Michael Neumann (SPD)
Abgeordneter Hamburg 2004-2008
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Grunddaten
Michael Neumann
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Berufssoldat
Ausgeübte Tätigkeit
Soldat a.D.
Wohnort
-
Bezirk
Hamburg-Mitte
Landeslistenplatz
10
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(...) Wir Sozialdemokraten waren gegen diesen Verkauf. Aber was heißt Verkauf, der LBK ist verschenkt worden. Und oben drauf hat die Stadt noch die Versorgungsverpflichtungen übernommen und Mio.-Beträge an Asklepios überwiesen. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Schulen
01.01.2008
Von:
Ang

Sehr geehrter Herr Neumann,

Ich finde es sehr lobenswert, dass sie zu den Politikern gehören die zumindest die meisten Fragen beantworten, vielleicht habe ich auch Glück.

mein Sohn besucht zwar erst die 1. Klasse, übrigens einer Privatschule, weil das Bildungssystem in Hamburg dermaßen schlecht ist; aber er kommt irgendwann in eine weiterführende Schule.

Für welche Auswahl, die die Eltern dann haben sollen, setzen sie sich ein?
Elitegymnasium und Resteschule?

Was mache ich wenn mein Sohn

a) nicht gut genug fürs Gymansium ist oder
b) nicht gut genug sein darf, da er aus einem sozial schwächeren
Elternhaus kommt?

Bitte antworten Sie mir schnell, da diese Frage für mich sehr
wahlentscheidend ist.

mfG
a.krogh
Antwort von Michael Neumann
6Empfehlungen
03.01.2008
Michael Neumann
Sehr geehrte Frau ,
vielen Dank für Ihre Mail. Erlauben Sie mir, meinen ersten Gedanken auf zu schreiben: Warum schreiben Sie, dass Ihr Sohn nicht "gut genug" für ein Gymnasium sein könnte. Ob ein Kind "gut" oder "schlecht" ist, ist doch weder von seinen schulischen Leistungen abhängig, noch von der besuchten Schulform. Wenn ich an meine eigene Schulzeit denke, so war weder meiner Familie noch mir in die Wiege gelegt, ein Gymnasium zu besuchen. Und auch meine schulischen Leistungen ließen meine Eltern häufig zweifeln... :o)
Kurz und gut: Jedes Kind muss die Chance bekommen, das Beste aus sich zu machen. Und deshalb sollten alle Schulen die Möglichkeiten bieten, zum Abitur zu führen. Vielleicht wird nicht jeder Schüler dieses Ziel erreichen, aber der Menschen beginnt auch nicht erst mit dem Abitur. Unser Vorschlag der Entwicklung von Stadtteilschulen soll genau dies ermöglichen.

Wenn Sie mögen, können wir uns aber auch gern direkt im Gespräch austauschen. Ich habe mein Abgeordnetenbüro im Horner Weg. Rufen Sie gern an (0170-9650817) und wir verabreden uns.

Alle Gute im Neuen Jahr.
Ihr Michael Neumann.
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.02.2008
Von:

Lieber Herr Neumann,

ich hatte vor einiger Zeit an Ihren Fraktionskollegen Böwer im kandidatenwatch.de die Frage gerichtet, ob ein SPD-Unternehmen mit der Versicherung "Victoria" einen Provisionsvertrag wegen der Riester-Rente abgeschlossen hatte. Herr Böwer hat meine Frage bisher nicht beantwortet. Das finde ich nicht gut. Wissen Sie Näheres darüber?

Mit freundlichen Grüßen
F.
Antwort von Michael Neumann
bisher keineEmpfehlungen
08.02.2008
Michael Neumann
Moin Herr ,

ich weiß darüber überhaupt nichts. Werde aber Herrn Böwer danach fragen.

Ein schönes Wochenende.

