Michael Schlecht (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Michael Schlecht
© Die LINKE
Geburtstag
25.06.1951
Berufliche Qualifikation
Volkswirt
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Stuttgart
Wahlkreis
Mannheim
Ergebnis
9,5%
Landeslistenplatz
4, Baden-Württemberg
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(...) Ich danken Ihnen für Ihre Anfrage. Der Fiskalvertrag stellt einen wesentlichen Einschnitt in die gesetzlichen Grundlagen der Wirtschafts- und Fiskalpolitik in Deutschland dar. Mit diesem Vertrag bekommt u.a. die so genannte Schuldenbremse eine quasi Ewigkeitsgarantie. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
27.09.2011
Von:

Sehr geehrter HerrSchlecht,

ich wende mich an Sie als Gewerkschaftssekretär und Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke mit der Frage ob Sie damit einverstanden sind, dass der DGB-Vorsitzende Sommer in Interviews und in einer teuren Anzeigenkampagne die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auffordert für die Bankenrettung irreführend, wahlweise auch Euro- Griechenland- oder gar Europarettung, zu stimmen?

Schon dass der Tenor, unisono und fast wortgleich mit Äusserungen von Industriebossen und Finanzmanagern übereinstimmt muss jedem zu denken geben, der einer Arbeit nachgeht die Dank tatkräftiger Unterstützung durch die Gewerkschaften immer weniger anerkannt und bezahlt wird.

Bei dem Hinweis auf den gefährdeten Wohlstand in den o.a. Verlautbarungen kann es sich bei sinkenden Realeinkommen breiter Bevölkerungscchichten, nur um den Wohlstand der Funktionärselite handeln.

Mit freundlichen Grüssen

F.
Antwort von Michael Schlecht
1Empfehlung
02.10.2011
Michael Schlecht
Sehr geehrter Herr ,

ich bin der Aufforderung von Michael Sommer sowie der Vorsitzenden der Einzelgewerkschaft nicht gefolgt, sondern habe bei der EFSF-Abstimmung am vergangenen Donnerstag wie meine gesamte Fraktion mit Nein gestimmt.

Der Anzeige des DGB liegt die Sorge zugrunde, dass ohne Erweiterung des EFSF Griechenland in den Konkurs geht und damit die gesamte Eurozone explodiert. In der Folge würde die deutsche Exportindustrie eine Aufwertung von um die 40 Prozent erfahren. Dies würde insbesondere so exportstarke Länder wie Baden-Württemberg zu einer weiteren europäischen Krisenregion machen; Hessen ebenfalls.

Diese Bedrohung sehe ich ebenfalls, bin jedoch der Auffassung, dass mit dem EFSF diese Gefahr nicht gebannt wird, sondern alles nur schlimmer wird.

Weiteres, u.a. meine persönliche Erklärung im Parlament sowie eine Pressemitteilung zu der DGB-Anzeige finden sie unter www.michael-schlecht-mdb.de. Wenn sie Interesse an weiteren Informationen haben, können sie sich auch in meinen mail-Verteiler eintragen.

Mit besten Grüßen

Michael Schlecht, MdB
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Frage zum Thema Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
18.10.2011
Von:

Ich bitte folgenden Widerspruch aufzuklären:

Sie als Bundestagsabgeordneter sind in DIE LINKE der Chefvolkswirt !
Sie als Gewerkschaftssekträr bei Ver.di sind dort ebenfalls Chefvolkswirt!

Im Bundestag haben Sie zur Abstimmung über den "Rettungsschirm" ausführlich begründet ( vgl. auch entsprechende Videoaufzeichnung auf Ihrer homepage ) weshalb Sie ( und DIE LINKE ) dagegen gestimmt haben!

Der DGB incl. Ver.di / Frank Bsirske veröffentlichen einen gegenteiligen Aufruf:
"Europa braucht Deutschland und Deutschland braucht Europa. Deshalb werben wir für die Zustimmung zum Rettungsschirm EFSE."

DiIE LINKE ist dem ( s.o. ) nicht gefolgt !

Meines Wissens hat auch Prof. Dr. R. Hickel - wenn auch mit großen Bedenken und weiteren Konditionierungen - für die Zustimmung gesprochen.

Ein Durcheinander in der politischen Linken ?

Ich sehe Ihrer Erläuterung mit Interesse entgegen !
Antwort von Michael Schlecht
1Empfehlung
19.10.2011
Michael Schlecht
Lieber Herr ,

weshalb ich gegen den EFSF gestimmt habe, brauche ich ja nicht noch einmal zu wiederholen. Dass Der DGB und auch mein Kollege Frank Bsirske den erwähnten Aufruf formuliert haben ist mir unverständlich, denn die mit dem EFSF verbundene Politik der Lohn- und Sozialkürzungen wird ja auch von den Gewerkschaften abgelehnt.

Siehe hierzu auch die Pressemitteilung, die ich anlässlich des DGB-Aufrufes herausgegeben habe:

www.michael-schlecht-mdb.de

Mit besten Grüßen

Michael Schlecht, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
19.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Schlecht,

Sie haben am 07.03.2012 im Bundestag vorgeschlagen, über den EU-Fiskalpakt "im Rahmen einer Volksbefragung" abstimmen zu lassen. Eine Volksbefragung ist eine unverbindliche Befragung, deren Ergebnis für niemanden bindend ist. Ist das wirklich Ihr Ziel - oder meinten Sie eine (verbindliche) Volksabstimmung?

Gruß aus Berlin

Antwort von Michael Schlecht
1Empfehlung
27.04.2012
Michael Schlecht
Sehr geehrter Herr ,

Ich danken Ihnen für Ihre Anfrage. Der Fiskalvertrag stellt einen wesentlichen Einschnitt in die gesetzlichen Grundlagen der Wirtschafts- und Fiskalpolitik in Deutschland dar. Mit diesem Vertrag bekommt u.a. die so genannte Schuldenbremse eine quasi Ewigkeitsgarantie. Bei eine derartig einschneidenden Entscheidung muss die Bevölkerung meines Erachtens besser beteiligt werden. Ich bin daher für eine verbindliche Befragung über den Fiskalvertrag. Etwas neidisch schaue ich in diesem Zusammenhang nach Irland, wo die Bevölkerung beim Fiskalvertrag das letzte Wort hat.

Beste Grüße
Michael Schlecht
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