, die FDP-Stadträtin Nadja Hirsch aus München hat sich daraufhin besonders mit dem Thema Scientology und Schülernachhilfe befasst. Sie hat dazu eine Schriftliche Anfrage an den Münchener Oberbürgermeister gestellt. Die Stellungnahme des Kreisverwaltungsrates auf diese Anfrage verweist auf eine Internetseite, auf der die Schulen nach der Lehre L. Ron Hubbards verzeichnet sind. Unter www.appliedscholastics.org können Sie dies selbst nachsehen. Meines Wissens ist dort keine Schule in Weilheim verzeichnet.

Unter
www.muenchen.de (ab Seite 8) können Sie die vollständigen Antworten der Landeshauptstadt München an meine Kollegin Frau Hirsch nachlesen.

Ich kann nur an die Eltern plädieren, sich ein genaues Bild darüber zu verschaffen, wem sie Ihre Kinder anvertrauen. Das Problembewusstsein sowohl von Eltern als auch von Erziehern muss in dieser Hinsicht dringend geschärft werden, denn man muss von einer Beeinflussung wenn nicht gar von einer Gefährdung der betreuten Kinder ausgehen. Davor müssen wir unsere Kinder schützen und bewahren.

Mit freundlichen Grüßen
Miriam Gruß
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
03.02.2007
Von:

Hallo Frau Gruß,

Wann bitteschön kommt die Unterhaltsrechtsreform, die bereits für 01.04.2007 angekündigt wurde.
Im Tagesordnungsplan für die Sitzungen Ende Februar/Anfang März ist davon noch nichts zu lesen.
Wenn man Bundesrat und Bundespräsident mit einbezieht, bleibt wohl kaum noch Zeit für diesen Starttermin.
Antwort von Miriam Gruß
1Empfehlung
13.02.2007
Miriam Gruß
Sehr geehrter Herr ,

der Gesetzesentwurf zur Reform des Unterhaltsrechts wird derzeit in den Ausschüssen des Deutschen Bundestages behandelt. Anschließend müssen im Bundestag noch die zweite und dritte Lesung stattfinden sowie der "Zweite Durchgang" im Bundesrat. Allerdings wird in letzter Zeit vermehrt deutlich, dass sich die Koalition intern offenbar noch nicht einmal einig ist.
Verschiedenen Medienberichten (u.a. Focus 6/2007 und Süddeutsche Zeitung vom 9.2.07) war zu entnehmen, dass der 1.April als Datum des Inkrafttretens vom Justizministerium nicht eingehalten werden kann. Inzwischen wird der 1.Juli 2007 anvisiert.

Mit freundlichen Grüßen
Miriam Gruß
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Frage zum Thema Familie
26.02.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Abgeordnete,

erstmals vielen Dank dafür, dass Sie als einzige der Augsburger Bundestags-Abgeordneten alle in diesem Forum gestellten Fragen schnell und kompetent beantwortet haben. Ihre Kollegen, insbesondere der Abgeordnete der SPD, können sich an Ihnen ein Beispiel nehmen.
Nun zu meinem Thema: der von der SPD geplante massive Ausbau der Krippenplätze und die deutlichen pädagogischen Verbesserungen in den Horten sollen durch einen einmaligen Verzicht auf die kommende Kindergelderhöhung in Höhe von zehn Euro monatlich finanziert werden. Durch Abstriche beim Ehegattensplitting für Besserverdienende sollen weitere 1,9 Milliarden eingespart werden. Dies soll anscheinend auch für ältere Ehegatten gelten, die zwar Kinder aufgezogen haben, die aber mittlerweile aus dem Elternhaus ausgezogen sind. Meiner Meinung nach ist das eine einseitige Förderung von außerhäusiger Kinderaufziehung in Krippen zu Lasten aller anderen Kindererziehungsformen wie häusliche Betreuung durch einen Elternteil oder alleinerziehende Mütter.
Meine Frage dazu: wie ist Ihre Position als Fachsprecherin Ihrer Partei für Familie und Kinder dazu ? Werden Sie das SPD-Konzept unterstützen oder ablehnen ?

Besten Dank im voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Miriam Gruß
3Empfehlungen
01.03.2007
Miriam Gruß
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zum einen freue ich mich natürlich darüber, dass das Thema "Kinder und Familie" derzeit eine große Konjunktur erlebt, zum anderen ärgere ich mich aber - wie Sie - über die vielen undurchdachten Vorschläge, die vorschnell auf den Tisch geworfen werden.
Am vergangenen Montag hat die SPD Ihre Finanzierungsvorschläge vorgestellt. Ich lehne einen Verzicht auf die Kindergelderhöhung ab, weil dadurch die Familien benachteiligt werden, die nicht mehr von der ausgebauten Betreuungsinfrastruktur profitieren können. Deshalb lehne ich das SPD-Konzept ab. In Fragen der Finanzierung dürfen wir nicht nur einseitig denken, wie Familien wiederum andere Familien finanzieren können. Ich möchte keine Wertung vornehmen, ob ein Kind besser zu Hause oder besser in der Kita aufgehoben ist. Beides muss anerkannt werden und die Eltern müssen die Freiheit haben, zu entscheiden, welches Modell für ihre individuellen Verhältnisse das beste ist. Der quantitative und qualitative (das ist mir dabei sehr wichtig!) Ausbau der Kinderbetreuung ist wichtig, jedoch dürfen wir keinen Zwang zur institutionellen Kinderbetreuung damit verbinden.
Vielleicht haben Sie mein Interview in der Augsburger Allgemeinen am 24. Februar gelesen, dort habe ich meine Meinung auch nochmal unterstrichen.

Viele Grüße aus Berlin,
Miriam Gruß.
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
09.03.2007
Von:

Sehr geehrte Frau Gruß,

meine Frage bezieht sich auf die Aussetzung der Wehrpflicht. Ich kenne die Position der FDP hierzu und teile sie auch. Was ist Ihre persoenliche Prognose: Wie lange wird die Wehrpflicht in Deutschland noch bestehen? Immerhin ist es ja moeglich, dass die jetzige Koalition bis 2013 weiterregiert. Die FDP muss leider ohnmaechtig zusehen, wie die Bundesregierung an der Wehrpflicht unsinnigerweise festhaelt.

mit freundlichen Gruessen
Antwort von Miriam Gruß
1Empfehlung
12.03.2007
Miriam Gruß
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Beim Thema Wehrpflicht vertritt die FDP eine klare Position und ich freue mich, dass sie diese teilen. Eine genaue Prognose, wann genau die Wehrpflicht abgeschafft wird, möchte ich nicht abgeben. Letztlich wird der Wähler darüber entscheiden. Wie bei vielen Politikfeldern ist es schade, dass die FDP derzeit wenig gestalten kann. Doch dies spornt uns umso mehr an, so dass wir uns bei der nächsten Bundestagswahl dem Wählervotum gut gerüstet stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Miriam Gruß
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