Michael Neumann.
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
23.02.2008
Von:
-

Lieber Herr Neumann,
wir haben uns schon einmal kennengelernt, als Sie uns und unseren Kindern vom Kindergarten Marienkäfer das Rathaus gezeigt haben. das war toll!
Ich bin absolut empört über die geplante Schliessung der Kinderbücherhalle am Grindel! Was können wir dagegen tun?
Obwohl wir in einem anderen Stadtteil wohnen, ist doch gerade diese besondere Bücherhalle für alle Hamburger Kinder wichtig und wir waren auch bereit dafür längere Anfahrtszeiten in kauf zu nehmen. Alle reden über PISA und das Kinder mehr lesen sollen und dann will man die einzige Kinderbücherhalle in HH schließen? Das kann nicht sein!
Bitte um Antwort. -
Antwort von Michael Neumann
1Empfehlung
28.02.2008
Michael Neumann
Sehr geehrte Frau -,

herzlichen Dank für Ihre Mail. Ich bin mit Ihnen der Meinung, dass die Schließung ein schwerer Fehler ist. Ob dieser Fehler im Zuge der Gespräche zwischen der CDU, der GAL und uns rückgängig gemacht werden kann, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass wir dies ändern wollen. Wir wollen die Schließung nicht. Warten wir mal ab. Dienstag ist die Sondierungsrunde zwischen der CDU und uns. Mittwoch zwischen der CDU und der GAL. Ich gehe von einer künftigen Koalition von CDU und GAL aus. Schauen wir mal, was im Koalitionsvertrag stehen wird. Mehr Hoffnungen kann ich Ihnen im Moment leider nicht machen.

Liebe Grüsse nach Marienthal.
Ihr Michael Neumann.
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.02.2008
Von:
Ulf

Sehr geehrter Herr Neumann,

"Eine demokratische Partei sollte mit jeder demokratischen Partei reden können", da stimme ich Herrn Naumann und Frau Goetsch vorbehaltlos zu, empfinde auch die CDU-GAL Gespräche als politische Bereicherung. Wieso denn aber wurde eine demokratisch gewählte und erlaubte Partei ausgegrenzt?

Ich finde es tragisch, dass die Hamburger SPD und Grünen sich selbst und uns die Chance Naumann als Bürgermeister zu haben nicht geben will, nur weil sie mit einer Partei links von sich selbst nicht reden wollen.

Lieber geben Sie der CDU den Wahlsieg, als mit einer ihrem eigenen Programm sehr viel näher stehenden Partei Gespräche über eine Koalition einzugehen.

Können Sie mir das erklären? "Hauptgegner" wie Naumann sagte, war die SPD sicherlich auch für die CDU, mit denen hat jedoch scheinbar niemand Angst zu reden.

Warum die Linken mit niemanden reden wollten, naja, ist eine eigenartige Partei, aber selbst die fangen an sich zu bewegen. Wenn die Grünen und die SPD jedoch unbeweglich bleiben und damit möglicherweise sogar den mehrheitlich gewollten und gewählten Wechsel verspielen wollen, das kann ich nicht verstehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulf
Antwort von Michael Neumann
bisher keineEmpfehlungen
27.02.2008
Michael Neumann
Moin Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail. Wir Hamburger Sozialdemokraten haben vor der Wahl gesagt, dass eine Koalition, Kooperation o.ä. mit der LINKSPARTEI für uns nicht in Frage kommt. Dies haben im übrigen auch GAL und die LINKSPARTEI erklärt. Auf dieser Grundlage haben wir uns zur Wahl gestellt. Und dann doch einen deutlichen Stimmenzuwachs errungen. Was sollen die Menschen denn davon halten, wenn wir nach der Wahl nicht zu unserem Wort stünden? Sie wären zu recht entsetzt.

Neben der Frage des "Worthaltens" und Vertrauen spielt aber auch eine Rolle, dass die LINKSPARTEI Forderungen erhebt, die wir Sozialdemokraten inhaltlich nicht erfüllen können und/oder wollen. Also spricht auch inhaltlich sehr viel gegen jedwede Zusammenarbeit.

