Michael Glos (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Michael Glos
Jahrgang
1944
Berufliche Qualifikation
Müllermeister
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Inhaber eines Getreidemühlen- und Landwirtschaftsbetriebes, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie a.D.
Wahlkreis
Schweinfurt
Landeslistenplatz
2, Bayern
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(...) Sie sind als Gründer nicht chancenlos einer Bank ausgeliefert. Auch zwischen den Banken besteht Wettbewerb und vielfache Erfahrungen zeigen, dass der Wettbewerb auch tatsächlich ausgetragen wird und daher auch von Ihnen genutzt werden sollte. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Wirtschaft
27.06.2007
Von:

Seit Monaten hört und liest man immer nur von guten Konjunktur-prognosen. Egal welches Institut Umfragen startet, sie sind immer positiv. Wissen sie, dass dies leider nicht der Realität entspricht und wie es im Einzelhandel wirklich aussieht?Z.B. in Berlin wird die Sommerware schon seit 2 Monaten mit einem Rabatt von 50% verkauft. Welcher Einzelhändler wurde das tuten bei guten Geschäften? Interessiert sie hier eigentlich die Wirklichkeit?

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Frage zum Thema Finanzen
12.07.2007
Von:

Herr Glos,

wie können sie einem gesetz mit der abgeltungssteuer zustimmen, das die grosse anzahl der bevölkerung schlechter stellt als bisher und grosse nachteile für langfristsparen bringt ?

sie , ihre partei und viele andere parteien fordern die bevölkerung ständig auf zusätzlich zur gesetzlichen rente zu sparen , jedoch die abgeltungssteuer macht den hauptvorteil von langfristsparen, d.h. den zinseszinseffekt , zu einem sehr grossen teil zu nichte.

zusätzlich ist es ein weiteres beispiel, dass deutsche gesetze kompliziert sind und nie zur vereinfachung beitragen.

ich bin enttäuscht.

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Frage zum Thema Finanzen
07.08.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Glos

Durch ihren Auftritt im fernsehen im Talk mit Lothar Späth im ntv haben sie mir durch ihre aussagen den letzten anstoss gegeben mich aus der Arbeitslosigkeit selbstständig zu machen.
Nun bekomme ich Gründungszuschuss von der Arge und wollte für investitionen das Mikrodarlehen 10 beantragen,und muss ihnen mitteilen das keine bank auch nur das mindeste daran
interessiert ist an kleinen gründern ,trotz guter Schufa und geschäftsidee.Es wird offen gesagt das sich der aufwand nicht lohnt,und lässt die kleinen leute im regen stehen.
Nach der 9 ten Bank habe ich aufgegeben,und auch mikrolending ebenfalls unmögliche bedingungen und aufwand,die sind nur interessiert schulungen über die Arge zu finanzieren anstatt einen weiterzuhelfen.
Warum frage ich sie kann das die kfw nicht übernehmen diese Anträge direkt zu prüfen um an fördergelder zu kommen,denn wenn man nicht beantragen kann,kann man seine bekommen
und seine ideen verwirklichen.
Meine Hausbank Sparda bank arbeitet zu beispiel garnicht mit der kfw zusammen. Da ich eine Familie mit zwei kindern ernähren muss wäre ich ihnen dankbar wenn sie mir andere möglich-
keiten und wege aufzeichnen könnten an dieses microdarlehen 10 zu kommen da mir die zeit langsam wegläuft.

MFG
Antwort von Michael Glos
5Empfehlungen
17.08.2007
Michael Glos
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 7. August 2007. Herr Bundesminister Glos hat mich gebeten, Ihr Anliegen zu prüfen und Ihr Schreiben zu beantworten.

Für Ihre Ausführungen habe ich großes Verständnis. Auch gegenüber dem Ministerium wird verschiedentlich von zurückhaltenden Reaktionen einzelner Banken auf Darlehenswünsche von Investoren berichtet. In manchen Fällen sind Banken auch nicht bereit, einen Antrag auf öffentliche Förderprogramme entgegenzunehmen oder an die KfW weiterzuleiten.

Bitte bedenken Sie, dass die Mitarbeiter der Hausbanken mit ihren individuellen Kunden- und Branchenerfahrungen Risiken und Chancen eines Vorhabens gelegentlich unterschiedlich beurteilen können. Die Möglichkeiten der Unterstützung in Form von Fördermitteln werden verschiedentlich nicht ausgeschöpft.

