Mechthild Dyckmans (FDP)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Mechthild Dyckmans
Geburtstag
26.12.1950
Berufliche Qualifikation
Richterin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Kassel
Wahlkreis
Kassel
Ergebnis
7,8%
Landeslistenplatz
5, Hessen
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(...) Auf der einen Seite werden ständig neue Stoffe und Arzneimittel entwickelt, was für Heilbehandlungen ein Segen ist. Auf der anderen Seite ändern sich aber die Konsum- und Missbrauchsmuster, so dass legal erhältliche Mittel von heute die Betäubungsmittel von morgen sein können. Das Angebot von Betäubungsmitteln ist ständig im Fluss. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
08.06.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Dyckmans,
in der Sendung Panorama vom 7.6.2012 wurde gezeigt, wie die Sozialwerke die Urlaube der Beamten bezuschussen. Sicher sind Sie gegen dieses sinnlose Verschleudern von Steuergeldern.
1. Was wollen Sie, bzw. Ihre Partei unternehmen um diese unnötigen Subventionen zurückzufahren?
2. Was wollen Sie, bzw. Ihre Partei unternehmen, damit auch wir, wie unsere Bundeskanzlerin von den anderen EU-Ländern fordert, keine neuen Schulden mehr aufnehmen.
Wenn nicht jetzt in der guten Konjunktur, wann dann?
In gespannter Erwartung Ihrer Antwort
Antwort von Mechthild Dyckmans
bisher keineEmpfehlungen
26.06.2012
Mechthild Dyckmans
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Fragen vom 9. Juni 2012.

Zu Ihrer ersten Frage: Die FDP-Bundestagsfraktion setzt sich dafür ein, die Tätigkeit der Sozialwerke zu überprüfen. Sollten in einigen Bereichen Änderungen nötig sein, so müssen diese auf der Grundlage aussagekräftiger Fakten ermittelt werden. Dazu gab es beim Bundesrechnungshof bereits eine Vorprüfung. Weitere offene Fragen gilt es noch zu klären. Die Haushaltsexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Frau Dr. Claudia Winterstein, MdB, hat dies gegenüber dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL (12/2012) bestätigt.

Zu Ihrer zweiten Frage: Die FDP-Bundestagsfraktion wird sich auch künftig dafür einsetzen, dass Haushaltskonsolidierung absolute Priorität hat. Beim derzeitigen Schuldenstand von Bund, Land und Kommunen ist dies dringend erforderlich. Wir haben uns erfolgreich für die Einführung von Schuldenbremsen in Bund und Land eingesetzt und drängen auch weiterhin auf eine verantwortungsvolle Ausgabenpolitik. Ziel der FDP ist es, die Neuverschuldung des Bundes bereits im Jahr 2014 auf null zu reduzieren. Die haushaltspolitischen Ziele der anderen Parteien sind bei Weitem nicht so ehrgeizig.

Mit freundlichen Grüßen
Mechthild Dyckmans, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
09.06.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Dyckmans.

Sie sagten in einer Antwort vom 23.03.2012:
"Die Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) berichtet in Ihrem aktuellen Jahresbericht (S.53, www.emcdda.europa.eu ), dass kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem Strafmaß für den Besitz von Cannabis nachgewiesen werden konnte. "

Wenn die Bestrafung des Cannabisbesitzes den Cannabiskonsum nicht reduziert, welchen Nutzen kann sie dann haben?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Mechthild Dyckmans
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02.07.2012
Mechthild Dyckmans
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben meine Äußerung falsch interpretiert. Die Untersuchung der EBDD versuchte einen Zusammenhang zwischen dem Cannabiskonsum und den entsprechenden Strafen, das heißt der Höhe der Strafen, in den europäischen Ländern herzustellen. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass sich kein Zusammenhang (!) zwischen gesetzlichen Änderungen und den Prävalenzraten des Cannabiskonsums ermitteln lässt.

Mit freundlichen Grüßen

Mechthild Dyckmans
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
11.06.2012
Von:

Geehrte Frau Dyckmans,

Ende Januar dieses Jahres hat eine Frage gestellt, die bald ein halbes Jahr unbeantwortet ist. Planen Sie diese Frage mir und 29 weiteren Interessenten zeitnah zu beantworten?

Um 1960 setzte Harry Jacob Anslinger ein weltweites Cannabisverbot durch, dass bis heute anhält. Waren seine Methoden, die Bevölkerung von den Risiken und Gefahren zu informieren, Ihrer Meinung nach frag- oder glaubwürdig? Ich beziehe mich hier unter Anderem auf den Film "Refeer Madness".

Des Weiteren sehe ich allgemein hohen Diskussionsbedarf was dieses Thema angeht, da es jetzt schon zum Zweiten mal in Frau Merkels Bürgerdialog auftaucht. Bei der Youtube-Aktion letztes Jahr war die Liberalisierungs-Frage auf dem ersten Platz und im jetzigen Dialog über Deutschland ist sie von über 6000 Fragen auf zweitem Platz. Werden Deutschland und die vielen Bürgen, die für diese Frage gevoted haben, Änderungen sehen, was Cannabis im BtmG Anlage II angeht?