Drittens spielen natürlich auch Emotionen eine Rolle. Denn die LINKSPARTEI hat sich bewusst gegen die Sozialdemokratie positioniert, hat uns als Hauptgegner bekämpft. Auch das macht uns die Zusammenarbeit unmöglich.

Leider hat sich der Satz "Wer LINKSPARTEI wählt, wählt damit von Beust" bestätigt. Denn Rot/Grün hat einen Sitz mehr in der Bürgerschaft als die CDU. Nun wird das Ergebnis leider sein, dass Herr von Beust mit der GAL eine Koalition eingehen wird, und Bürgermeister bleiben wird. Schade. Aber die Wählerinnen und Wähler der LINKSPARTEI wussten, was sie taten. Nun gibt es keinen Politikwechsel. Nun bleibt es im Kern bei konservativer Politik.

So weit erst einmal. Tüss & Bis die Tage.

Ihr Michael Neumann.
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
28.02.2008
Von:
Ulf

Sehr geehrter Herr Neumann,

vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage.
Ich verstehe Ihre Enttäuschung über das Wahlergebnis und die unbewegliche Haltung der Linken, die eine Zusammenarbeit fast unmöglich erscheinen lassen.

Aber ich möchte Sie an die zwei zentralen Wahlversprechen der SPD erinnern: für den Wechsel und für rot-grüne Politik in Hamburg zu kämpfen.

Dafür haben die Wähler Ihnen Ihre Stimme gegeben, ihr Vertrauen.
Nicht für die grosse Koalition, die Opposition oder die Ansage, die Linken auszugrenzen, das taten nämlich alle Parteien inklusive der Linken selbst.

Wollen Sie diese Versprechen wegen Eitelkeiten, Wahlkampf-Fehleinschätzungen und Engstirnigkeit brechen, und im selben Satz dies mit dem Erhalt der "Glaubwürdigkeit" Ihrer Partei begründen?

Das Wort Parlament kommt von reden, miteinander reden. Wenn eine neue 5% Partei sich noch nicht an die üblichen Spielregeln halten will, ist das mühsam und frustrierend, aber auch die FDP verweigert Koalitionen. Wenn eine etablierte Volkspartei im Parlament jedoch lieber die Macht aufgibt, als mit einer demokratisch gewählten und inhaltlich verwandten Partei zu reden, ist das eine Bedrohung unserer Demokratie.

Oder sollen wir auch aufhören mit Andersdenkenden zu reden?

Mit freundlichen Grüßen,

Ulf
Antwort von Michael Neumann
3Empfehlungen
28.02.2008
Michael Neumann
Moin,

mit mir wird es keine Ausgrenzung geben. Die LINKSPARTEI ist gewählt worden, hat Sitz und Stimme im Parlament. Wir werden über Inhalte streiten. Das ist aber auch in einem Parlament und seinen Ausschüssen normal.
Es sind eben die Inhalte, die uns trennen. Nicht Eitelkeiten o.ä. Wir stehen zu den Arbeitsmarktreformen. Wir stehen im Einsatz unserer Bundeswehr in Afghanistan. Wir stehen zu einer soliden Haushalts- und Finanzpolitik. Wir wollen nicht weiter in den Schuldenstaat "marschieren". Glauben nicht mehr an staatlich - durch Steuerzahler - finanzierte Wohlfahrtsprogramme.

Als dies sind Dinge, die uns trennen. Und noch einige mehr.
Aber vielleicht haben Sie Lust und Zeit, unsere beginnende Brieffreundschaft - die heute ja bereits Teil der BILD-Berichterstattung ist - im Gespräch fortzusetzen. Rufen Sie doch einfach an (040-42831-1325) , und wir verabreden uns.

Ich freue mich. Tüss & Danke.

Ihr Michael Neumann.
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Ihre Frage an Michael Neumann
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