Mit den Förderdarlehen der KfW Mittelstandsbank, insbesondere mit den teilweise haftungsfreigestellten Produkten, wird den Kreditinstituten der Anreiz geboten, verstärkt auch Vorhaben mit geringer Absicherung finanziell zu begleiten. Deshalb bietet sie für Existenzgründer das StartGeld (max. 50.000 Euro) und das Mikrodarlehen (max. 25.000 Euro bzw. 10.000 Euro in der Variante "Mikro 10") an. Diese Darlehen sind mit einer Haftungsfreistellung von 80 % ausgestattet, d. h. das Kreditinstitut trägt nur noch ein deutlich vermindertes Risiko für die Finanzierung. So erfolgt die Finanzierung einer überschaubaren Investition auch bei fehlenden oder geringen Sicherheiten.

Sie sind als Gründer nicht chancenlos einer Bank ausgeliefert. Auch zwischen den Banken besteht Wettbewerb und vielfache Erfahrungen zeigen, dass der Wettbewerb auch tatsächlich ausgetragen wird und daher auch von Ihnen genutzt werden sollte. Ich kann Sie heute nur in Ihren Bemühungen bestärken, mit einem Erfolg versprechenden Konzept eine weitere Bank aufzusuchen und damit andere Bearbeiter anzusprechen, um sie als Hausbank für Ihr Vorhaben zu gewinnen.

Förderkredite können nicht direkt von der KfW ausgereicht werden, weil die finanzielle Begleitung der Vorhaben durch eine Bank oder Sparkasse vor Ort unerlässlich ist.

Eine alternative Direktkreditvergabe seitens der KfW wäre auch mit einer "banküblichen" Prüfung verbunden. Der Bund, die Länder und die EU müssten demnach für ihre Förderinstitute zunächst eigene Systemen aufbauen, wobei die Ergebnisse derer Prüfungen im Prinzip nicht nennenswert von denen des Bankgewerbes abweichen dürften.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle versichern, dass sowohl das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie als auch die Förderinstitute des Bundes und der Länder im Dialog mit den Hausbanken die Finanzierungsprobleme von Investoren, Existenzgründern und Unternehmern immer im Auge haben und entsprechend handeln.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnte und wünsche Ihnen für Ihre Finanzierung ein gutes Gelingen.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Korte
Referat II C 1
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
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Frage zum Thema Wirtschaft
11.08.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Glos,

eine kurze Frage: Stimmt es, was u.a. bei Spiegel Online ( www.spiegel.de ) zu lesen ist?

Danach hat eine Werbeagentur im Auftrag Ihres Ministeriums verschiedenen Zeitungen u.a. Redaktionsbesuche eines Ministeriumsvertreters angeboten sowie die Einbindung der Medien in eine "Dialogtour", die Sie zur Förderung des Mittelstandes unternahmen. Im Gegenzug ist den Zeitungen Anzeigen Ihres Ministeriums versprochen worden.

Für Aufklärung wäre ich und sicher auch die zahlreichen Mitleser Ihnen dankbar.

Mit freundlichen

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Frage zum Thema Wirtschaft
13.08.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister Glos,

wie Sie wissen werden, habe nicht nur ich ein Problem mit der uns Unternehmern leider noch immer per Gesetz aufgebürdeten Zwangsmitgliedschaft zur Industrie- und Handelskammer !

Wie Sie vielleicht auch am 18. Juli 2007 in der Süddeutschen Zeitung (Seite 36) gelesen haben, drohte die Augsburger IHK einem bayrischen Unternehmer mit Haftbefehl, falls er die von der IHK verlangten Jahresbeiträge weiterhin nicht zahlen würde.

Gerne hätte ich nun einmal von Ihnen gewusst, was Sie (insbesondere als der jetzt zuständige Wirtschaftsminister!) tun können, damit uns Unternehmern solche Probleme in Zukunft erspart bleiben?

Glauben Sie nicht auch, daß die Industrie- und Handelskammern nun endlich mal lernen sollten, nach den Regeln der Marktwirtschaft arbeiten zu müssen ?

Würden Sie zum Beispiel gerne bei einem Bäcker jährlich für Brötchen bezahlen müssen, von dem Sie genau wüssten, daß er absolut nichts Gescheites für Sie backen könnte ?
Daß man im übertragenen Sinne ein solches Problem tatsächlich mit einer derzeit per Zwang verordneten IHK haben kann, leuchtet doch wohl auch Ihnen ein, oder ?


Mit freundlichen Grüßen nach Berlin - bzw. Prichsenstadt

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