Ich weis, dass Sie als Bundesdrogenbeauftragte viel zu tun haben und deshalb bedanke ich mich für Ihre Mühen in diesem Forum.
Freundliche Grüße
Antwort von Mechthild Dyckmans
1Empfehlung
22.06.2012
Mechthild Dyckmans
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie fragen nach der Beantwortung einer Anfrage eines vom Januar 2012 in diesem Forum an mich. Eine offene Anfrage von an mich liegt mir nicht vor.

Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie und viele andere das Thema Legalisierung von Cannabis sehr beschäftigt. Die Position der Bundesregierung in dieser Frage ist klar. Es ist keine Legalisierung von Cannabis geplant. Die Gründe für diese Haltung können Sie ausführlich in meinen Antworten in diesem Forum nachlesen.

Mit freundlichen Grüßen
Mechthild Dyckmans
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Frage zum Thema Internationales
11.06.2012
Von:

Werte Frau Dyckmans,

ich beziehe mich auf den Artikel der Zeitung Hanf Journal: hanfjournal.de in dem ausführlich beschrieben wird, dass die Bundesrepublik Deutschland in Ihrer Amtszeit die Pompidou-Gruppe beim Europarat ausgetreten ist.

Warum ist weder auf Ihren Webseiten noch in einer Pressemitteilung noch im Drogen- und Suchtbericht eine Ankündigung oder Stellungnahme über den Austritt zu finden, im Gegenteil, die Drogenbeauftragten aus dem Ausland bedauern den Austritt?

So habe Ihre Amtsvorgängerin Sabine Bätzing noch im November 2008 die Arbeit der Gruppe gelobt und Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft aufgezeigt, sowie vorgeschlagen, konkrete, zeitlich und inhaltlich begrenzte Arbeitsaufträge an Expertengremien zu richten, um so die Aufmerksamkeit besser auf aktuelle Probleme mit politischem Handlungsbedarf zu lenken.

Waren die Expertisen der Fachleute der Pompidou-Gruppe zu fortschrittlich, zu liberal, zu sehr an den Menschenrechten und zu wenig an der Repression orientiert?

mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Mechthild Dyckmans
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02.07.2012
Mechthild Dyckmans
Sehr geehrter Herr ,

die Bundesregierung hat entschieden, die Pompidou Gruppe zu verlassen, da viele der darin diskutierten Themen bereits in anderen Gruppen und Kreisen (wie Horizontale Gruppe Drogen, Verwaltungsrat der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle, Treffen der Nationalen Drogenkoordinatoren, Suchtstoffkommission) diskutiert und behandelt werden. Unter Berücksichtigung der abnehmenden Ressourcen der Bundesressorts wurde daher entschieden, diesen Schritt zu gehen.

Der Bundestag wurde über die Gründe informiert.

Mit freundlichen Grüßen

Mechthild Dyckmans
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Frage zum Thema Gesundheit
28.06.2012
Von:

Werte Frau Dyckmans,

ich beziehe mich auf den Artikel der Zeitung Hanf Journal: hanfjournal.de in dem ausführlich beschrieben wird, dass die Bundesrepublik Deutschland in Ihrer Amtszeit die Pompidou-Gruppe beim Europarat ausgetreten ist.

Warum ist weder auf Ihren Webseiten noch in einer Pressemitteilung noch im Drogen- und Suchtbericht eine Ankündigung oder Stellungnahme über den Austritt zu finden, im Gegenteil, die Drogenbeauftragten aus dem Ausland bedauern den Austritt?

So habe Ihre Amtsvorgängerin Sabine Bätzing noch im November 2008 die Arbeit der Gruppe gelobt und Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft aufgezeigt, sowie vorgeschlagen, konkrete, zeitlich und inhaltlich begrenzte Arbeitsaufträge an Expertengremien zu richten, um so die Aufmerksamkeit besser auf aktuelle Probleme mit politischem Handlungsbedarf zu lenken.

Waren die Expertisen der Fachleute der Pompidou-Gruppe zu fortschrittlich, zu liberal, zu sehr an den Menschenrechten und zu wenig an der Repression orientiert?

mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Mechthild Dyckmans
bisher keineEmpfehlungen
31.07.2012
Mechthild Dyckmans
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Wie ich auch in meiner Antwort auf die Frage von Herrn vom 11. Juni 2012 berichtet habe, hat die Bundesregierung entschieden, die Pompidou-Gruppe zu verlassen, da viele der darin diskutierten Themen bereits in anderen Gruppen und Kreisen (wie Horizontale Gruppe Drogen, Verwaltungsrat der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle, Treffen der Nationalen Drogenkoordinatoren, Suchtstoffkommission) diskutiert und behandelt werden. Die Gründe für den Austritt Deutschlands sind also nicht in der inhaltlichen Arbeit der Pompidou-Gruppe begründet.

Mit freundlichen Grüßen

Mechthild Dyckmans
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