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Sehr geehrte Frau Dyckmans,
auch von mir zuallererst herzliche Gratulation zur Ernennung zur Bundesdrogenbeauftragten.
In einer Gesellschaft, die permanent auf irgendwelchen Drogen ist und ohne gar nicht mehr funktionieren könnte, ist das ein meines Erachtens zu wenig be- und geachteter Job.
In Ihrem Falle hoffe ich, dass das alte deutsche Sprichwort zum Tragen kommt "Neue Besen kehren gut!", denn es gilt viel Staub und Dreck aus der bisherigen bundesdeutschen Drogenpolitik zu entfernen. Hierfür wünsche ich Ihnen alles Gute!
Jetzt zu meinen Fragen:
Ihre Vorgängerin Sabine Bätzing sagte einmal (wörtlich), dass "bis heute ... ein therapeutischer Nutzen von Cannabis nicht hinreichend wissenschaftlich nachgewiesen" ist. Mich würde hierzu Ihre Position interessieren, zumal ja endlich auch in den Vereinigten Staaten ein Umdenken stattfindet, was den medizinischen Gebrauch von Hanf angeht. Von Kanada , den Niederlanden, Mexico, Brasilien, Portugal, Spanien, Österreich, Dänemark, Italien, Tschechei und Kroatien mal ganz zu schweigen. Selbst Belgien ist bei der Hanfprohition schon einen Schritt weiter als die Bundesrepublik.
Glauben Sie an einen Gott, Frau Dyckmans? Falls ja, dann würde mich interessieren, ob Sie es persönlich für Gut und Gerecht halten, eine von Gott dem Menschen zur Verfügung gestellte Pfanze in ihrer Gesamtheit zu verbieten und gar mit der Maßgabe heranzugehen, diese Pflanze vom "Angesicht der Erde zu tilgen"?
Falls Sie nicht an einen Gott glauben, dann stelle ich die Frage anders. Darf der Mensch bewusst und zielgerichtet Pflanzenarten ausrotten?
In der Hoffnung, dass auch in der Bundesrepublik Deutschland bald die Vernunft in der Drogenpolitik Einzug hält, verbleibe ich
mit freundlichem Gruß
